Schmutzige Worte sind für viele sehr antörnend: "Fick mich", "du geile Schlampe", "geiler Hengst", "Besorgs' mir so richtig". In Wirklichkeit wollen viele von uns genau das beim Sex hören bzw. loswerden, wenn wir uns gegenseitig heiß machen und mal richtig gehen lassen wollen.
Doch nicht jeder Sexpartner kann mit so einer direkten Art umgehen oder fühlt sich vielleicht sogar überrumpelt, wenn der andere aus heiterem Himmel so eine Wortwahl pflegt. Versucht euch an euren Liebsten heranzutasten und findet heraus was er von der versauten Sprache hält.
Talk dirty to me, baby!
Dirty Talk bezeichnet eine Art der Verbalerotik. Ziel ist es, seinen Partner mit versauten und direkten Wörtern sexuell zu erregen - während und vor dem Akt oder beim Telefonsex. Dabei spielen die Stimme, der Tonfall und natürlich die Wortwahl eine entscheidende Rolle. Schnell kann durch ein schüchternes "Fick mich" oder ein missverständliches "Nimm mich, du räudiger Hund" die ganze Stimmung flöten gehen. Männer mögen es z.B., wenn Frauen nach einer durchzechten Nacht kratzig, tief und heiser klingen.
Übung macht den Dirty Talk-Meister

Die meisten Paare kostet es viel Überwindung, dass in die Praxis umzusetzen. Die Angst, ausgelacht zu werden oder sich lächerlich zu machen, haben wohlmögliche viele zu Beginn. Aber mit gegenseitigem Verständnis, Vertrauen, Geduld und jeder Menge Übung kann aus jedem ein richtiger Dirty Talker werden.
Probiert es doch erstmal damit, euch erotische Geschichten vorzulesen oder hört gemeinsam ein erotisches Hörbuch an - es gibt genügend erotische Literatur, die euch dabei hilft, in das Thema einzusteigen.
Anregungen für das Dirty Talking
Das direkte und unverblümte Wort ist genau das, was Dirty Talk ausmacht. Nichts mit Umschreibungen – richtig dreckige Wörter machen dieses Sexspiel aus. Dabei ist das, was Frauen und Männern beim Dirty Talk hören wollen, gar nicht so verschieden.
Beispiele:
- Fick mich! / Gib's mir!
- Ich mach alles, was du willst!
- Keiner fickt mich so gut wie du!
- Ich liebe deinen Schwanz!
- Du geiles Stück!
- Besorgs mir!
- ...
Tipps für den Dirty Talk!
Wichtig ist, auf seinen Partner Rücksicht zu nehmen und ihn nicht mit unangebrachten Bemerkungen zu verletzen. Sprecht euch besser vorher ab, was euch gefällt und was euch eher abtörnen würde – nur so kann man sich voll und ganz dem Dirty Talk hingeben.
Gerne könnt ihr euch auch ein Beispiel an Filmen oder Magazinen nehmen, aber Vorsicht: Nicht jeder findet die Hardcore-Porno-Sprache erregend. Auch zu poetisch kann ganz schnell nach hinten losgehen. Also immer mit Bedacht an die Sache herangehen und nichts überstürzen.
Auch ein Don't ist, die Brüste als "Monstertitten" zu bezeichnen, wenn eure Herzallerliebste nur eine kleine Brust hat, oder das beste Stück "Prügel" zu nennen, wenn er doch gar nicht so gut bestückt ist. Bezieht euch lieber auf die waren "Stärken" oder gebt Anweisungen, was ihr euch gerne von eurem Partner wünscht.
Umso direkter, umso besser – beschreibt eurem Liebsten doch auch ganz einfach, was ihr gleich mit seinem Schwanz anstellen werdet. Vielleicht steht ihr aber auch auf kleine Storys, die ihr euch zusammen ausdenkt – mit einem verstellten Dialekt oder in ein Outfit á la Krankenschwester gehüllt. Eurer Fantasie ist da keine Grenze gesetzt.
Dirty Talk mobil

Und wenn ihr einmal voneinander getrennt seid, probiert es doch mal mir einer Dirty Talk-SMS oder führt ein Dirty Talk-Telefonat – auch das kann ziemlich erregend sein ;). Fragt doch einfach bei einem sonst üblichen abendlichen Telefonat, was der Partner gerade trägt oder was er gerade mit seinen Händen anstellt... und das Gespräch nimmt seinen Lauf.
Meist dient diese Art des Dirty Talk auch als Einstieg, denn so seid ihr nur auf das Verbale konzentriert und findet schneller heraus, welche Ausdrücke und Beschreibungen euren Partner anmachen. Auch in einer SMS, eMail oder im Chat könnt ihr eurem Partner klar machen, was ihn zuhause erwartet. "Wir werden es so wild treiben, dass..."
... Und nun redet einfach richtig schmutzig! Lasst euren Gedanken freien Lauf und schaltet den Kopf aus.




