18.04.2008

Der Solomann

und die Suche nach dem geilen Abend

Menschen, die sich in der Szene bewegen, stoßen über kurz oder lang auf ihn: Den Solomann. Geliebt, verhasst, begehrt, belächelt, bewundert. Dass Solomänner in Swingerclubs oder auf Szenepartys auf unterschiedlichste Reaktionen treffen, ist bekannt. Einige Pärchen hoffen, auf ein stattliches Exemplar zu treffen, andere wählen bewusst solofreie Wochenenden in Clubs.

Der Solomann

Der männliche Single

Die Erlebnisse mit dem männlichen Single sind so verschieden wie die Herren selbst. Von „sehr sexy“ bis „unmöglich“ reicht die Bandbreite der Statements. Fragt man genauer nach, stellt sich schnell heraus, dass des einen Freud des anderen Leid ist. Mag langes Haar am Manne bei der einen Dame romantische Erinnerungen an den Highlander wecken, vergleicht die andere möglicherweise den langen Zopf eher mit einem unmännlichen Sonderling. Das gleiche lässt sich über Glatzen, Bierbäuche, Stahlmuskeln und die Wahl der Unterwäsche sagen. Auch sonst wird hier die im Grunde sehr tolerante Szene nicht vor Schubladen verschont und Mann wird es Frau oder Paar wohl nie gänzlich recht machen können. Allerdings sind sich nahezu alle einig, dass Gepflegtheit und Charme die wichtigsten Attribute des Singlemanns sind.

Ein Abend mit einem Solomann

Begleiten wir einen Solo für einen Abend. Nennen wir ihn der Einfachheit halber Karsten. Karsten erreicht gegen 22:00 Uhr den Club. An diesem Abend findet ein Maskenball statt. Wohlgeformte Körper in reizender Wäsche präsentieren sich von ihrer gepflegtesten Seite. Die Herren tragen die Ausgeh-Armbanduhr und modische Boxershorts. Die Damen ein wenig mehr Make up, das Nachtparfüm und High Heels.

Der Solomann

Karsten verbrachte zwei Stunden im Bad. Badewanne, Peeling und eine gründliche Rasur beim türkischen Barbier um die Ecke. Nasenhaarlos und mit Nackenrasur, gepflegt steht er mit leicht rotem Solariumbauch vor dem großen Spiegel in der Umkleidesektion und prüft die frisch gepumpten Trizepsmuskeln auf Volumen. Zufrieden zwinkert er seinem Spiegelbild zu und ein letztes tiefes Luftholen begleitet ihn in den Dance Bereich des Clubs. Hier an der langen Theke ist der erste Kontaktpunkt der Swinger. Man schlürft lässig einen Cocktail oder einen Kaffee und wippt zur Musik im Takt. Jeder Neuankömmling wird in Sekundentakten gescannt und in die entsprechende persönliche Kategorie eingeteilt.

Unser Karsten geht zielstrebig auf eine freie Stelle an der schönen, aber schon recht vollen Theke zu und fixiert zunächst einmal nur die Bedienung. Wissend, dass grade ein paar Dutzend Augen auf ihm haften und es die berühmten ersten Sekunden sind, die entscheiden, ob er ankommt oder nicht, versucht er seine Verkrampftheit so locker wie möglich wirken zu lassen. Nun bloß keine ungeschickte Bewegung, keine verzogene Geste zum Besten geben. Gedankenblitze schießen ihm durch den Kopf. Die Brünette an der Ecke mit dem Muskelprotz an ihrer Seite reizte ihn schon beim ersten Anblick. Aus den Augenwinkeln nimmt er wahr, dass auch er grade angeschaut wird. Von eben diesem Pärchen. Den Drink endlich in der Hand versucht er so locker wie eben möglich mit dem Rücken zur Theke die Ellbogen lässig aufzustützen und den James Dean-Blick aufzusetzen.

Das Paar an der Ecke, mit der erwähnen Brünetten, ist an diesem Abend auf der Suche nach einem Solomann. Die Dame wünscht, einen zweiten Mann zu beglücken und ihr Partner und sie haben entschieden, dieses Vorhaben hier und heute umzusetzen. Als Karsten den Raum betritt, werfen sich die zwei einen kurzen, aber klaren Blick zu: Der könnte was sein. Optisch kommt er gut an und man sieht, dass es sich um ein gepflegtes Exemplar der Gattung Mann handelt. Wird er sich auch zu unterhalten wissen? Gar selbst zum Unterhalter werden? Sie sehen, dass er ihnen einen kurzen Blick zuwirft und sich unsicher an die Thekenkraft wendet, um einen Drink zu bestellen. Man bespricht kurz die Situation und einigt sich darauf, ihn den ersten Schritt machen zu lassen. Abwarten also. Ein tiefer Blick seitens der hübschen Lady zwischendurch in seine Richtung soll ihn ermutigen.

Der Solomann

An dieser Stelle kann man sich denken, wie es weitergeht. Paar und Karsten werden wohl gemeinsam noch ein paar nette Momente erleben, sollte sich Karsten nicht total dusselig anstellen. Und hier wird es interessant. Nach dem Optikcheck kommt bei Gefallen die erste wirklich schwere Hürde. Der erste Schritt. Hier scheiden sich wieder die Geister. Geschmackssache, ja klar. Dennoch, eine gewisse Eloquenz und ein Niveau auf der Stufe, auf der man sich selbst befindet, sind die Knackpunkte, an dem sich viele anfänglich viel versprechende optische Parallelen schließlich wieder relativieren.

Bewusst muss dem Solomann vor allem eines sein: Er muss auf allen Linien überzeugen. Sucht wohl kaum jemand im Club einen festen Partner oder eine sexuelle Dauerfreundschaft, ist aber bei der Wahl des Bettgenossen die gleiche Grundlage zu beachten. Schließlich suchen die Damen ja in den meisten Fällen aus und hier sind sie sehr wählerisch. Frau muss sich vorstellen können, den Solo auch als One Night Stand anzuerkennen, wenn sie Single wäre. Wie oben bereits erwähnt ist dabei die Optik und das gepflegte Auftreten dabei der erste Knackpunkt und unbedingte Geschmackssache.

Viele Damen aus Swingerpartnerschaften klagen vor allem darüber, dass der Solo an sich sie als Freiwild oder gar Prostituierte ansieht und sie auch so behandelt. Frei nach dem Motto: Ich habe Eintritt bezahlt, mehr als ihr als Paar, ich will nun auch das haben, für das ich bezahlt habe. Den Herren muss jedoch klar sein: Diese Ladies sind keine bezahlten Profis. Sie sind, ebenso wie sie selbst, aus sexueller Lust anwesend und haben immer und absolut die freie Wahl. Einen angenehmen, erfolgreichen Abend in einem Club zu erleben ist keine Zauberei, sondern ein geschicktes Zusammenspiel aus Gepflegtheit, Charme, Mut und Respekt. Den Mann des Paares zu missachten ist hier ein weiterer Fehler, den einige Solos begehen. Der Eroberungstrieb darf nicht den Respekt vor dem Partner unterdrücken. Höflichkeit und auch mal ein Satz auf Kumpelbasis macht sympathisch und Sympathie ist der erste Schritt zum Erfolg.

Das Interview

Der Solomann

Wir haben einen Solomann und ein Pärchen eingeladen, mit uns über die Problematik des richtigen Flirts und über das Kunststück, gleich zwei Menschen für sich zu gewinnen, zu diskutieren. Maik, so der Name des Herrn, besucht regelmäßig Clubs und Privatpartys, um dort das Abenteuer mit einem Pärchen oder einer netten Solodame zu erleben. Er ist 39 Jahre alt und recht attraktiv. Sein erstes Erlebnis in dieser Art hatte er vor vier Jahren auf der Party eines Paares, dass er über ein Internetportal kennen gelernt hat. Durchschnittlich ist er zweimal im Monat swingtechnisch unterwegs.

Tina und Andi bilden das Pärchen, knapp über 40 und sehr gepflegt. Swinger sind die beiden seit gut zwei Jahren. Zwar bevorzugen sie niveauvolle Privattreffs- und Partys, besuchen aber auch hin und wieder einen edlen Swingerclub und manchmal reine Pärchenclubs. Meist jedoch suchen sie einen Herrn, da Tina gerne einen zweiten Mann spürt.

Nighttimes: Tina, wie stellst Du Dir den perfekten Solomann vor?

Tina: Da weiß ich nicht mal, wo ich ansetzen soll. Da gibt es keine Liste oder so, Geschmäcker sind ja auch verschieden, aber er muss schon Charme mitbringen und vor allem sollte er gepflegt sein.

Andi: Ja, es gibt nichts schlimmeres, als schon eine Schweißfahne hinter sich herzuziehen, wenn man noch in der Anbaggerphase ist. Meine Süße will sich ja vergnügen und nicht vom Geruch ohnmächtig werden.

Maik: Da gebe ich den beiden absolut recht. Manchmal verwünsche ich die Solos, die von Körperpflege wohl nicht viel halten, denn sie machen nicht nur schlechte, sondern auch dicke Luft. Gegen uns Solos. Da ist man schnell in einer Schublade.

Nighttimes: Schwarze Schafe gibt es wohl überall. Einigen wir uns darauf, dass unbedingte Sauberkeit das A und O ist. Maik, wie fühlst Du dich, wenn Du einen Club oder eine Party betrittst?

Maik: Unterschiedlich. Ich kenne ja auf manchen Partys schon einige Leute. Da läuft das recht locker ab. Aber wenn ich keinen kenne, bin ich schon bisschen unsicher. Man fragt sich halt, was für Leute sind da? Passe ich zum Partykreis? Erstmal halte ich mich im Thekenbereich auf, um mich umzuschauen. Falls mir ein Paar ins Auge sticht, suche ich den Blickkontakt zu ihnen.

Andi: Um ihnen sofort zu folgen, wenn sie auf die Matte gehen. Dann wird sofort wie wild onaniert und manchmal auch einfach losgefummelt. Ich könnte ausflippen dabei. Es gibt nichts Schlimmeres als ein Rudel Solos, die jedem Paar sofort auf die Matte folgen.

Der Solomann

Maik: Hey. Scher nicht alle über einen Kamm. So was reizt mich mal gar nicht, ich will aktiv mit dem Paar oder der Frau was machen und nicht wichsend mit meinem Schwanz in der Hand einen Live-Porno begaffen.

Tina: Naja, das passiert aber schon sehr oft. Ich meine, wenn wir drauf stehen würden, dass sich Männer über unseren Köpfen einen runterholen, würden wir welche dazu einladen. Aber einfach so hinterherkommen ist echt widerlich. Wenn ich jemanden sehe, der anderen Paaren so hinterher steigt, hab ich bereits kein Interesse mehr. Egal wie toll der auch aussieht. Der ist dann unten durch.

Nighttimes: Also halten wir hier wieder fest: kein ungefragtes Nachsteigen und erst recht kein unerlaubtes Onanieren über den Köpfen der Akteure. Tina und Andi, die nächste Frage richtet sich an Euch. Was darf der Solomann und was sollte er aus Respekt gegenüber dem männlichen Part lieber unterlassen?

Andi: Auf keinen Fall einfach Tina anfassen. So im vorbeigehen an den Arsch langen oder an die Brüste oder so was. Da raste ich aus. Das ist nicht nur niveaulos, sondern schon asozial. Da muss er damit rechnen, sich eine einzufangen.

Tina: Richtig. Außerdem finde ich Solos super, die uns ansprechen, nicht nur mich. Sicher geht der Kontakt zuerst über mich. Aber Andi links liegen zu lassen und sich nur mit mir zu beschäftigen, ist gleichzusetzen mit: Geh mal nach Hause, ich bin jetzt an deiner Süßen dran. Wir finden es toll, wenn die Herren sich auch verstehen und sich sympathisch finden. Das ist absolut notwendig.

Maik: Stimmt. So habe ich das noch nie gesehen. Ich begrüße zwar immer beide und so, aber nach einer Weile widme ich mich doch mehr der Frau. Da sollte ich mal drauf achten.

Tina: Gerne. Wirst sehen, das verspricht weit mehr Erfolg.

Nighttimes: Gut. Wir wissen nun, dass es wichtig ist, gepflegt aufzutreten, nicht ungefragt hinterher zu schleichen, wenn ein Paar auf die Spielwiese geht und den Begleiter der Dame nicht zu ignorieren. Eine letzte Frage an Tina. Hand aufs Herz. Badeschlappen und G-String? Oder lieber Sneakers und Shorts?

Tina: Badeschlappen sind ok, wenn sie modern sind. (lacht) Gibt aber bessere Alternativen. G-String ist nicht mein Ding. Ich finde diese engen amerikanischen Boxershorts am besten. Der zeigt genauso viel vom Knackpo, wirkt aber doch männlicher. Den G-String ruhig uns Mädels überlassen.

Nighttimes: Vielen Dank ihr drei für das aufschlussreiche Gespräch!

Maja Harre

Der Weg zum Erfolg

Die Dos & Don’ts für den Solomann

Ein guter Auftritt will ebenso gut vorbereitet sein. Hier die wichtigsten Verhaltensregeln für Solomänner im Überblick.

Do’s:

  • Sauberkeit und Gepflegtheit, Maniküre und Pediküre sowie eine ordentliche Mundhygiene und ein nettes Deo nach der Dusche. Frische Unterwäsche und gegebenenfalls eine saubere Rasur.
  • Höflichkeit und Respekt gegenüber den Anwesenden. Man(n) bedenke, dass er selbst eventuell bereits im Visier eines Paares ist.
  • Beachte den Partner der begehrten Dame. Bedenke, dass Ihr zu dritt seid. Dies ist kein Date zu zweit.

Dont’s:

  • Zu viel Alkohol. Nuschelnde Cowboys sind im Western sexy. Im Club oder auf Swingerparties sind sie fehl am Platz.
  • Ungepflegtheit. Lange Fußnägel mögen beim Freeclimbing nützlich sein, bei der Eroberung einer Lady sind sie einfach nur abstoßend.
  • Zu viele Eisen im Feuer. Es grenzt an Beleidigung, wenn der Solo gleichzeitig mit mehreren Damen/Paaren flirtet um seine Chancen zu erhöhen.
  • Schattenhaftigkeit. Kein Paar möchte gestalkt werden, wenn es sich alleine zurückzieht. Die Chance, ohne vorheriges Kennenlernen zu einem Paar stoßen zu dürfen, wenn es bereits auf der Matte liegt, ist verschwindend gering.

Unterm Strich gilt: Respekt, Motivation und Hingabe sind die Schlüssel zu einem anregenden Abend und einer aufregenden Nacht. Sind sich die Herren dessen bewusst, werden sie das finden, was sie suchen.

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Kommentare

Kann Paare verstehen

Naja, warum sollen sich Paare auch mit unattraktiven und ungepflegten Männern abgeben? Leider sind viele Mänenr im Club um dort eine Alternative zum Puff zu suchen und billiger wegukommen.

Selber habe ich bisher noch nie Probleme im Club gehabt. Aber sicherlich liegt es auch dran, dass ich keinen Bierbauch oder Bart habe. Denn das Auge isst ja auch mit. Das gepaart mit guter Kinderstube wirkt Wunder und führt eigentlich immer zum Erfolg. Aber auch muss man ein Nein akzeptieren und daher ist ein Clubbesuch unter der Woche alleine eher immer so eine Sache. Denn wenn nur ein Paar anwesend ist bedeutet ein NEIN natürlich dann auch kein Spass.
@lard

Die "Bewerbungsschreiben" der Paare-Versteher finde ich auch immer zum Schießen
*fiesgrins*

Mal ernsthaft: wer etwas Erfahrung in Clubs hat, weiß, dass die Leute dort meistens ganz vernünftig sind. Ausnahmen gibt es immer, aber das ist nicht der Normalfall.

Exakt so sehe ich die Sache auch.

Und es ist auch schon vorgekommen, daß an einem Abend im Club von 8 anwesenden Paaren nur eines einmal auf der Matte war und der Rest sich nur unterhalten hat, weil die persönlichen Vorstellungen wahrscheinlich nicht harmoniert haben. Das ist zwar nicht der Ideal-Fall aber auch kein Beinbruch.
@China_Blue

Bei Swingern fiel uns auf, dass wenig Worte und viel Aktivität selten anzutreffen ist

Und das will wem was sagen?
@mark22370

Ausgezeichnet geschrieben *top*!

Leider völlig zwecklos, da der ubiquitäre, ungewaschene Solomann eines der Lieblingsthemen der "Swinger" ist, neben allen Fragen zur Intimrasur... In einen Paareclub gehen? Ist doch viel zu teuer *lach*!

Die übelsten Geschichten tauschen hier immer die aus, die wenig bis exakt 0 Erfahrung in Clubs haben, siehe auch den berüchtigten Beitrag über einen "enttäuschenden Abend im Swingerclub". Die Bewertung, wie stichhaltig das ist, bleibt dem geneigten Leser überlassen.

Die "Bewerbungsschreiben" der Paare-Versteher finde ich auch immer zum Schießen *ggg*.

Mal ernsthaft: wer etwas Erfahrung in Clubs hat, weiß, dass die Leute dort meistens ganz vernünftig sind. Ausnahmen gibt es immer, aber das ist nicht der Normalfall. Wer wirklich einen SC-Besuch plant, sollte diese ganzen Forumsbeiträge hier vergessen.
Qualitäts-Rammler ?

Bei Swingern fiel uns auf, dass wenig Worte und viel Aktivität selten anzutreffen ist
Es geht doch nichts...

...über einen gepflegten Solo-Männer-Verriss.
Wir müffelnden, feinberippten, maulfaulen, unattraktiven und uncharmanten Grobmotoriker haben es aber auch nicht besser verdient, was?
*mrgreen*

Also ich würde Clubs meiden in denen ich auf solche Menschen treffe. Allerdings argwöhne ich ja, daß es sich bei Swingern egal ob sie pärchenweise oder solo auftreten um ganz normale Vertreter des Querschnitts der Bevölkerung handelt.
Und da gibt es eben auch unattraktive Unsympathen und das unter allen Besuchern.
Nur, was nutzt das Lamento wenn keine Konsequenzen gezogen werden? Es gibt doch weiß Gott genügend Möglichkeiten sich Abzugrenzen. Wem die Kontaktaufnahme auf der Matte die Stimmung versaut, der ist besser in einem Stop-Zimmer aufgehoben, das kann man schließlich mit genehmen Partnern auch zu dritt, viert oder zwölft aufsuchen. Oder eins von den Zimmern in denen nur zugeguckt werden darf.
Wem Solos das absolute Grauen sind, für den ist der Pärchen-Club die passende Alternative.

Niedlich finde ich, das sich hier fremdgeschämt wird, von einfühlsamen Männern, die versuchen den anderen Männern die Grundregeln der Höflichkeit nahe zubringen. Ich wage nur zu bezweifeln, daß sich diejenigen, die hier so vernichtend beschrieben werden, auch nur einen Deut anders verhalten wenn sie vollständig bekleidet sind.
Nur erlebt habe ich ungepflegte Menschen bisher sehr selten in Swinger-Clubs, genauer gesagt einmal und da war es eine Dame die unfrisch duftete. Und bei den unhöflichen Mitbesuchern halten sich Männlein und Weiblein auch ziemlich die Waage.
Nur den Rudel-Umzug bei Matten-Aktivität kann ich aus eigener Beobachtung bestätigen, aber auch da habe ich Paare mitlaufen sehen... und nun?
Wenn mir etwas nicht passt, dann sage ich das und wer mir nicht passt, dem gehe ich aus dem Weg. Bislang gab's so überhaupt keine Probleme.

Für mich ist das viel Rauch um nichts und das mittlerweile in der zweiten Runde.
*ja*
meine Erfahrungen...

Hallo,

ich bin ein Soloman und bin ab und zu in der Swingerzene unterwegs, nicht Swingerclubs, sondern in HH gibt es nette "frivole Bars", die haben es mir angetan, besonders eine, nette, kleine, überschaubar, nicht zu groß...

Ich denke, in einem SC oder FB ist es wie im echten Leben, wenn "mann" mehr möchte, muß man nett sein.

Wenn also ein Paar oder eine Sie sich zurückzieht, ist es schon zu spät, schon an der Bar sollte man nett, zuvorkommend sein, eine Frau wie eine Frau behandeln - mit Würde.

Da gibt es aber Exemplare von Männer - "eh, willst Du ein GB" oder "Brauchst Du einen Dosenöffner?"

Das geht einfach nicht!

Dann wundern sich diese "Prachtexemplare", das nicht passiert?

Ich denke, es ist eh ein Problem, nicht zu "nerven" und nicht zurückhaltend zu sein. Ist es aber nicht so, das "Sie" bestimmen kann, was passiert?

Mir ist es schon passiert, weil ich nicht aufdringlich bin, von solchen "Prachtexemplaren" angesprochen zu werden, ob ich "schwul bin" oder "mich nicht getraue".

Hier ist der Punkt, viele denken "ich habe bezahlt, also darf ich poppen", das geht nicht, wenn nichts läuft, war es halt ein netter Abend.

Ergebnis ist, es kann passieren, das sich eine "nette Sie" mit mir zurückzieht, um sich nur mit mir ungestört unterhalten zu können, mit dem Hinweis "kein SEX" *zwinker*

Was auch kein Problem wäre, echt nicht, aber dann...

Sauberkeit ist auch so ein Thema, wer möchte schon einen "müfelnden Menschen" als Partner (wenn auch nur "auf Zeit") haben?

Irgendwie unangenehm...

Oder in Klamotten, die ich nur zur Gartenarbeit nehmen würde?

Das bezieht sich aber auch die Frauen, es gibt viele, da schaudert es mich, weil sie so konservativ gekleidet sind...

Und bitte schön, warum werden oft Solofrauen oder "nette Paare" selten angesprochen?

Das gibt es auch, ich rede nicht von "Poppen?" sondern "Hallo, bist Du neu hier? Wie geht es Dir? Gefällt es Dir? Was treibt dich her?"

Euer

Kaktusfreund
Der gemeine solomann

hallo alle
ich bin auch einer der solomänner, zumindest mal das positive an uns ist wir finanzien den spass.
das ist auch koreckt so.
manche der männer denken aber weil der preis relativ hoch ist sie haben die frauen gekauft .
da sind sie falsch und das sollte jedem mann klar sein.
es ist ein swingerclub und kein bordell und selbst dort behandelt mann frau mit respekt und gefühl.
ich war auch schon des öfteren mit einer freundin im swingerclub
und da merkt mann wie eklich , aufdringlich und frech manche sind
nicht das groh das langweilig mit der hand in der feinrippunterhose an einem schwänzle in der hose unter bauch rumfummelt
aber sonst da steht wie ein ausgestzter hund auf autobahn.
reden und nett sein die damen verwöhnen.
das da ein schwanz in der unterhose ist wissen alle und sollte die dame interesse haben guckt sie sicher nach.
denn deswegen ist ja auch sie meisst da.

etwas sexy anziehen sich vorher duschen im club und lachen, reden und einfach nett sein bewirkt wunder
und wer nicht fragt oder probiert erfährt nie die antwort und wird nie einen geilen abend haben.


ich jedenfalls freue mich auf meinen nächsten clubbesuch. solo
lasse mich gerne auch anschreiben hier. dafür bin ich ja da.
kuss axel mannheim
foxdelta

Hallo liebe User!
Ich habe mit großem Interesse den Solomann-Beitrag zur Swinger=
szene gelesen und fühlte mich mit meinen Erfahrungen in Sw. Clubs
absolut bestätigt. Man muß wie alles im Leben auch das korrekte und
diplomatische Verhalten in Swingerclubs erst lernen. Mittlerweile habe
ich das ganz gut auf die Reihe gekriegt und habe schon sehr schöne
Stunden im Club verbracht. Es gibt allerdings keine Univesaltaktiken,
das muß jeder für sich selber herausfinden. Ein Swingerclub ist wirk=
lich kein gewerblicher Sexclub mit angestellten Profis. Es gibt absolut
keine Sexgarantie.

Ansonsten, macht weiter so im Forum. Es ist immer wieder interessant!


Mit lieben Grüßen,
Frank (foxdelta) *zwinker*

Nun auch eine Gesellschaft ist ein selektiv geschlossendes System- und die Swingerszene als gesellschaftliches Subsystem halt eben auch. Außerdem ist es eine verkürzte Sichtweise zu sagen im swingerclub gibts regeln und das wars. Da gibts Normen, Sitten uns Gebräuche z.b. die obligatorische Intimrasur. (zugegeben muss man nicht haben aber irgendwie ist es doch erwüscht oder wird vorausgesetzt oder?) Also die Swingerszene hat ihre eigene Kultur hervorgebracht. Und es gibt neben den formallen Regeln auch informale, die halt eben unter der Meeresoberfläche zu finden sind. Trozdem gehören sie zu Eisberg.
  • Neu hier? Kein Problem!
Nighttimes
Dieser Artikel wurde uns freundlicherweise von der Zeitschrift Nighttimes zur Verfügung gestellt.
Der Solomann
Dachte man bis vor ein paar Jahren bei den Worten „Swingerclub“; „Partnertausch“ oder „erotische Kontaktbörse“ noch an schmuddelige Hinterzimmer mit bezahlten Profis und mafiösen Machenschaften, hat sich dieses Bild klar gewandelt und richtiggestellt. Dennoch gibt es weiterhin einen großen Bedarf an Erklärung, viele Fragen und ein großes Maß an Informationsdurst.
Die Verantwortlichen hinter Nighttimes haben es sich zur Aufgabe gemacht, diese Bedürfnisse auf hohem Niveau zu stillen. Sie wollen informieren, berichten, nachhaken und Neuigkeiten verbreiten. Darüber hinaus werden große und kleine Events ebenso Thema sein wie Produzenten und Stars und Sternchen aus dem E-Biz oder die großen und kleinen Portale des World Wide Webs. Dabei steht ein hoher Anspruch und absolute Authentizität an erster Stelle. Die Nighttimes Autoren sind in ihren Bereichen nicht nur selbst mit der Szene bekannt und recherchieren so ohne Umwege bei den richtigen Adressen, sondern sie sind zum Teil auch privat aktiv in ihr unterwegs.
Nighttimes erscheint monatlich und ist im gut sortierten Zeitungshandel erhältlich.

Themen der aktuellen Ausgabe:

Partnertausch - und die Kunst, die Eifersucht in den Griff zu kriegen.
Glamour Fetisch
Promis im Swingerclub
und vieles mehr!