04.05.2011

Macht und Manipulation zwischen Mann und Frau

Macht und deren Ausübung im menschlichen Miteinander

Bringen wir es gleich auf den Punkt. Ein "Beratungsthema" soll dieser Artikel nicht sein, sondern vielmehr die Anregung für einen ersten Austausch über ein verbreitetes Phänomen bei den Menschen - sprechen wir über das Thema "Macht und Manipulation", ohne die Wissenschaft zu befragen und uns in Zahlen zu verlieren - sondern einfach im Dialog miteinander.

Macht als Antrieb

Der Mensch ist gewaltig unterwegs und möchte von Anfang an hoch hinaus - weiter, höher, schneller. Macht als Streben gehört zum Menschen einfach dazu. Ohne mächtiges Wollen kein Wachsen, kein Anstrengen. Dort wo alles erreicht ist, kommt Leben zum Stillstand.

Und doch - wir Menschen sind auf Macht schlecht vorbereitet. Ist Macht eine "Einbahnstraße", also dient das Streben nur einem Selbstzweck und vergisst der mächtige Mensch dabei die anderen, ja wird diese Macht gar ausgeübt, um andere klein zu machen oder klein zu halten, so reagieren wir darauf empfindlich. Aber es gibt auch diese Macht, die einfach von machen kommt, die für das persönliche Tun und Lassen Verantwortung übernimmt und darauf aus ist, auch an das Gegenüber zu denken.

Wo beginnt Macht und Manipulation? Schon bei einem Lächeln?
Wo beginnt Macht und Manipulation? Schon bei einem Lächeln?

Jede Zeile ist die Aufforderung, sich manipulieren zu lassen, ebenso ein Wort, eine Geste, ein Lächeln. Wir manipulieren permanent einander, um uns zugehörig zu fühlen und das Gegenüber zum Freund zu machen. In der Regel führen wir machtvoll Gutes im Schilde...

Und wie sieht es nun mit Macht in den Mann-Frau Beziehungen aus? Dort ist sie in vielen Facetten anzutreffen. Wo ist Macht positiv besetzt und wo beginnt Macht zu kippen, wird als Übergriffigkeit empfunden?

Beispiele für Machtgebrauch in Beziehungen

Macht - im lächelnden Gewand

  • Die Chefin in Bett und Beruf
Chefin im Job und daheim?
Chefin im Job und daheim?

Martina ist eine attraktive Frau. Sie steht beruflich und privat ihren Mann, muss unzählige Entscheidungen treffen. Sie hat Verantwortung für 50 Mitarbeiter. Sie ist eine Chefin, nicht die Freundin ihrer Mitarbeiter, und sie setzt ihre Macht zum Wohle Aller ein, so gut es ihr möglich ist.

Doch sie kennt auch die andere Seite. Manchmal gibt sie gerne das Zepter aus der Hand und lässt ihren Partner bestimmen, was sie gemeinsam unternehmen wollen. Manchmal genießt sie es, wenn er im Bett die Führung übernimmt und manchmal bestimmt sie. Dann setzt sie sich beim Sex auf ihn und nutzt ihre Machtposition, um mit ihrer und seiner Lust zu spielen. Dann befriedigt sie ihn mit dem Mund und hört kurz vor seinem Orgasmus auf, um ihn danach noch weiter auf den Höhepunkt der Lust zu führen. Er und sie genießen diese Form der Macht, diese Liebesdienste.

  • Gleichberechtigte Partner

Günther erzählt seiner neuen Partnerin eine erotische Geschichte, eine Fantasie, die er durch seine Worte zum Leben erweckt. Er achtet sehr genau darauf, wie seine Partnerin mitgeht, worauf sie anspringt, passt seine Stimme und Wortwahl an und lässt ihr genügend Zeit in die Fantasie einzusteigen. Er spürt, wie seine Worte sie machtvoll in den Bann ziehen. Er spürt, wie mächtig sie durch seine Fantasie erregt wird. Sie beide genießen dieses Machtspiel bei dem es nur Gewinner gibt.

Macht - im Tarnmäntelchen der Unsicherheit und Angst

"Wohin gehst du? Wann kommst du wieder? Wen hast du getroffen? Bleib nicht solange weg. Ich möchte, dass du das und das tust, sonst liebst du mich nicht." Derjenige, der mit einem eifersüchtigen Partner zusammenlebt, spürt die Macht der bohrenden Fragen, spürt die versuchte Manipulation, um den "unberechenbaren" Partner unter Kontrolle zu bringen. Und doch - was steckt dahinter? Bewusste Manipulation? Aber nein doch!

Eifersüchtige Menschen, sind mächtig unterwegs!
Eifersüchtige Menschen, sind mächtig unterwegs!

Wir haben es mit einem riesigen unbewussten Eisberg zu tun - nur die Spitze schaut heraus. Sind es nicht gerade diejenigen, die sich ohnmächtig fühlen, die sich ängstlich davor fürchten, abgelehnt zu werden, verlassen zu werden, die mit Hilfe von Eifersucht versuchen, sich ein Stück Wichtigkeit, Größe zu sichern? Sind es nicht gerade diejenigen, die sich selbst so unsicher sind, sich klein fühlen, die mit Eifersucht ganz schön Druck ausüben, also eine Form von Macht praktizieren?

Nein, die Betroffenen fühlen sich nicht stark und mächtig, sie fühlen sich schwach und klein und dennoch: Eifersüchtige Menschen, sind mächtig unterwegs.

Macht – im Tarnmäntelchen Vergeltung/Bestrafung

Sexentzug als Machtinstrument.
Sexentzug als Machtinstrument.

Susanne ist völlig überfordert mit den drei Kindern und der Halbtagsstelle, doch anstatt ihr zur Seite zu stehen, sie am Wochenende ein wenig zu entlasten, hat es Helmut, für den eine 60 Stundenwoche keine Seltenheit ist, eher vorgezogen, sich den geforderten Verpflichtungen durch noch längeres Fernbleiben zu entziehen.

Susanne fühlt sich nicht mehr geliebt, Helmut in seinem Freiraum komplett beschnitten. Jeder übt auf den jeweils anderen Macht aus. Helmut handelt nach dem Muster: "Je mehr du mich zwingen willst, je mehr entziehe ich mich dir." Susanne handelt nach dem Muster: "Je mehr du dich mir entziehst, je weniger steige ich mir dir ins Bett." Die Ohnmacht beider treibt sie immer weiter in diese Position hinein, indem sie ihre Macht benutzen, den Partner zu "bestrafen".

Macht – als GewaltAKT

  • Tabea

Tabea lässt in einem Gang Bang mindestens zehn Männer an sich ran. Sie genießt ihre Macht, die sie hat. Als 11jähriges Mädchen wurde sie von ihrem Onkel missbraucht. Seitdem kontrolliert sie jeden Schritt beim Sex, mit jedem Mann. Sie genießt ihre Macht über die Männer, auch wenn sie manchmal spürt, dass sie sich mit den Gang Bangs selbst Gewalt antut, denn danach kommt die Leere.

  • Monika

Als 7jähriges Mädchen wurde die kleine Monika von ihrem Großvater mißbraucht. Mit Gewalt wurden ihre Grenzen niedergerissen. Heute kommen die Bilder immer wieder hoch, wenn sie mit ihrem Freund intim wird. Sie spürt, dass sie ihm ebenfalls Gewalt antut, denn jedes Mal, wenn sie die Kontrolle zu verlieren droht, bricht sie abrupt das Liebesspiel ab.

  • Wolfgang

Wolfgang wurde nicht verprügelt, nicht getreten. Nein, ihm wurde keine körperliche Gewalt angetan. Doch Wolfgang kannte das nimmer endende "Du sollst, du musst, - mir zuliebe, jetzt streng dich mal an, so wird das nix, deine Mama wird sonst ganz traurig, der Papa schimpft sonst mit dir…" Heute liebt er es, Frauen zu unterwerfen, ihnen Schmerz zuzufügen, sie zu würgen…eine Spielart unter Gleichgesinnten zum Wohle beider Seiten oder doch machtvoller Ernst, bei dem er die Grenzen des Gegenüber nicht genau wahrnimmt?

Doch so drastisch brauchen "Übergriffe" gar nicht zu sein. "Und du isst jetzt den Teller leer, sonst…." "Du bist eine fette Schlampe", "Schlappschwanz" - Es gibt kaum etwas Gewaltigeres/Mächtigeres als das Wort.

Macht ist alles und nichts

Macht ist alles und nichts!
Macht ist alles und nichts!

Macht ist alles und nichts. Macht ist weder gut noch schlecht. Macht ist das, was Menschen daraus machen, wie sie sie selbst empfinden und was sie mit ihrem Tun oder Unterlassen im anderen auslösen.

Was bedeutet für euch Macht? Was kommt bei euch als Machtmissbrauch an? Wie schützt ihr euch davor? Wie empfindet ihr Macht in der Sexualität? Was daran ist gut und wann beginnt es, eure Grenzen zu überschreiten...

Ich freue mich auf machtvolle Beiträge zum Wohle von Mann und Frau, in dem angeschlossenen Thread ...

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Kommentare


Aus diesem Thread wurden einige Beiträge gelöscht, die laut unseren Nutzungsbedingungen unzulässig waren; dem Verlauf der Löschung fielen leider auch einige Beiträge zum Opfer, die sich auf diese Beleidigungen bezogen.

Da wir aufgrund des Themenverlaufs davon ausgehen, dass die inhaltlichen Aspekte zum aktuellen Zeitpunkt ausgeschöpft sind, sperren wir den Thread an dieser Stelle.

*geschlossen*
JOY-Team
xxxotb
@rettemich

O.k.,alles klar;)

@fesselnd

Ich finde nicht,daß Macht zwangsläufig arrogant machen muß!
Ich denke,hier wird oft Ursache und Wirkung verwechselt.
Arrogante Menschen,mit wenig sozialem Mitgefühl bringen von Natur aus gute Eigenschaften mit,um erstmal mächtig zu werden!
Das wiederum erhöht die Wahrscheinlichkeit am Ende sehr,daß wir immer wieder auf arrogante Mächtige treffen,aber das waren sie schon vor ihrer Macht!

Die wahren Könige jedoch,sind die gutmütigen unter ihnen!

Und was man von Macht hat...natürlich bessere Überlebensbedingungen.
Und die Evolution hat uns darauf prädestiniert,ständig möglichst optimale Lebensbedingungen anzustreben,um mit einer möglichst hohen Wahrscheinlichkeit das Überleben unserer Gene zu sichern.

Wenn man jetzt ganz spitz ist,könnte man ja am Ende behaupten,die Evolution des Menschen selektiert hin zum absoluten Arschloch...
Möglich...
Aber das wäre eine extra Diskussion;)
@fesselnd

Interessanter Ansatz, den ich gerne vertiefen würde per cm...
Wenn ich denn beginnen könnte... *zwinker*

Also versuchen Machthaber sich selbst zu apotheosieren?
Ich finde es erbärmlich, mag vielleicht daran liegen, daß so etwas für mich nie erstrebenswert war und auch nicht sein wird...
Eine Antwort

Wobei ich mir immer wieder die Frage stelle, warum so viele unbedingt Macht erstreben...

Macht macht arrogant, oft genug auch reich, wertet die Anderen ab. Macht macht glauben, dass man sakrosankt ist. Gegenbeispiele werden zwar zur Kenntnis genommen, aber nur als Dummheit dessen, dem sie passierten, dem Mächtigen kann so etwas niemals passieren.
Macht

Macht korrumpiert. Absolute Macht korrumpiert absolut.

Wobei ich mir immer wieder die Frage stelle, warum so viele unbedingt Macht erstreben...

1. Man/frau ist immer der Buhmann/die Buhfrau wenn es schief geht.
2. Macht bedeutet Verantwortung für Leben.
Ich habe mit meinem genug zu tun als daß ich mir noch freiwillig die
Lebensführung anderer aufbürde...
3. Warum ein "Über-" und "Gegeneinander" fördern, wenn miteinander
doch viel spannender ist?
4. Wozu setzt man/frau dann die erhaltene Macht ein?
Nichts ist langweiliger als ein Ziel erreicht zu haben und dann vor der
Leere zu stehen...
5. Was bleibt denn vin der Macht, wenn man/frau geht?
Machthaber

Gestern abend war das das Thema (ungefähr) bei Lanz. Es wurden zwei Bücher vorgestellt, die ich sicher lesen werde: "Die Elite" und "Scheißkerle". Vor allem der Autor des letzteren kam gut rüber.Aber es war auch als Gegenpol Herr Rach eingeladen, sozusagen als Ausnahme, denn letztlich erschienen die Mächtigen in keinem guten Licht. Es wurde ganz deutlich, dass das neutrale Abstraktum Macht durch die Menschen, die sie haben, negativ oder positiv erlebbar gemacht wird, oft genug aber auch ad absurdum geführt wird.
Wechselspiel

Jede/-r beeinflußt jede/-n.

Macht an sich ist neutral. Sie ergibt sich durch Herrschaftsstrukturen, durch Abhängigkeiten und auch durch Wissensvorsprung...

Innerhalb einer Herrschaftsstruktur sind die Befugnisse und Verantwortlichkeiten klar definiert und sorgen somit für einen "reibungslosen Ablauf" innerhalb der Struktur. Wobei bestimmte Regulative bei Mißbrauch greifen und somit verhindern sollen, daß Macht willkürlich eingesetzt wird. Manipulation innerhalb dieser Strukturen gelten so lange als legitim, wie sie die Struktur (aus beiderlei Sicht) nicht gefährden. Was heutzutage leider "etwas" aus dem Ruder gelaufen ist, da sich viele Personen innerhalb mächtiger Positionen vor den Konsequenzen ihres Handlens drücken (können)...

Innerhalb von Abhängigkeiten sind die Positionen klarer aber auch ungünstiger für die abhängige Person. Denn sie scheint (zumindest aus Ihrer/Seiner Sicht) sich nicht gegen die Manipulation der Macht wehren zu können. Eifersucht ist in diesem Zusammenhang ein sehr spannendes Thema, denn extrem häufig ist es der/die Eifersüchtige, die sich "machtlos" fühlt und dies mit allen (?!) Mitteln zu kompensieren versucht. Oft sogar wider besseren Wissens. Und jede von der eifersüchtigen ausgeführte Manipulation "verschlimmert" die ganze Situation nur. Denn der/die Eifersüchtige hat Angst davor das Gegenüber zu verlieren. Ob berechtigt oder nicht, die Manipulationen entfremden das Gegenüber nur immer weiter und erhöhen den Druck, vor dem diese Person dann schlußendlich flieht...

Wissens- oder Erfahrungsvorsprung ist ein zweischneidiges Schwert... Heutzutage sind viele Wissensgebiete so spezialisiert und teilweise "weltfremd", daß es einem nicht dazugehörenden Menschen wie Magie oder Religion erscheint... Eine eigene Sprache inklusive verschiedener "Weihegrade" und Tempeln... Dieses "verborgene" Wissen erzeugt in seinem speziellen Einflußbereich ein großes Machtpotential, daß sich aber auch nur dort "richtig" nutzen lässt...

Manipulation ist etwas ganz anderes. Denn natürlich beeinflussen wir unsere Mitmenschen, bewußt wie unbewußt. Sei es zum eigenen Vorteil oder zum Vorteil aller. Im alltäglichen Leben sind wir konstant Einflüssen/Manipulationen ausgesetzt. Der Bettler an der Ecke beeinflußt uns genauso wie ein für uns nicht in Erscheinung tretender Werbefachmann, ein Politiker oder Religionsführer...
Solange wir uns der Einflüsse bewußt sind und die Mechanismen dahinter erkennen, haben wir die (relativ) freie Wahl uns "dafür" oder "dagegen" zu entscheiden... Und Egoismus, wie er oft (grade in der Erziehung) "verteufelt" wird, ist nicht verkehrt. Denn natürlich will der Mensch leben, wie es ihm/ihr gefällt. Wogegen auch nichts einzuwenden ist, solange sein/ihr Verhalten nicht darauf aus ist, anderen bewußt zu schaden, um des Schadens willen.

Innerhalb gewisser sexueller Praktiken wird mit Macht und Manipulation "gespielt". Was ich nicht negativ werte und auch für mich nicht als verwerflich erachte. Solange es bei dem Spiel bleibt und bestimmte Grenzen beachtet werde, d. h. der Respekt aller Personen voreinander gewahrt wird. Denn innerhalb eines Spiels werden bewußt bestimmte Grenzen verschoben/verändert/aufgehoben. Dies kann zu einer befreienden Grenzerfahrung führen, die alle Beteiligten reifen lassen kann. Verliert aber eine der Personen den Respekt vor dem Gegenüber und treibt es über annehmbare Grenzen hinaus (was sich je nach Personenkreis anders definiert), so wird aus dem (legitimen) Spiel meines Erachtens aktiver Mißbrauch. Da nicht mehr beide gestalten, sondern nur noch eine oder mehrer Personen verantwortungslos agieren...

Innerhalb einer Partnerschaft die auf Augenhöhe stattfindet ist Manipulation nicht notwendig und auch nicht spürbar. Denn zwei selbstreflexive Menschen können offen über ihre Wünsche/Gefühle/Phantasien/Neigungen/Bedürfnisse sprechen ohne sofort vom anderen abgelehnt zu werden. Was keinen wirklichen Anlaß zu Manipulationen ergibt. Denn solange man/frau offen sprechen kann und das Gegenüber willens ist zu verstehen, arbeiten auch beide gemeinsam an einer für beide Seiten akzeptablen Lösung.

Je unbewußter sich selbst ein Mensch ist, desto leichter ist er/sie zu manipulieren und desto eher manipuliert er/sie aber auch das Gegenüber. Es gibt ein paar Grundtriebe, die befriedigt werden wollen. Und das Streben nach dieser Befriedigung ist jedem Menschen zu eigen. Je nach Kultur, Erziehung, psychischer Konstitution und Intelligenz variieren die Maßnahmen, die ergriffen werden, um eine Triebbefriedigung zu erreichen. Jedoch lebt, meines Erachtens nach, der bewußte Mensch seinen Trieb und nicht der Trieb ihn.

LG xenotox
Seeehr guter "Einwand"

zu der Eigenmanipulation *lol* *zugabe*

Stand aber auch schon "indirekt" in anderen Beiträgen *ja*

Gehen wir nun aber noch tiefer, zu der evolutionären "Manipulation" und warum es heute noch erwachsene "Bettnässer" gibt *haumichwecch*

Grundlegendes zu Vorteilen und sexueller Selektion

Sozialer Status ist bedeutend für Menschen. Wir sind – ähnlich wie unsere nächsten Verwandten, den Menschenaffen – Rudeltiere mit einem hierarischen Gruppenaufbau. *baby* *hackfresse* *snob* *klugscheisser* *bunny* *oma* *opa* *guru* *hotman* *hotupshirt* *koenig* *superman*

Eine Hierarchie bietet verschiedene Vorteile. Sie bedeutet für ein Alphamännchen eine bessere Versorgung, für die Gruppe evtl. einen Anführer, sie verhindert übertriebene Statuskämpfe und reduziert damit das Verletzungsrisiko. Ein wahrer Alphamann weiß es zu führen, und bestimmt dabei auch den Erfolg, Interlekt und das Geschick seines Rudels/Gruppe. *ja* Jede Fraktion hat dabei Ihre Anhänger..z.B auch Asis.

Gleichzeitig macht dies sozialen Status in einer Gruppe zu einem verlässlichen Zeichen für "gute Gene" und Versorgereigenschaften. Die Position an der Spitze halten zu können, vielleicht weiterzugeben, macht sie ideal für eine sexuelle Selektion: Weibchen, die Männer mit hohem sozialen Status attraktiv finden, lassen sich eher mit solchen Männern ein, haben eher deren Kinder und damit eher Kinder, die selbst eine hohe Position erlangen können. Dabei ist z.B einem "Asi-Weibchen" die eigentliche Alpha Symbolik von Größe, Stärke, Geist + Charakter völlig egal, es kann auch eine kleine *hackfresse* od. *snob* sein, die den Status bzw sein Geld von Papa geerbt hat. *wuerg*


Heute belegen Studien schon lange, dass sozialer Status bzw Geld auf Frauen anziehender wirkt als die eigentlichen Führungsattribute. Wenn man sich bewusst macht, dass „jemanden anziehend finden“ eigentlich nur vor dem Hintergrund erklärbar ist, dass dem jeweiligen Menschen unterbewusst mitgeteilt wird, dass es sich lohnen könnte, mit dieser Person Sex und damit potentiell Nachwuchs zu bekommen, wird deutlich, dass sexuelle Anziehung ein höchst biologischer wenn auch widerlicher Vorgang ist sich zu prostituieren. *floet* So empfinden es heute bereits junge Teenager aus zerrütteten Familien als anziehend, wenn sich der 5 Jahre ältere Freund von seinem Azubigehalt ein Mofa leisten kann *gruebel* *aua* Und peng, ist man schwanger, der Mofaman glücklich die "Naivität" seiner Anhängerin ausnutzen zu können, und das Weibchen mit Nachwuchs wird nach unten weitergereicht. Das ist die Realität...


“Macht, Geld, Einfluss ist das stärkste Aphrodisiakum“, aber kein Garant zu einem zufriedenen, guten Leben. Sexuelle Selektion der Frau funktioniert daher nur, wenn das jeweilige Merkmal, auf dem die sexuelle Selektion vererbbar ist, auch beim Männchen tatsächlich vorhanden.

Die soziale Komponente...

Was viele dabei verwirrt und von einer biologischen Erklärung abbringt, ist der Umstand, dass sozialer Status – wie ja schon das Wort nahelegt – eine deutliche soziale Komponente hat. *ja* Man ist gern für andere da, den "Schwächeren".


Das ist aber nur vordergründig ein Widerspruch. Den sozialer Status hat unabhängig von seiner Ausprägung widerkehrende Elemente. Um so höher der soziale Status um so mehr wird man der jeweiligen Person an unattraktive Besonderheiten durchgehen lassen...*kindersprache* *zwanghaftes-schulterzuck*...hmm...*hackfresse* *kleinwuchs* *graue oder keine Haare* *snob* um so mehr positive Aufmerksamkeit dieses "Männchen" bekommt, um so eher bestimmt die jeweilige Person das Verhalten und die Handlungen der Gruppe.

Deswegen suchen sich "Asi-Alphas" auch gerne junge, unerfahrene Asi-Weibchen, ( wer kennt nicht das lächerliche Bild aus der eigenen Fußgängerzone *opa* + *hotlady* steigen aus dem schicken sportwagen) weil es schön einfach + faltenfreier ist *floet* *haumichwech*

Unsere Bewertungen von sozialen Status sind nicht auf die heutige Mediengesellschaft ausgerichtet. Sie sind in vergleichsweise kleinen Gruppen entstanden, in der sozialer + kultureller Status wesentlich persönlicher ist.

Ein Beispiel wäre der Sänger einer Hinterhofrockband bei einem Konzert mit 200 Leuten in einem kleinen Saal. Bringt er die Menge zum kochen, dann steigt sein sozialer Status, weil alle Aufmerksamkeit auf ihn gerichtet ist, er zu den Leuten spricht (singt), sie evtl. begeistert wiederholen was er sagt (mitsingen) und er Handlungen der Gruppe vorgeben kann und den Ablauf bestimmt. Die Leute versammeln sich, um ihn zu sehen, was seinen Status wachsen lässt.

Natürlich kommen noch viele weitere Punkte dazu. Gerade im direkten Kontakt muss das Gesamtbild stimmig sein. Wer nach außen Macht + Geld hat, auch wenn es nur von Papa geerbt ist, aber beim "Kennenlernen" oder Kontakt mit einer anderen Gruppe unsicher wirkt, (Optik+Habtik), der wird seinen sozialen Status weniger nutzen können, da er unehrlich + nicht authentisch wirken kann.

Deswegen locken sich soviele .... auch Ihre "Opfer" / "Gruppen" so gern nach Hause, oder an andere Orte wo Sie sich sicher fühlen, da dort die eigene Unsicherheit oder Absicht bewußt mit dem evolutionären Status manipulieren/verwischen können.

Solange Sie aber dieses "Wissen" aus Ihrer Erfahrung be/-ausnutzen können, solang es "Naivität" + "Unterwürfige" gibt, geht das Spiel widerliche weiter - hört und sieht es überall, weil es zugelassen wurde!*schulterzuck*

"Sticht man einer "Muschi" damit in den Po, ist Sie darüber gar nicht froh...dann hört man es nämlich laut grunzen!"

LG *floet*
@woman

eine guter einwand... der sicherlich zu überlegungen anregt... und ja... denke du hast recht... das zulassen und nicht sehen... ist eine "eigenmanipulation".... sogenanntes "blindhandeln", es nicht sehen zu wollen.... auch wenn der kopf vielleicht/ sicher schon genau das gegenteil weiß !

Manipulation sieht man ja in erster Linie in Zusammenhang mit anderen.
Dabei ist es schon Fakt, daß man sich auch selbst manipuliert.
Wenn man sich nämlich Dinge schön redet und danach auch handelt, weil man sonst mit der Tatsache, die vor der Eigenmanipulation nicht klar käme.

So gesehen ist jedes verdrängen eine Eigenmanipulation und darüber lohnt es sich einmal nach zu denken.

WiB

  • Neu hier? Kein Problem!
Die Autorin
Macht und Manipulation zwischen Mann und Frau
Wir danken unserem Mitglied Graciella für diese Einblicke.
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