12.12.2006

Hepatitis B

Hepatitis bezeichnet als Oberbegriff sämtliche Erkrankungen, die sich in einer Entzündung der Leber äußern. Zwar können diese auch durch Bakterien oder Parasiten veruracht werden, die häufigste Ursache für Hepatitis ist jedoch eine Virusinfektion. In Abhängigkeit der verschiedenen Virustypen (A - E) werden die einzelnen Hepatitistypen unterschieden, die auf verschiedene Weise übertragbar sind.

Hepatitis B ist die Form der Hepatitiserkrankungen, die als sexuell übertragbare Krankheit klassifizierbar ist. Der Erreger, der Hepatitis-B-Virus (HBV), wird durch den Austausch von Körperflüssigkeiten (Blut, Sperma, Urin, Speichel) übertragen. Die Übertragungswahrscheinlichkeit ist dabei von der Viruskonzentration abhängig.

Hepatitis B ist in Europa vergleichsweise gering verbreitet, wogegen die Krankheit auf dem afrikanischen Kontinent, in weiten Teilen Südamerikas, Asiens und im pazifischen Raum stark verbreitet ist.

Symptome

Die Inkubationszeit der Hepatitis B liegt bei ein bis sechs Monaten.

Nach Ausbruch der Krankheit kann es zu allgemeinen Symptomen kommen, wie zum Beispiel Müdigkeit, Kopf- und Gliederschmerzen, Erbrechen und Fieber.
Darüber hinaus können auch hepatitistypische Symptome auftreten, wie Schmerzen im Oberbauch, Dunkelfärbung des Urins, Gelbfärbung der Haut und der Augen.
Dementgegen verläuft die Krankheit bei etwa einem Drittel der Infektionen ohne das Auftreten etwaiger Symptome und kann daher auch unbemerkt bleiben. (asymptomatischer Krankheitsverlauf)

In der Regel verläuft eine Hepatitis-B-Erkrankung akut und heilt nach kurzer Zeit vollständig aus.
Nur in etwa 10 Prozent der Fälle wird Heptatits-B chronisch, was unter Umständen zu Leberzirrhose oder Leberkrebs führen kann.

Vorbeugung

Gegen Hepatitis B gibt es eine Impfung, wodurch eine Infektion mit HBV verhindert werden kann. Der Impfschutz bleibt etwa für die Dauer von zehn Jahren erhalten.

Darüber hinaus empfielt es sich einer Infektion durch konsequenten Safer Sex vorzubeugen.

Hepatitis ist relativ leicht zu übertragen. Es besteht ein deutlich höheres Ansteckungsrisiko als zum Beispiel bei HIV. Besondere Vorsicht ist hierbei bei oralen Praktiken, wie Fellatio oder Cunnilingus geboten.

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