20.03.2011

Beschneidung

Beschneidung ist die umgangssprachliche Bezeichnung für den medizinisch exakten Begriff Zirkumszision. Dies bedeutet, dass die männliche Vorhaut entweder komplett entfernt oder partiell beschnitten wird.

Notwendig ist dieser operative medizinische Eingriff entweder durch religiöse Glaubens- und kulturelle Werte oder aus verschiedenen medizinischen Gründen.

Medizinische Gründe für eine Beschneidung

Als Grund für eine Beschneidung gilt insbesondere eine Phimose, d.h. eine Verengung der Vorhaut. Diese führt zu Schmerzen bei der Versteifung des Gliedes und kann eine Hygiene des Penis erschweren. In diesem Zusammenhang ist gleichsam ein sogenannter Schnürring ein Beschneidungsgrund. Der Schnürring zeigt sich vorwiegend beim Zurückziehen der Vorhaut. Hier ist eine Zirkumzision vielfach bereits bei Kindern im Säuglingsalter relevant.

Darüber hinaus leiden einige Männer unter rezidivierenden, das bedeutet ständig wiederkehrenden Entzündungen des Penis. Zudem kann durch eine zu enge Vorhaut das Urinieren beeinträchtigt werden.

Die reguläre Beschneidung

Während des chirurgischen Eingriffs der Beschneidung wird die erweiterte Vorhaut durch ein Skalpell verkürzt. Danach erfolgt ein weiteres Kürzen des Hautareals, das als Rest zwischen dem Skalpellschnitt und dem sogenannten Eichelkranz erhalten geblieben ist.

Eine andere Verfahrensweise besteht darin, dass eine freihändige zirkuläre Durchtrennung der Hautzonen an unterschiedlichen Positionen vorgenommen wird. Diese Vorhautzonen werden vorher gekennzeichnet und möglichst so gewählt, dass sie nicht zu nah an der Eichel liegen. Damit wird gewährleistet, dass sich die Narbe nach dem Eingriff nicht unmittelbar an der Penisspitze befindet.

Die durchschnittliche Behandlungsdauer beträgt etwa eine Viertelstunde und die Wundheilungsdauer wird mit etwa zwei bis drei Wochen festgelegt.

Weitere chirurgische Verfahren der Beschneidung

Gegenwärtig werden verschiedene Verfahren angeboten, um eine Beschneidung durchführen zu können. Grundsätzlich ist eine Anästhesie erforderlich. Dies gilt ebenfalls bei Beschneidungsritualen von Säuglingen. Neben der sogenannten regulären Zirkumzision sind die Methoden des Gomco Clamp (spezielle Methode der Goldstein Medical Company insbesondere zur Säuglingsbeschneidung), des Plastibells, die zusätzliche Beschneidung des Vorhautbändchens sowie die rituelle Beschneidung üblich.

Bei der Beschneidung nach der Plastibell Methode wird eine künstliche Einschnürung durch den Einsatz einer glockenartigen Vorrichtung aus Kunststoff erzielt, in deren Folge die Vorhaut von selbst abstirbt und vom Körper abgestoßen wird. Im Rahmen einer als Erweiterungsplastik bezeichneten Maßnahme kann eine Einkürzung der Vorhaut realisiert werden. Bei diesem Eingriff erfolgt lediglich eine Dehnung der Vorhautöffnung.

Gesundheitliche Vorteile der Zirkumzision

Nach der Beschneidung ist eine bessere Hygiene des Penis möglich. Die trägt zur Vermeidung von Entzündungen bei. Darüber hinaus kann Beeinträchtigungen der ableitenden Harnwege durch entzündliche Vorgänge vorgebeugt werden. Zudem werden Geschlechts- und Hautkrankheiten seltener.

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