Oralsex ist eine beliebte erotische Praktik, bei dem die Partner sich mit dem Mund an Penis oder Scheide verwöhnen und stimulieren. Tipps und Tricks zum Blowjob und wie man richtig blasen kann, sind beliebte Themen im JOYclub. Doch es gibt schlechte Nachrichten aus den USA: Wissenschaftler wollen einen Zusammenhang von vermehrtem Oralsex und dem Anstieg von Krebs-Erkrankungen im Mund-Rachen-Raum entdeckt haben.
Oralsex scheint gefährlicher als rauchen
Bisher wurden orale Krebs-Leiden auf einen vermehrten Alkohol- und Tabakkonsum zurückgeführt. Es waren vorwiegend ältere Männer, die rauchen und trinken, betroffen.

In den letzten Jahrzehnten verzeichneten Mediziner zudem eine beunruhigende Zunahme dieser Krankheiten auch bei Menschen unter 50 Jahren. Ursache sollen Viren sein, die sich während oralen Sex-Praktiken verbreiten.
Die sogenannten Humanen Papilloma-Viren (HPV) sind den Forschern nicht unbekannt, sind sie doch Auslöser für einige Geschlechtskrankheiten. Als Erreger für Rachen-Krebs treten die HP-Viren jedoch noch nicht lange in Erscheinung.
HP-Viren Auslöser für weitere Krankheiten
HPV-Infektionen sind den sexuell übertragbaren Virus-Erkrankungen zuzuordnen und können im Genital- und Analbereich Feigwarzen hervorrufen. Dabei handelt es sich um gutartige Gewebswucherungen, die meist nur stecknadelkopfgroß sind, aber auch eine Größe von bis zu mehreren Zentimetern entwickeln können.
Obwohl eine HPV-Infektion verhältnismäßig häufig auftritt – wissenschaftlichen Annahmen zufolge bei 70 bis 90 Prozent aller Frauen – verläuft sie doch meist harmlos und heilt unbemerkt aus. Durch einige HPV-Formen treten jedoch auch bösartige Erkrankungen auf, wie beispielsweise Gebärmutterhalskrebs. Außerdem sind Krebs-Leiden an Scheide, Penis oder Anus möglich.
Nun haben US-Wissenschaftler auch einen Zusammenhang von vermehrtem Oralsex, bei dem die Viren übertragen werden, und dem Anstieg von Krebs-Erkrankungen im Mund-Rachen-Raum entdeckt.
Viele Sex-Partner erhöhen Risiko
Die Mediziner sehen ein erhöhtes Risiko der Ansteckung mit den Humanen Papilloma-Viren bei den Menschen, die häufig wechselnde Geschlechtspartner haben und mit diesen Oral-Sex praktizieren. Je mehr Geschlechtspartner vorhanden waren, umso höher ist die Gefahr einer Infektion.
Oralsex nicht verteufeln

Obwohl die neuen Erkenntnisse aus den Vereinigten Staaten sicherlich den ein oder anderen umdenken lassen, ist es aus Angst vor Rachen-Krebs-Erkrankungen nicht erforderlich, auf Oralsex gänzlich zu verzichten. Denn: Es gibt auch Mediziner, die erachten diesen Zusammenhang als spekulativ und warnen vor einer übereilten Vorsicht. Sie sind der Meinung, dass Rauchen und Alkohol nach wie vor die Hauptgründe für Kopf-Hals-Tumore sind.
Wer auf Nummer sicher gehen möchte oder weiteren Rat benötigt, sollte mit seinem Arzt über Vorbeugemaßnahmen wie z.B. Lecktücher oder Impfungen sprechen.







