Erneut hat Josi eine attraktive Club-Adresse ausfindig gemacht. Der Pärchenclub Schiedel liegt in Kamenz, etwa eine Autostunde von Dresden entfernt. Das ist für Josi wahrlich keine Weltreise und somit Grund genug, sich ein weiteres Mal auf den Weg zu machen, um für euch einen neuen Club zu testen.
P18 / U40
Es war der 2. November und im Pärchenclub Schiedel stand eine der dort beliebten P18/U40 – Parties auf dem Programm. Diese finden jeden ersten Freitag im Monat statt und begrenzen das Gesamtalter eines Besucherpaares auf gemeinsame 80 Jahre. Schon das klang reizvoll. Im Internet war außerdem zu lesen, dass der Abend House- und Wunschmusik, Prosecco und eine Live-Show bietet. Hier kann man monatlich im Wechsel Striptease, Gogo, eine Lesbenshow oder einen Menstrip erwarten – auch zum Mitmachen, wie der Veranstalter betont.
Für solcherlei Veranstaltung hat der Club extra ein Portal im Internet eingerichtet, wo man sich schon vorher eintragen kann. Den ersten 10 Anmeldungen ist dabei sogar ein Schiedel-Willkommensgeschenk sicher.
So weit, so gut. Als wir dort ankamen, war der Parkplatz schon gut gefüllt. Entsprechend groß war auch die Aufregung, die mich immer heimsucht, sobald ich einen neuen Club zum ersten Mal betrete. Ohne Begleitung hätte ich mir das sicher nicht getraut, da mir die leichte Scheu schon jetzt den Angstschweiß auf die Stirn trieb. Dennoch nett, was uns da gleich an der Tür anlachte: Ein nicht zu übersehender Pimmel.
Der Betreiber ließ uns freundlich ein. Durch eine Art Dschungel, vorbei an vielfältigen Zimmern und einem merklich heißen Kamin gelangten wir zur Anmeldung.
Hier steht eine gemütliche Couch, die das Warten erleichtert, wenn es mit dem An- oder Abmelden mal etwas länger dauert. Ein persönliches Handtuch bestätigt die erfolgreiche Anmeldung und wir gingen in die Umkleide.
Welch Überraschung!
Wie üblich, suchten wir zuerst den Barbereich auf. Auffällig waren hier eine gemütliche Couch-Ecke und eine Gogo-Tanzstange. Der Raum war leicht abgedunkelt. Diverse pornografische Bilder an der Wand, eine Videoleinwand mit Musikvideos und sogar einem Pornostreifen heizten die Stimmung fühlbar an.
Wir gesellten uns einfach zu Bekannten aus einem anderen Club, tranken das erste Glas Sekt und die anfängliche Scheu begann sich zu legen. Dann baten die Betreiber die Gäste über ein Mikrofon in den Bar-Bereich, um die Willkommensgeschenke dieses Tages zu vergeben.
Bis zu diesem Punkt war mir jedoch nicht klar, dass mein Begleiter auch unter diesen ersten 10 Anmeldungen war. Die aufgerufenen Gäste wurden gleich neben der Gogostange prominent ins Rampenlicht gestellt. Doch damit nicht genug! Man fragte sich natürlich, wer die weibliche Begleitung dieses Herrn sei und da wurde auf mich gezeigt.
Oh Schreck, zum ersten Mal da und gleich im Mittelpunkt stehen müssen. Ich war so überrascht, dass ich erstmal gar nicht von meinem Stuhl hoch kam. Man schien meine Überraschung bemerkt zu haben und kam freundlich auf mich zu, um mir das Geschenk zu überreichen. Neugierig schaute ich in das Päckchen und entdeckte liebevoll in eine weiße Schachtel verpackte, weiße Lustkugeln. Herrlich, wie das klapperte.
Was zählt ist die Mission
Wir entschieden uns daraufhin, in den Küchenbereich nach nebenan zu gehen. Dort wurden verschiedene Salate, frisch gebackenes Brot, warme Speisen und Salate angeboten. Doch auch abseits der Theke muss man nicht verhungern. Der Betreiber geht persönlich durch den Club und verteilt Obst, so genannte Fiktamine.
Während wir dinierten und die ersten Kontakte mit einem anderen Paar und dem Masseur des Hauses knüpften, lief das Lesbenprogramm, wovon wir leider nur das Ende zu sehen bekamen. Das, was wir aber sahen, war mehr als heiß.
Nun rief aber die Mission und wir beschlossen dem Club die übliche Inspektion zu unterziehen. Mir kam es teilweise wie ein Irrgarten vor. Es gab so viele Türen, Aufgänge und Zimmer, dass ich beinah die Orientierung verlor.
So ließ ich mich durch meinen kundigen Begleiter durch die Räumlichkeiten des Clubs führen: Es gibt 5 Bars, teilweise mit Selbstbedienung, wo u. a. asiatisches Essen angerichtet war.
Während des Rundgangs hat mich das riesige Schwimmbecken am meisten begeistert. Das Wasser war beleuchtet und das Becken mit Bäumen ausgeschmückt. Das Ganze ist natürlich schwer zu beschreiben, aber sehr einladend war es allemal.
Später am Abend entdeckte ich eine kleine Ecke im Club, wo der Chef hausgemachte Crepes verteilte. Für mich als Naschkatze war das natürlich ein zusätzliches Highlight des Abends.
Von Planeten und Quadraten
Alle Räume des Clubs habe ich mir ohnehin nicht merken können, deshalb hier eine Auswahl meiner persönlichen Favoriten:
Das Planetarium, wo lüsterne Voyeure dem fröhlichen Treiben durch Löcher zusehen können. Das Planetarium besitzt zwar eine Tür, aber die Herausforderung besteht darin, durch ein quadratisches Loch in der Wand hinein zu klettern.
Das ist mit meinem Po natürlich zuviel des Guten und so habe ich die Betreiber gefragt, ob sie das Zimmer für mich aufschließen würden, da es von außen schon so einladend wirkte. Gesagt, getan. Innen befand sich eine große runde Matte und ein Hochbett, das man über zwei Seiten per Leiter erreichen konnte. Sehr gemütlich und irgendwie verspielt.
Auf dieser Ebene befindet sich auch der Ölraum, wo man sich nach Herzenslust zu zweit oder zu vielt einölen kann.
Im ersten Stock befindet sich ein Raum mit einem Gynstuhl, ebenso der Klinikbereich, das SM-Zimmer, ein Separee und ein Spiegelzimmer.
Dem Spiegelzimmer widmeten wir schließlich unsere besondere Aufmerksamkeit. Wir gesellten uns zu dem Paar, das wir zuvor beim Abendessen getroffen hatten. Was ich dort erlebt habe, will ich aber lieber für mich behalten. Nur soviel, es war wunderschön und wir hatten im Laufe des Abend noch eine Menge Spaß mit diesem Paar und einem anderen uns bekannten Paar.
Für die Hygiene davor und danach stehen im ganzen Clubbereich verteilt acht Duschen bereit.
Fazit
Insgesamt kann man sagen, dass der Club eine gute Möglichkeit ist, mit vielen Leuten in Kontakt zu kommen. Die Betreiber sind sehr um ihre Gäste bemüht und ich konnte mich mit jedem Anliegen an sie wenden. Ich habe mich sehr wohl gefühlt, was nicht zuletzt an der familiären Einrichtung des Clubs lag. Ich kann und möchte deshalb auch diesen Club jedem empfehlen.
Adresse, Öffnungszeiten und Preise
Die Preise liegen für Paare je nach Veranstaltung zwischen 15 und 70 Euro pro Abend. Single-Herren zahlen zwischen 25 und 110 Euro, Single Damen erhalten bereits für 10 Euro Einlass.
Alle, die einen längeren Heimweg haben als Josi können im clubeigenen Hotel je nach Vorliebe und Geldbeutel im "Kuhstall" oder in der "Schniedel-Suite" den Rest der Nacht verbringen.
Alle weiteren Informationen zum Club findet ihr hier im
JOYclub-Profil des Clubs.
Erfahrungsberichte
Seid ihr bereits einmal Gast in diesem Club gewesen? Dann schildert uns doch eure Eindrücke! Entweder als Kommentar unter diesem Beitrag oder als längeren Erlebnisbericht. Sendet diesen bitte per ClubMail an Camelot.



























