Der Pornoanbieter und -produzent Private rutscht immer mal wieder auf besondere Weise in den Fokus der Aufmerksamkeit. Nämlich immer dann, wenn seine Prestigeprojekte anstehen, die sich in ihrer Produktionsqualität doch deutlich vom restlichen Private Einerlei abheben und in letzter Zeit (vermutlich aus finanziellen Gründen) ziemlich rar geworden sind. Wir wollen euch in diesem Zusammenhang die "Porn Wars" Klassiker etwas näher vorstellen, werden sie doch immer wieder genannt, wenn es um gelungene Pornofilmverarschungen großer Kinohits geht.
Porn Wars I - III
- Es war einmal ... "Porn Wars I"
- Um die Jodis und Seths in "Porn Wars" es geht ...
- "Porn Wars" "Star Wars" nachäffen tut ...
- "Porn Wars" ein vergleichsweise besserer Porno ist.
- Die Pornomacht stark in den Sexszenen ist.
- Doch nicht alles Gold ist, was glänzt!
- Was von "Porn Wars" halten du musst!
Porn Wars II und III setzen die galaktische Sexsaga fort
- "Porn Wars II"
- "Porn Wars III"
- Stärker an "Star Wars" die Filme sich anlehnen.
- Die Machart nicht mehr so gelungen nun ist!
- Weltallporno zum Wald- und Wiesenporno leider nun wird.
- Hologramme der Pornos auf DVD du bekommst!
- Kommentare
Es war einmal ... "Porn Wars I"

Originaltitel: Porn Wars
Herstellungsjahr: 2006
Produktionsland: USA
Regie: Kovi
Darsteller:
Nikky Rider
Victoria Swinger
Sandra Parker
Tera Bond
Mya Diamond
Liz Honey
Antonio Ross
Horst Baron
Lauro Giotto
u.a.
Um die Jodis und Seths in "Porn Wars" es geht ...
Es war einmal in einer ziemlich versauten Galaxie ...
Da halten die bösen Seths die gesamte Galaxie in ihrer eisigen Umklammerung aus Terror und Tod. Ihnen steht nur eine kleine Bastion aus tapferen Kämpfern gegenüber: Die Jodis. Diese bilden in geheimen Jodibasen ihre neuesten Kämpfer gegen das Unrecht aus, müssen dabei aber immer darauf achten, nicht von den Seths entdeckt zu werden. Und so steigt "Porn Wars I" mit einem Training junger Rekruten der Jodis ein. Ein etwas gehobener Schüler unterweist eine junge Padawanin im Stellungskrieg der Geschlechter, nachdem er ihr mit etwas "Macht" der Jodis die Sachen vom Leib gerissen hat.
Nachdem die junge Dame sich förmlich den Arsch aufgerissen hat, um zu lernen, verschafft sich ein dunkler Seth Lord Zugang zu der Rebellenbasis. Woher, warum und wie sind Fragen für die Korinthenkacker, uns interessiert nur, dass er eine junge Auszubildende namens Gracery mittels viel Liebe auf die dunkle Seite der Macht zieht! Da spürt auch schon der Held der Mär (sein Name ist Sonnen!) eine Erschütterung der Macht. Allerdings nicht in der heimischen Jodistation, sondern auf irgendeinem Sandplaneten.
Kaum hier angekommen wird man eines unheimlichen Gemetzels gewahr, das vielen Jodis die Lebensgeister entzog. Also außer einem, der selbige von zwei aparten Jodidamen wieder eingeblasen bekommt. Kaum ist dieser wieder gestärkt, äußert er Vermutungen über einen Verräter. Diesen kann man umgehend stellen und verhört ihn mittels verschiedenen sexuellen Foltermethoden. Nach dem erzwungenen Verschleudern von Körpersäften packt der Verräter auch umgehend aus und fabuliert von großen Mächten, die da heraufziehen.
Unsere Helden sehen bald nur noch eine Chance: Sie müssen die Seths zu einem finalen Showdown herausfordern, wo die Sexmächte der beiden Parteien ungehindert aufeinanderprallen können ...
"Porn Wars" "Star Wars" nachäffen tut ...
Man ahnt es sicher schon anhand einiger Handlungsingredienzien: "Porn Wars" ist nicht mehr und nicht weniger als ein Spoof (=Abklatsch eines bekannten Vorbildes und hier eben die Verpornoisierung ...) der Filmreihe, die - im Verbund mit Steven Spielbergs "Der weiße Hai" - den Begriff Blockbuster prägte und das Kino in ganz neue Dimensionen der Unterhaltung "beamte": "Star Wars". Erstaunlicherweise übernahm man aus dieser Reihe handlungstechnisch gar nicht so viele Elemente und konzentrierte sich lieber auf einzelne Details.
So variierte man eben die Siths und die Jedis zu Seths und Jodis (wobei Jodis schon per se ein Riesenbrüller ist). Auch die einleitende Schrift, die in den Weltraum hineinschwebt (pornostilecht mit Rechtschreibfehlern!), übernahm man eins zu eins. Es gibt Laserschwerter (die aus Dildogriffen herausfahren), die Macht wird häufiger erwähnt, Raumschiffe liefern sich haarige Duelle, es gibt interplanetare Schauplätze, Außerirdische und hin und wieder tönt ein leicht verändertes Darth Vader Musikthema unter den Geschehnissen. Handlungstechnisch übernimmt man eigentlich nur den Sith/Jedikonflikt und spinnt darum eine eigene Geschichte.
Diese ist freilich dünn genug, um die eigentlichen Höhepunkte niemals auszubremsen, aber gerade noch präsent genug, um sagen zu können, dass "Porn Wars" schon noch in die Kategorie Handlungsporno fällt.
"Porn Wars" ein vergleichsweise besserer Porno ist.
Dass "Porn Wars" als Prestigeprojekt der produzierenden Firma Private geplant und gedacht war, sieht man an allen Ecken und Enden. "Porn Wars" wirkt durchaus wertig und man hat den Eindruck, dass dieser Film eine ordentliche Stange Geld (immer in Relation zum Business gesehen und das heißt hier eben Porno!) gekostet hat.
Die Special Effects, bestehend aus Raumschlachten und ein zwei netten Matte Paintings (Hintergrundbilder) auf fremdartigen Planeten, sind erstaunlich gelungen (wenn auch weitab von Perfektion) und toppen in ihrer Qualität durchaus die eine oder andere B-Movie Hollywoodproduktion. Zwar kann der Regisseur diese optischen Highlights nie schlüssig in den Film integrieren (es gibt bei einer Raumschlacht beispielsweise wirklich nur computergenerierte Bilder der Raumschlacht und keine Zwischenschnitte auf die Raumschiffbrücken bzw. Schauspielergesichter usw.), aber man sieht, dass der Film könnte, wenn der Regisseur nur wollte (und könnte
).
Die Pornomacht stark in den Sexszenen ist.
Des Weiteren erstaunt der pure Wille, jede Sexszene vor einem anderen Hintergrund ablaufen zu lassen! Raumstation, Sandhöhle, Hinterzimmer einer außerirdischen Bar und und und. Dabei versucht der Regisseur auch im Hintergrund immer etwas passieren zu lassen. Ob nun ein Raumschiff vorbeischwebt oder man den Blick über eine fremdartige Berglandschaft streifen lassen kann, in "Porn Wars" wird jeder Sexszene ein optisch einzigartiger Anstrich verliehen.
Die Sexszenen transportieren dann die üblichen Pornostandards: Blowjobs, Anal, Vaginal, Double Penetration als Höhepunkt, Deep Throat, Lesbosex, FFM, MMFF und da sind wir auch schon durch.
Dabei hat es zwar auch die typische Schwäche aller Privatefilme an Bord (jede Sexnummer ist mindestens vier bis fünf Minuten zu lang, weshalb sich immer mal wieder der berühmt berüchtigte Spulfinger den Weg zum Vorlauf bahnt!) und es wird leider auch mit der typischen Ass to Mouth Unart aufgewartet (ich frage mich dann immer, wen die Damen mit diesem Mund am gleichen Tag noch küssen und ob derjenige sich dann davor oder danach den Mund gründlich durch desinfiziert?), im Großen und Ganzen wissen die einzelnen Sexszenen aber durchaus zu gefallen!
Sie gewinnen vor allem dadurch, dass sich Regisseur Kovi überwiegend im osteuropäischen Raum nach Darstellerinnen umschaute und um die dick silikonbeschichteten US Pornostarlets zugunsten teils sehr hübscher und naturbelassener junger Damen einen großen Bogen machte. Zwar hat es auch in "Porn Wars" zwei gepimpte Damen, doch diese gehen hier locker als Außerirdische durch
.
Doch nicht alles Gold ist, was glänzt!
Was an "Porn Wars" sehr negativ auffällt, ist, dass der Anspruch des großen Private Prestigeobjektes zu Lasten der Spontaneität und Lockerheit geht. Alles (Schauspiel, Gestik, Mimik, ja sogar die Sexnummern) wirken bis ins kleinste durchgeplant und dadurch extrem steif, teils sogar unbeholfen. Des Weiteren erwarte ich von einem Spoof eines großen Hollywoodhits auch viel mehr Humor. Doch dieser ging mit diesem Anspruchsdenken wohl auch gleich komplett mit über Bord.
Diverse Gags, wie das Entkleiden per "Macht" oder die Dildogriffe der Laserschwerte (was mir erst in Teil II richtig bewusst wurde!), zünden teils gar nicht, bzw. gehen seltsamerweise komplett unter. Auch die Dialoge, die durch die deutsche Synchronisation schwer verhunzt werden und wenig authentisch wirken, transportieren null Witz oder Spaß an der Sache!
In jedem x-beliebigen Porno labern die Leute nur Rotze, aber ausgerechnet hier, wo sich Laserschwertsprüche in allen Farben und dämlichen Formen ("Lass uns die 'Schwerter' bei einer Double Penetration kreuzen!" wäre einfach ein hübsch dummer Lacher gewesen!) förmlich anbieten würden, macht man nichts draus.
Viel mehr nimmt man sich und die Vorlage viel zu ernst! Warum zum Teufel sehe ich hier keinen Wookie beim Sex? Pimpern Ewoks eigentlich am liebsten von hinten? Ist C3PO nicht doch schwul und heimlich verliebt in den ausfahrbaren Teleskoparm von R2D2? Hier wäre Potential noch und nöcher da gewesen. Einzig, es verstreicht ungenutzt. Schade ...
Was von "Porn Wars" halten du musst!
Dennoch gefällt letztendlich die Professionalität, die man bei "Porn Wars" an den Tag legte! Die Effekte sind in Ordnung, man bemüht sich sichtlich um Abwechslung, die Girls sind wirklich hübsch und sehr offenherzig eingestellt und der Regisseur hat definitiv ein Gespür für halbwegs geschmäcklerische Sexszenen.
Im Großen und Ganzen ist mir persönlich aber Professionalität bei einem Handlungsporno nicht so wichtig, denn eigentlich möchte ich in der Handlung nicht spulen, sondern schön blöd unterhalten werden ... Doch hey, vielleicht können Teil II und III diverse Scharten auswetzen?
Auf der folgenden Seite stellen wir euch die leider wesentlich schlechteren Fortsetzungen "Porn Wars II und III" vor.
- 1. Teil: Porn Wars I - III
- 2. Teil: Porn Wars II und III setzen die galaktische Sexsaga fort

















