Die Gründe für den Besuch in einem Swingerclub können durch die verschiedensten Bedürfnisse ausgelöst werden. Es gibt nicht den einen Grund!
Sehnsucht nach fremder Haut
Es kommt nicht allzu oft vor, aber es gibt sie: Die Paare, die sich sehr früh gefunden und gebunden haben. Laut Statistik hat jeder deutsche 5,8 Sexualpartner (Quelle: Durex 2009), ein Anzeichen dafür, dass es in der menschlichen Natur liegt, sich auf mehrere Partner einzulassen.
Äußert nun ein Partner diesen Wunsch nach fremder Haut, kann es eine neue Facette im Liebesleben des Paares sein, sich dem hinzugeben. Beim Swingen besteht der Vorteil darin, dass der geliebte Partner an der Seite ist, und sozusagen immer mit bekommt /mit bekommen kann, wie weit es beim Sex geht und vorallem: Wie es dem Partner dabei ergeht.
Das Swingen ist also für Paare, die sich gemeinsam an fremder Haut erfreuen wollen, ideal. Wichtig ist nur: Seid euch bewusst, was ihr wollt und vorallem redet darüber! Äußert eure Gefühle und klärt rechtzeitig ab, was geht und was nicht. Ganz wichtig: Gesetzte Regeln dürfen nicht gebrochen werden.
Ob das Swingen letzten Endes den Thrill nach Neuem befriedigt und ob es wirklich etwas für euch ist, könnt nur ihr ganz allein entscheiden.
Abwechslung und Schwung für langjährige Beziehungen
Bei vielen Paaren kehrt nach einiger Zeit das Gefühl der sexuellen Stagnation ein. In den allermeisten Fällen muss das nicht zwangsläufig heißen, dass die Liebe zum Partner verschwunden ist.
Die Gründe dafür sind oft ganz banal: Es kommen Kinder, es ist auch schön, sich in der wenigen freien Zeit mit anderen Sachen zu beschäftigen oder Dringendes erledigen, was sonst nicht in den Alltag passt. Es erscheinen andere Dinge wichtiger, als sich mit dem Körper des Partners auseinander zu setzen. Experten raten, sich gegebenenfalls Sex als einen Termin vorzumerken – recht häufig rollt, erst einmal in Gang gesetzt, der Zug der Lust recht schnell wieder weiter.
Einen Kick zur sexuellen Wiedervereinigung kann durchaus der Besuch eines SwingerClubs sein. Es geht ja nicht (nur) darum, es möglichst oft mit möglichst vielen Partnern zu treiben; es ist für das ein oder andere Paar auch durchaus reizvoll, es vor anderen zu tun. Sich beim GV beobachtet und begehrenswert zu fühlen, kann schon ausreichen, sich wieder erotisch wachgeküßt zu fühlen.
Bei vielen bleibt es nicht nur bei einem Besuch im Pärchenclub. Wichtig ist immer, miteinander zu kommunizieren und sich Regeln zu definieren, die eingehalten werden und so gegenseitigen Respekt bezeugen.
Pure Neugierde
Ein weiterer Auslöser für das Interesse an einem Swingerclub kann durchaus auch die eigene Neugier sein. Wenn zum Beispiel das Paar beim gemeinsamen TV-Abend durch einen Beitrag auf die Idee gebracht wird, oder ein befreundetes Pärchen von ihren Abenteuern im Club erzählt. Das Interesse kommt meist spontan, ohne großes vorheriges Grübeln und Überlegen, ob oder ob nicht, und weshalb eigentlich? Sondern präzise, schnell und gemeinschaftlich: Testen? Testen! Einfach mal ausprobieren, wenn es nichts ist für uns, hey, gehen wir halt zum Italiener um die Ecke!
Kommunikation mit dem Partner
Wie bereits im letzten Beitrag ausführlichst beschrieben, ist das absolut Wichtigste im Vorfeld die Kommunikation mit dem Partner. Wie drücke ich meinen Wunsch so aus, dass er meinen Partner nicht verletzt? Wenn ich ihn doch verletze, wie reagiere ich darauf?
Wenn er/sie dem Vorschlag auch nicht abgeneigt ist, welche Regeln wollen wir uns als Paar stellen? Welcher Wink deutet auf Abbruch hin, wie weit wollen wir gehen?
Bitte denkt daran: Ihr seid zwei verschiedene Individuen, die durchaus unterschiedlichste Sichten auf die Dinge haben können. Seid ehrlich im gegenseitigen Umgang, laßt den Partner sein, wie er/sie ist und versucht nicht, die Person zu ändern – das würde im Endeffekt nur nach hinten losgehen und die Beziehung über kurz oder lang in eine Krise führen.
Medien und Trends
Wie in allen Bereichen des Lebens gibt es auch in sexueller Hinsicht Trends; die einen behaupten sich, die anderen verschwinden wieder weitestgehend von der Bildfläche.
Spiegelbild unserer Gesellschaft sind die Medien. Dadurch, dass Sexualität im allgemeinen und Swingerclubs im speziellen sich auch außerhalb der ehelichen Schlafzimmer immer größerer Beliebtheit erfreuen, wird deutlich: Swingerclubs sind salonfähig(er geworden).
Nun liegt es natürlich an jedem Einzelnen, zu entscheiden, sich der immer größeren Gemeinde anzuschließen oder nicht. Fakt ist: Nur weil mein Nachbar swingt – und ich es durch seinen offenen Umgang damit erfahre, muss ich es nicht zwangsläufig auch tun.
Aber: Ich kann!
Weitere Beiträge
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