Du suchst nach einem Fick? Fick ist heutzutage ein umgangssprachlicher und ordinärer Ausdruck für Sex. Zwar wird der Begriff vielfach als vulgär empfunden, in der Regel ist er jedoch nicht negativ besetzt. Meist wird auch harter Sex mit dem Wort Fick verbunden.

Fick in der Vergangenheit und anderen Sprachen
Bereits im Mittelhochdeutschen kam das Wort "ficken" in der Bedeutung von "reiben" vor. Im 16. Jahrhundert gab es zudem die niederrheinische Vorform "vycken" in der Bedeutung "mit Ruten schlagen".
Außerdem ist in vielen Sprachen ein ähnlicher Wortstamm zum deutschen Fick zu finden. Am bekanntesten ist sicherlich das englische "fuck". Aber auch im niederländischen "focken", im norwegischen "fukka" oder schwedischen "fokka" ist der Wortstamm zu finden.
Im Gegensatz zu anderen vulgären Begriffen für Sex, wie beispielsweise poppen, sind Fick oder ficken keine Modewörter, sondern über lange Zeit benutzte Ausdrücke.
"Fick dich" und die "verfickte Lage"
Üblicherweise umschreibt Fick den eigentlichen sexuellen Akt. Viele nutzen das Wort auch direkt während des Aktes und heizen sich mit Dirty Talk an. In Verbindung mit Oralverkehr kann der Fick auch eine Art Machtspiel bedeuten. Im Gegensatz zum normalem Oralsex wird beispielsweise die Wendung "in den Mund ficken" einer eher devoten Frau bzw. bei männlichen homosexuellen Paaren dem devoten Mann zugeschrieben.
In bestimmten Kontexten kann das Wort auch als Beleidigung benutzt werden, beispielsweise in der Phrase "Fick dich", oder Ausdruck einer misslichen Lage sein. So hört man ab und an die Wendung "verfickte Lage". Im Sport wird ein Verlierer auch als "Gefickter" bezeichnet. Die englische Version fuck dient hierzulande zudem oftmals als Ausruf, wenn etwas schief geht.
Auch in anderen Zusammenhängen bzw. Wortkombinationen erhält Fick oder ficken einen negativen Beigeschmack. Schaut man jemand beispielsweise provozierend an, wird dies als "Blickficken" bezeichnet. Ausbilder beim Militär bezeichnen ein sehr hartes Training der Auszubildenden als "ficken", zum Beispiel "Die hab ich heute aber gefickt".
Wie gesellschaftsfähig ist der Fick?
Obwohl es doch das eigentlich härteste Wort für Sex ist, ist es doch mittlerweile im allgemeinen Sprachgebrauch recht üblich. In den Medien werden doch eher andere Synonyme wie zum Beispiel "poppen" benutzt, aber im Gegensatz zu früheren Jahren ist es auch hier angekommen. Am bekanntesten ist hier wahrscheinlich der Comedian Ingo Appelt, der "ficken" als eines seiner Hauptwörter im Programm benutzt.
Dennoch: Man sollte bedenken, wem gegenüber man diese Wörter verwendet (Mal abgesehen von den Beleidigungen, mit denen man ohnehin niemand konfrontieren sollte). Bei sexuell aufgeschlossenen und freizügigen Menschen ist es sicherlich völlig problemlos "Fick" oder "ficken" zu sagen. Es gibt jedoch auch Menschen, die diese Wortwahl vielleicht falsch verstehen und sich auf den Schlips getreten fühlen.




