Die Escort-Lady, die uns unlängst an ihren Ansichten zum Thema Escortservice hat teilhaben lassen, hat für uns einmal ein Date im Rahmen ihrer Escorttätigkeit in einer Art Tagebucheintrag niedergeschrieben. Dieser liefert erstaunliche Einsichten in die Selbstwahrnehmung einer Escortdame.

6.August 2008
Seit zwei Wochen herrschte totale Ruhe. Zwei Wochen keine Buchung und meine Finanzen schrumpfen. Aber vielleicht hat ja heute das lästige Warten ein Ende?
10:03
Eine Anfrage per SMS. Ein vierstündiges Date in einer 80 km entfernten Stadt um 19 Uhr. Ich habe in jedem Fall Zeit und ich hoffe, der Kunde bucht … jetzt heißt es warten, denn eine Anfrage ist noch keine Buchung. Gleich mal ausrechnen, was bei vier Stunden für mich übrig bleiben würde.
10:45
Immer noch nichts von der Agentur gehört. Mein Herz klopft. Würde mir gern zurechtlegen, was ich anziehen werde. Vielleicht noch mal ins Solarium gehen und mich schon mal seelisch auf das Date vorbereiten? Es ist immer spannend wer hinter dem Date steckt.
12:07
Immer noch keine Antwort von der Agentur. Diese Warterei ...
12:47

Die SMS ist da. Der Kunde bucht. Es ist ein Stammgast der Agentur und es gibt Spesen! 90 Euro zu dem vereinbarten Preis für die 4 Stunden dazu. Uff, ein Glück. Aber der Kunde hat mich zu sich nach Hause gebucht. Eigentlich kommen nur Hotels in Frage, aber es ist ein guter Stammkunde von der Agentur und ich hoffe, es geht alles klar. Ich google mal nach seinem Namen (habe ich noch nie gemacht, da mir immer nur die Vornamen bekannt waren). Allmählich werde ich ein bisschen nervös und fahre erstmal schnell ins Solarium.
15:36
So ich bin wieder daheim. Solarium, danach ein kleiner Stadtbummel, um mich auf den Abend einzustimmen und relaxt zu sein. Nervös werde ich dennoch immer mehr. Der Gedanke, zu einem Fremden nach Hause zu fahren, ist komisch. In Hotels fühle ich mich sicherer.
16:50
Ich lasse mir ein Bad ein. Jetzt dauert es nicht mehr lange und ich freue mich sogar ein bisschen auf das, was mich erwartet. Gerade habe ich mir die Strecke ausgedruckt, da ich noch kein Navigationsgerät besitze. Meine größte Angst ist immer, den Weg nicht zu finden und zu spät zu kommen. Der Routenplaner sagt, es sind fast 70 km und ich überlege, um 17:30 Uhr loszufahren. Auch wenn ich sicher zu früh bin, aber da warte ich dann lieber dort in der Nähe noch ein wenig.
17:28
Ich fahre jetzt los. Habe eine weiße Bluse und eine kurze Hose an (sie sieht aus wie eine Anzughose - nur eben in kurz). Meine höheren Schuhe nehme ich mit, denn sonst kann ich nicht Auto fahren und dann muss ich mir noch schnell eine Ausrede für meinen Freund einfallen lassen. Er weiß nicht, was ich tue, denn wenn, dann würde er mich verlassen (und ich würde es verstehen).
18:00

Oh je, ich bin schon fast da. Eine Stunde zu früh. Also von der Autobahn runter und nicht links sondern rechts gefahren in der Hoffnung, einen Supermarkt zum „Bummeln“ zu finden. Das Einzige, was es hier gibt, ist ein Aldi, aber die haben ja auch immer ein paar Sachen zum Durchstöbern. Aber so lange dauert das auch nicht und 15 Minuten später sitze ich wieder im Auto. Bei der Hitze. Gut, dass ich ein Deo dabei habe. Da fühlt man sich gleich besser. Ich werde mal einen Kumpel anrufen. Habe ja jetzt Zeit zum Quatschen und mit meiner Handyflat sprengt das auch nicht mein Budget.
18:45
Eine SMS von der Agentur. Der Kunde verspätet sich um 30 Minuten. Neeeeiiinnn! Noch länger warten. Gut, ich telefoniere weiter auf dem Aldi Parkplatz mit den Leuten, die ich schon lange mal wieder anrufen wollte. Hat ja auch was Positives.
Ich denke immer, wenn ich die Leute sehe, die mich so telefonierend im Auto beobachten: “wenn die wüssten, warum ich hier stehe“ und muss zugeben, der Gedanke hat was. Ich überlege auch, was der Kunde jetzt wohl gerade macht. Ob er sich auf mich vorbereitet oder ob er das öfter macht und es Routine für ihn ist? Ist er alt oder jung, dick oder dünn und wie wird er so sein? Hoffentlich klingle ich nachher an der richtigen Haustür.
19:20
Der Zielort ist nur zwei Kilometer entfernt und ich mache mich auf den Weg. Herzklopfen. Ich fahre nach meiner Wegbeschreibung und kann die Straße nicht finden. Noch acht Minuten, nicht dass ich auch noch zu spät komme. Ok, ich drehe um und fahre den Weg noch mal zurück. Jaaaa, da ist sie, die Straße zum Unbekannten. Hausnummer 31 ist gar nicht so leicht zu finden. Lauter tolle Einfamilienhäuser hier.
Es geht den Berg hoch und an einigen Häusern gibt’s gar keine Hausnummer. Na toll. Aber da, da ist es. Ein Auto steht in der Einfahrt und ich stelle mich an den Straßenrand. Will ja nicht direkt in der Einfahrt parken - wegen der Nachbarn. Noch einmal schnell in den Spiegel geschaut, Schuhe gewechselt und los geht’s. Mein Zeigefinger drückt behutsam auf den Klingelknopf. Ein Hund bellt und dann steht er vor mir.
Privat absolut nicht mein Typ, aber er wirkt sympathisch. Er hat sogar etwas zu essen vorbereitet und den Tisch toll gedeckt. Er wirbelt in der Küche herum und zaubert etwas auf unsere Teller. Wir essen, reden und trinken Wein. Soviel darf ich nicht trinken, denn ich muss ja noch fahren. Wir unterhalten uns über Gott und die Welt, was er beruflich macht, was ich mache, über unsere Ziele etc.. Es ist sehr locker und unverkrampft.
20:30

Wir wechseln ins Wohnzimmer auf die Couch und reden weiter. Ich frage ihn, warum er bei Escort Services bucht. Seine Antwort war, dass er beruflich zu eingespannt sei und keine Zeit für eine Beziehung habe, und dass Frauen mit seiner ständigen Abwesenheit nach einer Weile immer ein Problem haben. Man könnte ewig mit ihm sprechen.
Ich überlege mir, ob er im Bett auch so angenehm ist wie hier auf der Couch. Unsere Gläser sind leer und er fragt höflich ob wir nach oben gehen wollen. Mein Herz klopft und er führt mich ins Schlafzimmer. Oh je, ich habe ganz vergessen, mir mein Geld vorher geben zu lassen. Ich spreche ihn darauf an und bekomme sogar noch ein bisschen mehr, so dass es eine runde Summe wird. Er geht noch mal Duschen. Ich mache mich auch frisch und warte auf der Bettkante auf ihn.
Er kommt zurück, nur mit einer Sporthose bekleitet und fragt, ob er mich auspacken dürfe. Daraufhin zieht er mich langsam aus. Er ist sanft und schaut mich genau an, aber es ist nicht unangenehm. Seine Finger wandern über meinen Körper, öffnen meinen BH und er schaut auf meine Brüste. Er beginnt leicht an ihnen zu knabbern, zieht mir langsam mein Höschen aus und ich spüre seine Lippen überall auf meinem Körper, bis sie tief in meinem Schoß versinken.
Nach einer Weile täusche ich einen Orgasmus vor, denn ich denke, dass er vorher nicht aufgeben wird. Ich würde in so einer Situation nie einen bekommen, obwohl er schon recht einfühlsam ist. Er kommt wieder zu mir. Wir streicheln uns und ich ziehe seine Hose aus. Das Kondom stülpt er sich selbst drüber. Ich darf ihn nicht oral befriedigen. Er zieht mich gleich wieder hoch, wahrscheinlich aus Angst, dass es ein Schnellschuss werden könnte.
Irgendwann zieht er mich auf sich, dringt in mich ein und ist auch hier sehr sanft und ruhig. Wir wechseln die Stellung. Er möchte, dass ich noch mal einen Orgasmus bekomme. Er liegt auf mir und bemüht sich sehr. Ich denke, er versteht schon was von Frauen und als ich merke, dass er nicht mehr lange brauchen wird, täusche ich erneut einen Orgasmus vor. „Wir kommen gemeinsam.“ Irgendwie tut er mir leid, aber es ist mein Job. Ja das ist es!
Wir liegen noch lange da. Er krault meinen Rücken, ich seinen Nacken. Dabei schläft er fast ein und ich frage ihn, ob er schlafen gehen möchte (unsere Zeit ist noch nicht abgelaufen). Er meint, er genieße es einfach nur und ich wäre ihm sehr vertraut. Aber ich merke, dass er wirklich seinen Schlaf braucht. Wir reden noch ein bisschen und dann wird es für mich Zeit zu gehen. Ich gehe ins Bad, ziehe mich an und werde von ihm noch zur Tür begleitet.
23:00
Ich sitze wieder im Auto und fahre nach Hause. In meinem Kopf sind viele Gedanken, aber jetzt muss ich erst einmal meinen Freund anrufen und ihm mitteilen, dass ich auf dem Heimweg bin. Mir geht es nicht gut dabei, ihm alles verheimlichen zu müssen.
23:45
Ich bin zu Hause und todmüde. Morgen beginnt das Warten von neuem. Wann kommt die nächste Anfrage der Agentur? Wer wird es sein? Du? Wie viel Geld springt dabei heraus?
Aufruf
Wir werden in diesen Artikeln vor allem die „Anbieterseite“ zu Wort kommen lassen. Freilich hat es bei diesem Geschäft - wie bei jedem anderen auch - eine zweite Seite. In diesem Falle Menschen, die bereits einen Escortservice in Anspruch genommen haben. Wenn ihr eure gemachten Erfahrungen einmal mit der Community in einem Artikel teilen wollt, wendet euch bitte per Clubmail an: freeman411 … Eure Angaben / eure Erfahrungen können selbstverständlich auch vollkommen anonym behandelt werden!





