Gerade bei der ersten Schwangerschaft stellt sich vielen Paaren die Frage, was es mit dem Sex in anderen Umständen tatsächlich auf sich hat.
Eine Schwangerschaft ist jedoch keineswegs ein Grund, um eine Sexpause einzulegen. Ganz im Gegenteil: In dieser Zeit entdecken viele Paare ihre Sexualität ganz neu.
Ein junges Paar aus dem JOYclub, hat diese Erfahrung gemacht. Sie ist selbst Mutter zweier Töchter und kennt die Fragen, die sich werdende Mütter und Väter stellen. Hier tritt die Sorge wegen möglicher Risiken beim Sex in den Vordergrund, aber es sind gerade die körperlichen Veränderungen der Frau, welche die Schwangerschaft zu einer sinnlichen Entdeckungsreise machen.
Schwanger - da tut sich was!
In den ersten Wochen der Schwangerschaft steigt bei den Frauen der Energiepegel in die Höhe. Die Hormone geben ihrer Libido einen enormen Auftrieb. (Die Libido ist der auf sexuelle Befriedigung ausgerichtete Trieb. Er beschreibt das Bedürfnis, sexuelle Lust zu empfinden.)
Etwa nach dem vierten Monat reagieren Frauen äußerst sensibel auf Berührungen. Ihre Haut und inbesondere die Brüste werden sehr empfindlich. In dieser Zeit empfinden viele Frauen ihren Höhepunkt sehr intensiv. Die Lust zum Sex ist deutlich verstärkt, allerdings ist das Eindringen des Partners für einige Frauen unangenehm.
Manche Paare erfahren in dieser Zeit, wie befriedigend die orale Stimulation sein kann. Es kann auch genau so erregend sein, seinem Partner dabei zu zuschauen, wie er/sie sich selbst befriedigt.
Der Busen ist während der Schwangerschaft ein sehr erotisches Terrain. Er ist prall und hoch empfindlich. Eine sinnliche Penis-Massage zwischen den Brüsten gefällt nicht nur den Männern. Nicht erschrecken, wenn mitten im Orgasmus etwas Milch aus der Brust spritzt. Der Körper reagiert in der Schwangerschaft auf verschiedenste Art und Weise, auch sonderbar und ungewohnt.
Die Ärzte raten nicht davon ab, in der Schwangerschaft Sex zu haben. Voraussetzung ist natürlich, dass er zärtlich und der Sex lustvoll für beide ist. Aber es gibt auch Ausnahmen. Wenn im Voraus festgestellt wurde, dass eine Risikoschwangerschaft besteht, raten die Ärzte von vermeidbaren Anstrengungen und Reizen ab, da es zu Komplikationen kommen könnte.
Stellungswechsel
Bei einer normal verlaufenden Schwangerschaft sind Fantasie und Experimentierfreude gefragt, denn mit der fortschreitenden Schwangerschaft wird der Bauch größer und manche Stellungen, wie die Missionarsstellung, werden als unangenehm oder sogar schmerzhaft empfunden. Damit das Sexleben aber nicht eintönig wird, gibt es verschiedene andere Möglichkeiten.
Wie zum Beispiel:
- "Löffelchen": Bei dieser seitlichen Stellung kehrt die Frau dem Mann den Rücken zu und schmiegt sich in seinen Schoß. So entsteht kein Druck auf ihren Rücken und Unterleib. Sie kann sich frei bewegen und sich die Position suchen, in der sie sich am wohlsten fühlt.
- "Vierfüßler": Die Frau hockt und stützt sich nach vorne mit ihren Händen ab. Das Gewicht des Babys hängt im Unterleib, der Rücken wird entlastet. Der Druck auf die so fast im rechten Winkel zur Vagina liegenden Gebärmutter nimmt ab. Die Schwangere kann in dieser Lage die Pobackenmuskulatur nutzen, um die Stöße des Penis zu dämpfen.
- "Kranichposition": Sie liegt mit angezogenen Beinen auf dem Rücken, er seitlich. Er wendet sich ihr zu, sein Unterleib liegt zwischen ihren angewinkelten Ober- und Unterschenkel. Diese Position ist sehr innig, kann aber durch die Rückenlage schon mal Schwindel auslösen. Dagegen helfen zusätzliche Kissen unter Kopf und Schultern.
Ist Sex gefährlich für das Baby?
Sex schadet dem Baby in keiner Weise. Selbst bei starken Erschütterungen kann dem Baby nichts passieren, denn es "schwebt" im Fruchtwasser, solange die Gebärmutter verschlossen ist. Anatomisch betrachtet, kann der Penis nicht bis zum Baby vordringen. Es kann auch nicht verletzt werden.
Manche Frauen machen sich Gedanken, wenn sie durch den Orgasmus Wehen auslösen. Das kann durchaus passieren, denn bei einem Orgasmus zieht sich die Gebärmutter zusammen. Das dauert aber meist nur einige Minuten und lässt dann nach, es sei denn, die Geburt steht kurz bevor. Sex ist nämlich auch eine natürliche und angenehme Möglichkeit, um die Wehen einzuleiten. Das funktioniert allerdings nur dann, wenn der errechnete Geburtstermin erreicht oder bereits überschritten ist. Diese Methode wird daher oft von den Ärzten anstatt einer künstlichen Einleitung empfohlen. Im Fall der Fälle ist es einen Versuch wert.
Ergo: Es gibt also keinen Grund, Angst vor dem Sex in der Schwangerschaft zu haben. Dem Baby wird es gut gehen. Probiert einfach aus, was euch Spaß macht.
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