Das Symbol des Welt-Aids-Tags ist die rote Schleife. Sie stellt die Betroffenen in den Mittelpunkt und steht für Respekt und Solidarität. Der diesjährige Welt-Aids-Tag steht dabei in Deutschland unter dem Motto "Ganz Deutschland zeigt Schleife" und wird von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) gemeinsam mit der Deutschen AIDS-Hilfe, der Deutschen AIDS-Stiftung und dem Bundesministerium für Gesundheit durchgeführt.
Denn immer noch gilt es auch in Deutschland Ausgrenzung und Stigmatisierung zu bekämpfen. Von einem Schicksal berichtet dieser Artikel ...
Will nicht nur auf Aids reduziert werden
Eigentlich wollte Rita mit ihrem Leben neu durchstarten. Sie hatte sich erst vor kurzem von ihrem Mann getrennt, die Zukunft stand ihr offen. Doch dann kam die Diagnose. "HIV positiv". Da war Rita Anfang 30 und ihr Leben wurde komplett auf den Kopf gestellt. "Heute habe ich HIV in mein Leben integriert - notwendigerweise", erzählt die mittlerweile 51-jährige Berlinerin. Einfach war das nicht, schließlich nimmt Rita täglich zahlreiche Medikamente und ist seit Jahren berufsunfähig. Als bemitleidenswertes Opfer sieht sie sich trotzdem nicht. "Ich habe gelernt, dass ich gut bin, so wie ich bin. Auch mit HIV."

Ritas Infektion wurde 1991 erkannt, doch wahrscheinlich lebt sie schon seit etwa 1984 mit dem Virus. Schon wenige Jahre nach der Diagnose brach bei Rita die Krankheit Aids aus. Die Ärzte gaben ihr nur noch drei Jahre zu leben und ihr ging es so schlecht, dass sie lange im Rollstuhl sitzen musste. Hinzu kamen psychische Beschwerden. Rita litt wie viele andere HIV-Positive und Aidskranke immer wieder unter Depressionen. Das wiederum war jedes Mal weiteres Gift für ihre Aidserkrankung. "Wenn ich Depressionen oder Angstzustände habe, geht es mir auch körperlich schlechter."
Doch die schlanke Berlinerin gab nicht auf. Die gelernte Einzelhandelskauffrau fing an, die wegen ihrer starken Nebenwirkungen eigentlich verhassten Medikamente zu nehmen ("Ich war früher nie ein Tablettenfreak"), sie achtete mehr auf sich - und fing eines Tages sogar wieder an, im sozialen Bereich zu arbeiten. Das geht zwar seit 2006 nicht mehr, aber Rita ist weiter optimistisch. "Ich glaube, dass die Psyche mit zum guten Immunsystem beiträgt, deswegen versuche ich, möglichst positiv zu denken."
Wenn sie Sätze wie diese sagt, wirkt Rita - die ihren richtigen Namen nicht nennen möchte - sehr entschlossen und reflektiert. "Es stimmt, es ist eine hammerharte Diagnose, es ist auf jeden Fall schwierig damit zu leben, aber ich will auch nicht nur auf Aids und die Rolle der Positiven reduziert werden", sagt sie selbstbewusst. "Mein Leben ist mehr als nur das."
Doch genau das passiert ihr als infizierte Frau immer wieder. Ein Großteil der Erkrankten in Deutschland sind schwule Männer, nur etwa 20 Prozent sind Frauen. "Frauen werden gerade in den Medien oft in der Opferrolle dargestellt", sagt die 51-Jährige. "Es scheint nicht zu interessieren, was ich sonst alles war und bin. Stattdessen interessiert bei Frauen mehr, wie arm sie dran sind."
Deswegen redet Rita auch nur ungern darüber, wie sie sich einst infizierte. Sie deutet zwar an, dass ihr Ex-Mann sie ansteckte, doch viel mehr verrät sie nicht. "Ich antworte nur sehr ungern auf die Frage nach dem Woher, weil es dann immer auch um die Schuldfrage geht", erklärt die Berlinern. "Und das finde ich blöd."
Stattdessen freut sich sich über ihren halbwegs guten Gesundheitszustand - nachdem sie zeitweise bis zu 37 Tabletten am Tag nehmen musste. Genießt, dass sie weiter rausgehen und Freunde sehen kann. Und dass sie trotz der Erkrankung immer wieder längere Beziehungen hatte. "HIV durchzieht permanent mein Leben, aber der Auftrag ist, so gut wie möglich damit zu leben."
Für die Arbeit der bundesweiten Aids-Hilfen symbolisiert Rita damit das neue Bild der Infizierten: Schätzungen zufolge sind derzeit rund ein Drittel aller HIV-Infizierten über 50 Jahre alt und könnten dank hochwirksamer Medikamente noch viele Jahre leben. Für die Präventionsarbeit sind das allerdings ziemlich Herausforderungen. Denn wenn die Vorstellung entsteht, HIV sei kein Todesurteil mehr, nehmen vor allem junge Leute die Krankheit nicht mehr so erst. Vor Leichtsinn warnt Rita jedoch eindringlich. "Das ist weiterhin eine gefährliche Krankheit, die dein Leben auf den Kopf stellt und die Lebensqualität auch durch die Medikamente deutlich einschränkt."
(Aliki Nassoufis, dpa)
| |
 | Pressemeldungen und Wahrscheinlichkeiten
Pressemeldungen
Diese Pressemeldung habe ich gestern auch gelesen. Nun, es wird sicherlich noch eine Zeit dauern, bis auf diese Entdeckung eine Medikation folgen wird.
Wahrscheinlichkeiten
Es stößt bei mir immer wieder auf Unverständnis, dass bezüglich der Infektionsrisiken mit Wahrscheinlichkeiten jongliert wird. Mathematisch gesehen mögen diese Rechnungen ja korrekt sein. Aber beim konventionellen Sex besteht immer eine 1:1-Relation. Und wenn es dich dann erwischt hat, wirst du jede Wahrsdheinlichkeit verfluchen. Denn, auch wenn es beim jetzigen Stand der Medizin möglich ist, die Viruslast unterhalb der Nachweisgrenze zu halten, bleibt als Fakt stehen, dass du den Virus in dir trägst. Und nach dem heutigen Stand wird dies dein Zustand sein bis zu deinem Lebensende. Und auch, wenn ein Impstoff entwickelt wird, bedeutet dies erst einmal nur Schutz für diejenigen, die keinen HI-Virus in sich tragen.
In diesem Sinne: Ein Kondom ist wirksamer als jede Wahrscheinlichkeitsrechnung! |
 | Pressemeldung ...
Proteine konnten im Labor mehr als 90 Prozent aller bekannten HIV-Stämme stoppen
Washington - Ein amerikanisches Forscherteam hat zwei menschliche Antikörper entdeckt, die im Labor mehr als 90 Prozent aller bekannten HIV-Stämme stoppen können. Die Proteine mit den Bezeichnungen VRC01 und VRC02 neutralisieren damit mehr Aids-Erreger-Varianten als alle anderen bisher bekannten Antikörper, wie die Wissenschafter um John Mascola von den US-Gesundheitsforschungsinstituten (NIH) im Fachjournal "Science" berichten.
Links nur für Mitglieder |
 | unverantwortlich
gerade auf einer plattform wie der diesen hier, halte ich "dumme sprüche" wie diesen hier:
Squirting: Hällöle
"...Tja, wenn man Alzheimer und HIV auf einmal hat, kann das schon mal passieren..."
(...und soetwas von einer joycliub-gruppengründerin/-moderatorin als eröffnungsposting für den aktuellen "neuvorstellung der mitglieder"-thread zu lesen... mitzubekommen, dass hierzu sachlich kritische stimmen in form von antwortpostings einfach kommentarlos gelöscht werden.... das macht mich fast sprachlos...)
und stammtischpolemik für mehr als nur gefährlich...
hiv/aids betrifft jede ethnische und soziale schicht und es ist sehr traurig, dass zu einem derartigen thema überhaupt noch "glaubens"-diskussionen entstehen können  .
update/editierung:
nachtrag!
soeben wurde der o.g. verlinkte und zitierte beirag durch die autorin editiert, jedoch halte ich dies bzw. die inhaltliche änderung für eine nicht minder bedenkliche geschichte...
zitat alter satz:
Tja, wenn man Alzheimer und HIV auf einmal hat, kann das schon mal passieren
zitat editierter satz und hinzugefügtes p.s.:
Tja, wenn man Alzheimer und H.I.V.* auf einmal hat, kann das schon mal passieren.
PS: Und nun für alle Unwissenden, shiwawa, dich zähle ich nicht dazu.... .
* hab ich vergessen.
*kopfschüttelnde grüsse |
 |
Sogno:
Das sind die Gleichen, die statistisch gesehen nicht in der Risikogruppe sind.
(Man bemerke bitte den Sarkasmus.) |
 | wenn....
....ich hier die diversen videos ansehe, dann erschreckt es mich doch schon sehr. da werden GB videos hochgeladen wo deutlich zu erkennen ist, dass ohne gummi ge...... wird. ich habe mir einmal erlaubt, ein video zu "bewerten" mit den worten.....
"schon etwas riskant so ganz ohne gummi".........und habe auf den beitrag Weltaidstag hier im joyclub verwiesen.
das ergebnis war, dass mein beitrag über das video sofort gelöscht wurde und ich von dem paar mit den worten angegriffen, was es mich denn wohl angeht.
da kann ich einfach nur mit dem kopf schütteln. |
 | Immernoch Achtung!
Ihr Lieben,heute noch genug Moral.
komme aus dem Medizinischen und hab von Berufswegen viel mit HIV-positiven zu tun. Nehmt Euch in acht; wenn die Therapie nicht greift oder nicht regelmäßig (also mindestens täglich) genommen wird, gibt es auch heute noch das Vollbild AIDS, in dem man elend an unspektakulären Infektionen versterben kann. Sicher ist HIV ein wenig besser behandelbar geworden und die neuen Medikamente (Integrasehemmer, T20) bieten sicher neue Optionen, aber HIV tötet! Seid es Euch einfach wert, HAART hat genug Nebenwirkungen und wenn man sie sich ersparen kann, ist es das locker wert.
Bei Fragen gerne persönliche Mail.
Bis denn, RS |
 |

Naja, spricht auch niemand was dagegen.
So und in dem Zusammenhang wie Du es jetzt postest.
Da Du das aber bis jetzt nicht getan hast, wurde es nicht nur von mir anders gelesen und verstanden.
Es lief immer auf eine Verharmlosung heraus.
Einigen wir uns doch auf folgendes:
Eine Gefahr ist immer da, egal von welcher Seite, aber wir rechnen nicht mit dem Schlimmsten.
Vorallem aber, vergessen wir nicht, dass es diese Krankheit durch alle Bevölkerungsschichten gibt.
Ok? |
 |
Jeder Arzt, der Dir ins Gesicht sagt, es gibt kein Risiko, der lügt Dir in die Augen.
DAS wird dir auch kein Arzt sagen!
Aber jeder VERANTWORTUNGSBEWUSSTE und UNPARTEIISCHE Arzt wird dir ins Gesicht sagen das es sehr viel wahrscheinlicher sein wird das du an den Folgen eines Verkehrsunfall sterben wirst denn an HIV/AIDS ...... das sind nicht von der Hand zu weisende Fakten.
Noch sehr viel wahrscheinlicher wird es sein das du eines Tages einem Herzinfarkt erliegen wirst ..... oder ganz einfach an Altersschwäche stirbst. Auch das sind Fakten die durch reale Zahlen belegbar sind.
Die WAHNSINNIGE und UNÜBERSCHAUBARE Gefahr HIV/AIDS gibt es nur in den Köpfen einiger Vorstandsvorsitzender von Pharmakonzernen und anderen Organisationen die damit ihr Geld verdienen oder ihre Existenz darüber rechtfertigen.
NEIN, ich bestreite nicht das es HIV/AIDS gibt! NEIN, ich bestreite nicht das es eine mathematische Wahrscheinlichkeit, sogar eine reale Möglichkeit gibt sich mit HIV/AIDS zu infizieren!
ABER, diese Möglichkeit liegt weit weit weit hinter hunderten anderer Gefährdungs- und Todesmöglichkeiten ........ und darum geht es mir! |
 |
Hättest Du lieber Erwin psychologische Aspekte, die Handeln beeinflussen eher angebracht, dann hätten wir uns 95% dieses Themas sparen können.
Nur wehre ich mich entschieden gegen mathematische Wahrscheinlichkeiten die man sich auf Grund irgendwelcher Untersuchungen ausrechnet.
Juli hat in dem Bereich Aufklärung, Sexualerziehung zu tun. Wieso muß es dann solche Menschen wie sie geben, wenn alles erklärbar ist?
Rechenbeispiele hat Hetaere auch schon versucht zu bringen.
Ja, wenn ich den durchschnitts Bürger in einer durchschnittlichen deutschen (österreichischen) wo auch immer Stadt nehme, davon 50 befrage, bekomme ich harmonisierungswürdige Ergebnisse.
Diese werden dann zu bunten Bildern und Zahlen.
Auch Amtsärzte sind nur Menschen die interpretieren.
Jeder Arzt, der Dir ins Gesicht sagt, es gibt kein Risiko, der lügt Dir in die Augen.
Aber bitte.
Vielleicht muß wirklich erst etwas passieren. Sein es ein gepflegter Tripper, Pilze, Syphillies oder HIV.
Allerspätestens dann fragt keiner mehr, wer mal was wann erzählt hat.
Denn auch dieses Risiko gibt es in überwachten Clubs.
Oder mein bester Freund Herpes. Google den mal.
Gibt herrliche Bilder von dem. Auch diesen wirst Du in Clubs finden.
Obwohl alle Kondom benutzen, gesund sind, und Amtsärzte diese überwachen. |
 | @gizmo - ja und ...
Swinger, Prostituierte= gefährdeter als monogam lebende Partner. dieser Aussage schließe ich mich zu 100% an !
Was aber nichts damit zu tun hat, daß HIV/AIDS (und um genau dies geht es ja ?!) im (legalen und zumindest in Ö wöchentlich vorgeschriebenen med. untersuchten) Bereich überhaupt ein statistisch (!) gesehenes enormes Gefährdungspotential darstellt. Das ist schlichtwegs falsch !
Wie es im nicht kontrollierten Zwangs-/Beschaffungs-/Drogen-/Strassen-Prostitutionsbereich aussieht weiß ich nicht, aber vermutlich gefährlicher.
Nach zB. Aussagen der zuständigen Amtsärztin für den steirischen Bereich, ist HIV/AIDS im Bereich der kontrollierten Clubs/Bars überhaupt keine relevante Gefährdung, im Gegensatz zu anderen STD's, aber selbst diese liegen nicht signifikant über dem statistischen Bevölkerungsdurchschnitt.
Deshalb entspringen irgendwelche "logisch, klarerweise Hochrisiko-Aussagen" für mich einer durchaus psychologisch begründbaren "gefühlten Angst", die realen Fakten zuwider läuft.
Würde sich unser Empfinden nach statistischen Zahlen richten würde zB. niemand Lotto spielen und beim Autofahren würde so jemand in wesentlich grösseren Angstzuständen sein, als beim (sogar hypothetisch ungeschützten) GV mit einer Prostituierten.
Wie und dass uns "die Psychologie" bei solchen Gefahren oder "gefühlten Wahrheiten" ganz schön "überlistet", ist auch recht gut untersucht - lies zB. mal Watzlawick o.ä.
Und das hat nichts mit Verharmlosung oder der Unterstellung, man wäre gegen Kondome, zu tun - aber auch das habe ich schon mehrmals geschrieben
Erwin |