22.03.2007

Darkroom

Anonymer Sex im Dunkeln

In einem Darkroom gewährt auch der Eingang nur wenig Helligkeit.
In einem Darkroom gewährt auch der Eingang nur wenig Helligkeit.

Ein Darkroom definiert sich als abgedunkeltes Nebenzimmer, in dem vornehmlich anonymer Sex praktiziert wird. Die Vorzüge des Darkrooms waren vielfach bislang nur bei homosexuellen Männern bekannt.

Mittlerweile ist es aber so, dass auch Heterosexuelle und Paare Dunkelräume vermehrt für sich entdecken und ausprobieren. In der geschützten Atmosphäre eines Swingerclubs ist dies besonders gut möglich. Nahezu jeder Swingerclub verfügt über einen oder mehrere, manchmal auch thematisch ausgestaltete Darkrooms.

Darkrooms in der Schwulenszene

Darkrooms sind vor allem in der Schwulenszene anzutreffen. Durch die Dunkelheit und damit verbundene Anonymität sinkt für viele die Hemmschwelle seine wirklichen Vorlieben auszuleben. Dies macht die spezielle Stimmung und Atmosphäre in einem Darkroom aus.

Anbieter von Erotikdienstleistungen offerieren zunehmend auch Dunkelräume eigens für Heterosexuelle. Freilich gibt es hier noch viel Nachholbedarf: Anders als bei Schwulen, ist es einfach so, dass sich viele Heterosexuelle, besonders Frauen, nicht ganz ungehemmt in einen Darkroom hineintrauen. Dennoch wächst auch hier der Reiz, den dunklen verwinkelten Raum mit den verspielten Ecken und eventuellen Nebenzimmern zu erkunden.

Ausstattung eines Darkrooms

Der Darkroom ist derartig abgedunkelt, dass auch der Schein eines Handydisplays selten ausreichend Helligkeit verschafft, um visuell zu ergründen, wo man sich genau befindet oder wo gewisse Geräusche herkommen. Das Unbekannte, die Geräusche, die Düfte, das Eintauchen in die eigene Fantasie der sexuellen Begierden und Vorstellungen ist für viele Menschen aber eben das Reizvolle.

Schemenhaft kann man vielleicht kleine Kabinen, mitunter abgetrennt durch dünne Holzplatten erahnen. Plötzlich spürt man weiche Matten auf dem Boden, hier könnte man sich gegebenenfalls niederlassen. Vielfach wird die Fantasie außerdem durch wildes Treiben und Stöhnen auf der Nachbarmatte zusätzlich angeregt.

Oftmals sind Kabinen im Darkroom auch durch Vorhänge abgeteilt, die im Dunkeln natürlich nicht sichtbar sind. In vielen Swingerclubs gibt es zudem abgedunkelte Themenräume mit entsprechender Ausstattung. Hier lassen sich ungesehen geheime Leidenschaften, wie beispielsweise BDSM ausleben. Man kann im Dunkeln also ein Labyrinth aus belegten und freien Pritschen, Liebesschaukeln, Sprungböcken und vielem mehr erkunden.

Die Orientierung im Darkroom

Zur minimalen räumlichen Orientierung dienen dünne, schwache Lichtstrahlen, die durch kleine Löcher in der Zimmerdecke fallen. Typische Accessoires sind oft auch schwarz bemalte Glühbirnen oder rote Folien vor den Lampen. Dies macht für viele die besonders prickelnde Atmosphäre aus. Die restlichen Sinne werden geschärft: Denn alles, so eben auch der mögliche Sexpartner, muss ertastet werden.

Wer den Reiz des Unbekannten mag und auf schnellen Sex steht, ist also im Darkroom genau richtig. Egal ob allein, zu zweit oder auch in einer Gruppe, für viele Liebhaber steht ein Darkroom für hohen Spaßfaktor und hocherotisches Vergnügen. Natürlich spielt auch im Darkroom Verhütung und Safer Sex eine wichtige Rolle.

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