Saycher, die Thüringer Spezialisten für Natursteintoys, haben wir euch bereits vorgestellt und die ersten Testergebnisse zu dem "Analplug Dragon" und dem Dildo "Star Knight" sprachen für die Qualität der Saycher Sexspielzeuge.
Zuletzt haben sich die Macher von Saycher intensiv mit der Entwicklung einer neuen Luxuslinie befasst. Diese wollen wir euch hier mit einer Premiere vorstellen - zum ersten Mal berichtet uns eine blinde Sex Toy Testerin von ihren Erfahrungen! Vielen Dank an Wildcat760530 für diesen ausführlichen Testbericht. Alle Informationen zu der Luxuslinie gibt es dann im Anschluss an den Testbericht
- Inhaltsverzeichnis
- Der Steindildo "Sacred Obsession" im JOYclub Test
- Meine Erwartungen an den Saycher Steindildo
- Der "Sacred Obsession" bringt mich nur langsam in Wallung
- Ich, mein "Sacred Obsession" und das Schokoladenbad
- Solosex mit dem Steindildo "Sacred Obsession"
- Der Dildo im Paartest mit Massageöl und Satindessous
- Die Temperaturspeicherfähigkeit des Steindildos
- Stein porentief rein und hygienisch wertvoll
- Der "Sacred Obsession" entpuppt sich als wunderbarer Allrounder
- Die weiteren Luxus-Natursteindildos von Saycher
- Kommentare
Der Steindildo "Sacred Obsession" im JOYclub Test
Jubelnd springe ich durch mein Wohnzimmer, als ich erfahre, dass man mich als Testerin für den Steindildo "Sacred Obsession" ausgewählt hat. Sicher war ich mir meiner Sache nicht, als ich den Testaufruf entdeckte. Würde eine - wie mir scheint - sehr visuell orientierte Community eine blinde Testerin nehmen?
Dennoch schrieb ich mit viel Liebe und Sorgfalt meine Bewerbung. Riesengroß war meine Freude, als ich die Zusage erhielt. Sie bedeutet für mich, dass eine visuelle Welt "JA" zu blinden Menschen und "JA" zu Worten anstatt Fotos sagt.
Meine Erwartungen an den Saycher Steindildo
Ich habe Erfahrungen mit den unterschiedlichsten Materialien wie Holz, Glas, Aluminium und Silikon gesammelt, daher sind entsprechende Vergleichsmöglichkeiten vorhanden. In meiner Freizeit arbeite ich manchmal mit Speckstein, daher weiß ich, wie glatt und formschön ein Kunstwerk aus Stein sein kann.
Vor diesem Hintergrund waren meine Erwartungen entsprechend hoch. Gespannt war ich auf die Oberfläche des Migmatit-Dildos. Denn ein Stein ist nicht einfach nur glatt, unter der glatten Oberfläche verbirgt sich eine zweite, spannende Textur.
Manchmal ist Stein schwer und kalt, wie Metall, manchmal kühl und gleitfreudig, wie Seide, oder warm und glatt, wie Samt. Natürlich erwartete ich, dass Stein alle Vorzüge eines harten, schweren Materials aufweist: Es liegt gut in der Hand, es reizt die Vagina intensiv, man kann durch entsprechenden Druck Klitoris und Schambereich exzellent massieren.
Besondere Erwartung stellte ich an die Verarbeitung. Wird ein Stein, wie der Hersteller schreibt, von Hand bearbeitet, sind für mich eine makellos glatte Oberfläche und perfekt ausgearbeitete Formen Pflicht. Weil meine Hände die Augen ersetzen, ist mir das sehr wichtig.
Der Hersteller bewirbt den "Sacred Obsession" mit "ausgeprägten Rillen", also erwartete ich, dass man sie nicht nur in der Hand, sondern auch in der Vagina gut spüren kann. Diese Rillen, hoffte ich, würden vaginal, klitoral und auch am ganzen Körper toll massieren.
Außerdem sollte Stein ein guter Temperaturspeicher sein. Vom Gefrierschrank bis zum Kochtopf, von der Spülmaschine bis zur Badewanne wird er in diesem Test alles mitmachen. Wichtig ist mir, dass sich ein Hersteller von Sextoys nicht in der Kunst verliert. Fantasievolle Formen und fein gearbeitete Rillen-Muster nützen nichts, wenn sie der weiblichen Anatomie nicht angepasst oder nicht spürbar sind. Zuletzt sollte auch die Verpackung dem Inhalt angemessen sein.
Der "Sacred Obsession" bringt mich nur langsam in Wallung
Pünktlich zu Silvester kommt das Päckchen gemeinsam mit meinem Freund. Ungeduldig reiße ich es auf. Zum Vorschein kommt eine unspektakuläre rechteckige Metallbox. Darin liegt der "Sacred Obsession" in einem bescheidenen Bett aus Schaumstoff - keine luxuriöse Wohnstätte. Für einen Preis von 90 EUR wäre auch ein beiliegendes Säckchen zur Aufbewahrung wünschenswert. Aus diesen Gründen erhält die Verpackung von mir Note 3.
Da liegt er also nun. Er hat die Form eines leicht nach oben gebogenen Penis mit praller Eichel, die auf mich sehr anregend wirkt. Ringförmig um den Schaft ziehen sich sechs sanfte, kaskadenförmig abfallende Stufen, die nach unten immer breiter werden. Eine Stufe fällt schräg nach unten ab, wobei sie immer breiter wird. Dann bildet sie eine sanfte Welle, die auf das schmale Ende der nächsten Stufe trifft. Diese wird dann wieder breiter und so weiter.
Von "ausgeprägten Rillen" kann hier keine Rede sein. Die Wellen sind weniger als einen halben Zentimeter dick und in der Hand nur leicht spürbar. Als Beschreibung auf der Herstellerseite schlage ich "sanfte Abstufungen für einen sinnlichen Genuss" vor, damit blinde Menschen eine Chance haben, den Dildo richtig einzuschätzen. Ich bin von den "Wellen" enttäuscht, aufgrund der Beschreibung habe ich sie mir tiefer vorgestellt. Daher gebe ich der Herstellerbeschreibung Note 5.
Das gilt sinnbildlich für alle Sextoyhersteller, bei denen Worte nur schmückendes Beiwerk zu den Fotos sind. Vielleicht nimmt sich Saycher der Herausforderung an, seine Produkte blindenfreundlich zu beschreiben?
Zwischen der zweiten und dritten Abstufung von unten ertaste ich eine etwa einen Zentimeter lange Kerbe, die auch meinem Freund unangenehm auffällt. Für eine Blinde ist das, wie ein Fleck auf einer neuen, strahlendweißen Bluse. Weitere Kerben und kleine Pickel fallen auf. Auch kann ich kleine Kanten ertasten, die entstehen, während man einen eckigen Stein rund feilt. Es wäre mehr Sorgfalt bei der Verarbeitung wünschenswert. Dafür gibt es von mir eine 3.
Mit stolzen 610 g Gewicht liegt das gute Stück toll in der Hand. Die Eichel misst satte 3,6 cm, danach verjüngt sich der Schaft auf 3 cm und wird Stufe für Stufe, wie das Horn eines Einhorns dicker, bis er in einem Fuß von 3,8 cm ausläuft.
Die auf der Herstellerseite angegebenen 3,5 cm sind also das Mittelmaß, um das sich der Dildo bewegt. Da ich gern ausgefüllt bin, ist das für mich genau richtig so. Die Oberfläche ist glatt und darunter weich und geschmeidig, wie Satin. Das ist eine ganz besondere Textur, wie ich gehofft habe.
Ich, mein "Sacred Obsession" und das Schokoladenbad
Wie ein kleiner Wasserfall rauscht das Wasser in meine Badewanne. Ich muss kurz überlegen, welcher Duft wohl zu Stein passt. Er muss schwer und erdig sein, wie der Stein, dunkel aber auch verlockend süß. Mit einem Wort: Es muss ein Kakaobad sein und dazu ein Stück dunkle Schokolade mit einer knackigen Mandel.
Der Schokoladenduft hüllt mich in meiner Oase des Genusses ein, als ich in das heiße Wasser steige. Ich seufze wohlig auf und teste zuerst die Rillen des Dildos an meiner Klitoris. Wie erwartet, spüre ich sie nicht, als sein Schaft darüber streicht. Also setze ich mich so in angenehme Stellung, dass die Eichel angenehm fest gegen meine Scham drückt.
Während ich meine Schokolade genieße, reibe ich meine Klitoris an der prallen Eichel. Verwundert bemerke ich, dass sich Stein fast wie echte Haut anfühlt, zwar hart doch unglaublich anschmiegsam. Das erzeugt einen Wohlfühleffekt, wie ich ihn nur von Holz kenne. Dafür vergebe ich eine glatte 1.
Nun will ich den "Sacred Obsession" in mir spüren. Da er in der Badewanne nicht genug gleitet, reibe ich ihn und mich mit Seife ein. Jetzt flutscht er wie von selbst. Damit steht er hinter Aluminium und Holz in Sachen Gleitfähigkeit auf Platz 3.
Er hat die Wärme des Wassers sehr gut gespeichert und fühlt sich erstaunlich realistisch in mir an. Ich finde ihn vergleichbar mit einem Penis mit Cockring. Ich staune: Ein Gefühl, was man bei UR3 (Ein Material, das in der Sextoy Herstellung verwendet wird und Fleisch und Haut vortäuschen soll) erhofft, hätte ich bei Stein nicht erwartet. Dadurch, dass er schwer ist, verstärkt sich das Gefühl. Ich kann mir gut vorstellen, dass mein Freund mit genau dem richtigen Druck in mich stößt.
Anatomisch ist er genau richtig gebogen. Durch das Gewicht stimuliert die Eichel meinen tiefsten Punkt sehr intensiv. Obwohl die Rillen vaginal nicht spürbar sind, komme ich - von heißem Schokoladenbad umgeben - binnen fünf Minuten zweimal. So verzaubert genieße ich noch zwei weitere Orgasmusrunden in der Badewanne. Diesmal gleitet der Dildo auch ohne Seife. Was für ein intensives Vergnügen wäre das mit spürbarer Struktur? Ob Saycher ein Modell mit Rillen, die einen guten Zentimeter tief und somit für die Vagina ausgeprägt spürbar sind, anbietet?
Solosex mit dem Steindildo "Sacred Obsession"
Auf meinem Nachttisch liegen bereit: Der "Sacred Obsession", Gleitgel und ein Glas Erdbeersekt. Sein fruchtig spritziges Aroma stimmt mich auf mein Solo Sex-Abenteuer ein. Schon jetzt ist meine Klitoris sehr sensibel. Nun führe ich den "Sacred Obsession" ein. Ich fühle mich vollkommen ausgefüllt.
Ganz vorsichtig bewege ich den Dildo. Jetzt brauche ich unbedingt einen schnellen, wilden Orgasmus. Ungeduldig führe ich den "Sacred Obsession" ein und bin sofort von seiner Stoßkraft beeindruckt. Da ich auf dem Rücken liege, nehmen mir das Gewicht des Steines und die Schwerkraft einen Großteil der Arbeit ab. Die Stöße sind unglaublich wild und zielsicher, als würde mein Freund mich mit aller Kraft und Leidenschaft vögeln.
Ich bin beeindruckt: Mit einem leichten Material würde das sehr viel mehr Energie kosten. Dadurch, dass Stein starr ist, spürt man am Fuß des Dildos genau die eigenen Kontraktionen und findet so spielend den perfekten Rhythmus.
Ich komme schnell und laut. Danach genehmige ich mir einen Schluck Sekt und einen zweiten Orgasmus. Eigentlich bin ich jetzt müde, aber der "Sacred Obsession" glüht durch meine Körperwärme so verführerisch in mir, dass ich mich zu einem dritten Höhepunkt vor dem Einschlafen überreden lasse. Erschöpft und rundum befriedigt trinke ich mein Glas aus.
Der Dildo im Paartest mit Massageöl und Satindessous
Für den Partnertest trage ich ein Satindessous, über das mein Freund mit dem Dildo fährt. Meine Brustwarzen richten sich sofort auf, als die Eichel sie über dem Satin spielerisch anstupst. Die Berührung ist intensiv und fließend, wie Wasser. "Der Dildo liegt gut in der Hand", berichtet mein Freund. Er fährt mit dem Dildo weiter abwärts und ich räkele mich genüsslich unter der Liebkosung. Ohne Dessous gleitet der Dildo allerdings nicht über die Haut. Wir reiben ihn mit Ylang-Ylang Massageöl ein. Der Duft umfängt uns schwer, blumig und moschusartig zugleich und steigert unsere Erregung.
Auf der Haut spüre ich endlich die Rillen als sanften Reibungseffekt. Als Massagewerkzeug ist der Dildo sehr erregend, da er sanft bis hart Druck ausüben, gleichzeitig aber auch der Haut schmeicheln kann. All das, findet mein Freund, kann man prima dosieren. Bei leichten Schlägen im Intimbereich erzeugt er einen großflächigen Schmerz, den ich für ein erregendes Vorspiel als genau richtig empfinde.
Mein Partner ist begeistert, weil der "Sacred Obsession" dabei gut in der Hand schwingt, wodurch man die Schlagkraft genau berechnen kann. Da man mit Stein sehr vorsichtig umgehen muss, verwöhnt Frau sich damit am besten selbst, wenn der Partner zu hart oder im falschen Rhythmus stößt, wird das schnell unangenehm.
Die Temperaturspeicherfähigkeit des Steindildos
Als nächstes kochen wir den "Sacred Obsession" fünf Minuten in sprudelndem Wasser. Ganze 22 Minuten glüht er, danach bereitet er 10 Minuten heißen Spaß. Wie eine Tasse Tee im Winter fühlt er sich an, die Wärme geht durch und durch und lockert alle Muskeln. Für mich ist das ein erotisches und entspannendes Erlebnis zugleich. Allerdings leidet das unter dem Fuß angebrachte Etikett unter der Hitze.
Nun wird der Dildo fünf Minuten in den Gefrierschrank gelegt, was das Etikett wieder kuriert. Eisigkalt, aber ohne an der Haut festzufrieren, kommt er wieder heraus. Wie ein eiskalter Wasserstrahl in der Sauna gleitet er gute zehn Minuten über die Haut. Danach bleibt er weitere zwölf Minuten kühl, was im Nacken sehr angenehm ist. Da ich kein Kältefan bin, war für mich der kühle Hautkontakt genug, doch für alle, die es eisig lieben, bietet er bestimmt ein tolles Vergnügen. Als Temperaturspeicher liegt er hinter Aluminium mit Glas auf Platz 2.
Stein porentief rein und hygienisch wertvoll
Mit unseren dreckigen Tellern legen wir den "Sacred Obsession" in die Spülmaschine. Unbeschadet und porentief rein übersteht er das 50 Grad Waschprogramm. Damit gibt es für den Punkt Hygiene die Note 1.
Der "Sacred Obsession" entpuppt sich als wunderbarer Allrounder
Aus den Einzelnoten:

Verpackung: 3
Herstellerbeschreibung: 5
Verarbeitung: 3
Wohlfühleffekt: 1
Solosex: 1
Pärchenkompatibilität: 2
Gleitfreudigkeit: 3
Temperaturspeicher: 2
Hygiene: 1
errechnet sich die Gesamtnote 2+ ...
Sie spiegelt meinen Gesamteindruck gut wieder. Stein ist ein tolles Material für Sexspielzeug mit sehr großem Potenzial. Seine Stärken liegen in der äußeren und inneren Massage sowie in einem verblüffend hautähnlichen Gefühl. Ich empfehle, ihn besonders in einem Kakaobad mit einem Stück Schokolade zu nutzen.
Er ist ein guter Temperaturspeicher und glänzt als Massagewerkzeug im gemeinsamen Vorspiel. Auch erregende Schläge kann man mit ihm präzise austeilen. Für Frauen, die wilde, kräftige Stöße mögen, ist er das perfekte Sexspielzeug.
Um diesem wunderbaren Material gerecht zu werden, könnte Saycher in Zukunft einige Herausforderungen meistern. Die Beschreibungen sind nicht blindenfreundlich. "Ausgeprägte Rillen" zu schreiben, wo "sanfte Abstufungen" stehen sollte, führt uns in die Irre. Die Abmaße könnte man genauer angeben. Die Verpackung ließe sich z.B. mit hübschem Satin über dem Schaumstoff aufpeppen und ein Toybag wäre wünschenswert.
Eine makellose Verarbeitung ohne Kerben und Kanten hätte der Stein verdient, sorgfältigeres Polieren könnte auch seine Gleitfähigkeit steigern. Ein wenig enttäuscht bin ich daher, wenn ich über die Kerben und Abstufungen fahre.
Für diese Verbesserungen würde ich auch 10 bis 20 EUR tiefer in die Tasche greifen. Im Liebesspiel allein oder zu zweit sind Steindildos von Saycher wunderbare Allrounder. Ich werde mir auf jeden Fall einen mit tiefen Rillen zulegen. Mein Freund hat einen auf der Homepage gefunden, der vom Foto her passen könnte.
Den Sacred Obsession findet ihr im Saycher Sextoy Shop
Die weiteren Luxus-Natursteindildos von Saycher
Die neuen Luxusdildos der Natursteindildohersteller Saycher hören auf so klangvolle Namen wie "Golden Grace", "Golden Sin", "Sacred Obsession" oder "Secret Delight" und sind absolute Hingucker, die mal Holz vortäuschen, wo gar keines ist (stattdessen wurde hier ein asiatischer Sandstein verarbeitet), oder an einen Besuch in einer mit Mineralien angefüllten Höhle erinnern.
Das Besondere: Alle Spielzeuge dieser Luxuslinie sind in ihrem Durchmesser frei wählbar, was dadurch begünstigt wird, dass ALLE Produkte von Saycher in Handarbeit hergestellt werden, um euren Bedürfnissen vollkommen gerecht zu werden.
Doch genug der Worte, lassen wir einfach die Bilder sprechen …


















