Kiss me! ist ein Brettspiel für Paare, die neuen Schwung in ihr Liebesleben bringen möchten. So wird das Spiel zu einer erotischen Gelegenheit, sich gegenseitig neu zu entdecken. Mit verschiedenen Einsatzkarten spielen beide um Belohnungen und versuchen, Bestrafungen zu entgehen.
Ob das Spiel tatsächlich neuen Pep in die Beziehung bringt, wollten wir natürlich genauer wissen. Mel & Mathias haben das Spiel für euch einem ausgiebigen Test unterzogen.
Die Bewerbung als JOYclub-Tester
Da sich bereits der Titel Kiss me! sehr verlockend anhörte und wir trotz der Suche im Internet keinen Testbericht über dieses Paarspiel finden konnten, war unsere Neugierde natürlich umso größer und wir bewarben uns als Testpaar. Allerdings sahen wir unsere Bewerbung weniger als Test, sondern eher als eine Bereicherung für unsere junge Ehe.
Bisher hat sich die Gelegenheit für uns einfach nicht ergeben, ein erotisches Brettspiel zu spielen. Umso mehr freuten wir uns natürlich, dass wir diejenigen sein sollten, die das erotische Paarspiel Kiss me! testen sollten. So begann für uns voller Vorfreude die Zeit des Wartens, bis das Spiel endlich bei uns eintraf.
Kiss Me!
Da die Verpackung nicht wirklich Aufschluss darüber gibt, was sich genau hinter dem Titel Kiss me! verbirgt, wurde es auf der Stelle aufgemacht und erkundet. Allerdings hatten wir uns drauf geeinigt, lediglich die Spielanleitung zu lesen jedoch keine der Spielkarten, um den Überraschungseffekt zu erhalten. Schließlich wäre es doch schade, wenn man schon vor Spielbeginn genau weiß, worauf man sich einlässt und was einen erwartet.
Folgendes fanden wir außerdem vor: Spielanleitung, Spielbrett, 2 Spielfiguren, 1 Notizblock, 1 Bleistift, 2 Drehräder, 1 Augenmaske, 162 Karten (104 Aufgaben, 32 Belohnungen, 26 Strafen)
Spielvorbereitung
Als aller erstes haben wir natürlich die Spielanleitung gelesen. Dann wurden all die nötigen Dinge bereit gelegt, die wir laut Anleitung für das Spiel benötigen würden, wie z.B. Eiswürfel, leckeres Getränk, Obst usw.
Da wir die Karten nicht gelesen hatten, die Spielanleitung selbst schon sehr interessant klang und auch keinerlei Fragen zum Ablauf des Spieles offen ließ, waren wir nun sehr gespannt, wie das Spiel verlaufen würde.
Das einzige, was wir beide von Anfang an definitiv wussten und das einen besonderen Reiz auf uns ausübte, war, dass der Gewinner seine Belohnungskarten innerhalb von 7 Tagen einlösen darf.
Das Spielgeschehen
Nachdem nun endlich alle nötigen Vorbereitungen getroffen waren und wir es uns mit etwas Musik gemütlich gemacht hatten, waren wir sehr darauf versessen, endlich mit dem Spiel zu beginnen.
Die Spielanleitung lag neben uns auf den Tisch, da auf der Rückseite alle nötigen Felder kurz erklärt waren. Somit konnten wir jederzeit einen kurzen Blick drauf werfen, wenn wir uns nicht ganz sicher waren was das Feld jetzt eigentlich bedeutet bzw. was zu machen war.
Wir hatten das Spiel gerade begonnen und waren noch nicht all zu viele Felder vor gerückt, schon mussten wir feststellen, dass sich manche Aufgaben nicht lösen lassen. Zumindest zu Anfang des Spieles nicht! So sollte einer von uns dem anderen eine Belohnungskarte klauen. Aber wie sollten wir das anstellen, wenn wir noch gar keine besaßen? Seltsam seltsam.
Ziemlich schnell wurde uns auch bewusst, dass das Spiel nicht sehr abwechslungsreich ist. Meistens landet einer auf dem Feld mit dem Symbol für eine Aufgabenkarte, was natürlich irgendwann an Reiz verlor, weil zumeist der jeweils andere den Nachteil daraus zog. Manche Karten ließen sich auch von uns überhaupt nicht beantworten, weil wir für gewisse Fragenstellungen einfach noch nicht lang genug zusammen sind.
Es gab allerdings auch Aufgaben, die gemeinsam gelöst werden mussten und wo derjenige gewinnen sollte, der die meisten Antworten hat bzw. sich an die Symbole etc. am besten erinnern konnte. Bei Gleichstand hatte jedoch keiner etwas davon, was auch sehr schade war. Da haben wir diese Aufgabenkarten kurzerhand so geändert, dass wir beide einen Gewinn daraus ziehen konnten, auch wenn das mit dem eigentlichen Spielgeschehen nichts zu tun hatte. Schließlich handelt es sich ja um ein Paarspiel, das etwas Abwechslung in die Beziehung bringt.
Nach ungefähr 1 ½ Stunden war das Spiel auch schon vorbei und wir waren schon etwas enttäuscht von der ganzen Sache.
Unser Fazit
Trotz anfänglicher Startschwierigkeiten, verlief das eigentliche Spiel doch sehr angenehm, wenn es auch relativ kurz war für einen erotisch prickelnden Abend, den wir eigentlich erwartet hatten. Der Prickelfaktor war auch während des Spiels nicht so hoch, wie man es von einem erotischen Paarspiel erwarten würde.
Der Titel des Spieles verlockt wesentlich mehr als der eigentliche Spielablauf und der Kaufpreis von ab ca. 30 Euro wäre es uns keineswegs wert.
Trotzdem hat es uns viel Freude bereitet, das Spiel für euch zu testen, auch wenn wir etwas mehr davon erwartet hatten.















