Der erotische und pornografische Spielfilm "Constance" von Regisseur Lars von Trier wirkt durch die innere Stimme von Constance (Anais) sehr nah und ansprechend. Sie wird durch das deutsche Cover als jung, sexy und mit großer Sehnsucht nach Liebe beschrieben, deren Schlüssel zu ihrem sexuellen Paradies ein hocherotisches Buch ist, das ihre Fantasie beflügelt.
- Inhaltsverzeichnis
- Handlung
- Meinung zum Film
- Hinweis
- Shopping-Tipp
- Kommentare
Handlung
Constance erzählt ihre Geschichte, in der sie der Dämonin Lola (Katja Kean) begegnet und sich damit Fantasie und Wirklichkeit verschränken. Lola macht den Tag zur Nacht und bedient sich dabei oft ihres Dieners Paw (Niks Dencker). Kühl, berechnend und lustbedürftig dominiert sie das Geschehen und wird wegen ihres "sexuellen Hungers geliebt und gefürchtet" zugleich. Constance fühlt sich zu ihr hingezogen und genießt Lolas Verführungskünste. Paw scheint hierbei nur ein nettes Beiwerk, der sich mit dem Zuschauen begnügen muss.
Wenig später in der Realität vermisst Constance die sexuelle Nähe ihres Mannes stärker denn je. In Gedanken an Lola beginnt sie sich zu streicheln . Ihr Mann EG (Mark Duran) fühlt sich dadurch erregt und begierig. Sie scheinen sich beide näher zu kommen und begehren einander.
Plötzlich kommt Lola in Gestalt der Dämonin in den Raum und bricht die Harmonie, in der sich Constance und EG befinden. Lola verdrängt ihre Nebenbuhlerin. Constance versucht vergeblich sich immer wieder in das Liebesspiel einzubringen. Sie verliert ihren Mann an Lola. EG verschwindet mit Lola in das Reich der Dunkelheit, wo sie sich weiter vergnügen. Später kommt der Diener Paw mit ins Spiel, der zuvor nur aus dem Käfig zuschauen konnte. Beide fesseln Lola und vergehen sich an ihr, sanft und fordernd zugleich.
Constance begibt sich währenddessen auf die Suche nach ihrem Mann, wird aber vom Meister der Dunkelheit in Beschlag genommen, der ihre Gedanken zu kennen scheint. Das gemeinsame Viererlei wird später durch die Leserin des Buches kurz unterbrochen. Wieder findet sie sich in einer barocken Lustparty, die in schnellen Einstellungsfolgen Eindrücke, Lustbegierden und Verführungen vermittelt. Lola ist damit zum Mensch geworden (?) und EG hat über den Dämon in ihr gewonnen.
Constance ist wieder allein und wird wenig später von Lola und ihrem Diener Paw überrascht, der nun ebenfalls zu einem Mensch geworden ist. Und zur Überraschung aller scheinen Constance und Paw in sinnlicher Zweisamkeit zusammenzufinden. Sie genießen das Liebesspiel, während Lola sich abseits vom Bett ihren Intimbereich rasiert und dann auf immer aus Constance Leben entschwindet.
Lola und Ed finden Unterschlupf in einer Scheune und begnügen sich mit sich selbst, härter als sie es bisher miteinander getan haben. Der Meister der Dunkelheit ist darüber sehr erzürnt und entzündet ein Feuer, das alle vernichten soll ...
Die Leserin im Garten schließt das Buch und mit einem letzten Hall sagt Constance, wenn sie Lust verspürt oder berührt wird, sieht sie Lola und spürt ihren Kuss.
Meinung zum Film
Der Regisseur Lars von Trier drehte mit ansehnlichen Darstellern die Geschichte von Lola. Die Szenen wirken z.T. kühl gespielt, etwas routiniert und lassen es manchmal an Leidenschaft fehlen. Die Musik ist anfangs poppig, dann technoähnlich und geht später ansatzweise in Richtung Mystik. Der Monolog ist von der Art her interessant, nur die Umsetzung stört manchmal, weil die deutsche Tonspur die niederländische manchmal überlagert und der Zuschauer zwei Sprachen hört.
Beim Sex ist manchmal O-Ton zu hören, der ganz angenehm die Musik durchbricht, aber nie aufdringlich wirkt. Authentisch trifft es eher. Dies gilt auch für die dargestellten Praktiken. Meist oral und der Akt an sich. Ein bisschen Bondage, Peitsche und das Spiel um Macht und Unterwürfigkeit zwischen Mann und Frau oder Frau und Frau werden harmonisch in das Spiel eingefügt.
Gewalt, harter Sex oder sonstige (Anal-) Experimente lassen sich hier nicht finden (evtl. Schlussszene, aber nicht wirklich). Dafür 78 Minuten Spielfilmhandlung, die "schwächelnd" aber mit (Ausbau-) Potential die Erotik und das sexuelle Vergnügen darstellt und damit ein bisschen "Normalität" (Echtheit) im Sexleben schafft. Dies bewirkt eine gewisse Art von Identifikation, deren Umsetzung definitiv noch gesteigert werden kann.
Damit optimal für Einsteiger, junge Frauen oder all jene, die weder Anal oder sonstige gesteigerte Praktiken (Bondage, Rollenspiele, Kerzen, Klemmen, NS, Kaviar, ... P.S. wie auch bei den anderen zwei Filmen!) mögen.
Man muss sich nur damit anfreunden, dass Frau hier keinen Orgasmus erlebt, sondern nur der Mann. Aber es wird zur Abwechslung keinem ins Gesicht gespritzt, sondern man nutzt Bauch und Rücken dafür.
Hinweis
Man beachte die Menüführung: Neben Slideshow mit mittelmäßigen Bildqualitäten, der Trailershow,.... gibt es noch eine Szenenübersicht, die dadurch glänzt, sich direkt zu den Abspritz- und Blasszenen einzuklicken.
Shopping-Tipp
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