08.07.2010

Private World Cup

konzentriert sich auf die sexuellen Ausschweifungen von Spielerfrauen

Als Spielerfrau bezeichnet man die Ehegattinnen oder Lebensabschnittsgefährtinnen bekannter Fußballer. Victoria Beckham dürfte dahingehend wohl das bekannteste Beispiel sein. Sie lebt zudem vor, was man landläufig mit Spielerfrauen verbindet: Sie zehren vom Ruhm des Partners und geraten im Beckhamschen Idealfall zu Stilikonen. Normalerweise hocken sie aber am Spielfeldrand, sehen scharf aus und müssen sich diverse sexistische Kommentare von Fans oder Fußballreportern gefallen lassen.

In die zweite, eher uncharmante Kerbe schlägt auch die neueste Private Produktion "Private World Cup: Footballers' Wives". Der Handlungsporno zeichnet ein überzogenes Bild von der Spielerfrau als intrigante Schlampe, die es alle paar Sekunden braucht und nicht viel im Kopf hat – also außer Sex. Wir stellen den Porno zur Fußball WM eingehender vor.

So geben sich Spielerfrauen in der Öffentlichkeit! Sexy, begehrenswert, reich ...
So geben sich Spielerfrauen in der Öffentlichkeit! Sexy, begehrenswert, reich ...

Private World Cup: Footballer’s Wives

Copyright aller Bilder: Private
Copyright aller Bilder: Private

Originaltitel: Private World Cup: Footballers’ Wives
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 2010
Regie: Tony Ward
Darsteller: Carla Cox, Bobbi Star, Amy Brooke, Kimberly Kane, Denis Marti, John Strong, L.T, Mr. Pete, Tyler Knight
Freigabe: XXX
Laufzeit: 130 Minuten
Bild: 16:9 (anamorph)
Ton: Deutsch, Englisch, Spanisch, Holländisch, Italienisch
Format: PAL
Ländercode: 0 (Codefree)
Extras: Behind the Scenes, Trailer, Exraszene
Verpackung: Amaray
Studio: Private Blockbusters

Der FSK 16 Trailer

http://www.youtube.com/v/ak9Mzdz-6po?hl=de_DE&version=3

Die Homepage zum Film

Leider können wir dir den hier hinterlegten Link nur nach erfolgter FSK18-Freischaltung zeigen.

Zur Freischaltung

Das Spielen dauert 130 Minuten

Doch daheim rennen Spielerfrauen dann grundsätzlich NUR so rum.
Doch daheim rennen Spielerfrauen dann grundsätzlich NUR so rum.

Spielerfrau Leslie Trash muss in einer Boulevardzeitung lesen, dass sie ihr Mann Randyaldo, hoch bezahlter Fußballstar, mit ein paar Transsexuellen betrogen hat. Sie beschließt, ihn auf Anraten ihrer Freundinnen Victoria Fuckham und Paris Cliton im Trainingslager zur Rede zu stellen.

Da der Weg dahin allerdings weit ist und uns der Film die Anfahrt ersparen will, präsentiert er uns nun Dominatrix Victoria Fuckham, wie sie ihren bondagegeilen Ehemann David vögelt. Dieser steht sichtlich auf Füße (deshalb vermutlich der Fußballerjob!) und hat ein Faible für Atemreduktionsspielchen. Victoria selbst steht auf Deep Throat, Netzstrumpfhosen mit offenem Eingriff und Analverkehr satt.

David Fuckham und seine Victoria vorm Trikottausch.
David Fuckham und seine Victoria vorm Trikottausch.

Endlich im Trainingslager angekommen stellt Leslie ihren Randyaldo zur Rede. Dieser habe sie nur mit einer süßen Maus, aber garantiert nicht mit Transsexuellen betrogen. Für diese Treue wird er belohnt und darf mit seinem Kumpel Christian Donaldo Leslie doppelt penetrieren. Er ist halt ein echter Teamplayer!

 
Spielerfrauenauswechselbank ...
Spielerfrauenauswechselbank ...

Doch er muss sich beeilen, denn eigentlich muss Randyaldo auf ein Fotoshooting. Gut, dass die Fotografin gerade eines ihrer männlichen Models ran nimmt bzw. von ihm ran genommen wird. Derweil muss Leslie erfahren, dass sie einer Intrige ihrer "Freundinnen" Victoria und Paris aufgesessen ist, die mit sexuellen Argumentationsverstärkern den Manager des gemeinsamen Fußballvereins überzeugen wollen, Randyaldo endlich zu verkaufen. Ganz klar, was jetzt passieren muss: Klärender Gruppensex muss stattfinden

Spielanalyse

Hallo Trainer, wann kriegen wir endlich neue Trikots? Mich dünkt, da fehlt was.
Hallo Trainer, wann kriegen wir endlich neue Trikots? Mich dünkt, da fehlt was.

Ein Film so dumm wie Paris Hilton (ihre Affäre mit Christiano Ronaldo reichte, um sie hier zu verbraten) mit einem Drehbuch so dünn wie Victoria Beckham (ihr Filmalteregoname Victoria Fuckham ist noch das Witzigste am Film). So oder ähnlich könnte man den Film in aller Kürze zusammenfassen. Denn wer hier warum gegen wen intrigiert, versteht irgendwann wirklich keiner mehr. Dem Regisseur Tony Ward ging's wohl ähnlich, also kürzte er den Handlungspart seines Filmes auf ein zwei hohle Phrasen herunter und schneidet schon mal Szenen mitten im Redefluss ab, es könnten ja zusammenhängende Sätze entstehen.

Huch, jetzt ist mir mein Trikot hochgerutscht.
Huch, jetzt ist mir mein Trikot hochgerutscht.

Ganz klar, nackige Spielerfrauen sind das Ziel dieser Taktik. Diese sind intrigant bis unter den Scheitel, denken nur ans Geld, sind megasexy, dumb as fuck und natürlich voll die Überschlampen. So kennt man(n) es ja. Diese Zeichnung macht schon deutlich, dass es in diesem Film nicht wirklich frauenfreundlich zugeht und sich dieser Streifen doch eindeutig an ein männliches Publikum richtet. Aufgrund der definitiv nicht vorhandenen Story kann man ihn auch beruhigt als Gonzo einstufen, denn zehn Minuten Handlungsszenen im Vergleich zu 120 Minuten Sex sprechen eine deutliche Sprache.

Guck mal, meine Haare passen zu deinem Bär!
Guck mal, meine Haare passen zu deinem Bär!

Und zumindest in den Sexszenen punktet der Streifen absolut! Die insgesamt fünf Deckungsspiele dürften eigentlich jeden Pornofan rundum zufrieden stellen. So sind die aufgefahrenen Darstellerinnen ungemein ansehnlich, allen voran die unwahrscheinlich hübsche Carla Cox, bei der man sich schon fragt, wie sie in die Pornobranche gerutscht ist. Die vier weiblichen und silikonfreien Darstellerinnen haben sichtlichen Spaß an den Sexeinlagen und vor allem die Szene um die Fotografin (Kimberly Kane) und ihr Fußballermodel ist vor allem im analen Beglückermodus richtiggehend intensiv geraten.

Von hinten in die Beine, das gibt die rote Karte!
Von hinten in die Beine, das gibt die rote Karte!

Obendrein präsentieren sich alle fünf Nummern als sehr stellungsintensiv (Highlight ist dahingehend definitiv die sehr gelungene Gruppensexszene) und man hat glücklicherweise darauf verzichtet, den Zuschauer an jedem Stellungswechsel teilhaben zu lassen. Elegant wird umgeschnitten oder übergeblendet. Obendrein gefällt, dass man zwar die Szenerien brutal offensiv ausleuchtet, sich aber dennoch um ein im Ansatz warmes, schmeichelndes Licht bemüht, dass den Nummern nicht in jedem Fall eine klinisch saubere Anmutung verleiht.

Müsste er sich zwischen ihr und dem Ball entscheiden, was würde er wohl nehmen?
Müsste er sich zwischen ihr und dem Ball entscheiden, was würde er wohl nehmen?

Obendrein – und das verwundert bei der Anlage des Filmes schon – bleibt das beliebte Pogeklatsche der zu begattenden Dame bis auf eine Ausnahme aus und selbst das ins Gesicht Abgespritze wird auf eine Ausnahme begrenzt! Sehr erstaunlich und nach An Open Invitation vielleicht ein weiterer Hinweis, dass Private die Zeichen der Zeit erkannt hat und man ganz bestimmte etablierte, allerdings inzwischen alles andere als beliebte Marotten peu a peu aus den eigenen Produktionen verbannen will. Und *Trommelwirbel* es gibt keine nervige Technomucke unter den Sexszenen! Stattdessen konzentrierte man sich voll und ganz auf die akustischen Äußerungen der sexelnden Darsteller.

Uuuh, voll ins falsche Toooooooooooooooooooor!
Uuuh, voll ins falsche Toooooooooooooooooooor!

Dass die Szenen teils elend lang sind, A2M Elemente vorkommen, die Kerle rundweg wie Gorillas aussehen und teilweise auch so klingen und die Grundnote des Filmes doch eher frauenunfreundlich daherkommt, erdet die guten Ansätze allerdings wieder heftig. Auch kommt der sich bei diesem Thema geradezu anbietende Humor viel zu kurz. So kann man nur einmal kurz lachen, wenn die männlichen Pornostars ungelenk mit dem Ball herumrennen und wenn Leslie Trash plötzlich vollkommen unmotiviert mit einer Uzi im Raum steht und ihre Spielerfrauenkolleginnen zu Lesbensex zwingt … Eine rote Karte dafür!

Letztendlich muss der Ball ins Tor

Die drei Angreiferinnen werden brutal Manngedeckt ...
Die drei Angreiferinnen werden brutal Manngedeckt ...

Machen wir es kurz: Den Film als Handlungsporno zu bezeichnen, käme einer mies geschauspielerten Schwalbe gleich. Wer bei diesem Wirrsinn wirklich durchsteigt, hat meinen vollsten Respekt verdient. Doch glücklicherweise hat der Film andere Tugenden, auf die er sich besinnt. Und das sind fünf wirklich tolle Sexnummern, die vor allem im Bereich des Analverkehrs auftrumpfen. Zudem versucht der Film in den Sexszenen diverse Gonzounsitten zu umgehen.

Eine Studie belegt: Viele Frauen würden nur unter Androhung von Waffengewalt Fußball gucken.
Eine Studie belegt: Viele Frauen würden nur unter Androhung von Waffengewalt Fußball gucken.

Szenen werden durchaus in ihrer Länge beschnitten (trotzdem schafft man keine einzige in einer Halbzeitpause *zwinker* ), das Licht wirkt nicht wie beim Gynäkologen, man verzichtete auf die übliche Musikuntermalung und verpflichtete wirklich sexy Pornodarstellerinnen. Das Ergebnis sind 130 Minuten ansehnlicher Sex … nicht mehr, nicht weniger. Und im Umfeld der WM bzw. anderer Fußballevents ist die DVD sicherlich ein nettes Scherzgeschenk

Die DVD ist rund

Sie sitzen den Sieg aus ...
Sie sitzen den Sieg aus ...

Die DVD zum Film kommt von Private in wirklich toller Bildqualität. Erneut ergeht die Warnung, bloß nicht auf die deutsche Synchronisationstonspur umzuschalten! Denn wieder wurde der KOMPLETTE Film synchronisiert und das so unerotisch wie Flasche leer. Für die Nachspielzeit spendierte man der DVD ein zweckbefreites "Hinter den Kulissen" Filmchen, ein paar Trailer aus dem Private Backkatalog und eine langweilige Sexnummer mit – immerhin – Eva Angelina …

Private World Cup: Footballers' Wives bestellen

In diesem Sinne:
freeman

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Kommentare

Nicht zu fassen...

...Dass selbst im Jahre 2010 die Pornobranche es immernoch nicht rafft, die Gewichtungen in ihren Filmen etwas anders zu verlagern...

Ich meine: Ist es denn dermassen schwierig mit dem vorhandenen Budget ein kleinwenig Mehraufwand zu betreiben um dem Film dann eine etwas bessere Note zu verleihen..?

Ich frage mich immernoch, warum sich Drehbuchautoren und Regiesseure in dieser Branche überhaupt noch die Mühe machen was auf Papier zu bringen. Wieso nutzt man das vorhandene Know-How nicht endlich mal aus um den Stil des Filmes aufzuwerten anstatt (offenbar absichtlich) das Gegenteil zu bewirken...?

Warum müssen Pornos heutzutage immernoch dieselben billigen Attribute aufweisen, obwohl man -alleine schon mit der modernen Technik- eine wesentlichee Zeitersparnis erreicht..?

Und überhaupt:
Warum um Gottes Willen müssen Pornos heutzutage überhaupt noch voll und ganz Synchronisiert werden..??? Wenn der O-Ton doch bereits steht, dann braucht niemand ein "Oohh.. oder Aahhh" auf in seiner Landessprache übersetzt haben..! *rotfl*

Ausserdem würde notfalls ein Untertitel während den Handlungsszenen schon alles hergeben, falls man die Originalsprache nicht versteht... Ich schätze sogar dass dies wesentlich kostengünstiger wäre als eine Horde ausländisch sprechender Personen für die Synchronisation eines ganzen Streifens zu bezahlen...

Irgendwie braucht sich die Pornobranche nicht wundern, dass sie stets ironisch betrachtet, liebäugelt und somit nicht ernst genommen wird. Wer sich diese Mühe nicht macht, darf auch keine Lorbeeren erwarten...

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