27.09.2010

Baggern wie die Affen

Können Singles von Schimpansen lernen? Der Affen-Workshop für Singles

Von Gibbons, Gorillas oder Schimpansen können Menschen so manches für Partnersuche und fröhlichen Beischlaf lernen. Davon jedenfalls sind holländische Experten überzeugt. Sie laden ein zum ersten affenerotischen Workshop für Singles.

Schau mir in die Augen Kleines ...
Schau mir in die Augen Kleines ...

Wir sind dem Affen ziemlich ähnlich ... auch in sexueller Hinsicht

Sein Bett sei stets aufgewühlt, bekannte einst Mick Jagger im Song "Monkey Man". Kein Wunder, schließlich sei er ein Affenmann, und seine liebestolle Freundin "a monkey, monkey woman". Von unseren engsten Verwandten im Tierreich können wir so manches in Sachen Partnerschaft und Erotik abgucken, meinen holländische Experten. Paarungsinteressierte sollen sich davon jetzt in Apenheul (etwa: Affenheim) überzeugen können, dem auf Primaten spezialisierten Zoo in der Stadt Apeldoorn.

Erfolgreich in allen Lagen. Affen beim Liebeswerben. Können wir von ihnen lernen?
Erfolgreich in allen Lagen. Affen beim Liebeswerben. Können wir von ihnen lernen?

"Wir unterscheiden uns auch in dieser Hinsicht weniger von Affen als wir glauben", sagt der Biologe Patrick van Veen. Der Initiator des Affen-Workshops für Singles ist überzeugt, dass die von Experten begleitete Beobachtung von Schimpansen, Gorillas oder auch Makaken wertvolle Rückschlüsse für das eigene Dating-Verhalten ermöglicht.

Bekannt wurde Van Veen mit Seminaren für Manager, denen am Verhalten von Affen gezeigt wird, wie sie einen besseren Führungsstil entwickeln können. Dem gegenseitigen Lausen, lehrt er, entspreche der Kaffeeklatsch im Büro, den man im Interesse des Betriebsklimas keineswegs unterdrücken dürfe. Auch aus Deutschland kamen schon mehrere Hundert Führungskräfte zu seinen Seminaren unter dem Motto "Manager entdecken den Affen in sich".

Der Affe macht's vor ... wann folgen wir unseren Instinkten?

Nun also das Sexleben: Weil das Verhalten von Affenhorden nicht nur in der Geschäftswelt, sondern auch bei der Partnersuche dem des Menschen ähnele, seien herkömmliche Dating-Ratgeber kaum hilfreich, sagt der Primatenmann. "Da steht, was wir anziehen und was wir sagen sollen, aber es wird übersehen, wie sehr die Instinkte mitspielen."

Boah, hast du die Schnecke gesehen? Klar, Alter, längst gechecked ....
Boah, hast du die Schnecke gesehen? Klar, Alter, längst gechecked ....

Auch die Werbung verstellt uns demnach oft den Blick für das Wesentliche. Die für gewisse Deosprays zum Beispiel, die Erfolg bei Frauen verspricht, wenn Mann nur gut riecht. "Am natürlichen Geruch des Gegenüber kann eine Frau unbewusst erkennen, ob sein Immunsystem zu ihrem eigenen passt", sagt Van Veen. "Das kommt aus unseren Achselhöhlen. Aber die sprayen wir mit Deos zu. Kein Wunder, dass Frauen da oft reinfallen."

"Anbaggern wie Schimpansen, wenn das nichts ist", sagt Sylvie de Vries. Die Amsterdamer Sekretärin findet allein schon die Idee zu dem Workshop "zeer geweldig", was sich mit "oberaffengeil" übersetzen lässt. "Vielleicht lerne ich, was bei meinen Beziehungen immer falsch läuft." Der Versuch sei ihr die 35 Euro Teilnahmegebühr wert.

Der erste affenerotische Workshop

Ist der Körpergeruch wichtiger oder das Äußere? Welche unterbewussten Kriterien beeinflussen Männer und Frauen bei der Partnerwahl? "Teilnehmer entdecken, wie ihre Instinkte mit ein bisschen Lippenstift oder Haargel überlistet werden können oder warum Weibchen manchmal lieber robuste und dann wieder eher fürsorgliche Männchen bevorzugen", wirbt der Zoo.

Was wolle mehr?
Was wolle mehr?

Der Termin für den ersten affenerotischen Workshop am 9. Oktober ist kein Zufall. "Unsere Makaken und Totenkopfaffen sind dann mitten in der Paarungssaison", sagt Apenheul-Sprecherin Anouk Ballot. Schließlich gehe es ja nicht nur um Anmache, sondern auch um den praktischen Teil.

Dabei sind freilich die Bonobos (Zwergschimpansen) unschlagbar. "Die kennen sämtliche Stellungen aus dem Kamasutra", verspricht Van Veen. "Sie sind äußerst aktiv, aber nicht allein um sich fortzupflanzen. Sie machen es mehrmals am Tag, um Stress abzubauen oder weil sie es einfach schön finden." Vielleicht gibt ja auch Silberrücken-Gorilla Jambo ein paar Geheimnisse preis. Allerdings ist er mit seinen sechs Frauen nicht gerade eine Paradebeispiel für treue Zweierbeziehungen.

© Thomas Burmeister, dpa

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Kommentare


..der mit der größten Klappe oder brutaler zuhaut ist der König.
Kommt ein neues Weibchen, wird sie erst mal von allen durchgebummst etc..
Aber im Ernst, dafür muß man nicht in den Zoo.

Immer wieder nett, wenn Mensch sich besinnt und dann doch einen totalen Quatsch macht. Der Blick zurück ist so borniert und blind, dass es einen nur grausen kann, wenn Menschlein sowas wagt und das dann noch als revolutionär anpreist. Egal ob abenteuerliche Population Growth Fantastereien oder Sexualverhalten oder oder ...

Was zählt ist doch das hier, jetzt und heute.

Also gilt es eine Bestandsaufnahme zu machen. Diese Verhaltens- & Entwicklungs-Inventur zeigt deutlich auf, wo was im Argen liegt.

Und das ist nicht etwa ein Mangel an Ideen oder ein Defizit an Kreativität.

An allererster Stelle stehen folgende Mängel:

- gewaltefreie Kommunikation
- Verweigerung der Selbstreflektion
- Ignoranz von Naturgesetzen

Hieraus folgern die maßgeblichen Probleme:

- Verkümmertes Selbstbewusstsein
- Selektive Wahrnehmung
- Netzwerkunfähigkeit
- Egoismus

Jeder, wirklich jeder kann sich hier seine eigenen Themen heraus pflücken.

Bietet Seminare und Schulungen an, um Menschen das gewaltfreie Kommunizieren, das Eintreten in die Eigenverantwortung und das Öffnen des eigenen Herzes an und alles andere, ob baggern, quatschen, diskutieren, miteinander leben löst sich peu à peu von alleine auf.

*top*

hg

D.

in der Tat ist natürlich Affe nicht gleich Affe.

Der Verhaltensforscher Frans de Wal, wenn ich seinen Namen richtig erinnere, hat ein interessantes Buch über Bonobos und Schimpansen geschrieben, wobei erstere wohl eher zu "lieb" tendieren, zweitere oft zu "böse"...

interessant ist, daß wir Menschen beides in uns haben, und moralisch recht flexibel sind...also mal Schimpansen sein können, mal Bonobos,
und weil wir gerade hier bei Joyclub sind - die Bonobos sind (mir) irgendwie doch sympathischer ..... *zwinker*
Warum einfach...........

.............wenn man es auch kompliziert machen kann.
Wer abschweifen möchte...,

...kann sich gerne diese Magisterarbeit anschauen:
Links nur für Mitglieder
LG
Verkrampftheit und Monogamie

Okay, dass Deutsche Manager in der Regel sehr distanziert gegenüber Kollegen sind, ist weltweit bekannt. Burnout und Magengeschwüre sind dann meistens die gesundheitlichen Folgen aus Betriebsblindheit, Vertrauensmangel und starrer Vorgehensweise und daraus sich ergebender Überforderung.

Dazu klatsch ich hier mal folgende Geschichte rein:
-----------------------------------------------------------------------
"[...]
Ein Spaziergänger geht durch einen Wald und begegnet einem Waldarbeiter, der hastig und mühselig damit beschäftigt ist, einen bereits gefällten Baumstamm in kleinere Teile zu zersägen.

Der Spaziergänger tritt näher heran, um zu sehen, warum der Holzfäller sich so abmüht, und sagt dann: "Entschuldigen Sie, aber mir ist da etwas aufgefallen: Ihre Säge ist ja total stumpf! Wollen Sie sie nicht einmal schärfen?"

Darauf stöhnt der Waldarbeiter erschöpft auf: "Dafür habe ich keine Zeit - ich muß sägen!"
[...]"


Entspannung ist mit unter notwendig um einen klaren Kopf zu bekommen.
Meiner Meinung nach wäre es schon schön, wenn in einem Betrieb absolute Offenherzigkeit besteht und wenn es auch mal möglich wäre zum Kopf Frei Kriegen einen - so gewollten - Quickie unter Arbeitskollegen während der Arbeitszeit zu erledigen.
Die männliche Gattung der Zwergschimpansen sind hierzu jetzt meine neuen Helden unter den intelligenteren Tieren.
Treue ist für mich zwar ein wichtiger Begriff, jedoch beziehe ich das eher auf emotionale Gefühle.
Da der Autor dieses Berichts ist anscheinend ein richtiger Beziehungstyp ist, kann ich sowieso nicht allen Randkommentaren zustimmen.
Den sachlichen Inhalt finde ich jedoch sehr interessant, weil ich glaube, dass man sich durch vertrauten, natürlichen und berührungsintensiven Umgang gut kennenlernt.
Nur bezweifle ich, dass sich sich darauf in vollbewusstem Zustand (ohne Betäubungsmitteleinsatz: wie Zigaretten, Parfum, Alkohol, ...) jeder darauf einlassen wird. Der Mensch ist doch zu sehr von der Gesellschaft geprägt, will sein Ansehen wahren und hat meistens Schiss verletzbar zu werden.


Anmerkung:
-----------------
Ich würde mich hier schon gerne zum Thema "Körperkontakt" unterhalten.
Auf diverse Ausschweifungen in Richtung Tiere (als Gesamtheit), Frieden, Gerechtigkeit und Moralpredigten, werde ich mich in diesem Thema nicht einlassen.
*g*

Dem ersten Teil der Aussage von @newsun möchte ich gern zustimmen, habe jedoch dennoch meine Zweifel daran, dass die gesamte Menschheit je wirklich friedliebend wird, hoffe aber für die Zukunft auf das Beste.

Die Natur, ob nun niedere Lebensformen oder hochentwickelte Tiere und Pflanzen hat sich der Mensch für seine technischen Entwicklungen schon immer als Vorbild genommen, denn sonst würden wir vielleicht bis heute noch nicht per Flugzeug von A nach B fliegen können.
Was nun die Verhaltensforschung angeht, sollten wir uns sicher kein Beispiel im übertragenen Sinne 1:1 an den höher entwickelten Affenarten nehmen, aber dadurch mehr über das Warum unseres eigenen Verhaltens verstehen lernen, denn auch wir unterliegen ebenso niederen Instinkten ...
Ein mulmiges Bauchgefühl vor einer ungewissen Situation ist so ein Instinkt für eine mögliche Gefahr, welches bis heute tief in uns verankert ist und manchmal sollte man besser auf sein Bauchgefühl hören, anstatt sich allein auf seinen Verstand zu verlassen, aber der Mensch verlernt es leider immer mehr, glaubt durch sein Wissen, Erfahrungswerte und mit Logik über allen Dingen zu stehen.
Unser Sexualverhalten ist ebenso vielfach noch von Instinkten geprägt, egal wie bewußt man für sich den Sex dann auch praktiziert, was bereits wissenschaftlich erwiesen wurde und sich nicht leugnen läßt.

Dem Affen fehlt natürlich zu der weiterentwickelten Intelligenz auch ein ganz entscheidendes Merkmal - das Sprachvermögen, also muß er seine sozialen Befindlichkeiten zwangsläufig über Blicke, Mimik, Gestik sowie Körperkontakt lösen.
Der Mensch dagegen besitzt ein Sprachvermögen und auch taubstumme Menschen können sich dank ihrer menschlichen Intelligenz u.a. über die Schriftsprache verständigen.
Begegnet man sich aber im Ausland und findet keine gemeinsame Sprache, besinnt man sich plötzlich automatisch auf die einfachste Verständigungsform - der Zeichensprache mithilfe von Gestik, Mimik und Körperkontakt, genau wie es auch die Affen tun und wenn man schlicht auf diese "unterentwickelte und primitive" Verständigungsform zurückgreift, wird man überall auf der Welt verstanden, nicht zuletzt auch beim Sex ... *zwinker*
@GinaSu

natürlich halte ich auch zahlreiche menschliche eigenschaften für total daneben!
und besoders weil wir menschen sind, denken, berechnen und gezielt handeln können, halt keine tiere sind!

ganz offensichtlicht führt es dazu, das besonders die Menschen die ansich die verantwortung für generationen übernehmen müssten, nur noch in zahlen denken und manchmal nicht mehr wissen was sie tun!

zustimmen kann ich @newsun
Das ist ganz einfach ...

*raeusper* Der Holländer hat eine Geschäfts-Idee kreiiert,
zockt diejenigen ab, die von einem Seminar zum anderen
hüpfen *blabla* (weil sie glauben da schlauer zu werden) ...
und am Schluss ganz weit weg von sich selbst sind. *skeptisch*
Naja und SEX verkauft sich in jeder Form immer gut. *top*
Über tierisches Verhalten

Natur trennt immer ganz bewusst den Mensch vom Tier,
das sollten wir besser niemals je vergessen!
Selbst wenn wir das ein oder andere Mal erkennen,
das wir auf die gleichen Triebe bleiben versessen!

Der Mensch ist der, der Denken und bestimmen kann,
was ihn durchs eigene, verantwortungsvolle Leben führt!
Das Tier jedoch, agiert bloss nach dem Instinkt,
damit sein Verhalten es seltener in die Irre führt!

Zwar kann es lustig, wie ein Affe "geil zu sein",
da dann die Monogamie endlich ein Ende findet,
es mal als Schwein zu treiben oder wie ein Stier,
je nachdem, was man als Neigung in sich "ergründet"!

Im Vordergund jedoch sollte der Mensch stets bleiben,
der mit Bedacht und Vorsicht seine Triebe steuert!
Denn andernfalls gereicht Alles nur noch zur Karikatur,
und Mann wie Frau, gelten berechtigt, als total "bescheuert"! :o)


(c) Ralf, aka Seelentraum
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