Nachdem unsere Kolumnistin Sophie Andresky ihr Keuschheitsexperiment gut überstanden hat, erzählt sie uns heute von ihrer Vorliebe für Sex-Zeitschriften-Sightseeing.

Schöne bunte Ferkelzeitschriftenwelt ...
Brainfuck
Langweilige Sonntagnachmittage verbringe ich gern in der Bahnhofsbuchhandlung. Sex-Zeitschriften-Sightseeing. Männer angucken, die gerne Sex-Zeitschriften angucken würden, sich aber nicht trauen, weil ich da rumstehe, und dann von einem Fuß auf den anderen treten, als müssten sie Pipi oder hätten einen Analplug der Gigant-Edition in den Eingeweiden. Die schleichen so lange um das entsprechende Regal herum, bis ich sie am liebsten fragen möchte, ob sie vielleicht ein "Q" zu verkaufen haben wie der grünliche Trenchman in der "Sesamstraße".
In diesen Spezialzeitschriften finde ich immer die tollsten Sachen: unrasierte Swinger vor einer Schüssel Kartoffelsalat im Pinneberger Sexclub "Muschimaus", reiki-behandelte Tantra-Massagestäbe aus engelgesalbtem Biokristall, oder spermageflutete transsexuelle Gummisklaven, die gerne mal ihren Feierabend als lebendiger Abort verbringen. Es gibt eben nichts, was es nicht gibt. Gottes grüne Weide hat für alle Lämmer und jeden Blök Platz.

Ja, das Schwarze ist die Schrift!
Die meisten dieser Hardcore-Magazine bestehen ja zu 90 Prozent aus Fotos und zu den restlichen zehn aus der Pöter-Poesie unfreiwillig komischer Texter, bei denen ich immer hoffe, dass sie ihrer Arbeit wenigstens mit Zynismus nachgehen und sich nicht tatsächlich für Henry Miller halten. Egal, alles was geil macht und die Nation entspannt, findet ja grundsätzlich meine Zustimmung.
Was ich allerdings nie verstehen werde, ist, dass Männer zu Fotos von nackten Frauen onanieren, obwohl man auf diesen Fotos nicht mehr sieht als einen Körper, also keine Action, keine Geschichte. Männer haben offensichtlich ein Erregungszentrum, das bei bloßer Anatomiebetrachtung anspringt wie ein unverwüstlicher Diesel-Benz. Und wie immer, wenn Männer etwas haben, das ich nicht habe, bin ich darauf neidisch.
Ich sehe mir schon auch gerne Fotos von nackten Menschen an. Bei Männern finde ich es immer wieder faszinierend, wie viele verschiedene Schwanzformen und Schwanz-Sack-Ensembles es gibt. Bei Frauen schätze ich vor allem die Fotos, neben denen noch Angaben zu Größe, Gewicht, Alter usw. stehen. Ich vergleiche dann gern, wie viel die wiegt und wie viel ich, wie groß ihr Busen ist und welcher Form er hat, ich überlege, ob ich gern so aussähe, wie ich sie zurechtmachen würde, wenn ich die Stilistin dieser Shootings gewesen wäre, oder was wohl an dem Bild alles retuschiert wurde.
Es ist ja bekannt, dass Playmates, wenn sie in echt so aussähen wie im Magazin, weder atmen noch sich aufrecht halten könnten, weil ihnen einige Rippen und lebenswichtige Organe wegretuschiert werden. Übermäßiges Retuschieren, das möchte ich an dieser Stelle mal sagen, finde ich zum Kotzen, vor allem die in den Frauenzeitschriften. Retuschen, die aus hübschen Frauen giraffenhalsige, glotzäugige, spindelige Aliens machen, sind frauenfeindlich, unästhetisch und so unnötig wie schönheitsoperierte Muschis, aber das ist ein anderes Thema.

Ob er wohl bei etwas ertappt wurde?
Es gibt auch Models, die ich sexy finde oder mit denen ich gern mal vögeln würde, aber – und das ist es, was mich an Männern so verwirrt – ich käme nie auf die Idee, zu diesem Foto zu masturbieren. Vielleicht klärt mich ja mal jemand auf, denn das interessiert mich wirklich: Woran denkt ein Mann in dem Moment? Starrt mann paralysiert auf die Nippel oder das Tattoo neben der rasierten Muschi und überwältigt es einen dann? Oder denkt ihr euch Geschichten mit dem Mädchen aus? Wie ihr ins Studio kommt, sie sitzt da in einem Kimono, sie hält euch für den Fotografen und zieht blank, und anschließend fickt ihr sie auf dem Studioboden ins Nirwana? Das wäre ja phantasievoller, als Frauen es Männern meist zutrauen.
Aber auch wenn das so funktioniert, wundere ich mich, dass ihr dabei zur Anregung ein Foto anseht, denn bei mir ist das ja so, dass ich mit real existierenden Personen im Kopf überhaupt nicht masturbieren kann. Nehmen wir mal jemanden, den ich wirklich scharf finde: Bülent Ceylan, mit einem lose um die Hüften geschlungenen weißen Handtuch im Dampfbad. Und offenen Haaren natürlich. Und schweigend bitte, denn der Mannheimer Akzent würde mich auf der Stelle frigidisieren. Selbst dieses erotische Kraftpaket schafft es zwar bis in meinen Kopf, aber nicht bis in mein Lustzentrum.

Welcher Mann braucht bei solchen Bildern noch die Geschichten dahinter?
Wonach sucht ihr euch die Fotos aus? Geht es da um Maße und Gesichter? Um Schönheitsideale? Um die Ähnlichkeit mit einer real existierenden Frau aus eurem Leben? Muss das Mädchen auch "irgendwie freundlich" aussehen? Ich würde z.B. lieber eine Sexszene mit (dem jüngeren) Michael J. Fox drehen als mit Tom Cruise, einfach weil Michael J. Fox dabei immer so dankbar guckt wie ein angebundener Welpe auf der Autobahnraststätte. Tom Cruise dagegen absolviert seine Bettszenen mit der Selbstverliebtheit meiner Trainerin im Bauch-Beine-Po-Kurs. Also: Woran denken Männer beim Onanieren? Ans bloße Fleisch oder ans aktive Ficken? Sehr rätselhaft.
Was ich auch nie verstehen werde: Wieso kauft sich jemand, der selbst eine Hackfresse hat wie ein Freightliner, dann einen Kampfhund, der kieferchirurgisch genauso herausgefordert ist? Wieso haben die Frau, die unter mir wohnt, und ihr Yorkshire-Terrier die gleiche Frisur? Und was mich noch viel mehr interessiert: Wieso kann ich, wenn unten die Bettfedern quietschen, nie erkennen, wer von den beiden gerade jault? Das verlangt doch nach Aufklärung.
Mehr dazu und zu der Frage, ob man die erotischen Qualitäten von Menschen an ihren Haustieren erkennen kann, in der nächsten Kolumne.
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 | Oh my God
warum schaut man(n) sich sowas an??? Ganz einfach, er würde solch eine Frau in wahren Leben nie ansprechen, weil zu schüchtern, zu wenig Selbstbewußtsein or what ever. Eine schöne, sexy Frau ist immer einen Blick wert. Ich selbst schau da auch gern genauer hin. Jeder hat Traum - und Wunschvorstellungen von seinem Gegenüber. Wieviel man sich selbst in seinem Leben davon erfüllt hängt von jedem selber ab. That`s it!!! |
 | Brainfuck
Can't fuck me
without fuck'n my brain...
Du kannst mich nicht lieben
ohne meine Seele zu berühren
noch älter aus dem Buch der Bücher:
... und sie liebten sich
und erkannten einander ...
Brainfuck bedeutet wohl zum Ich des anderen vorzudringen
nicht nur zu ficken sondern auch menschlich, emotionell, seelisch den anderen zu berühren in/sie zu erkennen.
Can't realy fuck me
without fuck'n my brain. |
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Also, ich guck auch gern Männerfotos...so ein Sixpack..diskret ausgeleuchtete Muskelwölbungen...lässig getragene Anzüge, Hemd und Krawatte offen...insofern kann ich sowohl Inhalt als auch Karikatur des Artikels durchaus würdigen, und erkenne mich durchaus wieder  , und freue mich ausserdem unendlich über Dinge wie
Tom Cruise dagegen absolviert seine Bettszenen mit der Selbstverliebtheit meiner Trainerin im Bauch-Beine-Po-Kurs
Was mich ein bisschen stört, sind die Heraushebungen durch die Fettschrift, das erinnert immer so ein bisschen an das Dosengelächter in SitComs oder dem vorbereitenden Tätää tätää tätää - BUMM bei Karnevalssitzungen. Man kriegt meines Erachtens die Pointen bei Frau Andresky auch ohne Hinweispfeile und "Achtung, gleich, gleich kommt's!" mit.
Ich finde ihre Kolumnen allesamt sehr gelungen! |
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Wenn ein „richtiger Kerl“ und eine „echte Frau“ zusammenkommen und miteinanider glücklich sind und bleiben, dann ist das ein „wirklicher Traum“. Nur, was sind ein „richtiger Kerl“, eine „echte Frau“ und ein „wirklicher Traum“? Klarerweise für jede/n ein bisschen was anderes. Jede/r hat eine andere Vorstellung davon. Und damit ist Vorstellung/Imagination plötzlich wieder eindeutig legitim und wichtig. Nur ein sensationell stumpfer Mensch würde das leugnen. Begeisterung, Passion, Kreativität, das sind doch ur- und tiefmenschliche Fähigkeiten.
Und dann sei wieder einmal die Frage gestellt, wie wirklich die Wirklichkeit denn nun wirklich ist. Des einen Traumfrau ist für den anderen eine graue Maus – oder eine wandelnde Malerpalette. Der einen Traummann ist der anderen personifizierte Langeweile – oder der schlimmstmögliche Macho, Chaot etc.. Es kommt eindeutig auf die VORSTELLUNGEN an.
Was ist besser, ein schöner Traum oder eine furchtbare Wirklichkeit? Was ist dem Frontsoldaten im WIRKLICHEN Krieg lieber, die Träume von Daheim oder die Gefechte mit den echten Toten?
Vielleicht fliegen meine Gedanken zu leicht über den Brunnenrand. In Wirklichkeit, im Grunde meines Herzens wünsche ich jeder/m Erkenntnis ohne Not. Jeder/m sei ein klarer Verstand gewünscht, der sie/ihn Spaß und Ernst, Realität und Imagination sicher unterscheiden lässt. Die freie Wahlmöglichkeit finden wir allerdings nur im Traum…oder in einem Land namens Eden.
Wer meinen ersten Beitrag hier also bierernst genommen hat, dem sei eine besseres Unterscheidungsvermögen gewünscht. Er fällt eher in die Rubrik stell unangenehme Fragen nur, wenn du unangenehme Antworten magst.
Brainfuck heißt für mich auch „beflügle meine Gedanken bevor wir über Sex reden; reden wir über Sex, bevor wir ihn miteinander haben“.
lg |
 | Ach ja, das alte Thema Pornographie ...
In der antike waren erotische-sexuelle sprich pornographische Darstellungen in unterschiedlichster Ausdrucksform präsent.
Alltagspräsent wohlgemerkt - wer sich beim lesen wundert der möge sich zum Beispiel mit den Ausgrabungsfunden von Pompei beschäftigen.
Bedingt durch die enorm hohe Anzahl und Verbreitung der pornographischen Werke ich meine hier nicht bloße Nacktheit sondern
Darstellungen von Koitus, errigierten Gliedern, lesbischer wie homosexueller Liebe, MMf und GB usw. .... geht man inzwischen von Alltagspräsenz dieser Kunstform aus.
Was reizt daran - die Verbindung zwischen optischer Signalaufnahme und Lust.
Wer optisch orientiert ist - und das sind nicht nur viele Männer sondern durchaus auch Frauen - der empfindet Lust und Anreiz zur Lust beim Betrachten von den Neigungen und dem Geschmack entsprechenden
Darstellungen.
Natürlich gibt es dabei - und gab es schon immer - Qualitäts unterschiede und Geschmack diese wahrzunehmen oder nicht...
Soviel nu mal eben schnell zusammengefaßt.
Ich mags jedenfalls. Und finde die Darstellung von Sex unterschiedlichster Art völlig normal (Alltagspräsent ist mir durchaus recht nur sollte man:
1. die Kinder damit verschonen
2. niemand der sich unangenehm berührt fühlt damit belästigen.
die beiden Punkte denke ich gehören zum guten Benehmen. |
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Ich ergänze:
Echte Frauen sind wo selten...
lg |
 | Wichsvorlagen
- Na ja, es sind superhübsche Frauen,
- die dich nicht mit ihrem Gedankenchaos vollquatschen, nie;
- die dich auch nie mit ihren unreflektierten Problemchen belästigen,
- die kein Kopfweh haben, keine Menstruation und keine Zellulitis,
- immer gleich gut ausschauen und das verlässlich,
- die in allen Haarfarben, Stellungen und Neigungen zu haben sind, auch verlässlich!
Wer kann man da noch fragen??? Wohl nur jemand, der selber noch in der Steinzeit lebt. He, wir sind nicht mehr bei der Höhlenmalerei. Die Welt ist voll von Laufbildchen. Liebe Damen, nehmt diese Konkurrenz rechtzeitig ernst! Ich relativiere:
Liebe Damen im Umfeld desjenigen, der die obigen Zeilen schrieb: Nehmt die Konkurrenz ernst oder begebt euch alternativ in die Gesellschaft von Männern, die das echte Leben bevorzugen. |
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Spät entdeckt, aber einen Kiommentar kann ich mir nicht verkneifen.
Kein halbwegs intelligenter Mensch würde das je wirklich fragen.
>Na ja, es sind superhübsche Frauen,
>die dich nicht mit ihrem Gedankenchaos vollquatschen, nie;
>die dich auch nie mit ihren unreflektierten Problemchen belästigen,
>die kein Kopfweh haben, keine Menstruation und keine Zellulitis,
>immer gleich gut ausschauen und das verlässlich,
>die in allen Haarfarben, Stellungen und Neigungen zu haben sind, auch verlässlich!
Wer kann man da noch fragen??? Wohl nur jemand, der selber noch in der Steinzeit lebt. He, wir sind nicht mehr bei der Höhlenmalerei. Die Welt ist voll von Laufbildchen. Liebe Damen, nehmt diese Konkurrenz rechtzeitig ernst!
LG |
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Also wenn man sich das alles hier mal durchliest, könnte man das auch viel einfacher schreiben -> Männer brauchen das, weil es ihre Wünsche sind, die sie aber nicht umzusetzen wissen, weil sie zu blöd sind ihr Leben so zu leben, wie sie es gerne hätten ...
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 | Mehr Fuck als Brain...
Ich habe selten einen so dämlichen und unnötigen Text gelesen. Warum wird sowas im JC so großartig hervorgehoben? Ich lese nur Beleidigungen (genau wie diese Meinung von mir eine ist) und nicht den Hauch einer Fähigkeit, sich in andere hineinversetzen zu können.
Was bei Autoren/Autorinnen solcher "hippen" Texte aber auch nicht notwendig ist. Da habe ich nichtmal Lust, der Autorin auf die Sprünge zu helfen.
6, setzen. Danke für die Verschwendung von 2 wertvollen Minuten meines Lebens. Und dann bitte wieder zurück in die Bravo-Girl mit der Autorin, wo solch ein Müll bei den angehenden Cosmo-Leserinnen sicherlich gut ankommt.
Nicht, dass mich das nun großartig interessieren würde, wollte nur mal meinen Senf dazugeben.
edit:ups, war ja gar nicht mehr aktuell. naja, was solls.  |