Sex im Büro ist nicht nur Inhalt vieler Filme und Fantasien, sondern wird immer wieder auch real an deutschen Arbeitsplätzen praktiziert. So hat eine Befragung im Auftrag des Playboy unter 1.000 Berufstätigen ergeben, dass bereits zehn Prozent der Männer und zwei Prozent der Frauen Sex im Job hatten.

Auch in unserem Sex Forum wird das Thema regelmäßig heiß diskutiert. Wir haben uns mal durch verschiedene Threads gelesen und ein paar interessante Fakten zusammengetragen.
Sex im Büro: Ja oder Nein?
Eine vielleicht nicht so seltene Fantasie: Es ist ein normaler Arbeitstag. Man sitzt an seinem Schreibtisch und zählt die Minuten bis zum Feierabend runter. Plötzlich geht die Bürotür mit einem Schwung auf und der Partner stürmt herein. Er fegt mit einer Bewegung den Schreibtisch leer, packt dich und legt dich auf den Tisch. Dann schiebt er den Rock hoch, zieht den Slip aus und… Ja, so sieht für einige im Traum der "perfekte" Arbeitstag aus.
Meist ist Sex am Arbeitsplatz mit einem gewissen Nervenkitzel verbunden. Viele JOYclub-Mitglieder sind diesbezüglich absolut nicht abgeneigt und würden es gern mal ausprobieren. Nur scheitert es bei einem Großteil an der konkreten Umsetzung. In einer Thread-Umfrage
gab fast die Hälfte der 825 Teilnehmer an, noch keine Gelegenheit für Sex im Büro gehabt zu haben. 40 Prozent haben jedoch bereits einmal oder mehrmals sexuelle Erfahrungen am Arbeitsplatz gesammelt.
Welche Stellungen und Orte sind im Büro beliebt?
Ob Fantasie oder Realität, im Büro kann der sogenannte Matratzensport selbstredend nicht im Bett stattfinden. Ein populäres Thema sind somit vielfach anregende "Bürostellungen".

Die wohl klassische Stellung beim Büro-Sex findet auf dem Schreibtisch statt: Sie sitzt auf der Schreibtischkante und er steht davor. Aber natürlich sind hier auch verschiedene Varianten denkbar. Das Kopfkino beginnt, wenn man sich vorstellt, es mal unter dem Schreibtisch auszuprobieren. Auch der Schreibtischstuhl ist für ein schnelles Schäferstündchen geeignet. Egal ob von hinten, von vorn oder oral: Er ist variabel einsetzbar.
Zwar etwas unbequem, doch für alle Stellungen geeignet: der Fußboden. Hier kann man sich austoben ohne Angst zu haben, dass ein Möbelstück zu Bruch geht. Allerdings können raue Büroteppiche zu Abschürfungen führen. User-Tipp: Besser etwas drunter legen, damit die Erinnerungen an dieses Erlebnis nicht schmerzhaft sind.
Wer nicht den Luxus eines Privatbüros hat, für den sind diese Möglichkeiten ohnehin nur nach Feierabend der Kollegen umsetzbar. Sollte einen die Lust jedoch mal während der Mittagspause überkommen, gäbe es auch ein paar Alternativen. Ungewöhnlich und mitunter schon Outdoor-Sex wäre beispielsweise die Feuertreppe. Diese ist für jeden erreichbar, wird aber im Normalfall nicht benutzt. In schwindelerregender Höhe ist hier schon so mancher Quickie zu einem unvergesslichen Erlebnis geworden. Großer Nachteil allerdings: Sollte es genau während des Aktes zum Feueralarm kommen, bleiben die Sexhungrigen nicht die Einzigen, die Spaß an ihrem Schäferstündchen haben.

Nicht wirklich romantisch, dafür für viele diskret ist die Toilette. Zwar braucht man hier keine Angst vor unfreiwilligen Zuschauern haben, sollte sich aber möglichst leise verhalten, um nicht die Kollegen auf das Liebesspiel aufmerksam zu machen. Ein beliebter Ort für Sex ist natürlich auch der Fahrstuhl. Der enge Raum und die Gefahr jederzeit erwischt zu werden, sorgen sicher dafür, dass nicht nur der Fahrstuhl oben "ankommt".
Um das Klischee vom "typischen" Büro-Sex zu bedienen, darf der Kopierer in dieser Aufzählung natürlich nicht fehlen: Ein eher unerotisches Gerät, das jedoch nicht nur in Pornos vielfach individuell ins Liebesspiel eingebaut wird. Aber Achtung: Finger weg vom Kopierknopf, wenn der Hintern des Partners gerade dort weilt. Mitunter kann ein vergessener Ausdruck schnell mal am schwarzen Brett der Firma landen.
Was sollte beim Büro-Sex beachtet werden?
Um Peinlichkeiten und möglichen rechtlichen Konsequenzen aus dem Weg zu gehen, sehen viele JOYclubber davon ab, ihre Lust am Arbeitsplatz auszuleben. Jene, die jedoch nicht darauf verzichten oder es mal ausprobieren möchten, halten sich bei aller Leidenschaft meist an ein paar Grundregeln:
- So ist es beispielsweise wichtig, sich nie vollständig auszuziehen. Im Falle einer herannahenden Störung kann so einfach die Hose hoch bzw. der Rock wieder runter gezogen werden und schon ist eine peinliche Situation abgewendet.
- Wer seinen Schatz während der Überstunden am Abend beglücken möchte, sollte zudem stets das Licht auslassen. Das eigene Büro mag vielleicht leer sein, aber im Nachbarhaus befindet sich möglicherweise noch jemand, der bei Licht in den Genuss eines Privatpornos kommen würde.
- Auch wenn es für die begierigen Sex-Partner aufregend sein mag, ein weiteres No Go: Mit dem nackten Hintern über sämtliche Bürotische rutschen. Wenn dann bitte schon beim eigenen bleiben oder anschließend gründlich saubermachen.

- Apropos saubermachen: Nach dem Liebesspiel das benutzte Kondom keinesfalls irgendwo liegen lassen. Am besten außerhalb des Büros entsorgen. Auch die Unterwäsche sollte im Eifer der Erregung nicht im Büro vergessen werden.
- Stichwort Beweismittel: Sex in einem Büro mit Kameras sollte tunlichst vermieden werden. Schließlich will man ja nicht für einen gelangweilten Portier die nächtliche Unterhaltung sein und das immer und immer wieder.
- Last but not least: Am Tag danach sollte auf heiße E-Mails an den Schatz oder den betreffenden Kollegen verzichtet werden. Ein falscher Klick und schon schreibt man aus Versehen einem oder auch gleich mehreren Geschäftskunden, dass man beispielsweise heute nichts drunter trägt und der gestrige Feierabend gern wiederholt werden kann.
Ist Sex am Arbeitsplatz ein Kündigungsgrund?
Ja, Sex am Arbeitsplatz kann, vor allem wenn man erwischt wird, nicht nur peinlich sein, sondern auch den Job kosten. Besonders das Schäferstündchen während der Arbeitszeit ist ein möglicher Kündigungsgrund. Auch wenn man das Liebesspiel auf die Mittagspause verlegt, ist man vor einer Entlassung nicht sicher. Denn sollte dies zur Vernachlässigung der Arbeit führen und der Arbeitnehmer somit seine arbeitsvertraglichen Pflichten nicht mehr erfüllen, kann es zu einer rechtlichen Kündigung kommen.
Diese Risiken spielen auch bei den Forumsdiskussionen eine große Rolle. Während es für einige Mitglieder undenkbar wäre, so den Arbeitsplatz aufs Spiel zu setzen, sehen es andere weniger kritisch und würden diesem ganz speziellen Kick nicht entsagen wollen. Schlussendlich muss jeder für sich selbst entscheiden, inwieweit er der sexuellen Lust am Arbeitsplatz nachgeht. Wenn man diese Fantasie hingegen als Rollenspiel, beispielsweise in Form von Chef und Sekretärin, mit dem Partner in den eigenen vier Wänden auslebt, besteht jedenfalls keine Gefahr, den Job zu verlieren…




