05.10.2011

Sex & Erotik geballt auf der 15. Venus Erotikmesse

Alle Informationen zur weltgrößten Messe zu den Themen Sex und Erotik

Wir ziehen ein abschließendes Fazit in Sachen 15. "Venus" ...

Ab 29. September 2011 war es wieder soweit! Zum nunmehr 15. Mal öffnete die Erotikmesse unter dem Berliner Funkturm ihre Tore für Besucher und Fachleute aus aller Welt! Wir haben euch in diesem Artikel peu a peu über die Highlights der Messe und das Mitwirken des JOYclubs an selbiger informiert.

Die 15. "Venus" in Berlin
Die 15. "Venus" in Berlin

Ein letzter Rundgang über die Venus

Die 15. Venus ist vorbei. Die weltgrößte Erotikmesse überhaupt und wir waren mittendrin, wie ihr auf den weiteren Seiten dieses Artikels sehen könnt. Nach einigen Tagen der Erholung und der Sammlung wollen wir ein Fazit wagen und laufen gemeinsam mit euch gedanklich die Venus noch einmal ab

Hereinspaziert! Das Tor zur weltgrößten Erotikmesse.
Hereinspaziert! Das Tor zur weltgrößten Erotikmesse.

Der Eingangsbereich

Der Eingangsbereich. Ausgangspunkt für die Venustour.
Der Eingangsbereich. Ausgangspunkt für die Venustour.

Dieser platzte vor allem Freitag, Samstag und Sonntagmittag schier aus allen Nähten. Höhepunkt war freilich der Samstag, an dem man das Gefühl hatte, ganz Berlin müsse auf der Venus unterwegs sein. Der Donnerstag, der seit einiger Zeit auch für den regulären Messeverkehr geöffnet ist, war eher ein sehr ruhiger Tag. Sehr günstig für diverse Business to Business Gespräche und freilich ein schöner Probelauf für noch nicht so erfahrene Messeaussteller wie den JOYclub. Insgesamt sollte man bei der Venus aber über den Zuschauerzuspruch recht glücklich sein.

Der Besucheransturm wirkte ungebrochen ...
Der Besucheransturm wirkte ungebrochen ...

Die Amateurhalle von "My Dirty Hobby"

Ein eindeutiger Schritt nach vorne ... die My Dirty Hobby Halle.
Ein eindeutiger Schritt nach vorne ... die My Dirty Hobby Halle.

In der Eingangshalle halten wir uns nun gedanklich rechts und betreten die "My Dirty Hobby" Halle, bei der man bei Betreten einfach nur "Wow" denkt. Aufgemacht wie eine riesige Großraumdisco ist diese Halle im Vergleich zum Vorjahr eine wahre Augenweide. Dementsprechend bestätigt fühlte ich mich auch in meiner teils harschen Kritik des Vorjahres. Denn wenn die Halle im letzten Jahr so toll war, wie mir im Diskussionsverlauf zur letztjährigen Messe weisgemacht wurde, hätte man den neuen Auftritt niemals so extrem überarbeiten müssen.

Alles war in stilvollem Rot gehalten, die Bereiche der Amateursternchen ähnelten keinen Hühnerkäfigen mehr, die Bühne war kongenial von allen Seiten einsehbar, eine gemütliche und hochmodern gestaltete Lounge lud zum Verweilen ein und eine gigantische Bühne für die DJs machte nur Staunen. Hier wurden wirklich viele Kritikpunkte des Vorjahres aufgenommen und ordentlich nachgebessert.

Die coole Lounge von My Dirty Hobby.
Die coole Lounge von My Dirty Hobby.

So machte es auch viel mehr Spaß auf die Amateursternchen zuzugehen und mit ihnen zu schnacken oder sich nur die Ausschnitte aus ihren heißen Filmchen anzusehen, die im Hintergrund an jedem Stand liefen. Die Amateure waren durchweg sehr freundlich, auskunftsbereit und sehr flott beim Autogramme schreiben oder beim Posieren.

Dennoch gibt es auch Kritik. Punkt eins: Das Konzept Großraumdiscos wurde nicht nur optisch umgesetzt, sondern auch lautstärketechnisch. Teils hatte man Probleme, zum Eingang hineinzukommen, weil man das Gefühl hatte, gegen eine Wand aus Sounds und Bässen zu laufen. Immer wieder hörte man von Besuchern, dass sie diese Halle teils sehr eilig verlassen haben, weil es einfach viel zu laut war.

Die gigantische DJ-Bühne.
Die gigantische DJ-Bühne.

Punkt zwei: So stylisch die Aufmachung auch war … dieses Perfekte im Auftritt, es kollidiert komplett mit meiner Vorstellung von Amateurpornographie. Diese lebt von dem Authentizitätsanspruch, davon war hier nicht viel zu spüren. Es war eher eine große Sause, bei der sogar Gästen der Rum direkt aus Flaschen eingeflößt wurde. Die große Frage ist nun: Sind die Partypeople, die man mit solchen Aktionen erreicht, wirklich jene, die auch in die Plattform investieren werden? Ich kann es mir nicht wirklich vorstellen.

Dennoch, in Sachen "My Dirty Hobby" kann man durchaus ein positives Fazit ziehen. Es ist definitiv noch Luft nach oben da und auch konzeptionell sollte man noch einmal über den Auftritt sinnieren, aber insgesamt wurde hier die Kritik angenommen und umgesetzt!

Eine der Amateurshows.
Eine der Amateurshows.

Die Showbühne

Die Showbühne wird bespaßt.
Die Showbühne wird bespaßt.

Verlassen wir "My Dirty Hobby" und halten uns im Eingangsbereich erneut rechts, kommen wir in den Showbühnenbereich. Hier ging es ordentlich zur Sache. Heiße Shows stiegen in regelmäßigen Abständen und schienen von Tag zu Tag schärfer zu werden. Zwischen den Shows verteilte der Moderator des Bereichs immer wieder Sexspielzeug und DVDs unter den Zuschauern, so dass jenen durchgängig etwas geboten wurde. Auch das Ambiente und die Atmosphäre dieser Halle waren top!

Dafür gingen die Stände in diesem Bereich gefühlt komplett unter. Leider, denn hier gab es durchaus einiges zu sehen. Im letzten Jahr war hier die Fetisch-Area untergebracht, wo sich alles harmonisch ins Gesamtkonzept der Halle einfügte. Das hatte man dieses Jahr nicht so recht geschafft.

Gingen leider etwas unter: Die Stände rund um die Showbühne...
Gingen leider etwas unter: Die Stände rund um die Showbühne...

Und als Gast, der jeden Tag vor Ort sein durfte, fehlte es mir persönlich SEHR an Abwechslung. Ich habe bei meinen zahlreichen Besuchen insgesamt gerade einmal vier verschiedene Damen beim Strippen und bei Dildoshows beobachtet (und jene eben mehrmals), die obendrein allesamt sehr ähnlich abliefen … Ich kann nur vom letzten Jahr sprechen, als in diesem Bereich deutlich mehr los war und auch einige Pornostargäste der Venus die Bühne nutzten, um sich ihren Fans hüllenlos zu präsentieren …

Auch die Auslagerung des Menstrips ausschließlich in den Ladys Only Bereich war nicht die beste Idee und der Abwechslung sehr abträglich.

Hier war ich eher enttäuscht …

... dabei gab es hier einiges zu entdecken.
... dabei gab es hier einiges zu entdecken.

Halle 18, wo der Bär steppte

Einmal durch Halle 18 in vier Minuten

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Das Video gibt einen kurzen aber guten Eindruck davon, wie Halle 18 "funktioniert". Es ist laut, voll und alles verkommt zu einem seltsamen Brei an Eindrücken. Unser Weg führt auch durch die Swinger-Area. Also wenn ihr einmal da durchlaufen wollt, habt ihr jetzt die Möglichkeit.

 
Immer wieder ein Hingucker: Der Fundorado Bus
Immer wieder ein Hingucker: Der Fundorado Bus

Verlassen wir die Showbühne wieder Richtung Eingangshalle und halten uns wieder rechts, gelangen wir in Halle 18. Die Halle, die im Grunde das repräsentiert, was man von der Venus inzwischen erwartet und wofür sie berühmt berüchtigt ist. Musik so laut wie startende Düsenjets, eng an eng gedrängte Menschen, vielfältigste Stände, Fotografentrauben, menschliche und teils nicht mehr einzuordnende Gerüche und immer wieder nacktes Fleisch …

Die Anordnung der Stände kann man als bunte Mischung bezeichnen oder schlicht als Konzeptlosigkeit. Hier und da wurde nicht wirklich ersichtlich, warum dieser Stand nun hier stand und jener da. Mehr thematische Bereiche a la "Fetisch-Area", "Swinger-Area" usw. täten hier wirklich Not und würden die Übersicht drastisch erhöhen.

Ein Teil der Red-Light-Area: Die Rotlicht-Showbühne
Ein Teil der Red-Light-Area: Die Rotlicht-Showbühne

Absolut genial wurde wie im letzten Jahr die "Red-Light-Area" von den Leuten angenommen. Und die Aussteller in diesem Bereich wussten wirklich, wie sie die Leute zu ihren Ständen ziehen konnten. So brechend voll wie deren Gang war kaum ein anderer auf der Messe.

Dennoch ist Halle 18 in ihrer gesamten Anlage mit Sicherheit der Bereich, der am gründlichsten überdacht gehört. Über das "Wieso?" werde ich im Fazit eingehen.

Die Swingerclub-Area und der JOYclub auf der Venus

Super Gäste: Lena Nitro und Ero_Chains
Super Gäste: Lena Nitro und Ero_Chains
Die Swinger-Area im Belagerungszustand.
Die Swinger-Area im Belagerungszustand.

Was wir auf der Venus alles erlebt haben und was wir veranstaltet haben, um euch zu uns zu locken, haben wir ja in unseren Berichten von der Messe immer wieder berichtet. Natürlich fällt es etwas schwer, über unseren Stand als Beteiligter ein neutrales Fazit zu ziehen, aber ich versuche es einmal:

Zunächst einmal wurde das Konzept des Standes, ein Treffpunkt UND eine Bühne für Mitglieder aus dem JOYclub zu sein, meines Erachtens hervorragend umgesetzt und obendrein richtig gut angenommen. Andere Standbetreiber lobten den Ansatz rundweg und fanden ihn zugleich sehr faszinierend. Deshalb bleibt mir an dieser Stelle auch nicht viel mehr, als mich im Namen des gesamten JOYclub-Teams bei all unseren Besuchern und unseren Showprogrammbestreitern ganz herzlich zu bedanken.

Das JOYclub-Stand-Team.
Das JOYclub-Stand-Team.

Auch die Aufmachung des Standes kam allgemein gut an und die Tatsache, dass er im Vergleich zum Vorjahr – für uns Standbetreiber fast schon zu – riesig war, machte ihn als Anlaufpunkt nur noch geeigneter. Doch auch wir haben noch Luft nach oben. Wir haben gelernt, was mit unserem grundlegenden Standansatz funktioniert und was gar nicht geht. Wir wissen jetzt, wo wir technisch nachlegen müssen (ein großes Sorry vor allem an unseren Der_Freak) und wie wir unseren Stand noch mehr aufwerten können.

Und sicher haben wir auch erfahren müssen, dass wir personell vermutlich andere Ansätze fahren müssen, denn rein erschöpfungstechnisch sind mehrere Tage mit 11 Stunden Dauerbeschallung aus allen Richtung mehr als anstrengend. Weshalb dann auch ein paar Momente der leichten Demotivation auszumachen waren …

Lustige Nachbarn: Das Fun and JOY
Lustige Nachbarn: Das Fun and JOY

Wir werden auf jeden Fall versuchen, so viele Erkenntnisse wie möglich in einen eventuellen weiteren Auftritt umzusetzen und sind auch für konstruktive Hinweise – zum Beispiel im hier angehangenen Diskussionsthread - dankbar.

Zumindest kann man die neue Swingerclub-Area als interessanten Neuzugang im Venusumfeld betrachten. Es wäre schön gewesen, hätten sich mehr Swingerclubs eingefunden. Doch zumindest waren die anwesenden Clubs mit viel Engagement dabei, wobei vor allem Milkersdorf und der Fun and JOY herausragten. Hier sind dann auch echte kleine Messefreundschaften entstanden.

Kleine Stärkung gefällig?

Verlassen wir die Halle 18 in Richtung "B 2 B Halle", laufen uns diverse Möglichkeiten über den Weg, um uns zu stärken. Im Vergleich zum Vorjahr hat man hier allerdings heftig abgespeckt! Stand hier im letzten Jahr noch ein riesiger Bereich zum Sitzen und Essen zur Verfügung und war auch das Angebot mehr als nur vielfältig, reichte es diesmal nur für einen großen Stand mit Wienern, Buletten und Bockwürsten, einen Hot Dog Stand und einer Art Küche für Currywurst in allen Größen und Formen. Die Preise waren zwar hoch (Currywurst mit Pommes 6,20 EUR) aber noch halbwegs im Rahmen.

Die Business to Business Halle

In der Business to Business Halle wurde die Venus eröffnet.
In der Business to Business Halle wurde die Venus eröffnet.

Frisch gestärkt fahren wir nun mit der Rolltreppe in den Business to Business Bereich hinab. Dieser Bereich war – im Gegensatz zum letzten Jahr – vollkommen den Fachbesuchern vorbehalten, weshalb dem normalen Messebesucher der Zugang konsequent verweigert wurde. Die Halle hatte dann auch echtes Fachhandelsmessenflair. Hell, ruhig und klar strukturiert war dieser Bereich ideal, um Geschäftsdeals anzuleiern und neue Vertriebspartner kennenzulernen.

Micaela Schäfer posiert in der B 2 B Halle.
Micaela Schäfer posiert in der B 2 B Halle.

Leider war dieser Bereich dann auch mit der einzige, in dem man wirklich etwas zu sehen bekam! Denn hier beherrschte nicht der Billigsexspielzeugkram aus Halle 18 die Szenerie. Stattdessen fand man hier echte kleine Highlights, bei denen man häufiger stehen blieb, um die Optik zu genießen oder sich erklären zu lassen, wie diese Spielzeuge denn nun funktionieren. Doch leider bekamen die normalen Besucher davon eben gar nichts mit. Schade …

In dieser Halle stiegen dann auch diverse Seminare, die Pressekonferenz zur Eröffnung der Venus wurde hier abgehalten und eine Web-Area fand man hier ebenfalls vor. Diese diente aber mehr zum Erholen … hatte ich den Eindruck.

Die Pressekonferenz stieg auch in der B 2 B Halle. Das war auch der Ort für die Seminare des Wochenendes.
Die Pressekonferenz stieg auch in der B 2 B Halle. Das war auch der Ort für die Seminare des Wochenendes.

Sieht so die Venus der Zukunft aus?

Wirklich interessante Toys hielten sich bei der diesjährigen Messe in Grenzen.
Wirklich interessante Toys hielten sich bei der diesjährigen Messe in Grenzen.

Fahren wir die Rolltreppen wieder hinauf und halten uns links, gelangen wir in die letzte Halle und stehen inmitten dessen, was man sich vielleicht von einer modernen Erotikmesse erwarten würde. Diese ist ein Mischmasch aus der Partyhalle 18 und dem Business to Business Bereich. Ordentlich strukturiert, hell, maximal ganz leise Musik, sehr zurückhaltende Showeinlagen, eben eine Atmosphäre, in der man sich auch normal unterhalten kann, Informationen aufnehmen kann und dennoch seinen Spaß hat. So und nicht anders sollten zukünftige Messen aussehen …

Pornoking Pierre Woodman (rechts) war ebenfalls in dieser Halle untergebracht.
Pornoking Pierre Woodman (rechts) war ebenfalls in dieser Halle untergebracht.
Vom Publikum heftig vernachlässigt: Der Fetischbereich.
Vom Publikum heftig vernachlässigt: Der Fetischbereich.

In der gleichen Halle gelangte man dann zur wohl größten Enttäuschung der Messe - zumindest was den Publikumszuspruch anging. Am weitest entfernten Punkt hatte man die "Fetisch-Area" untergebracht. Hier fand man einige Stände und eine Showbühne, eine viel zu große freie Fläche für Showpublikum und noch ein Bewirtungsstand. Die Lichtverhältnisse hatte man wieder deutlich zurückgefahren und es hatte nicht einmal für Teppich auf dem langweilig grauen Hallenboden gereicht.

Der Fetisch-Bereich zog trotz leckerer Shows kaum Zuschauer an.
Der Fetisch-Bereich zog trotz leckerer Shows kaum Zuschauer an.

Optisch war dieser Bereich eine riesige Enttäuschung, vor allem im Vergleich zum Vorjahr. Die ausstellenden Stände bedienten dann die BDSM-Standards (Echte Besonderheiten suchte man hier wie in den anderen Hallen wahrlich mit der Lupe) und der Zuschauerzulauf war – auch bei den teils sehr gelungenen Shows! – eine einzige Enttäuschung. In Zukunft sollte man diesen Bereich nicht so ungünstig verstecken und etwas "liebevoller" aufmachen.

Unser Stylefetisch sorgte mit seinen Fickmaschinenshows für kleine Höhepunkte im Fetisch-Bereich.
Unser Stylefetisch sorgte mit seinen Fickmaschinenshows für kleine Höhepunkte im Fetisch-Bereich.

Tja, und damit sind wir auch schon durch …

Fazit zur 15. Venus

In diese Käfige hätte mancher Gast gehört ;)
In diese Käfige hätte mancher Gast gehört ;)

Im Diskussionsthread zur Messe klingt es bereits von einigen Usern an. Die Venus gelangt mehr und mehr an einen Scheideweg und sie wird sich bemühen müssen, ein neues Profil zu entwickeln. Man wird allmählich einsehen müssen, dass die Zeit, wo Erotikmessen eine Art Selbstläufer waren, definitiv vorbei sind. Dabei geht es gar nicht einmal so sehr um die Publikumsströme.

Vielmehr bereiten mir als Beobachter die Aussteller Sorgen! So wenige interessante Neuheiten wie dieses Jahr gab es vermutlich noch nie auf der Venus zu sehen. Nicht einmal im Business to Business Bereich konnte man eine Art Trend ausmachen, der eventuell den Erotikmarkt im nächsten Jahr vereinnahmen könnte. Im letzten Jahr war dies eindeutig 3D, doch wie allgemein scheint das Interesse an dieser Technik auch auf dem Sexmarkt heftig abgeflaut zu sein. Wenn ich drei 3D Bildschirme auf der gesamten Venus gesehen habe, waren das viele …

Lena Nitro und Celina Davis am JOYclub-Stand.
Lena Nitro und Celina Davis am JOYclub-Stand.

Doch warum sollten auch Trendsetter auf der Venus zugegen sein? So harsch die Frage klingen mag, so einleuchtend wird sie für jeden Ottonormalbesucher der Venus erscheinen. Denn wie die "My Dirty Hobby" Halle muss sich die Venus ganz dringend die Frage stellen, ob die Generation Porno oder partygeile Jugendliche, die sich auf der Venus zuschütten wollen und nebenbei nackte Frauen begrabschen, wirklich das Zielpublikum einer Erotikmesse sind bzw. sein sollen. Und so wird mancher Aussteller nach dieser Venus ganz sicher zweimal über eine erneute Teilnahme an der Venus nachdenken.

Es wird Zeit, das Ruder herumzureißen und sich wieder auf jene zu konzentrieren, die auch wirklich am Erotikmarkt interessiert sind! Die Spielzeuge in die Hand nehmen wollen, die sich beraten lassen wollen, die mehr erleben wollen, als nur in einem Online Shop Texte zu lesen und dann zu bestellen. Doch jene lockt man nicht mit einer Halle 18! Hier wird es notwendig, mehr in Richtung Stil und Niveau zu denken.

Kreischalarm inklusive ... der Ladys Only Bereich.
Kreischalarm inklusive ... der Ladys Only Bereich.

Ganz klar, Shows, Pornostars und –sternchen sowie musikalische Klangteppiche gehören nun einmal zu einer Erotikmesse. Keine Frage! Dahingehende bekommt man auf der Venus auch irre viel geboten und kann man sich auch wahrlich nicht beschweren. Und auch wer eine Erotikmesse nutzen möchte, um einfach mal nur über die Sexualität anderer abzulachen, bitte sehr. Jedem Tierchen sein Pläsierchen. Aber die Venus muss erkennen, dass eine Erotikmesse immer mehr ist als NUR Porno, nackte Titten und so laute Musik, dass es den Amateursternchen die Kleidung von den Körpern reißt.

Dennoch kann man auf der Venus nach wie vor eine Menge erleben. Die meisten Standbetreiber sind ungeheuer auskunftsfreudig (so man sie denn dank der Musik versteht) und gehen freundlich auf jede noch so komische Frage ein. Hier und da findet man durchaus noch witzige Produkte (Mein persönliches Highlight war das Wichssäckchen, das wir sicher demnächst hier bei uns zum Test ausschreiben werden) und auch die Besucher der Messe boten einigen Anlass zum Schmunzeln - dabei vor allem die Fotografen.

Bis zum nächsten Mal liebe Venus - dann mit neuer Eröffnungsschleppe.
Bis zum nächsten Mal liebe Venus - dann mit neuer Eröffnungsschleppe.

Wirklich langweilig wird es auf der Venus dementsprechend wohl nie werden … die Frage ist nur, ob sie in der jetzigen Form noch lange durchhalten wird … Doch erste Anfänge sind gemacht. Gerade die Themenbereiche "Red-Light-Area", "Swingerclub-Area" und "Fetisch-Area" sowie die "Amateurhalle" bergen ungemein viel Potenzial, das es zu entdecken und peu a peu umzusetzen gilt!

Die besten Fotografietechniken der Messe

Immer wieder ein Highlight: Die fotografiegeilen Besucher der Messe. Hier einmal die beliebtesten Varianten, um an interessante Bilder zu kommen.

  • Die wohl abenteuerlichste Variante: Mobil, ausfahrbar, zum Draufstellen geeignet ...
    Die wohl abenteuerlichste Variante: Mobil, ausfahrbar, zum Draufstellen geeignet ...
  • Die Kleinsten haben die längsten ... Stative.
    Die Kleinsten haben die längsten ... Stative.
  • Huckepack geht auch.
    Huckepack geht auch.
  • Geile Perspektive.
    Geile Perspektive.
  • Der Stuhlsteher.
    Der Stuhlsteher.
  • Der Fotokoffersteher.
    Der Fotokoffersteher.

Running Gags vom JOYclubstand

Freilich hält man vier Tage "Venus" nicht durch, ohne sich immer mal wieder zu bespaßen. Zu einem Running Gag wurde die "Freeman verschläft die Venus" Aktion. Hier einmal einige Bilder dazu und allgemein noch ein paar witzige Bilder von unserem Stand.

  • Freeman verpennt die Venus
    Freeman verpennt die Venus
  • Teil II
    Teil II
  • und Teil III
    und Teil III
  • Arsch am Stiel
    Arsch am Stiel
  • Vorbild: Salma de Nora lässt sich massieren.
    Vorbild: Salma de Nora lässt sich massieren.
  • Nachmacher: Latex_As massiert Lena Nitro
    Nachmacher: Latex_As massiert Lena Nitro
  • Vorbild: Legger Mädche will betatscht werden.
    Vorbild: Legger Mädche will betatscht werden.
  • Nachmacher: freeman will betatscht werden.
    Nachmacher: freeman will betatscht werden.
Werden sie die neuen Erotiksuperstars???
Werden sie die neuen Erotiksuperstars???

In diesem Sinne:
freeman

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Kommentare


Es war echt cool da. *g*
wir waren auch auf der Venus

und es war echt geil, der Urlaub für die nächste ist schon geplant ^^
Erster Besuch auf der Venus, und auch unser letzter

wäre nicht das Team vom Schloss Milkersdorf gewesen, wir hätten gar nichts positives zu berichten. Ein zu über 90% Vulgäres, Notgeiles mPublikum, Billigstartikel und Angebote zum Überteuerten Preis: enttäuschter kann man nach eine Messebesuch nicht sein. Völlig daneben: die sogenannte Fetischhalle......überwiegend von Ständen bestückt, die mit der Thematik nichts zu tun hatten. Eher lustig am Rande, die einzige Aktrice die wir am Samstag dort sahen, sah wirklich uas wie das "Sams". Und wirkte ebenso erotisch. Die Eintrittspreise: Lehrgeld für die Dummheit, anzunehemn das DIE Deutsche Leitmesse in der HAUPTSTADT reiz- und niveauvoll ist. Vorschlag: verlegt den Quark ins Emsland, Eichsfeld oder sonst eine Provinzecke, die dem Niveau entspricht (Entschuldigung an alle Emsländer und Eichsfelder).
Neue Wege .............

werden dann immer notwendig, wenn Veränderungen erkennbar sind.

Es gibt Vieles zur Venus 2011 zu sagen - für uns war es der 1. Besuch dort - Vergleiche zu den vorherigen Jahren können wir keine ziehen.

Ja, alles fanden wir auch nicht so toll - aber im großen und ganzen war es eine sehr interessante Erfahrung und hat auch super Spass gemacht.

Wir haben uns mit vielen Besuchern und Ausstellern unterhalten und alle sind sich einig, dass sich das Publikum (Konsumenten) sehr verändert hat - auch den Machern der Venus wird dies aufgefallen sein und diese werden bestimmt für die Zukunft agieren um die Attraktivität für die Messebesucher und auch Aussteller, dementsprechend zu bieten.

Wir denken die steigenden Besucherzahlen in Bezug auf Paare und einzelne Frauen oder Frauengruppen werden den Machern der Venus Anlaß geben, sich hier auch diesen Konsumentengruppen zu nähern und dementsprechend Erotische Angebote zu finden, welche positiv aufgenommen werden.

Natürlich sollten sich auch dementsprechend die passendenden Aussteller/Anbieter für die Messe anmelden. Viele sehen im Vordergrund nur die Kosten und nicht das Potenzial, welches dahinter steckt.
Einige haben es erkannt und die konnte man in der neuen Swingerclubarea besuchen.

Wie bei jedem Angebot, gibt es immer Positives und Negatives, einigen gefällt es anderen wieder nicht, es kommt auch immer darauf an - was man sucht.
Es war nicht alles gut - aber auch nicht alles schlecht.

Denjenigen, welche sagen: Nie wieder!
Gebt einfach den Machern der Venus und den Ausstellern eine neue Chance - mit eurem Feedback und Vorschlägen, kann es nur besser werden.

Wir denken, gemeinsam können wir eventuell eine Menge bewirken!

In diesem Sinne - wir fanden die Venus 2011 toll.

Liebe Grüsse
Ute

Anbei noch ein Paar Impressionen der Venus 2011 von Jochen und Kerstin:

FUN & JOY: Der Venus Berlin - LIVE BLOG!
Der Abwärtstrend

solcher Messen scheint unaufhaltbar zu sein. In Zeiten von Internet und Pay TV kommen die alten Branchen wie Filmehersteller und Zeitschriften nicht mehr zum Zuge.
Wie waren vor kurzem auf der "Erotikmesse" in München. Hoher Eintritt, vielleicht interessante Shows kostenpflichtig,und die Stände erinnerten höchstens an einen Flohmarkt.

Ein paar "Pornostars" waren auch da, Autogrammwünsche aber eher selten, die Frustration beteiligter Aussteller war auch überall zu merken.

Ich glaube das ganze Konzept der Erotikmessen steht auf dem Prüfstand, mit ein bisschen nackte Haut und lauer Filmchen lockt man niemanden mehr vom Ofen weg.
Das kann man gemütlicher und weitaus günstiger von zu Hause aus erleben.

Gruß
Beluga2
...

Die Preise egal ob für Eintritt, Getränke, Speisen, Klamotten etc. waren auch zivil.

30.- Euro Eintritt für diese Kirmes findet Ihr "zivil"?!
Und ehrlich gesagt, bei 18.90 Euro(!!!) für drei (lauwarme) Currywürste) mit (völlig versalzenen) Pommes Frites blieb uns nicht nur das Lachen im Halse stecken! Das ist keine Abzocke, sondern Abartig!
Und bevor der Hinweis kommt, ja wir haben uns beschwert. Das hätten wir uns allerdings auch sparen können, interessiert nämlich eh`keinen dort!
Venus

Also wir waren dieses und letztes Jahr auf der Venus und fanden es toll. Dieses Jahr waren wir schon zeitig dort, so dass wir auch die Shows sehen konnten und nicht nur Handy's und Digitalkameras.Die Preise egal ob für Eintritt, Getränke, Speisen, Klamotten etc. waren auch zivil. Wir werden nächstes Jahr bestimmt wieder hinfahren. *g*
LG Astrid und Torsten, Saarland
...

Also wir hatten uns auch mehr erhofft.Aber sind trotzdem froh es mal gesehen zu haben.Die Meinungen gehen ja ziemlich auseinander und man weiss ja Geschmäcker sind verschieden *zwinker*
Wir fragen uns jetzt was ist auf der Erotikmesse in Hamburg so los und würde es sich da lohnen mal hin zu fahren?War mal jemand dort und kann uns Auskunft geben?
Auf den Punkt gebracht, ...

...die Messe war MINDERWERTIG. Dass die Messe gut, unterhaltend oder sonst was positives war, können nur Besucher sagen, die die Messe dieses und ggf. letztes Jahr gesehen haben. Alle Mal zuvor war die Qualität wesentlich höher und auch die Quantität - für manche dann, es waren bessere und hochwertigere Stände da und mehr Hallen belegt. 2010 und 2011 konnte man wirklich als nicht lohnend bezeichnen.
*flop*

Sorry, aber man soll ja ehrlich sein, wenngleich es auch schade ist.
Schade...

die meisten Beiträge hier sind sehr hefftig.

Ich muss sagen das wir uns mit unseren Freunden auf der Messe sehr gut unterhalten haben.
Wir sind am Eingang sehr nett empfangen worden.(Vielleicht lags auch daran das wir schon gut drauf waren. )Auch ohne Alkohol!
Schade fanden wir dann auch das es fast keine Fetischstände gegeben hat.
Denn dann hätten wir sicher mehr eingekauft.

Wir waren auch am Joystand..keiner hat uns gefragt ob wir Mitglieder sind ,wir wollten eine Auskunft über EVENT´S am Abend. Ein Mann sagte uns das Joy keinen Veranstaltet, aber hat einen Freund der wüste bescheid und der hätte auch Fleyers. Wir sollten wiederkommen, er würde sie inzwischen besorgen. Wir kamen ca, 1 Stunde später, aber er war nicht da und Fleyers waren auch nicht abgegeben worden. Wir kamen uns richtig verar.......t vor!

Aber am Stand daneben bekamen wir dann endlich eine nette Auskunft und haben gleich für 2 Abende Eintrittskarten gekauft. *kuss*
Die Fetischparty war der Hammer. Wahnsinns Outfitts, tolle Stimmung ung und sehr nette Leute. *peitsche*

Für uns hat sich die Reise nach Berlin gelohnt.
Wir 4 sind aber auch der Meinung ( so wie viele hier) das am Joystand mehr für die Besucher gemacht werden müsste. *danke*

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Die "Venus"
Die 15. "Venus" wird am Donnerstag, den 29. September 2011, auf dem Messegelände unter dem Berliner Funkturm eröffnet. In der Folge ist die "Venus" an folgenden Tagen für alle Besucher geöffnet:
Donnerstag: 10:00 - 20:00 Uhr
Freitag: 11:00 - 22:00 Uhr
Samstag: 11:00 - 22:00 Uhr
Sonntag: 11:00 - 19:00 Uhr
Weitere Informationen zur Erotik-Fachmesse findet ihr hier: www.venus-berlin.com
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Die "Venus" Berlin präsentiert seit 1997 alljährlich Trends und Neuheiten aus den Bereichen Erotik und Lifestyle und ist die größte internationale Fachmesse dieser Art weltweit.
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