
Sex und Aufklärung sorgten schon immer für Missverständnisse :)
Die Themen Sex und Aufklärung verdrehen Eltern regelmäßig den Kopf: Normalerweise heißt es ja, dass Kinder für Antworten auf Fragen, die sie stellen, alt genug sind. Dennoch könnte man mitunter meinen, dass sich Eltern inmitten eines Gemüsegartens oder einer Metzgerei befinden, wenn sie ihren Jüngsten erklären sollen, wie das mit Sex und Kinderkriegen so funktioniert.
Sexuelle Aufklärung mit Sinn und Verstand
Das war vor hundert Jahren so und hat sich bis heute auf weiten Strecken leider kaum geändert. Allein die Bezeichnung der Genitalien bei den teilweise recht kläglichen Versuchen, den Kids sexuelle Aufklärung zukommen zu lassen, dürfte durchaus die Frage aufkommen lassen, wie es sein kann, dass diese Erwachsenen überhaupt jemals zu eigenen Kindern gekommen sind.
Die müssen irgendwas wissen, was sie einfach nicht verraten wollen. Denn mit einem Gürkchen oder Würstchen können nun einmal keine Kinder gezeugt werden. Und auch das Pfläumchen dürfte sich spätestens bei der Entbindung sehr schwer tun.
Sex Aufklärung hat auch immer etwas damit zu tun, die Dinge beim Namen zu nennen. Nicht bei irgendeinem, sondern vorzugsweise beim richtigen. Wer sich das als Erwachsener bei seinen Kindern nicht zutraut, sollte sich entsprechender Lektüre bedienen, die er seinen Nachkommen zur Verfügung stellt.
Bei Sex-Fragen nicht ins Schwitzen kommen

Also dann kommt die Biene und sticht mit ihrem Stachel in die Blume ... oder so.
Doch spätestens, wenn dieses Werk abgearbeitet ist, werden die Fragen kommen. Erbarmungslos. Und zwar so lange, bis sie beantwortet wurden. Dabei ist es durchaus ein verlockender Gedanke, wenn die maßgeblichsten Fragen nicht erst in dem Moment ernst genommen werden, wenn bereits der Unterhaltsbescheid im Briefkasten liegt oder die Tochter zur Entbindung ins Krankenhaus aufbricht.
Die mit Abstand meisten Antworten dürfte es jedoch erfordern, wenn der Sohn oder die Tochter den Eltern verkündet, selbst Vater oder Mutter zu werden. Wenn dann von den Eltern die Frage kommt "Wie konnte das denn passieren?", wird es richtig verrückt. Liebe Eltern! In einer solchen Situation darf fast jede Frage kommen, nur eine nicht: Die!
Aufklärung über Sex nicht aufgedrängen!
Eine sinnvolle Sex Aufklärung sollte einem Kind nie aufgedrängt werden. Als Vater oder Mutter hat man jedoch üblicherweise ein Gespür dafür, ab wann es beim Sprössling, im Gegensatz zu vorherigen Lebens-Lieben, tatsächlich ernst werden könnte. Wer sich der Herausforderung einer sexuellen Aufklärung nicht gewachsen fühlt, kann beispielsweise mit seiner Tochter einen Gynäkologen aufsuchen und diesen bitten, die grundlegendsten Dinge anzusprechen. Und zwar inklusive möglicher Verhütungsformen.
Vater-Sohn-Gespräche über Sex
Bei Jungs ist es meist etwas leichter: Ein Vater-Sohn-Gespräch gestaltet sich oftmals einfacher als zwischen Mutter und Tochter. Allerdings reicht es nicht, dem Filius einfach ein paar Kondome in die Hand zu drücken und zu sagen "Guck mal, was Du damit alles machen kannst". In dem Fall fliegen die Dinger nämlich ziemlich sicher als Wasserbomben vom heimischen Balkon. So lässt sich allerdings keine Schwangerschaft verhindern. Auch wenn das manche Eltern noch zu glauben scheinen...
Gewinnspiel
Gemeinsam mit 3L Home Entertainment verlosen wir vier Filme aus der Oswalt Kolle Filmreihe des Anbieters. Gewinnen könnt ihr jeweils eine DVD der folgenden 60er Jahre Aufklärungsfilme: "Das Wunder der Liebe I und II", sowie die Streifen "Deine Frau - das unbekannte Wesen" und "Zum Beispiel Ehebruch".
Was ihr dafür tun müsst, ist, uns in Form eines Kommentares mitzuteilen, wie das mit der Aufklärung bei euch ablief/abläuft? Also: Wann wurdet ihr von wem aufgeklärt? Gibt es da witzige Anekdoten zu vermelden? Oder: Wie klärt ihr eure Kinder auf? Gibt es da spezielle "Taktiken", Verfahrensweisen oder Erklärungsansätze? Oder lasst ihr euch dabei zum Beispiel von einem Frauenarzt usw. helfen?
Die witzigsten, interessantesten oder schlicht aufklärendsten Beispiele bringen dem Verfasser einen der zu gewinnenden Streifen.
Die Gewinne können nicht bar ausgezahlt werden und der Rechtsweg ist ausgeschlossen
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Abgesehen von einem zimlich unverblühmten BiologieLehrer, der das Wichtigste erklärte, liefen zu meiner Zeit noch so tolle Sendungen wie "Peep", "Wahre Liebe" und "Liebe Sünde"..
Da wusste man(n) schon zimlich früh was alles so gehen könnte!?...
Weiteres haben dann die versteckten Porno-Filme von Vati in der Schublade getan  |
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ich denke die elterngeneration, welche die 68er bewegung aktiv miterleben konnte, hatte wohl die besten voraussetzungen für die aufklärung der eigenen kinder. kolle hat der gesellschaft mit seinen filmen einen großen dienst erwiesen. bei älteren generationen hatte das thema sex immer noch etwas verruchtes, tabuisiertes. heutzutage ist es auch wieder problematisch, weil man eigentlich schon ziemlich früh anfangen muss mit der aufklärung, also bevor die medien und pornographie die aufgabe übernehmen. diesen zeitpunkt verpassen eben viele eltern, vielleicht weil sie denken es sei zu früh, oder eben weil grundsätzlich keine vertrauensbasis zum eigenen kind vorhanden ist. letzteres ist heute ja auch eher regel als ausnahme - leider. |
 | habe mich
auch selbst aufgeklärt, was auch in Zeiten von Bravo und Lilo Wanders nicht so schwierig war...  |
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Ich wurde damals mit ca. 4 und somit schon sehr sehr früh von meiner Mutter aufgeklärt. Das lag allerdings daran, dass ich damals schon genauso viel wissen wollte wie heute.
An die Situation kann ich mich auch noch ganz genau erinnern. Sie machte gerade die Hausarbeit und lief ständig vom Wohnzimmer ins Bad und wieder zurück als ich sie fragte, wo denn eigentlich immer die Babys herkommen würden.
Sie erklärte mir dann quasi nebenbei, dass der Penis oder eben auch das Glied vom Mann in die Scheide der Frau gesteckt wird und das ein ganz schönes Gefühl sei. Ich fragte anschließend noch einige Male wie das da vom Papa hieß, weil sich mir das Wort Penis so ganz und gar nicht einprägen wollte und ich gab, zumindest für diesen Tag, Ruhe.
Von da an begleitete mich das Thema mal mehr und mal weniger. Meine Eltern sahen sich u. a. die Filme von Oswalt Kolle an und ließen mich ebenfalls zusehen. Auch die Werbung von Orion, Kondome und verschiedenes Sexspielzeug meiner Eltern, das ich in dem Alter eigentlich gar nicht hätte sehen sollen, fand ich regelmäßig in meiner Neugierde.
Neben Büchern zum Thema laß ich ab der Pubertät gern die Bravo und natürlich den Teil des Dr. Sommer-Teams immer als erstes. Sein übriges tat später das Internet und schließlich die Erfahrung.
Mit meinen Kindern gehe ich das Thema ebenso locker an, nur nehme ich mir die Zeit all ihre Fragen zu beantworten. Zu mehr ist es bisher nicht gekommen, weil sie eben auch noch recht jung sind (4-7 Jahre). Ich habe mir für meine Kids vorgenommen, ein wenig mehr Aufklärungsarbeit zu leisten, da ich doch nur recht wenig über meine Eltern erfahren habe. So sollten meine Kids schon etwas über den G-Punkt, die Klitoris, die Eichel, etc. und den allgemeinen Umgang mit dem eigenen bzw. anderen Geschlecht erfahren und da nicht ganz so unbedarft rangehen wie ich, wobei jeder seine eigenen Erfahrungen sammeln muss und auch soll  . |
 | kaum Vertrauen
Das heißt dann, dass Eltern es sich nicht selbst zutrauen, weil man nach wie vor noch verklemmt ist, oder kein Vertrauensverhältnis zu seinen eigenen Kindern aufgebaut hat.
All die Rede von den moderne und aufgeschlossenen Menschen ist doch nur eine Farce.
Als ich damals in diesem Alter war, da taten es unsere Eltern auch nicht, man sagte, dass damals die Zeit dafür noch nicht so weit war.
Ich bin von einem Artzt aufgeklärt worden, die Geschichte dazu habe ich schon mehrfach hier geschrieben.
Ist es denn wirklich so schwer über intime Dinge zu reden, ja hier tun es viele, aber nur weil sie unerkannt bleiben, wenn man mit ihnen zusammen käme, dann würde sicherlich auch viele anders laufen. |
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Ich/ wir wurden in der schule aufgeklärt und aus der Bravo zu hause war das nie was wo man fragen konnte ich der weibliche teil vom LiebesPaar habe sogar mal eine geknallt bekomme weil ich mal was wissen wolte |
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In der heutigen Zeit haben Eltern immer weniger Einfluss auf Ihre Kinder.... |
 | Aufgeklärt?
Wenn ich mir die Meinungen so durchlese, dann glaube ich, dass sich in der Zeit kaum was entscheidenes verändert hat, die meisten Eltern tun es nach wie vor nicht. |
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Medien, Freunde..... |
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zum größten teil wohl durch die bravo und einigen, kleinen infoheftchen, von denen ich bis heute nicht weiß woher sie kamen :] die aufklärung in der schule fand ich immer relativ platt und leblos. |