Der "PussyLolly" ist der Beweis, dass aus wirklich jeder Situation im Leben eine noch schrägere Idee erwachsen kann. Vier Studenten aus Berlin stehen hinter dem nach Pflaume schmeckenden Lolly für eine erwachsene Zielgruppe, leiten den zugehörigen Shop und erobern mit ihrem witzig frivolen Produkt die Welt. Uns berichteten sie, wie sie auf die Idee eines Lutschers für Oralfans kamen.
Scheißequartett, Scheiden-Eis und studentische Kreativität
Ursprünglich, das heißt vor etwa drei Jahren, taten sich zwei von uns zusammen und erfanden das sogenannte "Scheiße-Quartett"; ein Kartenspiel, bei dem 32 verschiedene Häufchen gegeneinander antreten. Anders als bei einem Auto-, Schiffs- oder Flugzeug-Quartett aus alten Zeiten kämpft man hier in den Werten Schmerzfaktor, Größe/Menge, künstlerischer Aspekt, Anzahl Abwischen, Stinkfaktor und Spülbarkeit gegeneinander. Das "Scheiße-Quartett" wurde zum Party-Kultspiel und verkaufte sich prompt viele Tausendmal.
Freunde, Verwandte und sogar die Schwiegereltern begannen uns aufgrund dessen zu glauben, dass wir nur zu gerne unsere Schnapsideen auch wirklich umsetzen und zur Marktreife bringen. Irgendwann an einem heißen Sommertag im Jahre 2010 sagte ein Freund von uns völlig zusammenhangslos: "Man, bin ich horny, ich würde jetzt alles lecken, sogar ein Scheiden-Eis!". Eine Idee war geboren und wir wollten sowieso gerade mal wieder eine Idee Wahrheit werden lassen!
Die Idee zum "PussyLolly" ward geboren
Dummerweise war uns schnell klar, dass wir als Newbies mit Tiefkühlprodukten, Tiefkühlketten und den damit verbundenen Lebensmittelvorschriften wahrscheinlich nicht besonders weit kommen würden. Genauso schnell war uns aber auch klar, was dann her müsse: Ein Lolly!
Der hält ewig und man kann ihn auch in Clubs und an anderen Orten lecken, ohne eine Kühltruhe mitnehmen zu müssen. Was uns aber wirklich gewundert hat: So ein Produkt gab es nicht in ernstzunehmender Weise! Der Begriff "PussyLolly" war im World Wide Web völlig unbeleckt! So sicherten wir uns schnell die Wortmarke und weitere Rechte und machten uns an die Arbeit.
"PussyLollys" mit Piercing, Tamponfädchen und aus Gold
Nach drei Monaten anstrengender Arbeit mit lebensmittelechtem Silikon für die Formen, Zucker, Farb- und Geschmacksstoffen, Thermometern, Zucker-Kochtöpfen, Verpackungslayout, Webdesign und einigen rechtlichen Fragen konnten endlich alle von uns den ersten Prototyp in der Hand halten und feierlich zu einem Glas Schampus lecken.
Der große Erfolg mit unserem 2x2m großen Stand auf der Venus-Messe in Berlin war für uns alle eine herrliche Aussicht auf unsere "Zukunft in der Erotikbranche". Nein, so schnell ging es dann doch nicht…
Bald fanden wir aber einen Hersteller in China, der unsere Ansprüche wunderbar umsetzte. Hierzu gehörten mittlerweile auch naheliegende Produkt-Abwandlungen mit Piercing und - nunja - sogar mit Menstruation inklusive blauem Faden und roter Lebensmittelfarbe. Selbst ein mit 33-karätigem Blattgold überzogener "PussyLolly" steht auf der Produktpalette. Dieses Einzelstück kostet aber auch stolze 1.000.000 EUR (natürlich plus 9,95 EUR Versandkosten
). Bislang jedoch unverkauft…
Der Standard "PussyLolly"
Der "PussyLolly" Menstruation
Der "PussyLolly" mit Piercing
Der goldene Millionenlolly
Lediglich eine Variante mit Fischaroma verließ nicht unser Versuchslabor: Das hochdosierte Fischaroma aus der Lebensmittelindustrie roch dermaßen widerlich, dass wir allesamt fluchtartig den Raum verließen und die Idee ersatzlos verwarfen. Hier konnten wir der Natur einfach nicht näher kommen, als wir es eh schon waren.
Der "PussyLolly" erobert die Welt
Das ist der Stand der Dinge, 18 Monate nach dem doofen "Scheiden-Eis-Spruch" des Kommilitonen. Die ersten zehntausend Lollys sind auf dem Weg in die USA, wo ein Großkunde die "Pussy-Revolution" in den prüden Staaten anheizen will. Den Versand haben wir an einen Dienstleister mit Warenlager abgegeben, so können wir uns wieder auf unsere Studiengänge konzentrieren… Oder auf die schönen Dinge des Lebens, denn wir lassen es uns nicht nehmen, uns auf Berliner Aftershowpartys zu schleichen und die deutsche Prominenz mit "PussyLollys" auszustatten, wie man auf unserem Facebook-Profil www.facebook.com/LollyTeam sehen kann!
Wer kommt nur auf solche Ideen?
Dass eine so verrückte Erfindung wie der "PussyLolly" eines Tages unseren Lebensunterhalt bestreiten kann, bezweifeln wir, auch wenn die Produktentwicklung in der Erotikbranche verlockend zu sein scheint. Aber wer weiß, was noch kommt!? Weitere Ideen sind noch nicht in der Umsetzung, hierfür bedarf es wahrscheinlich einer weiteren Schnapsidee, die aber bisher ausblieb. Vielmehr beschäftigen wir uns derzeit allgemein mit der Frage, wie wir das in ferner Zukunft eigentlich unseren Kindern beibringen sollen…
Doch wer sind wir denn eigentlich? Wir sind 24 (Sander), 26 (Darius) und 29 (Linus und Daniel) und treiben uns im Bereich der FU und der HU in Berlin herum, wo wir alle leben und studieren. Biochemie, Politikwissenschaft, Elektrotechnik und VWL stehen auf unseren Stundenplänen. Wenn diese uns nicht vollständig einnehmen, gehen wir viel weg und fröhnen gemeinsam dem Bier und dem Jägermeister. Denn so entstanden ja auch die anderen Ideen!
Die eleganteste Weise zu lecken
Wer will lecken?
Wir durften ja bereits fünf "PussyLollys" bei unserem Weihnachtsgewinnspiel verlosen. Für euch legten die "PussyLolly" Macher noch einmal nach und stellten uns 10 ihrer Lollys für euch zur Verfügung.
Wer einen der "PussyLollys" gewinnen möchte, muss uns einfach nur folgende Frage beantworten:
Wie hieß nochmal der berühmte Detektiv aus Manhattan mit Glatze und extremer Vorliebe für Lollys?
Gesucht war KOJAK. Die Gewinner wurden im angeschlossenen Thread bekannt gegeben.

















