27.10.2006

Potenzmittel

Natürliche und chemische Mittelchen für mehr Lust

Die Natur hält mit ihren süßen Früchten jede Menge natürliche Möglichkeiten der sexuellen Luststeigerung für uns bereit. Man muss sie nur kennen und richtig anzuwenden verstehen. Parallel dazu hat auch die Pharmaindustrie viele neue, medizinisch nachweisbar wirksame Potenzmittel entwickelt.

Kurz zur Erläuterung: Zu den Potenzmittel werden alle Stoffe und Medikamente gezählt, die zur Behandlung einer „erektilen Dysfunktion“, dem Unvermögen eine Erektion zu bekommen oder entsprechend lange aufrecht zu halten, eingesetzt werden. Und Aphrodisiaka sind Mittel die grundsätzlichen der Steigerung der sexuellen Begierde (Libido) dienen.

Dieser Artikel stellt Euch eine kleine Auswahl der bekanntesten Potenzmittel sowie Aphrodisiaka aus Natur und Medizin vor.

Viagra, Levitra, Cialis und Co.

Viagra, Levitra und Cialis sind Potenzmittel, gegen Erektionsstörungen und Impotenz beim Mann, die seine sexuelle Leistungsfähigkeit steigern. Die Wirkstoffe, Sildanafil bei Viagra, Tadalafil bei Cialis oder Vardenafil bei Levitra, gehören zur den so genannten PDE-5-Inhibitoren (PDE-5-Hemmer). Diese hemmen den Abbau eines für die Erektion wichtigen Botenstoffs im Penis, was zu einer Verbesserung bzw. Verstärkung der Erektion führt. Der Botenstoff lässt die Gefäßmuskulatur des Schwellkörpers erschlaffen und die Durchblutung wird gefördert. Dadurch, dass gleichzeitig das Zurückfließen des Blutes verhindert wird, wird das Glied prall und steif. Allerdings muss das Gehirn eine sexuelle Erregung melden, damit der Botenstoff in der Schwellkörpermuskulatur produziert wird, das heißt der Mann muss sexuell stimuliert sein.

Potenzmittel

Im Gegensatz dazu spricht beispielsweise Uprima das Nervensystem an, wodurch es sich von den bereits erwähnten Potenzmitteln unterscheidet. Es wirkt indem es eine Reihe von Nervenimpulsen erzeugt, die eine Erektion hervorrufen und aufrechterhalten.

Potenzfördernde Mittel sowie diverse Aphrodisiaka gibt es aber auch in Form von Salben, die auf den Penis aufgetragen werden, als Tropfen oder Tee, die man einnimmt oder als Gewürze und Pflanzenextrakte, die ins Essen gemischt werden.

Erotisierende Nahrungsmittel

Viele alltägliche Lebensmittel gelten als Aphrodisiaka. Wie diese zu der ihnen heute nachgesagten Wirkung kommen, bleibt aber oft im Dunkeln der Vergangenheit verborgen. Aphrodisierende Nahrungsmittel entfalten Ihre Wirkung im Gegensatz zu Viagra und Co. über einen längeren Zeitraum und sind für jene gedacht, die Essen als etwas Sinnliches und Erotisches begreifen.

Heißes aus Gewürzregal und Kräutergarten

Schon im Mittelalter galten Gewürze nicht nur als aromatisch sondern als äußerst anregend. Durch ihre zum Teil berauschende Wirkung, sollen sie die Lust verstärken und das Verlangen steigern. Nicht nur exotische Gewürze, wie Safran, reihen sich in die Liste der Scharfmacher. An den obersten Stellen stehen solche, die wir alle zu Hause im Gewürzregal stehen haben. Beispielsweise zählen Chili, Muskatnuss, Ingwer, Thymian, Paprika oder Pfeffer zu den heißesten Scharfmachern unter den Gewürzen. Die meisten erhöhen die Durchblutung der Sexualorgane und was das veranlasst kennen wir ja bereits von Viagra und Co. Unter den Kräutern sollen vor allem Bohnenkraut und Petersilie eine Stimulans hervorrufen. In Petersilie ist 2 bis 6 Prozent ätherisches Öl vorhanden, es reizt Harnweg und Uterus und ist damit sexuell erregend.

Potenzmittel

Aphrodisiaka aus dem Meer

Bei Aphrodisiaka aus dem Meer führen Austern ganz klar die Spitze an. Sie gelten seit vielen Jahrhunderten als Innbegriff der Lust. Schon von Casanova wird behauptet, dass er jeden Morgen 50 Austern zu sich nahm um seine Manneskraft zu stärken. Angeblich sollen sie die Produktion des Sexualhormons Testosteron ankurbeln. Andere Meeresfrüchte mit erotischem Ruf sind z.B. Jakobs- und Miesmuscheln, Krabben, Garnelen, Krebse, Hummer und natürlich Beluga-Kaviar.

Stimulierendes Obst und Gemüse

Es ist keine Überraschung, dass auch einige Früchte wie beispielsweise, Quitten, Datteln oder der Granatapfel, als stimulierend gelten. Die erotische Wirkung der Meisten von ihnen z.B. von Himbeere oder Erdbeere liegt allerdings wohl eher in ihrem Aussehen und in ihrem Geschmack. Mit etwas Fantasie können sie in ein hoch anregendes Vorspiel einbezogen werden.

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Auch verschiedene Pilze wie Pfifferlinge, Herbsttrompeten oder Muschelpilze gelten als überaus sinnliche Gaumenfreude. Favorit unter den heimischen Gemüsesorten ist erstaunlicherweise der sonst eher unbeliebte Sellerie. Sellerie ist ein sehr vielseitiges Gemüse, er beruhigt die Nerven, gibt neue Lebenskraft und stärkt die männliche Potenz. Und: Sellerie enthält hormonähnliche Stoffe, die den im menschlichen Schweiß vorkommenden Sexuallockstoffen gleichen.

Aber auch die mexikanische Avocado, die allein durch ihre rundliche Form schon sehr sinnlich wirkt, baut zum einen Aggressionen ab und regt andererseits die Liebeslust erheblich an. Sie wird in der mexikanischen Küche gerne verwendet, um daraus mit Zitronen- oder Limettensaft, Tomatenstückchen, Salz und Pfeffer einen leckeren und wohl anregenden Dip (Guacamole) zu machen. Bohnenkeimlinge, Kichererbsen oder Bambussprossen gelten dagegen unter den orientalischen Gemüsesorten als beliebte Stimulanzien.

Mittlerweile gibt es auch eine enorme Anzahl an Tabletten, Tropfen und Tonika, die sich meist pflanzlicher Wirkstoffe bedienen, um eine Steigerung der sexuellen Begierde zu erzielen.

Lustfördernde Pflanzenextrakte

Zahlreiche Produkte versprechen eine Libidosteigerung für Männer und Frauen. Bekannteste Vertreter haben natürliche Inhaltsstoffe wie Maca, Yohimbe, Sibirischen Ginseng oder Süßholzwurzel.

Maca ist ein altes Heilkraut der Inkas. Es wird auch als „natürliches Viagra aus Peru“ bezeichnet. Maca oder „Lepidium Meyeni“ wird traditionell beim Mann zur Verbesserung von Ausdauer, Widerstandskraft, Libido und Potenz eingesetzt. Bei der Frau wird Maca zur Wiederherstellung des Hormonspiegels und zur Behandlung einer Vielzahl sexueller Störungen eingesetzt.

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Yohimbe ist als Stimulans bekannt. Es wird zur Behandlung von Frigidität eingesetzt und hat eine stark aphrodisierende Wirkung.

Damiana (Tumera aphrodisiac), hat stimulierende Eigenschaften, kann die Eierstöcke stärken und trägt zum Hormongleichgewicht der Frau bei. Es wird zur Verbesserung der sexuellen Leistungsfähigkeit und zur Bekämpfung von Schwäche und Erschöpfung eingesetzt. Damiana gilt als eines der sichersten Heilkräuter zur Belebung der sexuellen Aktivität.

Sibirischer Ginseng dient der Verbesserung der Drüsenfunktion und zur Steigerung der Energie sowie des sexuellen Verlangens. Der gesamte Stoffwechsel und Energiehaushalt des Körpers wird durch die Einnahme von Sibirischem Ginseng verbessert. Das geschieht durch Einwirkung auf die verschiedenen Drüsen, welche die Libido, sexuelle Funktion und Ausdauer beeinflussen.

Süßholzwurzel wirkt positiv auf die Drüsen, insbesondere die Nebennieren zur Optimierung des Hormonspiegels. Die Nebennieren produzieren Sexualhormone und haben direkten Einfluss auf eine gesunde Libido. Eine Unterfunktion kann zu einem Nachlassen von Libido und Energie führen. (Quelle: www.feelgood-people.com)

Zum Schluss noch ein altes Geheimrezept bei Mannesschwäche: Die Nüsse von 15 Kirschkernen zerstampfen und mit 100g Weingeist übergießen. 4 Wochen ziehen lassen und dann abgießen. Morgens und Abends je einen Teelöffel davon einnehmen.

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Kommentare

allgem. Anmerkung

Die Schlussfolgerung Natürlich = Gesund und/oder unbedenklich ist nicht richtig und auch gefährlich.

Alle reproduzierbar wirksamen - auch natürlich pflanzliche Drogen haben ggf. Nebenwirkungen. Dies reicht von marginal bis letal.

Yohimbe z.B. ist keinesfalls grundsätzlich unbedenklich (MAO-Hemmer etc. beachten!).
Der Wirkstoffgehalt pflanzlicher Drogen lässt sich auch nicht wirklich für den Laien bestimmen.

Die hier mehrfach erwähnte "Süssholzwurzel" (z.B. auch in Lakritze und Kräutertees verwendet) verursacht in höherer! Dosierung und längerer Anwendung eher Impotenz als das Gegenteil.
Eine Potenzsteigernde Wirkung ist nicht nachgewiesen.

Alle wirklich wirksamen Pflanzendrogen und Substanzen erfordern einen sachgerechten Umgang.

Sicherheitshalber ggf. nur allgemeine Nahrungsmittel (sofern keine Allergie dagegen) die ggf. lediglich reizende bzw. auch durchblutungsfördernde Inhaltstoffe haben, verwenden.
Mit frischem Ingwer, Chilli etc. u.v.m. sind die Nebenwirkungen überschaubar.

Wer hier unverantwortlich und ohne wirkliches Wissen mit starken Alkalioden wie hier erwähnt im "Bilsenkraut" und weiterer Zutaten sog. "Hexensalben/Flugsalben" u.v.m. etc. umgeht, spielt mit seiner (auch psychischen) Gesundheit und ggf. mit seinem Leben!
Heut gefunden:

"Viagra für Frauen" kommt

Probleme im Bett? Die Gründe sind bei Männern und Frauen unterschiedlich. Während er will, aber nicht kann, könnte sie, hat aber keine Lust. Dagegen gibt es aber bald ein Medikament.

Ein ursprünglich als Antidepressivum konzipierter Wirkstoff soll als eine Art "Viagra für Frauen" geeignet sein. Das Mittel Flibanserin sei geeignet, bei Frauen die Libido zu steigern, sagte der US-Forscher John Thorp. Dies habe sich aus einem Test mit 2.000 Frauen vor den Wechseljahren ergeben, der zugleich die Unwirksamkeit von Flibanserin bei der Behandlung von Depressionen gezeigt habe.

Der Wirkstoff Flibanserin wurde von dem deutschen Pharma-Unternehmen Boehringer Ingelheim entwickelt. Bei dem Test auf Wirksamkeit gegen Depressionen wurde auch nachgeforscht, ob die Frauen befriedigende Sexualkontkate hatten. Dabei ergab sich, dass das sexuelle Lustempfinden bei einer Gabe von 100 Milligramm Flibanserin pro Tag deutlich zunahm. Untersucht wurden Frauen in Europa, Kanada und den USA, ein Teil von ihnen erhielt Plazebos.

Während Flibanserin gegen Depressionen nichts genützt habe, sei eine "bemerkenswerte Steigerung der Libido" aufgefallen, sagte Thorp. Grundsätzlich gebe es im Sexualverhalten von Männern und Frauen Unterschiede. Während Viagra zu einer Behebung von Erektionsschwächen bei Männern eingesetzt werde, gehe es bei Frauen um Überwindung mangelnder Lust. "Männer bleiben interessiert, verlieren aber die Fähigkeit zum zufriedenstellenden Handeln, Frauen jedoch verlieren das Interesse", erläuterte Thorp.

Auch die Wirkungsweise der Medikamente sei entsprechend unterschiedlich. Viagra stimuliere den Blutfluss, Flibanserin hingegen wirke "auf das Gehirn". Flibanserin ist derzeit nicht im Handel, sondern wird nur bei klinischen Versuchen eingesetzt.

(AFP, N24)


Dann wird die Wirkung wohl eher vom Soja als von der Vanille kommen*grins.
Google doch mal unter Hormone und Soja*zwinker*
Fehlt die Vanille...

...oder habe ich das vielleicht übersehen?

Im Mittelalter soll es den Nonnen wegen der aphrodisierenden Wirkung der Vanille - die ich bestätigen kann, ansonsten auch für Petersilie und Basilikum - verboten gewesen sein, Vanille zu sich zu nehmen!

Das weiß ich von Hademar Bankhofer, dem Naturdoktor aus dem ARD-Morgenmagazin und ich schlage definitiv darauf an!

Vanille-Aromat (aus billigen Puddings etc. wirkt nicht, deshalb entweder natürlicher Extrakt oder Rohform. Ich persönlich nehme die Vanille in Form eines halben Liter Alpro-Sojadrink Vanille zu mir.
Potenzmittel

Der Mann ist in seiner Gesamtheit nicht immer ein ausgeglichener und gesunder Mensch, wir verändern uns im Laufe unseres Leben, sei es durch ein ungesundes Leben, durch Krankheiten, oder auch durch psychische Veränderungen und sehr oft kommt es dann vor, dass wir die Erektion unseres Gliedes nicht mehr erreichen.
Hierfür gibt es die Potenzmittel.
Alles was auf pflanzlicher Basis hin wirkt ist im Grunde so schwach aufgebaut, dass man sie nur dan anwenden kann, wenn nur sehr schwache Störungen vorliegen.
Ich selbst habe in der Vergangenheit schon das Mittel Viagra genommen und es hat mir in Zeiten wo ich Probleme hatte sehr geholfen.
Möchte anmerken, dass ich mal eine sehr schwere Krankheit zu durchleben hatte, war an Hodentumor erkrankt, mußte etliche OPs und 5 Chemos über mich ergehen lassen und nach Wiederherstellung
meiner Gesundheit war es mir nicht mehr möglich ein errigiertes Glied zu bekommen, aber mit der Einnahme von Viagra konnte ich die Zeit des Versagens gut überbrücken.
Ich kann nur sagen, dass ich froh bin, dass es solche gute Potenzmittel gibt, aber man sollte auch immer auf die Nebenwirkungen achten.
Wer zu hohem Blutdruck hat, für dem ist Viagra nicht geeignet, aber der hat auch so schon genug Probleme.
Wichtig ist es daraum auf seine Lebensweise zu achten, sich gesund zu ernähren und seine Leistungskraft zu erhalten.
Potenzmittel sind allerdings nicht dafür da, um ein Potenzbullen abzugeben.
soso

von denen hab ich noch nichts gehört, die Pflaster kenne ich ja selber nun auch schon, nur sind die sehr unpraktisch und sehen auch nicht so toll aus, zudem lösen sie sich schnell ab von der Haut und man muss ein neues nehmen. Was zur folge hat das man wieder ein neues kleben muss und die Packung ist schnell leer, da man das selber zahlen muss geht es auch noch ins Geld *snief2*
Lust für Frauen

Es gibt einiges auch für Frauen.

Siehe Bilder *mrgreen*
etwas entäuscht

es gibt soooo viele Hilfen für den Mann, aber wenn es bei uns Frauen mal nicht so 100% geht kann man lange suchen. Warum sucht man nicht intensiver für Frauen was?
*fiesgrins*
Arginmax

Hat jemand von euch vielleicht schon mal Arginmax oder Arginmax woman getestet? Da soll ja angeblich die Wirkung unter wissenschaftlich korrekten Bedingungen getestet worden sein.

Es stellt sich natürlich auch die Frage, ob Erektionsstörungen tatsächlich eine Alterserscheinung beim Mann sind und es ist zu fragen, inwieweit die Störungen "vom Kopf" kommen. Es geht, wie oben ausgeführt, schliesslich darum, dass MANN entspannen soll.
Das gemeine ist aber daran, wenn man es einmal (als Mann) erlebt hat, dann sucht man die kleinen Helferchen und glaubt plötzlich jeder noch so blödsinnigen Beschreibung. Was soll MANN den sonst "ihr" sagen. Und schon wieder ist die nächste Störung von Seiten des Kopfes dar. Der Leistungsdruck.
  • Fit für Sex
    Sport hilft gegen Erektionsstörungen und verbessert sexuelle Potenz

  • Neu hier? Kein Problem!