17.01.2012

Blind im Swingerclub

Mit einem unvergesslichen Erlebnis ins Neue Jahr swingen

Unser Mitglied Blindtiger84 beschloss, mit einem ganz besonders unvergesslichen Erlebnis ins Neue Jahr zu starten: Seinem ersten Besuch in einem Swingerclub. Das besondere daran: Blindtiger84 ist blind! Seine Wahrnehmung dieses frivolen Abends legt er uns genauer dar…

Das erste Mal im Swingerclub

Lange habe ich mit dem Gedanken gespielt, wie es wohl wäre, einmal mit mehr als nur einer Person Sex zu haben. Es ergab sich aber nie die Gelegenheit dafür und so kreisten meine Fantasien immer weiter. Da ich sexuell immer sehr offen und auch einigermaßen informiert bin, zog die Swingercommunity immer mehr meine Aufmerksamkeit auf sich und mein Interesse an diesen Menschen und dem Erlebnis eines Swingerclubbesuchs wurde immer größer.

Da sich aber dafür keine meiner Ex-Partnerinnen, Affären oder More Night Stands begeistern konnte, fing ich an, mich im Alleingang intensiv mit der Thematik zu beschäftigen, was mein Interesse nur noch größer werden ließ. Als ich beschloss, selber die Initiative zu ergreifen und mein vor längerer Zeit angelegtes JOYclub Profil wieder aufleben ließ, war ich mir selber noch gar nicht klar darüber, wie die Swinger wohl so sind und was ich eigentlich wie will. Darum stöberte ich nur einmal herum und sah mir Swingerclubseiten und Foreneinträge zum Thema genauer an.

Was macht einen Swinger aus?

Meine größten Bedenken drehten sich um das Alter. Denn vieles hat man zumindest in Ansätzen irgendwo schon mal gelesen oder in irgendeiner Reportage gesehen. Doch hatte ich dabei immer den Eindruck eines Publikums deutlich über meiner Altersklasse. Was sich bei meinem ersten Swingerclubbesuch aber nur zum Teil bestätigen sollte. Dieser gestaltete sich eher, als würde man durch ein Einkaufszentrum laufen und die ersten 50 Leute nehmen, die einem begegnen. Das Ergebnis ist einfach ein Schnitt quer durch alle Alters- und Figurklassen.

Eine der Spielwiesen im Escandalo, den unser Mitglied Blindtiger84 besuchte.
Eine der Spielwiesen im Escandalo, den unser Mitglied Blindtiger84 besuchte.

Mit immer mehr "Wissen", das ich über die Swinger ansammelte, veränderten sich meine Vorstellungen und ich konnte mir immer mehr vorstellen, einen Swingerclub zu besuchen und meine ersten Swingererfahrungen zu sammeln.

Dies sollte in einem Club oder auf einer Party geschehen, in dem / auf der hauptsächlich jüngere Leute anzutreffen wären. Nachdem ich mich bereits über die unterschiedlichsten Swingerclubs informiert hatte, hatte ich mir auch schon einen Club ausgesucht, in den ich gerne gehen wollte.

Begleitung für den Besuch im Swingerclub gesucht …

Da ich als Solomann aber irgendwie ein komisches Gefühl dabei hatte, alleine in einen Swingerclub zu fahren, und durch meine Blindheit auch die Orientierung das erste Mal in einer für mich unbekannten Umgebung nicht so leicht ist, wollte ich den ersten Besuch gerne in Begleitung einer netten Sie oder eines netten Paares verleben. Also machte ich den nächsten Schritt und begann bewusst, mit offenen Augen durch den JOYclub zu klicken.

Bei einer Diskussion in einer der Swingergruppen lernte ich ein Pärchen kennen (kurz darauf auch im Reallife), das mich einlud, Silvester gemeinsam mit ihnen in ihrem Stammclub Escandalo zu verbringen.

Dies war zwar nicht der Club, den ich mir ursprünglich ausgesucht hatte, aber es war doch ein kleiner und gemütlicher Swingerclub, was im Vergleich zu einem großen Club Vorteile für mich hatte, die mir zuerst gar nicht so bewusst waren und mir selbst erst beim Nachdenken über die Einladung in den Sinn kamen.

Blindheit im Swingerclub? Kein Problem!

Um mit den Gastgebern über deren eventuelle Bedenken in Sachen "ein blinder Gast und dessen erster Swingerclubbesuch" sprechen zu können, meldete ich mich telefonisch bei ihnen für die Silvesterveranstaltung an. Sehr fröhlich und freundlich wurde mir mitgeteilt, dass man sich auf meinen Besuch freuen würde und es gar keine Fragen / Überlegungen / Bedenken bezüglich meiner Blindheit gäbe, was mich schon irgendwie verdutzte. Im Laufe des eigentlichen Besuchs im Club sollte ich aber auch noch herausbekommen, warum die Gastgeber bezüglich meiner Blindheit keine Fragen hatten / stellten.

Der Thekenbereich im Escandalo.
Der Thekenbereich im Escandalo.

Mit viel Spannung, Neugier und nervöser Vorfreude verbrachte ich dann die letzten Tage bis zu meinem ersten Swingerclubbesuch. Einige Vorstellungen, wie es sein könnte, haben sich durch Gespräche mit dem JOYclub Pärchen auch noch etwas verändert oder wurden klarer. Letztlich fuhr ich, abgesehen von der Hoffnung, einen unvergesslichen Silvesterabend zu erleben (egal ob nun mit oder ohne Sex), ohne jede Erwartung zum Club Escandalo und nahm mir vor, mich richtig zu amüsieren und Spaß zu haben. Wenn man sich wie ich nichts Konkretes vorstellt und erwartet, kann man nicht enttäuscht werden oder irgendwelchen "Trugbildern" erliegen. Ich war einfach gespannt, wie die Leute, die Atmosphäre und alles Drumherum wohl sein würde und wie dies alles auf mich wirken wird.

Erste Orientierung in der neuen, unbekannten Swingerwelt

So traf ich mich mit dem Paar (*DANKE noch einmal* (sie wissen wer gemeint ist *g* ) ) und fuhr zusammen mit ihnen zum Swingerclub Escandalo. Dort angekommen gingen wir mit einigen anderen, die wir auf dem Parkplatz trafen, in den Club hinein. Die charmante Chefin begrüßte mich genauso offen und fröhlich wie die anderen Stammgäste, mit denen ich die Lokalität betreten hatte.

Da man wusste, dass ich in Begleitung eines Stammbesucherpaares dort war, wurde mir, außer dass man mir einen hoffentlich schönen Abend wünschte, gar nicht mehr viel erzählt. Stattdessen marschierte der ganze "Pulk" in die Umkleide, um sich ins jeweilige Cluboutfit zu werfen bzw. die Übergarderobe abzulegen. Auch die anderen Gäste unterhielten sich von Anfang an ganz locker untereinander und mit mir über dies und das, während wir uns umzogen. Da ich kein Problem mit Nacktheit habe und als Sportler und Saunist auch schon x-mal nackt auf andere Nackte traf, war dies noch nichts Neues oder Ungewohntes für mich.

Die Sie meines Begleiterpaares drehte mit mir eine Runde durch den kleinen, gemütlichen und meinem Empfinden nach sehr sauberen Club, so dass ich mir auch blind ein "Bild" von der Lage der Räume machen konnte. Da der Swingerclub "nur" mit zwei Spielzimmern, einer Dusche mit WC, einem WC und dem großem Thekenbereich inklusive thekennaher Spielwiese ausgestattet war, konnte ich mich sofort auch alleine frei im Club bewegen. Die Tatsache, dass der Club Escandalo so klein war, machte den Clubbesuch für mich natürlich noch um einiges entspannter.

"Mein" Paar stellte mir noch einige seiner Swingerbekannten vor und bei ganz normalen 08/15 Gesprächen über dies und das und auch über andere Veranstaltungen tranken wir erstmal etwas, stießen auf einen schönen Abend an und bedienten uns am superguten Buffet.

Von Anfang an fühlte ich mich einfach dazugehörig und auch über mein Handicap wurde gar nicht wirklich gesprochen. Es gehörte für die anderen Gäste und die Betreiber genauso dazu wie der Bauch bei Herr X oder die großen / kleinen Brüste bei Frau Y. Wenn ich mich während den ersten Stunden irgendwo innerhalb des großen Thekenbereichs in der Richtung geirrt hatte, etwas vom Buffet haben oder mir einen neuen Drink holen wollte, war irgendwie immer jemand da, der mir, ohne aufdringlich zu sein, seine Hilfe anbot, aber auch ohne Murren akzeptierte, wenn ich meinte: "Ok geht schon, danke."

Mit vorangeschrittener Zeit wusste ich ziemlich genau, wo in dem Thekenbereich was steht / zu finden ist und so brachte auch ich mal Getränke für andere von meinem Gang zur Bar mit. Es war ein echt tolles Gefühl. Ich gehörte trotz Handicap dazu, was man nicht immer und überall in "normalen" Lokalitäten hat. Auch dafür ein Lob an die Gäste und die Gastgeber: ihr wart eine echt tolle Gesellschaft!

Der Abend wird zunehmend heißer

Nach und nach trudelten auch die restlichen Gäste ein und mein Eindruck der geringen Kontaktscheue - nicht nur im sexuellen sondern auch im zwischenmenschlichen Sinne - wurde durchweg bestätigt. Langsam begann die erotische Stimmung zu steigen und die ersten gingen sich amüsieren. Das war schon irgendwie echt komisch, aber keinesfalls negativ, sondern einfach ungewohnt. Leute, die ohne viel Heckmeck mal eben Poppen gehen, weil sie eben Bock dazu haben, trifft man halt nicht alle Tage.

Die zweite große Spielwiese im Club.
Die zweite große Spielwiese im Club.

Als die Sie meines Begleiterpaares, welche neben mir auf dem Sofa saß, dann irgendwann dem Typ links von ihr einen blies und, damit sie besser ran kam, mir ihren Hintern etwas entgegen streckte, konnte ich nicht widerstehen und streichelte - noch recht - zurückhaltend und mit einem echt komischem Gefühl im Bauch ihren Hintern bis an ihre Möse heran. Doch das letzte bisschen Offensivität fehlte mir noch, um ihr auch einfach an die Pussy zu fassen. Nach ein paar Minuten verzog sie sich mit dem Typen in eines der Spielzimmer und der Rest am Tisch quatschte weiter, als wäre nix gewesen. Und wieder etwas total Ungewohntes für mich, aber im Swingerclub scheinbar normal.

Als Sie sich dann von ihrer ersten Runde (vielleicht hab ich auch Runde 2, 3, … von ihr nicht mitbekommen *g*), wieder "erholt" hatte und wir wieder nebeneinander saßen, musste ich ihr einfach ein Kompliment für ihren Hintern machen und wagte ein bisschen mehr Offensive. Ich fragte, durch die Atmosphäre ungewohnt locker geworden, ob wir nicht auch mal ne Runde spielen gehen wollen. Ohne viele Worte machten wir uns auf den Weg in eines der Zimmer. Auf dem Weg dorthin verschwand sie noch mal kurz auf dem WC, so dass ich einen Moment alleine im Flur stand. Bis zu diesem Moment hatte mich die Atmosphäre so gefesselt und gebannt gehabt, dass es mir wie das Normalste der Welt vorkam, dass ich jetzt gerade einfach mit ihr eine Nummer schieben gehe. Doch da in diesen wenigen Sekunden alleine im Flur überrollten mich die Eindrücke und "Gefühle" förmlich. Es war aber absolut nichts, was ich als negativ empfunden hätte. Nur Nervosität und Aufregung vor dem für mich absolut Neuem und dem was jetzt wie passieren würde.

Das "erste Mal" im Swingerclub

Ohne noch irgendwas zu sagen, gingen wir ins Spielzimmer. Sie zog sich aus und fischte zwei Gummis aus dem Schälchen. Schon hatte mich die Atmosphäre wieder gepackt und ohne drüber nachzudenken, zog ich mich genauso aus und wollte gerade zu ihr auf die Matte krabbeln, als sie mir schon - da sie wusste, wie gerne ich lecke - mit gespreizten Beinen ihre Muschi entgegenreckte. Ab dem Moment gab es kein Denken mehr an "wie könnte" oder "was könnte", stattdessen begann ich einfach, sie zu lecken …

Nach dieser Nummer war bei mir das Gefühl der Ungewohntheit oder Unsicherheit vollkommen verflogen. Wir gingen zur Dusche, um uns nach der Vögelei abzuduschen, und trafen dort eine ihrer Freundinnen, die auch gerade mit einem Mann von der Matte kam. Er stieg alleine unter die eine Dusche und die Mädels fragten sich, ob sie gemeinsam Duschen gehen wollen.

Ohne mir noch irgendwelche Gedanken zu machen und bar jeder Unsicherheiten, fragte ich die beiden direkt, ob sie auch mich mit unter die Dusche nehmen. Auch wenn wir es unter der Dusche nicht getrieben haben, war die Freundin meiner Begleiterin doch direkt die zweite Frau, deren unbekleideten Körper meine Finger beim Einseifen erkunden durften. (Auch Sie wird wissen, wer gemeint ist *g*)

Der Abend geht verheißungsvoll weiter

Auf unserem Weg zurück in den Thekenbereich hörte man lustvolle Geräusche aus den Richtungen der unterschiedlichen Spielwiesen. Was wieder eine neue Art des Knisterns in mir auslöste. Diese sehr positiven neuen Eindrücke und Erlebnisse ließen mich mit einem - wie man mir sagte - deutlich erkennbaren, sehr freudigen Gesichtsausdruck zurück auf das Sofa kommen. Dank der vielen neuen und durchweg guten Eindrücke und Erlebnisse, kann ich jetzt noch nicht mal mehr sagen, ob die nächsten Erlebnisse und Eindrücke noch im alten oder schon im neuen Jahr waren.

Während meiner Runden im Thekenbereich und dem ein oder anderen Wechsel auf die Matten bzw. die Sitzgruppen ergaben sich viele nette Gespräche mit manch flüchtigem Körperkontakt. Manche Frauen, denen bewusst war, dass mir als Blindem natürlich die visuellen Reize von den sexy gekleideten oder auch unbekleideten Damen fehlen, erlaubten mir, mir mit meinen Fingern einen Eindruck von ihrer Optik zu machen. Es ist gar nicht so leicht, dies zu beschreiben, so dass Leute ohne Handicap das jetzt richtig verstehen. Es war kein Annähern oder Abtasten lassen aus so etwas wie "Mitleid" oder "Bedauern", sondern es war vom Gefühl her für mich so, als würde das für die Gäste einfach etwas Normales sein. Denn wie sagt man so schön:

"Wo sehen nicht geht, da ist Fühlen keine Schande."

Aus diesen Berührungen ist auch gar nichts Weiteres entstanden, außer für mich ein noch deutlicheres Bild der Offenheit und Lockerheit der Swingergemeinschaft.

Der erste MMF im Swingerclub

Irgendwann ergab sich dann auch mein erster Dreier, ein MMF, was für mich wieder eine Menge neuer Eindrücke bedeutete. "Angestiftet" von dem anderen Mann setzte ich mich auf die eine Seite einer sehr attraktiven jungen Dame (auch sie weiß sicher, wer gemeint ist und auch an sie ein ganz besonderer Dank für diese Erfahrung) und er auf die andere. Da ich zuvor schon begonnen hatte, körperlich Kontakt zu ihr aufzunehmen, war mir der Grund für die Sitzpositionsveränderung gleich klar. Er wollte mitmachen. So begannen wir zwei Männer die Frau mit unseren Händen, Fingern und Zungen zu verwöhnen.

Eine Outdoorsitzgruppe im Swingerclub Escandalo.
Eine Outdoorsitzgruppe im Swingerclub Escandalo.

Und wieder blendete sich das ganze Umfeld irgendwie aus. Ich bekam zwar mit, dass wir mitten im Thekenbereich auf dem Sofa rummachten und X andere Gäste fleißig ringsum weiter plauderten oder auch Kommentare zu unserem Treiben abgaben, doch es war in diesem Moment nur nebensächlich für mich. Ich ergriff sogar noch mehr die Offensive und als die Finger von ihm die Möse freigaben, kniete ich mich zwischen ihre Schenkel und begann sie leidenschaftlich zu lecken.

Scheinbar hatte der andere Er dasselbe vorgehabt, denn als ich mich hinkniete, fragte Er zustimmend "Willst du? Sie lecken?" Ohne etwas zu antworten, begann ich einfach damit. Er beschäftigte sich derweil mit den sexy Brüsten unserer Gespielin. Nach ein paar Minuten wurde ihr das aber wohl zu "heiß" und sie drängte darauf, möglichst schnell auf eine Matte zu kommen. Da ließen weder Er noch ich uns zweimal bitten.

Auf dem Weg zur Spielwiese wurde mir erst richtig bewusst, dass ich gerade im Begriff war, meinen ersten MMF zu erleben. Auch die kurzen innerlichen Fragen "was, wie?" tauchten kurz auf. Doch kaum in einem der Spielzimmer angekommen war das aber auch wieder wie verflogen. Als wäre es Routine für mich, griff ich in die Schale mit den Gummis, nahm mir selber zwei und reichte auch dem dritten im Bunde zwei Lümmeltüten. Ich hatte ja vorher "gelernt", lieber direkt zwei mitzunehmen, denn das spart ggf. das Unterbrechen zum neuerlichen Gummi holen *g*.

Ohne dass er und ich uns über irgendwas unterhalten hätten, kniete ich mich wieder zwischen ihre Schenkel, wo ich damit weitermachte, was wir für den Umzug auf die Spielwiese im Thekenbereich unterbrochen hatten. Wir verwöhnten nun die Süße mit vier Händen, zwei Zungen und zwei Schwänzen. Es lief irgendwie total "harmonisch" und wir beiden Männer störten uns gegenseitig auch absolut nicht dabei. Die Hand des einen glitt irgendwo hin, war dort schon eine Hand, glitt sie eben wieder irgendwo anders hin. Dasselbe galt für die Zungen und Lippen. Diesmal war Er der "Schnellere", der sich, während ich sie noch ein Weilchen leckte, den Schwanz hatte auf Touren blasen lassen. Nachdem ich für ihn Platz zwischen ihren Schenkeln machte, begann er sie auch als erster zu vögeln, was mich nun wiederum veranlasste, mir von ihr währenddessen ein wenig den Schwanz blasen zu lassen. Es war ein total neues Kopfgefühl, einen geblasen zu bekommen, während Sie gevögelt wird.

Ohne es wirklich bewusst zu machen, zog ich mir, als ich das Gefühl hatte, der andere Er nähert sich seinem Höhepunkt, einen Gummi über den Schwanz und beschäftigte mich, bis Er "fertig" war, wieder mit ihren Brüsten und ihrem Piercing. Als Er sich dann aus ihr zurückgezogen hatte, rückte ich nun voller Tatendrang an seine Stelle. Das war auch wieder etwas total Neues. Eine Frau poppen, die fünf Sekunden vorher noch ordentlich gevögelt wurde. Sie genoss einfach weiter ihre Lust und Erregung.

Ein erlebnisreicher Abend im Swingerclub geht zu Ende

Mit einem mindestens ebenso breiten Lächeln wie bei der letzten Rückkehr in den Thekenbereich holte ich uns etwas zu trinken und setzte mich wieder auf das Sofa, wo ich nun erstmal alles bisher Erlebte sacken lassen musste. Eine absolute Reizüberflutung hatte von mir "Besitz" ergriffen und mein Verstand musste den bisherigen Abend erst einmal verarbeiten.

Mit weiteren netten Gesprächen näherte sich der Abend langsam dem Ende und der Club begann sich zu leeren. Ich setzte mich zu dem kleinen Rest der Gäste an die Theke und wechselte dort auch noch ein paar Worte mit den Gastgebern. Sie bestätigten mir meinen persönlichen Eindruck, dass ich von der anwesenden Gesellschaft voll akzeptiert worden war und mich mit meinem Verhalten sofort gut in diese Runde eingefunden hätte. Sie waren sogar ein wenig begeistert, wie gut ich mich im Club auf Anhieb zurechtgefunden hatte und wie "normal" es scheinbar für mich war, dort einfach Sex zu haben.

Während dieses Gesprächs wollte ich natürlich nun auch wissen, warum und wieso meine Blindheit für sie als Gastgeber so selbstverständlich war / ist und warum zu meiner Verwunderung auch keine Fragen zu dem "Wie machst du…?" kamen. Bei ihrer Antwort musste ich doch etwas schmunzeln. Die Betreiber haben in ihrem privaten Freundeskreis eine blinde aktive Frau, so dass für sie dementsprechend keine Fragen da waren. Dieser Zufall und der hohe Anteil an Stammgästen hat sicherlich einen ganz großen Teil dazu beigetragen, dass ich so offen empfangen wurde und es als "normal" empfunden wurde, dass ich nichts sehe.

Herrenüberschuss in Ehren kann keiner verwehren

Während des Gesprächs hörte ich, wie von der Spielwiese im Thekenbereich sehr genussvolle Laute einer Frau zu vernehmen waren. Irgendwie machte mich das schon wieder total "rattig" und ich ging erneut einen Schritt weiter in Richtung Offensivität. Ich ging einfach zur Matte, setzte mich auf die Kante und fragte freundlich, ob ich mitmachen dürfte. Als kein "Nein" zu vernehmen war, entkleidete ich mich und gesellte mich dazu.

Erst da merkte ich, dass da kein Pärchen am Wirken war, sondern schon ein MMF-Dreier und dass das Mädel dieselbe war, mit der ich vorher schon meinen ersten MMF gehabt hatte. So wurde Sie nun sogar von sechs Händen verwöhnt. Gevögelt wurde Sie aber leider von keinem von uns mehr, da die Party beendet wurde, bevor man noch einmal richtig zur Sache gehen konnte. Ich kann natürlich nicht sagen, inwieweit schon gevögelt wurde, bevor ich dazugestoßen bin, oder ob sie den Jungs anderweitig einen Abgang verschafft hatte. Für mich war dieser MMMF auch ohne Höhepunkt ein schöner Abschluss des Abends …

Eine weitere Ansicht des Thekenbereichs ...
Eine weitere Ansicht des Thekenbereichs ...

Alles in allem war es für mich eine rundum schöne Silvesterfeier mit echt netten und coolen Leuten sowie eine super angenehme, schöne, geile, erste Swingererfahrung. Selbst jetzt gehen mir die vielen so positiven Erlebnisse auch abseits vom Sex noch immer als gute Erinnerungen durch den Kopf, so dass ich einen Besuch in diesem Club auf jeden Fall noch einmal wiederholen werde. Und auch einen Besuch in einer anderen Swingerlocation schließe ich nicht aus.

Ein persönliches Fazit zu meinem ersten Swingerclubbesuch

Mir sind bei meinem ersten Swingerclubbesuch einige Dinge klar geworden.

1. Die Wahl des eher kleinen Swingerclubs war absolut ideal für mich, denn ein so kleiner Club, in dem überwiegend Stammgäste verkehren, ist ganz sicher etwas anderes als ein großer Club mit beständig wechselndem Publikum.

2. Der Sex im Swingerclub ist ein ganz anderer als der Sex mit einer Frau, die sich alleine auf mich konzentriert und ich mich alleine auf Sie. Er ist weder schlechter noch besser. Er ist einfach eine ganz andere Art des Sexes, die ich auch gar nicht beschreiben könnte, ohne dass irgendwer da vielleicht etwas Abwertendes herauslesen könnte. Daher spare ich mir den Versuch und sage:

3. Wer mit dem Gedanken spielt, einmal einen Club aufzusuchen, um die ersten Swingererfahrungen zu machen, sollte einfach ganz locker an die Sache rangehen und sich einen Club suchen, der ihm / ihr zusagt. Auch kann es vieles erleichtern, den ersten Besuch mit einem erfahrenem Swinger oder Swingerpaar zu machen, da dieses die ersten Gesprächskontakte im Swingerclub sicherlich vereinfacht und die lockere Art irgendwie ansteckend ist.

Damit möchte ich noch einmal meinem charmanten Begleiterpaar, den Gastgebern und allen anderen netten und sympatischen Gästen ein Lob für ihr Verhalten mir und meinem Handicap gegenüber aussprechen. Die "normale" Gesellschaft sollte sich da einmal ein Vorbild dran nehmen! Und dazu noch ein großes Dankeschön für die gute Aufnahme, Einführung und Integration in diese - meinen ersten Eindrücken nach - so freundliche und lockere Welt.

Und ganz zum Schluss: Falls irgendwer irgendwelche weiterführenden Fragen - auch zum Thema Blindheit und allem was irgendwie dazu gehört - hat, scheut euch nicht, mir eine CM zu schreiben oder hier im angeschlossenen Thread zu fragen. Ich werde euch garantiert antworten.

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Kommentare


einfach klasse geschrieben!!! *bravo*

man war richtig "dabei". *top*

finde ich klasse, daß Du da so gut aufgenommen wurdest! und Du hast recht, im "normalen leben" ist das bestimmt nicht oft so oder so ähnlich...
Blind

Nicht in Wirklichkeit,aber manchesmal hätte ich mir gewünscht ich wäre blind im Swingerclub. *umpf*
@fesselnd

das mit der Punktschrift und der schwirigkeit des Tastens der Punkte haben sogar Sehbehinderte die eigentlich keinen Brauchbaren Sehrest mehr haben. Ein ehemaliger Klassenkamerrad in der Blindenreha konnte nur noch ganz grob so eben irgendwelche größeren Objekte als Schemen erkennen. Beim erlernen der Punktschrift hat sein Kopf so sehr versucht über das restseh vermögen die Punkte zu entziffern, dass er a mit der Nase bald auf dem Blatt klebte und b richtige Schweißausbrüche an den Händen bekam. Zapp Zarapp eine Schwarzbrille (Schlafbrillen ähnlich) auf um auch das bischen restsehen abzuschalten und schon klebte die Nase nicht mehr auf dem Papier, die Hände hörten auf zu tropfen und das erlernen der Punktschrift viel ihm einiges leichter.

über 80 % der Wahrnehmung eines Sehenden Menschens laufen über das Visuelle und das Gehirn versucht immer mit aller macht den Visus und ist er noch so gering zum erfassen von Informationen zu nutzen.

Für die Swinger hier unter den Lesern/innen macht doch einmal selber den Versuch und verbringt mit einem Menschen eures Vertrauens einen ganzen abend im Swingerclub mit verbundenen Augen. Vielleicht könnt ihr dann ja mal den Unterschied zwischen SC sehend und SC blind was die Wahrnehmung angeht anders / besser beschreiben als ich es kann. Ich bin wie ja schon Erster Club besuch aussagt zuvor noch nicht in einem Club gewesen also auch noch nie zu meiner Sehenden Zeit. So kann ich garnicht diesen Unterschied herrausarbeiten den hier vielleicht einige lesen möchten. Da meine ersten Swinger Erfahrungen ja blind waren fehlt einfach auch der Vergleich und der Artikel währe dann ja auch keine erste Swingererfahrung sondern ein Vergleichsbericht gewesen ^^
Verzeih mir,

wenn ich mich nochmals anhänge.

Sehende sollten auch bedenken, dass sie das Geschriebene im Forum unwillkürlich kontrollieren. Von diesem Wissen ausgehend schreibst du hervorragend. Ich weiß auch, dass es Geburtsblinde wesentlich einfacher haben, sich auf die Blindheit einzustellen.

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich total überfordert war, als ich Braille lernen musste. Mit den Augen lesen ging relativ bald, aber taktil war es eine Katastrophe. Neulich kam bei uns die Frage auf, wie es ein blinder Sänger schafft, die Braille-Noten für Blinde zu lesen und umzusetzen in Töne.

Ich persönlich verstehe nicht, warum so viele Menschen das Urvertrauen nicht aufbringen, mal mit Augenbinde einfach zu genießen, was da auf einen einströmt, wenn man zum Beispiel von mehreren Händen berührt und gestreichelt wird.
@DreamTeam

Da ich wie gesagt selber auch einmal sehen konnte Verstehe ich nur zu gut was für einen Sehenden das besondere daran ist, dass ein Blinder in den SC geht und genau da setzt der Artikel ja an. Es ist eben nichts anderes als für einen Sehenden!!!

Und nochmal es sollte kein Bericht über die art meiner Wahrnemungen sein, sonst hätte es ja gehießen

"was nimmt ein Blinder im SC wahr" oder "wie bewegt / orrientiert sich ein Blinder im SC"

Es sollte ganz KLAR ein Bericht über einen ersten SC Besuch sein welcher Zeigt das auch Menschen mit Handycap / Blindheit ein verhältnissmäßig normales Leben führen und zeigen das es auch Menschen gibt die wissen was integration und akzeptanz ist.

wie im vorrangegangenen Posting von mir ja angeboten erkläre ich gerne alle Fragen auch einmal ausführlich in einem Bericht, falls dieses auch vom JC gewünscht ist.

Warum ich auch nicht auf das "wie such ich mir die Frau aus" eingegangen bin ist für mich ganz einfach zu erklären und mich wundert nur ein Bischen das jemand der sehen kann garnicht auf den Gedanken kommt, dass es vielleicht Menschen gibt für die die Optischen Reitze einer Frau garnicht so Prioritär sind.

Dieses liegt jetzt nicht nur an meiner Blindheit sondern war auch schon zu meiner Sehenden Zeit so.

Gerne mache ich euch aber ein Beispiel das die Interessierten vielleicht auch Nachvollziehen können warum für mich auch zu meiner Sehenden Zeit das Optische nur zweitrangig war und es jetzt natürlich um so mehr ist.

Stellt euch vor ihr trefft auf den Typ Mensch der 100 % euren Optischen interessen / Vorlieben entspricht. Wenn dieser dann aber den Mund auf macht und da kommt nur Bullshitt in euren Augen raus oder die Person läuft wie Quasimodo oder hat ein eurer Meinung nach unpassendes Verhalten wie atraktiv / sexy findet ihr diese Person dann noch???

Also für mich wurde dann auch zu sehender Zeit die Frau ganz schnell unatraktiv. So ist es jetzt eher so das ich mich eben nicht von den Optischen Dingen täuschen / manipulieren lassen kann und das was mir eh immer schon wichtig für die Atraktivität einer Frau war jetzt ohne Verschleierungsversuche wargenommen werden kann.

Ich Errinnere nur an das Phänomen der Optischen Täuschungen. Das sehen ist der Sinn welcher sich am einfachsten Manipulieren / austrixen lässt.

So mal weiter eingehen auf das was DreamTeam sich so fragt bzw. hier als offene Fragen in den Raum gestellt Hat.

Zur Unterwäsche:

Ein Seidenslipp fühlt sich doch auch für einen Sehenden anders an als ein Spitzenhöschen und das ne Boxershort's kein Tanga ist da brauch man auch nicht für sehen zu können. Auch sollte jeder Sehende in der lage sein Nilonstrümpfe von den Stricksocken zu unterscheiden.

Aber man kann an Dream's Posting auch ganz klar sehen das Herr Dream sich angefangen hat Gedanken zu machen

"h stelle mir das sehr schwer vor und würde gerne mehr darüber erfahren, wie man sexuelle Erregung zu einem fremdem Menschen aufbauen kann, den man nicht sehen kann. Wahrscheinlich hat es sehr viel mehr mit Gerüchen und akustischen Reizen zu tun. Mit Berührungen kann man bestimmt auch einen Frauenkörper erkunden, aber so ganz ohne visuelle Reize, wäre es für mich sehr merkwürdig. "

Und mit der Aussage hat er schon ziemlich genau getroffen was Fakt ist.

Das was , wie gesagt wird, das gesammte Verhalten der Geruch (nicht das was bewusst gerochen wird und bei mir eh nicht geht, was ich übrigens auch schonmal gepostet hab, sondern das unterbewuste riechen. An der Außsage die kann ich nicht riechen ist medizinisch erwiesener Maßen etwas drann)

Man merkt aber auch und verdeutlicht vielleicht auch für andere das Herr Dream sich nicht Vorstellen kann wie viel man über kleinste Berührungen vom Körper eines anderen Wahrnimmt. Wie ich ja auch schon in einem Vorrangegangenem Posting sagte, als Sehender kann man sich das selbst mit dem besten willen nicht vorstellen und alles was man sich vorstellt ist immer noch nicht so wie es wirklich ist. Auch der Dialog im Dunkeln Simulirt nur denn der Kopf weiß immer noch das sich diese simulierte Blindheit wieder ändern lässt.

Der Dialog im Dunkeln ist eine gute Möglichkeit die Wahrnehmung eines Blinden einmal im Ansatz und ich betone im ansatz zu erleben. Aber es fehlt dazu dann immer noch das Training der Sinne und der Wahrnehmung.

Diese letzten Punkte sag ich nicht nur so, sondern, ich hatte zu sehender Zeit blinde bekannte und habe mir versucht das vorzustellen, ich habe es simuliert und das mehr als nur 2, 3 Stündchen im Dialog im dunkeln. Jetzt bin ich seit 7 J Blind, habe gemerkt das es ganz anders ist wie die frühere Vorstellung und die Simulationen und selbst jetzt noch merke ich wie mit längerer gewöhnung an die Blindheit sich viele Dinge in der Wahrnehmung verbessern / verändern und sich durch aktives Training auch noch weiter verbessern lassen.

Speziell für Mobilität und Orientierung bekommt ein Blinder sogar von der Krankenkasse ein extra Training finanziert.

Aber auch das hatte ich oben irgendwo schonmal angesprochen.

Durch eine Erblindung Verbessert sich nicht irgend ein Sinn sondern das Gehirn wird nur Trainiert den ankommenden Nervenimpuls genauer zuzuordnen. 5000 Nervenzellen die ein Signal senden sind und bleiben 5000 Nervenzellen.

Und auch nochmal das Beispiel von oben etwas detailierter

Wer beginnt das 10 Finger schreibsystem auf der Tastatur zu erlernen und max 30 Anschläge / minute macht hat 10 Finger, Die geübte Sekretärin die Täglich 100 Seiten Tippt schafft aber locker 200 Anschläge / Minute, der sind ja auch nicht 20 weitere Finger gewachsen sondern sie hat nur durch stetiges Training die Bewegungsabläufe (was auch durch Nervenimpulse vom Gehirn aus gesteuert wird) schon besser verinnerlicht.

@Dream's das war/ist hier jetzt ganz klar kein angriff o.ä. auf dein Posting, du hast ja versucht etwas zu verstehen und aus deiner sicht erklärt was die Diskusionen deiner Meinung nach ausgelöst hat.

Wenn ich hier aber trotz meiner Erklärungen in meinen Postings immer noch Dinge lese die ich in den Postings eigentlich schon erklärt habe frag ich mich echt

lesen die Leute Berichte / Postings eigentlich ganz bevor sie ihr Kommentar abgeben????

und

ich frage mich auch wie viel denken einige Leute eigentlich nach. Eigentlich müsste man doch mit etwas logischem denken für 99 % der Fragen selber auf eine antwort kommen. Hier sind doch alles Menschen die alle die selben Fähigkeiten haben und nutzen können (gehandycapte mal außen vor gelassen)

Aber Genau das ist es ja was mich an der Diskusion hier so erfreut und mit meinem Artikel auch bewirken wollte. Die Leute fangen mal an darüber Nachzudenken wie was funktionieren könnte.

Daher der Spruch von mir

"Denken dann schreiben" war nicht als "bor bist du dumm" gemeint sondern als ernsthafte anregung sich selber einmal zu fragen was man machen würde wenn man selber in der Situation währe. (sicherlich findet doch auch der großteil der User hier das WC in seiner/ihrer Wohnung ohne Nachts das licht anmachen zu müssen)


P.s. nochmal an Herrn Dream, wie gesagt du hast nen guten Kommentar abgegeben, dein Posting war nur das letzte und irgendwo drauf muss man sich ja beziehen ^^ Also hoffe mal das du von den Aussagen hier jetzt nix krumm nimmst. Mit beispielen und Bezügen lässt sich nur offt etwas besser / einfacher erklären.

meinen großen respekt.
nicht wegen deinem handicap sondern dafür das es endlich einmal einen gut beschriebenen ersten abend eines solo-herren im swingerclub gibt. absolut ausführlich, blidhaft und authentisch dargestellt, ohne macho-marotten etc.
wo viele, wie ich auch, noch überlegen lässt du dich fallen und einfach treiben.
vorbildlich!

Ich finde die Diskussion hier sehr interessant. Stoßen hier doch zwei völlig andere Welten aufeinander, die sich schwer damit tun, die jeweils andere Seite zu verstehen. Blindtiger84 weiß gar nicht so recht, warum es für einen Sehenden so exotisch sein soll, dass ein Blinder in einen Swingerclub geht und http://www.joyclub.de/my/2053278.kleinerriese.html (User gelöscht) macht sich Gedanken darüber, dass ein Blinder nicht bemerkt, dass er "Hello-Kitty-Unterhosen" trägt. *mrgreen*

Ich möchte http://www.joyclub.de/my/2053278.kleinerriese.html (User gelöscht) hier einmal den "Dialog im Dunkeln" ans Herz legen.

Links nur für Mitglieder

Dort werden Sehende von Blinden in eine völlig dunkle Welt geführt. Es werden Alltagssituationen in völliger Dunkelheit dargestellt. So muss man zum Beispiel in völliger Dunkelheit einkaufen und bezahlen oder in einer Bar ein Getränk bestellen. In dieser Bar arbeiten echte blinde Menschen, welche die vorübergehend Blinden bedienen.

Ich habe es leider persönlich noch nicht geschafft, mir dort einen Eindruck zu verschaffen, aber ich habe schon viele aufregende Dinge über dieses tolle Experiment gehört. So soll sich innerhalb der kurzen Zeit das Gehör schon auf die Blindheit einstellen und wer wieder an das Tageslicht kommt, der hört sehr viel intensiver.

So ist es für Blindtiger84 einfach gar nicht so von Bedeutung auf seine Blindheit einzugehen, weil er sich in seiner Welt sehr gut zurecht findet und für ihn die sexuellen Erfahrungen in diesem Moment wahrscheinlich viel wichtiger und interessanter waren. Für uns Sehende ist es natürlich genau anders herum, weil wir es uns nur schwer vorstellen können, wie ein blinder Mensch einen schicken Slip von einem "Hello-Kitty-Höschen" unterscheiden kann. Ich bin mir aber sehr sicher, dass es da Mittel und Wege gibt.

Was ich mir sehr viel schwerer vorstelle, gerade für einen Menschen der einmal sehen konnte, ist die Tatsache, dass man mit einem Menschen Sex hat, ohne auf die äußeren sexuellen Reize zurückgreifen zu können. Ob mir eine Frau gefällt, kläre ich ja irgendwie doch erstmal mit Sichtkontakt. Ich kann mir nur sehr schwer vorstellen, dass ich mit einer Frau, die ich noch nie visuell gesehen habe, Sex haben kann.

Ich stelle mir das sehr schwer vor und würde gerne mehr darüber erfahren, wie man sexuelle Erregung zu einem fremdem Menschen aufbauen kann, den man nicht sehen kann. Wahrscheinlich hat es sehr viel mehr mit Gerüchen und akustischen Reizen zu tun. Mit Berührungen kann man bestimmt auch einen Frauenkörper erkunden, aber so ganz ohne visuelle Reize, wäre es für mich sehr merkwürdig.



Grüße von Herrn *Dream* *wink*
Weißt du,

es wäre schlimm, wenn ich keine Ahnung hätte. War zwar nur Nebenfach für mich, aber immerhin. Meine Tochter ist examinierte Sehbehindertenlehrerin und gerade in einer Orthoptistenweiterbildung.

Für Sehende ist es schon schwer genug, sich an den Blind-Dinnern, zum Beispiel in Wiesbaden, zu beteiligen. Auch wenn ich nicht in Clubs gehe, habe ich trotzdem Swingererfahrung auf privatem Boden. Und da ist selbstverständlich das echte Blindkennenlernen eines Sexpartners eines meiner wichtigsten Spiele.

Dir wünsche ich von Herzen viele schöne Erfahrungen. Übrigens: ich bin absoluter Cap d´Agde-Fan, eher nicht wegen der Swinger, sondern wegen des FKK. Dort gibt es seit Jahrzehnten Wohnungen für Menschen mit Behinderungen. Besonders oft hatte ich mit den Hörgeschädigten zu tun, aber auch Blinde fehlen nicht.
@fesselnd

da ist ja scheinbar mal einer der echt ahnung hat von dem was er sagt *daumen hoch*

Find ich gut das du diese Punkte hier mit aufführst, sonst würd ich mir ja noch die Finger wund Tippen ^^ und wenn ich als Betroffener sowas sage hat das auch meist ein anderes gewicht als wenn das von dritten kommt. *daumen hoch*

Wenn du für dich erkannt hast, dass ein SC nicht deine Welt ist, ist das ja deine ganz persönliche Meinung die ich dir auch nicht außreden oder umbiegen will. Jeder muss ja schließlich für sich selber wissen was ihm gefällt und was nicht.
Ich will noch eine

Sache klären, die hier offenbar nicht verstanden wurde. Sehbehindert scheinen sich manche Leute einfach so vorzustellen, dass man immer unschärfer sieht. Das ist aber nur der meist heilbare Prozentsatz der Sehbehinderten. Sehbehinderungen umfassen einen sehr breiten Bereich möglichen Fehlsehens, wobei einige Sehbehinderungen wesentlich "schlimmer" von uns Sehenden aus einzustufen sind als Blindheit, weil das Gesehene stark verzerrt, beengt, irritiert... An Sehbehindertenschulen gibt es meist Brillen, die verschiedene Sehbehinderungen simulieren, damit man sich vorstellen kann, was der Betroffene sieht. Trotzdem ist es nicht so wie für uns Sehende, weil der Betroffene sich an seine Art des Sehens gewöhnt und wie der Blinde die anderen Sinne schult. Jedes sehende Kind sieht in den ersten Lebenstagen die Welt auf dem Kopf, erst dann dreht es diese so, wie wir sie üblicherweise sehen.

Auch bei der Blindheit gibt es nicht nur eine Form. Die für Sehende wohl unverständlichste ist die Seelenblindheit. Das hat nichts mit der Seele zu tun, die bleibt wach und sehend, sondern die Augen sind aber gar nicht blind, sondern die zur Verarbeitung der Seheindrücke notwendige Reizleitung ins Gehirn oder im Gehirn ist defekt.

blindtiger, ich werde mich bestimmt von keinem Bericht zu einem Clubbesuch animieren lassen, war bereits in verschiedenen immer nur ganz kurz und habe es dort eklig empfunden. Spätestens nach einer halben Stunde war ich wieder draußen. Ich denke, dafür muss man geschaffen sein, ich bin das nicht.

  • Neu hier? Kein Problem!
Vielen Dank
Blind im Swingerclub
Wir danken unserem Mitglied blindtiger84 für diesen tiefgehenden Einblick in diesen besonderen Abend!
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