Harry S. Morgan verstorben
Harry S. Morgan, Pornoproduzent und Gallionsfigur der deutschen Pornobranche wurde heute Morgen (am 30. April 2011) in Düsseldorf leblos von einem Kollegen aufgefunden. Näheres über den Tod des 65jährigen ist bisher noch nicht bekannt gegeben wurden. Unsere Anteilnahme gilt seiner Familie und seinen Angehörigen.
Ein Portrait von Harry S. Morgan findet ihr fortfolgend ...
Harry S. Morgans Verdienste um die Pornobranche kann man eigentlich nicht hoch genug einschätzen. Wir stellen euch den Filmemacher vor, präsentieren euch ein Interview mit ihm und stellen einen seiner Filme genauer vor.
Harry S. Morgan?

Harry S. Morgan heißt eigentlich Michael Schey, wurde 1945 in Essen geboren und studierte Bildjournalismus an der Essener Folkwang-Hochschule. Nebenher fungierte er als Volontär für eine Essener Zeitung und wechselte irgendwann für drei Jahre zur Bildzeitung, wo er lernte, auf den Punkt zu funktionieren. Danach arbeitete er selbstständig für Spiegel und Stern und begründete eine eigene PR-Agentur in Düsseldorf. Im Rahmen einer Spiegel Reportage lernte er einige Leute aus dem Pornobusiness kennen, die ihn baten, seiner Bildjournalismusausbildung entsprechend ein paar Fotos nebenher auf den Sets zu schießen und sich so ein Zubrot zu verdienen.
Sowohl seine PR Agentur als auch diese Fotoarbeiten erfüllten ihn nicht wirklich und so suchte er sich ein neues Betätigungsfeld. Den Film. Also zog er nach München, wo er als Kamera-Assistent eine Anstellung bei der Bavaria erhielt. Hier schulte er seine Kenntnisse in Sachen Bildgestaltung und lernte den effektiven Umgang mit den jeweils zur Verfügung stehenden Mitteln. Doch das Hauptziel war die Arbeit als Regisseur und da ihm das innerhalb des Bavariasystems zu lange vorenthalten wurde, wechselte er um 1988 in die Pornobranche.
Hier gefiel ihm, dass er seinen eigenen Stil, eigene Ideen und auch seinen eigenen Willen durchsetzen konnte. Dieser führte ihn direkt weg vom langweiligen Mainstreamporno hin zu damals noch ausgefallenen Spielarten. Doppelpenetrationen, Fisting und Natursektspiele wurden zu einer Art Standardrepertoire in seinen Arbeiten. "Junge Debütantinnen", "Maximum Perversum", "Teeny Exzesse", "Happy Video Privat", "Anmacherinnen" oder "Old Ladies Extreme" hießen Serien, die seinen Ruf begründeten und die er vor allem für das Label Videorama auf den Weg brachte. Hier arbeitete er unter anderem auch mit den deutschen Superstars Gina Wild und Vivian Schmitt. Morgan lebt heute in Düsseldorf.
Harry S. Morgan im Interview
Unsere Kollegen von der PO haben Harry S. Morgan zu den Punkten Amateurporno, neue Techniken und deren Auswirkungen auf den Porno und zu seiner Vorreiterstellung in der Pornobranche interviewt.
- PO: Herr Morgan, wie hat das mit den Amateurpornos damals angefangen?
Es gab damals für die Neue Revue eine Serie, die ich fotografiert habe, die hieß Das Mädchen von Nebenan. Da wurden ja so ganz normale Mädels vorgestellt, die ganz normal arbeiteten und in Deutschland lebten. Die wurden immer sehr sexy fotografiert, das war dann immer das große Foto. Das war sehr erfolgreich, die Zeitung hat immer gesagt: das ist ein ganz wichtiger Träger für uns. Aufgrund dessen kam dann bei mir die Idee, dass man mal zu den Leuten nach Hause gehen und fragen müsste, wie es denn so ist, wenn sie im Bett liegen. Daraus hat sich das dann entwickelt, aber die ursprüngliche Idee war, dass ich einfach eine Kamera und ein Mikrofon zu den Leuten mitnehme und wir erstmal ein Interview machen. Da stellte sich dann aber heraus, dass die Leute auch durchaus bereit waren, mal was aus ihrem Sexleben zu zeigen. Das ist jetzt 20 Jahre her. Da war ich der Erste, der damals in Deutschland so was machte, und das war auch sehr schnell relativ erfolgreich. Die Leute interessiert es schon, was die Nachbarn so treiben.
- PO: In den 20 Jahren seit der ersten Ausgabe von Happy Video Privat hat sich auf dem Amateursektor dank Web 2.0 eine ganze Menge getan. Wie beurteilen sie das?
Naja, die Leute machen das ja nicht so, wie ich das mache. Ich mache ja Interviews, richtig lange Talks. Ich versuch ja wirklich aus den Leuten was herauszukitzeln, dass auch für andere Menschen interessant ist. Was wir im Web sehen, ist ja quasi der Versuch von Amateuren, Pornofilme nachzuahmen. Die zeigen sich ja fast ausschließlich beim reinen Geschlechtsakt. Das ist ja was, was ich gar nicht mache. Für mich ist das Ficken - auf Deutsch gesagt - weniger wichtig als das Gespräch.
- PO: Sie sagen ja auch, dass sie mittlerweile den Raum verlassen, wenn die Sexszenen gedreht werden.
Das habe ich immer schon gemacht. Mein Job ist es, mit den Leuten zu quatschen. Ich bin ja kein Voyeur. Da muss ich nicht dabei sein. Das ist dann auch für die Menschen angenehmer, wenn da nicht so viele Menschen um das Bett herumstehen und zuschauen. Der Kameramann ist zwar dabei, aber der ist ja eher ein Neutrum, weil er die große Kamera vor der Nase hat. Das ist nicht so, als wenn jemand einfach dabeisteht und denen zuschaut. Das ist ja auch für viele Menschen sehr unangenehm.
- PO: Wie erklären sie sich die anhaltende Beliebtheit von Amateurpornos und den Trend, dass sich immer mehr Leute im Internet zeigen und ihre Fotos und Filme anbieten?
Es ist natürlich viel Selbstdarstellung. Ein wichtiger Grund ist aber auch, dass viele Leute gar nicht wissen, was sie da anrichten. Die wenigsten haben wirklich eine Ahnung, was es bedeutet, wenn ich ein Video ins Internet stelle. Alleine, wie viele Menschen es sehen können. Das ist halt schick, man filmt sich mit dem Handy, stellt das ins Internet und findet sich besonders toll. Aber ich glaube, wenn die Menschen mal kapieren, was sie selber für sich anrichten - es gibt ja auch viele negative Seiten -, dass sie dann schnell wieder davon abkommen würden. Es betrifft ja vor allem auch die Frauen, die das mal mitmachen, weil der Freund es will. Dann macht der Freund Schluss und hinterher sagt der Neue: Ich hab dich da im Internet gesehen. Das ist vielen ja doch sehr peinlich. Außerdem ist die Politik ja gerade dran, das Internet mehr und mehr zu blockieren.
- PO: Aber ist es nicht irgendwo dasselbe, ob sich ein Paar bei ihnen darstellt oder in Eigenregie im Internet?
Durch die spezielle Art der DVD, der Serie Happy Video Privat, hab ich ja einen geschlossenen Kundenkreis. Wenn die Leute das sehen wollen, müssen Sie dafür in eine Videothek oder einen Sexshop gehen, und dafür müssen Sie schon mal über 18 sein. Das ist so ein geschlossener Fankreis, dass die Leute nie Ärger kriegen. Diese Sachen werden angesehen von Leuten, die es ja auch gerne machen. Die sich Anregung holen und die das gerade durch die Interviews sehr positiv sehen, weil sie merken, dass diese Pärchen, die ich da interviewe, auch sehr normal sind und oft auch sympathisch rüberkommen. Und die will man nicht in die Pfanne hauen. Das ist was ganz anderes als dieses Anonyme im Internet.
- PO: Sie haben unzählige Praktiken nach Deutschland importiert. Unter anderem gehen auf ihr Konto die ersten deutschen Filme, in denen gepinkelt und gefistet wird. Bei welchen Praktiken haben sie gesagt: Das mach ich jetzt nicht mit?
Es gibt gewisse Dinge, die ich persönlich nicht mache. Ich würde zum Beispiel nie einen Kaviarfilm drehen oder so einen Kram. Ich dreh auch keine harten S/M-Filme, weil mich das persönlich nicht anturnt. Wenn ich was drehe, dann müssen es erstens die Darstellerinnen freiwillig machen und auch können. Zweitens muss ich es persönlich auch als angenehm empfinden. Ich hab keine Lust, Dinge zu machen, wo ich mich abwenden muss und sage: Das kann ich mir nicht ansehen!
- PO:Sie haben auch nie einen Gonzo-Porno gemacht. Warum nicht?
Daran hab ich kein Interesse, weil ich das grausam finde. Das ist eine Verunglimpfung der Frau. Ich bin noch einer, der die Frauen sehr hoch hält. In meinen Augen ist das Vergewaltigung.
- PO: Sie haben in einem Interview von 1992 sinngemäß gesagt, VHS habe das Ende von Porno eingeläutet. Können sie da näher drauf eingehen?
Mit VHS ging es ja los, dass viel mehr Menschen in der Lage waren, solche Filme zu produzieren. Der Internet-Boom ist ja gekommen, weil heute jeder mit einer kleinen, billigen Kamera irgendwas drehen und das als Film irgendwo reinstellen kann. Ich komme ja noch aus einer Zeit, in der man noch mit professionellem Equipment gedreht hat, mit richtigen Filmkameras. Das konnten wirklich nur Profis machen, die entsprechend ausgebildet waren. Dann kam die VHS-Kassette, die Kameras wurden immer billiger, jeder konnte sich so eine Kamera kaufen und hat dann zu Hause die Mutti gedreht. Da kam dann ja auch dieser Massenboom auf, dass so enorm viele Produkte auf den Markt geschmissen wurden. In der Kinozeit wurden im Monat drei, vier Filme produziert. Als VHS kam, waren es auf einmal 400.
- PO: Aber dennoch hat VHS doch der Pornobranche geholfen, sich ziemlich gut am Markt zu positionieren.
Naja, aber verdienen tun wir ja alle nichts mehr. Sagen wir mal so: zuerst war es der Porschehändler, der ausgesuchte Produkte an eine ausgewählte finanzkräftige Käuferschicht verkauft hat. Jetzt ist es der Billiganbieter aus Asien oder Indien, der Massenware für eine kleine Mark verkauft. Die Qualität der Filme ist dadurch nicht besser geworden, eher sehr viel schlechter.
- PO: Als Sie im Januar als Gastdozent an der Ruhr-Uni Bochum über ihre Arbeit gesprochen haben, erwähnten sie, dass sie große Hoffnung auf BluRay setzen, wenn es darum geht, dem schwächelnden Offline-Markt wieder auf die Beine zu helfen.
Ja, denn BluRay ist ja wieder so eine Sache, das kann nicht jeder. Da braucht man eine teure Kamera und teures Equipment, und dafür braucht man auch professionelle Leute. Alleine die Produktion der BluRay ist ja sehr aufwändig. Da kann man sich dann wieder hervorheben, indem man sagt: Ich biete hier ein ganz bestimmtes High Class Produkt an, dass der Amateur so nicht hinkriegt.
- PO: Ist denn das Interesse an High Class Material überhaupt noch da?
Ich glaube, dass es wieder wächst. Ich kriege immer wieder E-Mails von Leuten, die sagen: Ich hab da einen Film von dir gesehen, die Qualität war toll, der hatte eine Story, der hatte eine Handlung und und und. Das war ja in den Gesprächen an der Uni Bochum genauso, da wurde ja auch gesagt: Naja, einen guten Film gucken wir uns ja auch gerne mal an. Die Leute sind müde von der Massenware, weil da immer das Gleiche gezeigt wird. Da ist kein Spannungsbogen, da ist keine Erotik drin, da ist nichts Aufregendes. Es ist immer das Gleiche, und das macht auf Dauer müde.
- PO: Waren sie mal an einem Punkt, an dem Sie sagen wollten: Das war es, ich hab auf die ganze Sache keine Lust mehr?
Ach nein. Weißt du, ich mach meinen Stiefel, so wie ich das für richtig halte. Ich kann ja jederzeit aufhören, wenn ich will. Aber solange es mir Spaß macht, warum sollte ich?
- PO: Vielen Dank für das Gespräch!
In dem Interview klang ja bereits an, dass Harry S. Morgan für neue Medien immer empfänglich ist und versucht, deren Vorteile für sich arbeiten zu lassen. Das war und ist schon zu DVD Zeiten der Fall, wie folgender Film aus seinem Portfolio beweist.
Teeny Exzesse - Träume junger Stuten

Originaltitel: Teeny Exzesse 66 - Träume junger Stuten
Herstellungsland: Deutschland
Produktionsjahr: 2001
Regie: Harry S. Morgan
Darsteller:
Edita Heisky,
Any Moore,
Harry S. Morgan,
Alexandra Raab,
Robert Rosenberg,
Petra Russov,
Tittus Steel
Mit technischen Entwicklungen und deren Verbreitung ist das so eine Sache. Immer müssen erst ganz bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein, um eine möglichst weiträumige Durchdringung des Marktes mit diesem Produkt zu erreichen. Bei der Einführung der DVD war die elementare Frage: Würden die Pornolabels auf den DVD Zug aufspringen? Jene waren nämlich nicht von der berauschenden Bildqualität des neuen Mediums erfreut, würden doch nun Unzulänglichkeiten wie Pickel, Hautunreinheiten und Co nicht mehr von der miserablen VHS Qualität glatt gebügelt werden.
Wie wir heute wissen, ließen sich auch die Pornolabels überzeugen. Immerhin konnte man nun sogar die alten Klassiker noch einmal neu auflegen und mit bisher unbekanntem Bonusmaterial versehen. Die niedrigeren Produktionskosten und der nicht vorhandene Verschleiß der neuen Filmdatenträger waren ebenfalls nicht zu verachten.
Obendrein boten die DVDs die Möglichkeit, einen Film aus verschiedenen Kameraperspektiven (Multi Angle Funktion) abspielen zu lassen. Die Entscheidung darüber, aus welcher Blickrichtung das Publikum eine aktuelle Nummer genießen wollte, konnten die Pornolabels dank der DVD-Technik dem Zuschauer überlassen, was ganz neue Formen der Interaktivität möglich machte und über profanes Palmewedeln weit hinausging! Einen Vertreter dieser "Spielart" des Pornos haben wir hier.
Worum geht’s?
Alexandra träumt von einer Filmkarriere und bricht darum eines Tages zu einer Produktionsfirma auf, wo sie sich auf gut Glück als künftiger Superstar vorstellen will. Dass der Regisseur des Filmes aussieht wie Harry S. Morgan, in diversen Räumen lauter nackte Mädels von noch nackteren Kerlen begrabbelt werden und sie immer wieder zu eindeutig sexuell motivierten Handlungen animiert wird, scheint Alexandra nicht wirklich zu bemerken. Und so kommt es, wie es kommen musste: Sie kommt … mehrmals … nur mit der großen Karriere ist es jetzt wohl erstmal Essig.
Kritik
Wie die Inhaltsangabe schon andeutet, geht es in "Träume junger Stuten" um einen mehr oder weniger humorigen Blick hinter die Kulissen der Pornobranche. Ewig perverse Regisseure, immer standfeste Darsteller, kunstfertige Anbläserinnen und hübsche Hauptdarstellerinnen, die den ganzen Tag nackt durch die Kulissen rennen. Das Paradies. Eine wirkliche Handlung sieht dann aber doch anders aus und wirklich interessieren tun sich dafür weder der Zuschauer, das "Drehbuch" noch sonst irgendwer.
Im Oeuvre von Harry S. Morgan - der hier wie so oft auch eine wichtige Hauptrolle inne hat (als Regisseur), ohne sich dabei bei sexuellen Handlungen erwischen zu lassen - nimmt sich dieser Film eher zahm aus. Kurz werden BDSM Aspekte in Form einer Fesselung Alexandras angerissen, ansonsten gibt es hier nur Blümchensexszenen zu bewundern. Zwar stellungsintensiv und mit schönen Darstellerinnen versehen, aber "Teeny Exzesse" sehen dann doch irgendwie anders aus.
Und so ist die Eingangs erwähnte Multi Angle Funktion dann auch das eigentliche Highlight dieser Porno-DVD. Multi Angle, wie kann man sich das eigentlich vorstellen? Nun, prinzipiell wird bei einem Multi Angle Film eine entsprechende Szene einfach mit zwei (oder mehr) verschiedenen Kameras aufgenommen. Alles dabei gedrehte Material brennt man dann auf DVD und der Zuschauer kann mittels Tastendruckes auf seiner Fernbedienung wählen, welchen Kamerawinkel er bevorzugt.
Dabei kann er durchaus zum Regisseur seines eigenen Filmes mutieren, denn freilich muss man sich als Zuschauer die Szene dann nicht aus der gewählten Perspektive bis zum Schluss anschauen. Viel mehr kann man, während die Szene läuft, immer wieder zwischen den verschiedenen Kameras hin und herschalten und sich selbst die Sexszene nach seinem Gutdünken zusammenstellen.
Gibt es beispielsweise gerade wieder die Gynäkologenkamera und man will eigentlich gar nicht sehen, wie sich die Geschlechtsteile in Großaufnahme vereinen, schaltet man einfach auf Kamera zwei und genießt den Akt in der Totalen oder das lustvoll verzerrte Gesicht der Dame. Fast schon automatisch wird durch diese Multi Angle Funktion der Film bei jeder neuen Sichtung vollkommen anders aussehen, denn kaum einer wird sich merken können, wann er warum bei der letzten Sichtung die Kamera wechselte.
Dieses Element ist immer wieder aufs Neue faszinierend, denn selbst wenn man sich zwingt, eine Kameraperspektive durchgehend durchzuhalten (was freilich auch geht und eine Standardnummer zur Folge hätte, die beständig zwischen Nahaufnahmen und Totalen hin und herwechselt), ist man doch immer wieder neugierig, was die andere Kamera wohl gerade filmt und schaltet um.
Das erfordert von der Produktion freilich auch ein Höchstmaß an Sorgfältigkeit, denn die Blöße, das jeweils andere Kamerateam beim Dreh zu filmen, will man sich ganz sicher nicht geben. Und es gelingt den "Träumen junger Stuten" auch, dies zu verhindern. Was dies für eine Planung im Vorfeld notwendig macht, was die Kamerawege und -bewegungen angeht, kann man vermutlich gar nicht ermessen.
Obendrein musste man, um Schatten der "Konkurrenzkamera" zu vermeiden, mit fast schon klinisch hellem Licht arbeiten, was den Sexszenen zwar die "Erotik" nimmt, aber eben funktioniert und peinliche Schattenwürfe verhindert. Und das wird für diese Produktion wohl das Wichtigste gewesen sein.
Genau dieser Aufwand dürfte dann auch der Grund sein, warum man diese Multi Angle Spielereien in Handlungspornos und vielen Produktionen neueren Datums eher selten bis gar nicht zu sehen bekommt. Was eigentlich ziemlich schade ist.
Zum Film selber sei noch erwähnt, dass er zumeist in einem Filmstudiokomplex spielt und dementsprechend immer ein wenig billig wirkt, die Darsteller allesamt mit Spaß bei der Sache sind – vor allem die Figur der Alexandra ist in ihrer Naivität ein einziger Gaglieferant – und die Sexszenen allesamt recht geschmäcklerisch herüberkommen. Zudem gehört der Film zu dieser Sorte Porno, wo Anal- und Vaginalsexszenen noch streng voneinander getrennt werden und eine Frau immer nur eine dieser Sexvarianten hinnehmen muss/darf.
Fazit
Letztendlich ist aber die Multi Angle Spielerei das Faszinierendste an dem Streifen, der ansonsten für eine Harry S. Morgan Produktion erstaunlich handzahm daherkommt und statt echten Exzessen wirklich hübsche Mädels in angenehm sexy Szenen präsentiert.
Leider ist der Streifen inzwischen nur noch schwer zu bekommen, weshalb wir euch am rechten Rand eine kleine Sammlung anderer Harry S. Morgan Filme ans Herz legen wollen.
In diesem Sinne:
freeman

















