01.10.2010

Sexreport 2008

Der Aufklärer der Nation ist mit 81 Jahren verstorben.

Wie seine Familie heute nach der Trauerfeier der Nachrichtenagentur dpa bestätigte, ist der Sexualaufklärer Oswalt Kolle mit 81 Jahren in Amsterdam verstorben. Eingetreten sei sein Tod bereits vor einer Woche, am 24. September.

Der deutsche Journalist Oswalt Kolle galt als "Aufklärer der Nation". In seinen zahlreichen Werken befasste er sich mit dem Thema Sexualität. Hier eine Auswahl seiner Bücher, von denen einige auch verfilmt wurden:

  • "Dein Kind" (1964), Buchausgabe der Quick-Serie "Dein Kind, das

unbekannte Wesen", unter Mitarbeit von Gerd und Renate Biermann

  • "Dein Mann, das unbekannte Wesen" (1967)
  • "Deine Frau, das unbekannte Wesen" (1967)
  • "Der Mensch lebt nicht vom Geld allein" (1967)
  • "Das Wunder der Liebe" (1968)
  • "Sexualität '70" (1970)
  • "Wir alle brauchen Zärtlichkeit" (1976)
  • "Lust ohne Tabus" (1981)
  • "Ich liebe Dich, ich hasse Dich" (1981)
  • "Ich liebe, wie ich lieben will" (1982)
  • "Ich bin so frei" (2008)
  • "So bleibt die Liebe jung" (2009)

(dpa)

Wir werden im Laufe der nächsten Woche zwei Filme vorstellen, die auf ganz frühen Studien Kolles beruhen, um so ein wenig seiner zu gedenken. Heute gilt unser Beileid seinen Angehörigen.

 

Oswalt Kolle machte zuletzt vor allem als Schirmherr der Pro7 Reihe Sexreport 2008 von sich reden. Dieses Projekt haben wir seinerzeit vorgestellt, wie ihr fortfolgend einsehen könnt.

Sexreport 2008

Wie lieben wir? Wie aufgeklärt sind unsere Teenager? Wie verändern die unendlichen Weiten des Internets unsere Sexualität? Diesen Fragen widmet sich eine TV Reihe, auf die wir euch aufmerksam machen wollen, da sie unserer Meinung nach in den heiligen Hallen des JOYclubs auf einige Gegenliebe stoßen sollte und sicher auch einige kontroverse Diskussionen zur Folge haben wird.

Es handelt sich dabei um eine auf ProSieben laufende Dokumentationsreihe mit dem Titel "Sexreport 2008", in deren Verlauf die Ergebnisse einer groß angelegten Sexstudie aufgearbeitet werden. Flankiert werden diese Dokumentationen von einem interessanten Rahmenprogramm aus diversen, teils aus den Urzeiten der Aufklärung stammenden Streifen wie "Das Wunder der Liebe", "Deine Frau – Das unbekannte Wesen" oder "Dein Mann – Das unbekannte Wesen".

© ProSieben
© ProSieben

Inhalt

Hauptinhalt dieser insgesamt fünf Themenabende ist die größte und umfassendste Erhebung zum Thema Sexualität in der Geschichte der Bundesrepublik, die ProSieben online in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Sozialwissenschaftliche Sexualforschung durchgeführt hat.

Dabei konnten die Forscher auf Angaben und Datenmaterial einer mit 55992 Teilnehmern unglaublich großen Stichprobe zurückgreifen. Diese lieferte bei maximal 200 zu beantwortenden Fragen eine beeindruckende Menge an Daten und Informationen zum Thema Sex im Jahre 2008. Dabei waren Vorlieben und Fantasien ebenso Gegenstand der Befragung wie auch Versagensängste. Einige erste Ergebnisse wollen wir euch hier schon einmal exemplarisch vorstellen.

So haben beispielsweise deutsche Frauen und Männer laut Studie bis zum 40sten Lebensjahr im Schnitt 18,6 verschiedene Geschlechtspartner. Des Weiteren gaben 37,1% der Männer in der Online-Umfrage zu, mindestens einmal untreu gewesen zu sein. Die Rate der weiblichen Seitenspringer lag gar bei 38,9 %. Bei den Männern gilt der Oralsex als beliebteste Sexpraktik, gefolgt von der Reiterstellung und der Hündchenstellung. Dagegen bevorzugen die Frauen die Missionarsstellung, deutlich vor der Hündchenstellung und der Reiterstellung. Und wenn man sich schon einander hingibt, so soll dies doch bitte zirka 15 Minuten dauern.

Weitere derartige Fakten werden im Sexreport 2008 offen gelegt werden. Berücksichtigt man dann noch, wer die Reihe begleiten und kommentieren wird, wird auch klar, dass diese Reihe eben nicht nur eine trockene Anordnung von Fakten werden soll, sondern auch die Frage zu beantworten sein wird, wie sich denn die Sexualität in den letzten 40 Jahren verändert hat.

Der Pate des Sexreports 2008

© ProSieben
© ProSieben

Oswalt Kolle, der vor ziemlich genau 40 Jahren mit seinen Aufklärungsfilmen mithalf, die sexuelle Revolution in Deutschland anzuschieben, wird der Reihe seinen Stempel aufdrücken und durch den Report leiten. Denn noch heute, mit inzwischen 80 Jahren, ist er ein glühender Verfechter sexueller Offenheit.

Seinen Hauptantrieb für das Mitwirken an dieser Dokumentationsreihe umschreibt er wie folgt: „Wir glauben heute, frei von Zwängen und Verklemmtheit zu sein, aber auch unsere Zeit hat ihre Tabuthemen. Deshalb freue ich mich, bei dieser TV-Doku mitzuwirken. Sie hat das Potenzial, die Auseinandersetzung mit unserer persönlichen Sexualität neu anzustoßen. Wer guten Sex haben will, muss darüber sprechen – immer und immer wieder.“

Das Rahmenprogramm

Für die knapp einstündigen Dokumentationen hat ProSieben ein attraktives Begleitprogramm geschaffen. Beispielsweise werden weitere Dokumentationen das Thema vertiefen. Abgerundet jedoch wird jeder Sexreportabend mit Klassikern aus dem Oeuvre Oswalt Kolles. Diese Streifen sollten dabei eher als Zeitzeugnis und als Vergleichsmöglichkeit begriffen werden, wirken sie doch heute, 40 Jahre nach der sexuellen Revolution, eher naiv und teilweise auch extrem bizarr, zumindest aber werden sie die Abende immer reichlich amüsant ausklingen lassen.

Der erste Abend

Am Samstag, den 20.9.2008 wird der erste Sexreportabend auf ProSieben gesendet. Um 22:15 Uhr (dem variablen Sendeschema aller TV Sender geschuldet, sei ein ca. 5minütiges Frühereinschalten dringend empfohlen!) steigt man dabei mit der ersten „Sexreport 2008“ Folge ein, die mit einer Bestandsaufnahme beginnen wird und die Frage zu klären versucht, ob die heutige Gesellschaft besseren Sex hat als jene von vor 40 Jahren.

Dabei wird darauf eingegangen werden, wie oft wir heute im Vergleich zu früheren Generationen im Schnitt Sex haben und ob wir heute abenteuerlustiger in Sachen Sexstellungen sind. Und welche Auswirkungen hatte eigentlich die inzwischen salonfähig gewordene Pornographie auf unser Liebesspiel?

Danach geben in der Clipshow „Let’s talk about Sex“ diverse Promis mehr oder weniger versierte Kommentare zu erotischen Clips ab.

Interessant wird es danach dank der beiden Oswalt Kolle Klassiker:

Das Wunder der Liebe II um 0:15 Uhr

"Das Wunder der Liebe II – Sexuelle Partnerschaft" aus dem Jahre 1968 wurde nach dem gigantischen Erfolg des ersten Teils (der sonderbarerweise NACH dem zweiten Teil auf ProSieben läuft!) eilig nachgeschoben und rief wie der Vorgänger einen Sturm der Empörung seitens der deutschen Öffentlichkeit hervor, die Sitte und Moral in hohem Maße gefährdet sah. Dem Erfolg des Streifens kam diese Diskussion eher zu Gute … und erst recht diversen ähnlich gelagerten "Aufklärungsfilmen" wie der Schulmädchenreportreihe.

Das Wunder der Liebe I um 1:45 Uhr

"Das Wunder der Liebe I" aus dem Jahre 1967 präsentiert eine heiter beschwingte Gesprächsrunde, die aus zwei Pärchen besteht und zwei Beispielfälle für sexuelle Schwierigkeiten in der Ehe abhandelt: Dabei vernachlässigt der eine Mann seine Frau zugunsten seines Jobs, während in dem anderen Fall die Sexualmaschine Mann das Vor- und Nachspiel einfach weglässt. Diverses Gesprochenes wird dabei durch Spielszenen illustriert, immer wieder unterbrochen von Kommentaren, die auf die Folgen mangelnder sexueller Aufklärung hinweisen.

Wichtig zu erwähnen ist, dass Kolle bei den ihm zugeschriebenen Filmen eher selten Regie führte, sondern meist als Kommentator zu Wort kam bzw. die Drehbücher beisteuerte. Das Wunder der Liebe geriet zu einem riesigen Erfolg. Fast 6 Millionen Zuschauer besuchten für den Streifen die Lichtspielhäuser und im Nachhinein war weniger die Diskussion um die Aufklärung wichtig als vielmehr die Streitfrage, ob dieser Film wirklich noch aufklärend oder nicht doch eher pornographisch war … Aus heutiger Sicht sind beide Ansichten ziemlich obsolet.

Der zweite Abend

Am Samstag, den 27.9.2008 geht der zweite Sexreportabend auf ProSieben auf Sendung. Um 22:15 Uhr (dem variablen Sendeschema aller TV Sender geschuldet, sei ein ca. 5minütiges Frühereinschalten dringend empfohlen!) wird die Dokureihe mit der zweiten Folge fortgesetzt. Diese läuft unter dem Titel: "Die Frau: Wie kommt sie am besten?"

Laut der von ProSieben durchgeführten Studie hätten 50% der Frauen gerne mehr Sex, zwei von drei wünschen sich abwechslungsreicheren Geschlechtsverkehr. Besonders wichtig für die Frau von heute ist der Orgasmus. In dieser Folge machen sich sieben Frauen auf die Suche nach ihrem Höhepunkt. Gemeinsam mit einer Psychotherapeutin erkunden sie ihre erogenen Zonen. Wie muss eine Frau stimuliert werden, um besonders leicht zum Orgasmus zu kommen? Und: Denken Frauen tatsächlich weniger oft an Sex als Männer? Für den „Sexreport 2008“ zählten die sieben Protagonistinnen einen Tag lang mit …

Danach geht es in der dreiteiligen Dokumentation "It's my sexy Life" um zwei Herren, die einen lukrativen Nebenjob haben. Als Callboys verdienen sie bis zu 1.800 Euro pro Nacht. Dabei geht es nicht nur um Sex, sondern auch um die Verführung und niveauvolle Unterhaltung der Kunden. Für diese Arbeit müssen die zwei Herren sexuell sehr aufgeschlossen sein. "It's my sexy life" zeigt in der ersten Folge, wie sich das horizontale Gewerbe verändert hat. Sicherlich eine interessante Ergänzung zu unserer Escortartikelreihe.

Und danach präsentiert uns Oswalt Kolle den Streifen "Oswalt Kolle: Deine Frau - das unbekannte Wesen", der thematisch eine gute Vergleichsmöglichkeit zu den Ergebnissen aus dem zweiten Teil des "Sexreports 2008" liefern sollte. Wie war es denn 1968 um die Sexualität der Frauen bestellt? Gibt es Parallelen zu heute oder wurden die Schwerpunkte ganz anders gelegt?

Oswalt Kolle: Deine Frau - das unbekannte Wesen um 0:00 Uhr
Der Aufklärungsfilm berichtet von zwei 17jährigen Mädchen, die zwischen romantischer Illusion und Realität schwanken. Danach geht es um die junge Ehefrau, die alles hat und doch nicht zufrieden ist. Sie will emanzipiert sein mit dem Recht auf ein Eigenleben, wie es für ihren Mann selbstverständlich ist. Schließlich beleuchtet der Film die Situation einer Frau, die ihr erstes Kind erwartet. Hier werden psychologische und körperliche Veränderungen der Frau aufgezeigt und auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse klare Ratschläge über die Sexualität während der Schwangerschaft erteilt.

Kurzum: in drei Episoden wird das sexuelle Leben der Frau anno 1968 in Form von Fallstudien beleuchtet und mit populärwissenschaftlichen Kommentaren über die Gefühle im Mädchenalter, die Emanzipation der Frau und die Situation der Schwangerschaft unterlegt.

Der dritte Abend

Am Samstag, den 4.10.2008 geht der dritte Sexreportabend auf ProSieben auf Sendung. Um 22:15 Uhr (dem variablen Sendeschema aller TV Sender geschuldet, sei ein ca. 5minütiges Frühereinschalten dringend empfohlen!) wird die Dokureihe mit der dritten Folge fortgesetzt. Diese läuft unter dem Titel: "Der Mann: Was Männer von heute leisten müssen."

Dabei soll die Frage geklärt werden, ob Männer tatsächlich nur Sex im Kopf haben. Der „Sexreport 2008“ macht dabei die Probe aufs Exempel: Ein weiblicher Lockvogel soll Männer zu einem spontanen Sex-Abenteuer verführen. Die „Opfer“: Jürgen, seit wenigen Monaten liiert. Till, Single. Wolfgang, frisch getrennt. Thomas, ebenfalls frisch getrennt. Und Stefan, homosexuell und glücklich liiert. Welcher der fünf Männer lässt sich auf das Sexangebot ein? Die Männer selbst kommen in der Doku zu Wort: Offen erzählen sie, was für sie guter Sex ist und wie sie mit Erektionsproblemen und anderen Sexpannen umgehen.

Danach geht es im zweiten Teil der Dokumentation "It's my sexy Life" um drei, nebenberuflich als Escortladys arbeitende Damen. Ihr Job ist es, Männern unvergessliche Stunden zu bereiten, auch außerhalb des Schlafzimmers. Der ungewöhnliche Nebenjob der drei Frauen zeigt, dass sich im horizontalen Gewerbe einiges verändert hat. Die "modernen Huren" sind unabhängiger und emanzipierter geworden, nehmen sich das, was sie brauchen und was ihnen gut tut. Wie schon in der vergangenen Woche dürfte es sich hier um eine interessante Ergänzung zu unserer Escortartikelreihe handeln.

Und danach präsentiert uns Oswalt Kolle den Streifen "Oswalt Kolle: Dein Mann, das unbekannte Wesen", der thematisch erneut eine gute Vergleichsmöglichkeit zu den Ergebnissen aus dem dritten Teil des "Sexreports 2008" liefern sollte.

Oswalt Kolle: Dein Mann, das unbekannte Wesen um 0:05 Uhr
Der Aufklärungsfilm berichtet von vier Archetypen des Mannes. Vom Ehemuffel bis zum Sexversager kommen dabei in vier Episoden alle Männergattungen zu Ehren und werden alle "typisch männlichen" Verhaltensweisen und Charaktermerkmale abgehandelt. Dazwischen gibt es dankenswerterweise auch noch dokumentarische Erläuterungen zu männlichen Geschlechtsmerkmalen.

Kurzum: in vier Episoden wird das sexuelle Leben des Mannes anno 1969 in Form von Fallstudien beleuchtet und mit populärwissenschaftlichen Kommentaren unterlegt.

Der vierte Abend

Am Samstag, den 11.10.2008 geht der vorletzte Sexreport auf ProSieben auf Sendung. Um 22:05 Uhr (dem variablen Sendeschema aller TV Sender geschuldet, sei ein ca. 5minütiges Frühereinschalten dringend empfohlen!) wird die Dokureihe fortgesetzt. Diese läuft unter dem Titel: "Jugendliche: Wie reif ist unsere Jugend wirklich?"

Laut der ProSieben Online-Studie halten sich 97% der 14-Jährigen für aufgeklärt. Fest steht: Die heute 14- bis 18-Jährigen haben in Internet, Fernsehen und Magazinen mehr Sex gesehen als jede Generation vor ihnen. Doch heißt alles gesehen auch alles kapiert? Sieben Teenager sagen ihre Meinung zu Liebe und Sex, dem ersten Mal, Internet-Pornos und Körperkult. Ein Lehrer, der Aufklärungsunterricht an deutschen Schulen gibt, stellt die Teenies auf die Probe: Wissen sie, wann eine Frau schwanger werden kann oder wie man ein Kondom richtig entsorgt?

Danach geht es auch im dritten Teil der Dokumentation "It's my sexy Life" um unsere Teenager. Genauer um deren ersten Urlaub alleine ohne Eltern. Und das bedeutet vor allem: Partys, Flirten und natürlich dreht sich alles auch um Sex. Ihr Reiseziel: ein Feriencamp für Teenies am ungarischen Plattensee.

Danach präsentiert uns Oswalt Kolle ebenfalls einen Streifen zum Thema "Oswalt Kolle: Dein Kind, das unbekannte Wesen".

Oswalt Kolle: Dein Kind, das unbekannte Wesen um 23:50 Uhr
Der Aufklärungsfilm räumt mit der bis dahin gültigen Vorstellung auf, dass Kinder asexuelle Wesen seien, die ihre Sexualität erst mit dem Beginn der Pubertät entwickeln würden.

Schauplatz ist u.a. der Nacktbadestrand von Sylt, wo Oswalt Kolle seine Familie in den Film mit einbezieht und vor der Kamera ein Aufklärungsgespräch mit seinen beiden Söhnen und seiner Tochter führt und mit ihnen über Verhütungsmethoden und -mittel spricht. Auch Themen wie Selbstbefiedigung und Homosexualität klingen dabei an. Eine selten gezeigte, echte Rarität von Film ...

Weiterer Ablauf

Über die weiteren Sexreportabende werden wir euch jeweils kurz vorher informieren!

Weitere Themen

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Unsere Umfrage belegt: Wer sexuell nicht unter die Räder kommen will, braucht dringend einen Ford. Und falls ihr plant, euch einen Renault zuzulegen, verabschiedet euch schon einmal von eurem Liebesleben, wenn ihr überhaupt wisst, was das ist. ;)

Kommentare

Mein herzlichstes Beileid

auch an seine Hinterbliebenen.
Er hat uns Deutschen schon früh gezeigt, dass die Sexualität zu einer der natürlichsten Sachen der Welt gehört und Man(n) und Frau sich nicht dafür schämen müssen.
Respekt für sein Lebenswerk.
Deutschland verliert einen Großen.....

"Aufklärer der Nation"...ist ja lächerlich!

Wie traurig. Einen wie ihn wird es nie wieder geben.
Ein großer Mann, ein großer Verlust.

Immerhin ist er in Amsterdam gestorben und hatte bestimmt dort zu Lebzeiten seinen Spaß gehabt. *g*
Die Oswalt Kolle Filme...

..muß man als Zeitgenosse gesehen haben, sonst fehlt das anzügliche Flair das diese Filme dazumal hatten. Überall in der Provinz wurden sie zusammengeschnipselt, man mußte schon nach Wien oder München kommen um einen ungekürzten Film zu sehen. Wo Platten der Rolling Stones verboten waren, wurden solche Filme als Teufelsmachwerk gebrandmarkt! Im heiligne Land Tirol betete man Rosenkränze wegen Oswalt Kolle...damit seine Seele nicht in die Hölle kommt...

Man stelle sich vor, der Anblick nackter Weiblichkeit was sowas von erregend, das kann man sich heute in der mit Pornos überfütterten Welt gar nicht mehr vorstellen. Schamspalten suchte man umsonst, Zeitschriften wie "Jasmin" oder "Praline" galten als übelster Porno und das Happy Weekend gabs wenn überhaupt unterm Ladentisch. Onaniervorlagen waren mehr Texte als Bilder.

Großstädter hatten es leichter, aber die Provinzler waren echt arm dran. Ich habe dazumal immer die Zeitschrift Pardon gelesen, das war Satire und Sex zusammen, recht lustig.

Ja der gute Oswalt hat schon umgerührt, war aber auch nur ein Diener seines Herrn (Medienunternehmer) , denn an gewissen Herrschaften ist jede sexuelle Revolte vorübergezogen als wär nichts passiert. Es hat dann doch auch der Pornoindustrie geholfen, aber wer das mit Maßen aufgefasst hat - hat viel gelernt und ist dann ein aufgeschlossener toleranter Bürger geworden.

Ohne Kolle, wären wir uns nicht so bewußt über das große Potenzial unserer Sexualität!
Hut ab vor dieser Bewußtseinsgröße!
Man kann sowas auch aufzeichnen!

Man muss es ja nicht zur Sendezeit schauen...

Für alle die keinen Recorder haben gibt es einen Internetdienst namens Onlinetvrecorder (findet man über Google), wo man es aufzeichnen kann!
Report 2008

Den Sexreport 2008 fand ich ein wenig unglaubwürdig.

Genial war allerdings der Trailer, in dem Oswald Kolle (möge er in Frieden ruhen) sprach:

"Liebe Zuschauer, Sie kennen mich vielleicht nicht. Aber es kann sein, dass ich der Grund dafür bin., dass es Sie gibt." *gg*

Wir sprechen auch mal im namen der Gruppe Bi in der Beziehung unser Herzliches Beileid aus.

Auch wir haben vor zig jahren die aufklärungsfilme von Oswalt Kolle gesehen.

Er ist uns bleibt der "Aufklärer der Nation"

Möge Er in Frieden ruhen *blume*

LG

Paar_aus_NL
sehr gut

Ich finde es sehr gut, daß Joy diesem Pionier auf dem Gebiete der Sexualität so viel Raum widmet. Er hat es verdient, denn ....

nciht meine Eltern haben mich aufgeklärt, sondern ER.
Möge Gott seiner Seele gnädig sein...

Wir offerieren unser aufrichtiges Beileid an die Familie des Mannes.
Ich (er) wurde damals in meiner Jugend mit zahlreichen Filmen (dank RTL Plus) in den späten 80ern konfrontiert und verschlang diese Filme in jugendlicher Neugier mit großem Interesse, was nicht zuletzt auch zu meiner Aufklärung beitrug.

Es ist schade, daß Oswald Kolle von der Erde verschieden ist, denn ich mochte ihn irgendwie schon sehr...

Ich spreche auch im Namen meiner Frau und wir danken diesem Mann für seine Werke.

  • Neu hier? Kein Problem!