JOYclub ist auch dieses Jahr wieder dabei und lädt euch alle ein, die VENUS 2012 (vom 18. - 21. Oktober 2012) in Berlin zu besuchen. In der Swingerarea trefft ihr uns, interessante Swingerclubs, Veranstalter und Angebote aus dem erotischen Lifestyle! Ab sofort erfahrt ihr hier das Neueste zu unserem Auftritt auf der Venus.
VENUS 2012 in BerlinSeite 1
Was wir auf der Venus erlebtenSeite 2
Wir sind auf der Venus angekommenSeite 3
Klaus Goldberg, Venusfan der ersten Stunde, im InterviewSeite 4
Ihr seid JOYclubSeite 5
Weitere Informationen zur 16. Venus mit dem JOYclubSeite 6
Unser Fazit zur 16. Venus
Das war sie also, die Venus 2012. Für den JOYclub begann sie mit einem ziemlich herben Dämpfer organisatorischer Art, der uns so manchen Nerv kostete und ein etwas befremdliches Licht auf die Organisation der Messe warf. Dies wurde noch durch diverse Gespräche mit anderen Ausstellern verschärft, die ähnlich misslungene Starts in die neue Venus erleben mussten. Vom selbst zu verlegenden Standteppich bis hin zu fehlendem Strom schien kein Problemherd ausgelassen worden zu sein.
Im Verlauf der Venus besserte sich dieser erste negative Eindruck aber deutlich. Zwar klemmte es hier und da immer noch ein wenig, aber das ist für eine Messe in der Größenordnung der Venus sicherlich nichts Ungewöhnliches.
Dennoch muss sich die Venus die Frage gefallen lassen, ob so eine gelungene Kundenbindung ausschaut. Denn im Grunde kann sich die Venus allmählich nicht mehr erlauben, noch mehr Aussteller zu verlieren. Wie 2011 waren nämlich auch in diesem Jahr die Ausmaße der Venus mehr als enttäuschend. Von einer der größten Erotikmessen der Welt erwartet man etwas mehr als effektiv fünf mehr oder weniger gut bestückte Hallen, von denen die Interessanteste – nämlich der B2B Bereich – für die meisten Besucher nicht einmal einsehbar war, wodurch sich die Hallenanzahl für den Ottonormalverbraucher auf vier reduzierte. Und davon beherbergte eine Halle den eher winzigen und weniger frequentierten Fetischbereich. Zumindest war dieser dieses Jahr wieder etwas stilvoller ausgestaltet und konnte einige Anbieter mehr als im Vorjahr aufweisen. Ein wirklich gelungenes Abbild des Begriffes "Fetisch" war dieser Bereich aber dennoch nicht. Es sei denn, Fetisch besteht nur aus Lack, Leder und Peitschen …
Die thematisch gegliederte Erotikmesse
Ansonsten muss man konstatieren, dass das Bemühen, die Messe thematisch zu gliedern, dieses Jahr noch stärker durchgesetzt wurde als bei der letzten Venus und bei der Orientierung auf der Messe durchaus half. Warum dann aber bestimmte Aussteller wie GGG nicht im Bereich Pornostars und –produzenten verortet wurden, bestimmte Fetischläden nicht im Fetischbereich standen oder die Amateurpornosternchen teils etwas sehr wild über die Messe verteilt wurden – man weiß es nicht.
Auch wirkten manche Bereiche etwas sehr willkürlich zusammengewürfelt. Und dass es nicht viel bringt, ein erklärungsintensives Produkt wie einen Swingerclub, Swingerreisen oder unseren JOYclub in einer Halle zu parken, in der die Umgebungslautstärke jedwedes vernünftige Gespräch vollkommen unmöglich macht, sollte man bei der Venus auch schnellstens einsehen.
Ein Rundgang über die Venus
Wandern wir doch kurz über die Venus und beginnen bei der Showbühne: Hier stiegen immer zur vollen Stunde diverse Stripshows, Deutschlands Super Po wurde gekürt und eine Band spielte locker flockig auf. Man versuchte also einiges an Abwechslung zu bieten und die Shows waren auch durchweg gut besucht. Eine Enttäuschung war dagegen der Rest der Halle, der ziemlichem Tand und Ramsch vorbehalten war. Und obwohl aufgrund der Shows beständig Besucher durch diesen Bereich strömten (und das nicht zu knapp), blieben kaum Kunden an diesen Ständen stehen.
Es schloss sich eine kleine Fressmeile an, wo ein simpler Mini-Hot-Dog schon einmal mit 3,20 EUR zu Buche schlug! Darauf folgte die Halle, in der auch wir untergebracht waren. Gemeinsam mit der Rotlichtarea und der Amateurarea. Hier war allgemein immer Highlife angesagt und man hatte das Gefühl, dass diese Halle immer die vollste, lauteste und stickigste überhaupt war. Witzigerweise passten diese Bereiche teilweise nicht einmal ansatzweise zusammen. Etwa beschwerten sich die Rotlichtmeilenstände, dass aufgrund der benachbarten Swingermeile viel zu viele, für sie vollkommen uninteressante Paare durch ihre Area flanierten. Auch hier bedarf es definitiv noch an Feintuning.
An unsere Halle schloss sich der eher enttäuschende Fetischbereich an, auf dessen Showbühne aber zumindest diverse nette Shows stattfanden. Unter anderem auch von unserem JOYclub-Venus-Teammitglied Ater Crudus, dessen Begleitung hier eine wunderschöne Soloshow präsentierte! Die nächste Halle war sehr pornös angehaucht. Pornostars und –sternchen gaben sich hier in schneller Folge die Klinke in die Hand. Leider fehlte es an internationalen Stars und damit verbundenem Glamour. Mal wieder. Die in der Halle befindliche Ladies Area war auch eher ein konzeptioneller Schnellschuss. Ein abgegrenzter Menstripbereich, der von ein oder zwei Kosmetikständen flankiert wurde. Eine Messe, die sich gerne mehr an Frauen und Paare richten möchte, sollte dann doch anders aussehen! Insbesondere wenn man bedenkt, dass dieses Jahr überdurchschnittlich viele Paare die Venus besuchten.
Daran schloss sich die Intimate an, der Bereich, wo sich die Shops trafen und Geschäfte getätigt wurden. Und damit der Bereich, von dem man sich einiges hätte versprechen können und sollen. Leider waren selbst in diesem Bereich echte Neuerungen absolute Mangelware. Sogar alteingesessene Venusaussteller wie Fun Factory blieben diesmal der Messe fern und beehrten, wie viele andere auch, die Konkurrenzmesse im B2B Bereich: Die "Erofame". Insgesamt eine ziemlich traurige Entwicklung, denn dass die Venus auch seriös kann, also als Anbietermesse bestehen könnte, bewies sie mit ihrer lichtdurchfluteten, leisen, übersichtlichen Businesshalle.
Kurzum, man bot in den Venushallen eine bunte Mischung: Vom minderwertigen Plunder bis zum hochwertigen, superteuren Sextoy, vom kommenden Amateurpornosternchen bis zum etablierten Pornostar, dazu erstaunlich viel erotische Kunst, den köstlichen Penismaler Pricasso und sogar einen Anbieter von Whirlpools! Ähnlich durchmischt war dann auch das Publikum. Hier war vom wirklich peinlichen Muschisuchfotografen bis zum relaxed über die Venus schlendernden Pärchen alles vertreten. Leider auch stark alkoholisierte Jugendliche, deren Aggressionspotential teils echt unterschätzt wurde. Auch hier sollte man überlegen, ob es sinnvoll ist, Alkohol auszuschenken, bis die Besucher nicht mehr stehen können.
Der JOYclub auf der Venus
Was wir auf der Venus erlebt haben, konntet ihr ja Tag für Tag anhand unserer Berichterstattung mitverfolgen. Uns fällt es etwas schwer, ein rein positives oder ein rein negatives Fazit zu ziehen. Wir fanden es einfach schade, dass im JOYclub nicht genug Interessenten zu finden waren, die mit uns eine schöne JOYclub-Area hätten befeuern können. Die Erfahrungen bei unserer Anreise erdeten unsere Vorfreude dann noch einmal beachtlich. Doch im Verlauf der Venus begannen sich die negativen Eindrücke aufzuhellen. Das lag zum einen an dem JOYclub-Venus-Team vor Ort, das mit viel Spaß an der Sache zu Werke ging! Vielen Dank an alle Beteiligten und vor allem an unsere "Gastmitarbeiter" Ero Chains und Ater Crudus, die mit ihren Shows zu echten Publikumsmagneten wurden. Auch Gaststars wie Der Freak, Lena Nitro, Texaspatti und Linette Suzette sowie Miss Eve und Guido Thomasi sei an dieser Stelle herzlich gedankt.
Der andere Grund seid freilich ihr! Uns freute sehr, dass unser Konzept vom Treffpunkt für unsere JOYclub-Mitglieder mehr als positiv angenommen wurde und wir haben uns über eure Besuche mehr als nur gefreut. Wir entschuldigen uns auf diesem Wege bei allen, die von den Give Aways nichts mehr abbekommen haben, aber leider gingen diese schon am Samstag zur Neige.
Und gleichzeitig ist die Messe für uns auch Ansporn, unvermindert weiter zu machen, denn erstaunlich viele Messebesucher kannten den JOY noch nicht. Das muss sich freilich ändern. Vielleicht auch mit Hilfe der nächsten Venus?
Es ist viel zu tun …
Es gibt also viel zu tun. Vor allem für die Venus! So manches Mal hatte man den Eindruck, als sei die Messe einfach satt. Als habe sie es in bestimmten Bereichen gar nicht mehr nötig, tätig zu werden. Der Umgang mit manchem Aussteller sprach dahingehend Bände. Auch die Reaktion auf manche Beschwerde ließ teils sehr lange auf sich warten. Und vielleicht sollte man allgemein mal das Verhalten gegenüber den Ausstellern überdenken! Viele Sextoyanbieter haben dahingehend schon ihre Konsequenzen gezogen und nutzen Konkurrenzmessen. Wenn diese Entwicklung vorhält und auf andere Bereiche überschwappt, dann schafft sich die Venus irgendwann selbst ab. Denn ohne Aussteller keine Messe. Und das wäre schade, denn dass das Interesse an der Venus nach wie vor gigantisch ist, zeigte der Samstag, an dem die Menschenmassen schier nicht abreisen wollten. Kurzum: Frische Ideen müssen her. Eingeschlagene Richtungen müssen konsequenter umgesetzt werden. Und Herzblut und Engagement sollten wieder mehr sprühen!
Auf der nächsten Seite erhaltet ihr einen Überblick über unsere Erlebnisse auf der Erotikmesse.
















