98-63-90, lange blonde Haare und ein unwiderstehliches Lächeln. Ungarns Top-Erotikstar Jenna Jane ist ein wirklicher Männertraum und dabei so sympathisch und freundlich, wie man es in der Branche nur selten erlebt.
Als Porno-Darstellerin kennt man sie aus Produktionen mit herausragenden Filmlabels wie Magma, Videorama, Fundorado und Rocco Siffredi. Als temperamentvolle Show-Attraktion ist sie bei der deutschlandweiten Erotik-Messen-Tournee von "World of Erotic" unter Vertrag und bietet auf der Bühne Erotic-Shows der Extraklasse, die manchem Besucher den Atem rauben. Auch bei den Erotic Nights und anderen Veranstaltungen ist sie ein gern gesehener Gast.
Was Jenna macht, das macht sie richtig! – Neben ihrer Arbeit als Erotik-Performerin, hat sie eine Model-Agentur gegründet und bereitet momentan auch den Start eines eigenen Fashion-Shops im Internet vor.
Für das PO-Magazin besuchte PO-Reporterin Jana die umtriebige Ungarin in ihrer Wahlheimat Köln und sprach mit ihr über ihre Arbeit, ihr Leben und ihre Projekte.
Dallas als Inspiration für Künstlernamen
Jenna, du bist Ungarin. Und "Jenna Jane" klingt nicht gerade ungarisch. Wie ist dein Künstlername eigentlich entstanden?
J.J: Du wirst jetzt darüber lachen. Als ich klein war, gab es im Fernsehen eine Serie, die ich gerne geschaut habe. Kennst du noch "Dallas"? - Ich habe vor sieben Jahren angefangen als Tänzerin und Erotik-Modell zu arbeiten. Ein Veranstalter kam auf mich zu. "Wie, du hast noch keinen Künstlernamen? - Du musst dir einen Namen aussuchen, ohne Namen kann ich dich nicht vermarkten!" In der Fernseh-Serie gab es eine sehr schöne blonde Frau, die von Priscilla Presley gespielt wurde, die hieß Jenna Wade (die Freundin von Bobby Ewing). Ich wollte nicht ganz den gleichen Namen. Aus Wade wurde Jane und der Veranstalter meinte "das klingt gut". Seitdem klebt der Name an mir.
Soll ich dich mit Jenna ansprechen, oder ist das fremd für dich? - Fühlt es sich anders an, als wenn ich Brigitte (Jennas "richtiger" Name) zu Dir sage?
J.J: Nein, Jenna bin ich genauso wie Brigitte. Mein Freund sagt immer Jenna zu mir. Beide Namen gehören zu mir; das bin ich. Ich bin irgendwie Jenna geworden. Aber ich bin auch Brigitte.
Wie bist du eigentlich zum Pornofilm gekommen?
J.J: Ehrlich? - Ich war neugierig!
Es macht selten richtig Spaß
Ist ein Pornofilm ein reines Schauspiel oder kann es mehr sein, wenn dir der Partner oder die Partnerin sympathisch ist? - Kannst du dich fallen lassen und genießen?
J.J: Das hängt von vielen Sachen ab, zum Beispiel von dem Raum, in dem gedreht wird, ob es warm genug ist und natürlich von den Partnern. Ich kann mich manchmal auch fallen lassen und genießen, aber dann kommt die Kamera dazwischen und wir sollen die Position wegen der besseren Kameraposition. Deshalb macht es selten richtig Spaß.
Hast du eigentlich ein Mitspracherecht bei der Auswahl der Darsteller, mit denen du drehst?
J.J: Ja, ich kann schon sagen, mit wem ich drehen will und mit wem nicht. Das kann nicht jede Darstellerin, aber ab einem gewissen Niveau geht das.
Hast du auch schon einmal mit deinem privaten Partner gedreht?
J.J: Ich habe meinen jetzigen Freund bei einem Dreh kennen gelernt. Es passiert aber sehr selten, dass sich so etwas ergibt.
Dein Partner hat also keine Probleme mit deinem Job?
J.J: Er war auch Porno-Darsteller und steht hinter mir. Er weiß, dass es ein Job ist und dass es auch ein harter Job ist.
Machst du die Filme gerne?
J.J: Filme mache ich schon gerne. Nicht nur im Porno-Bereich. Ich habe auch für eine Serie bei SAT1, die in diesem Jahr ins Fernsehen kommt, gedreht. Ich fühle mich auch wohl vor der Kamera, aber meine Show-Auftritte machen mir viel mehr Spaß. Du kannst bei einer Show gleich die Reaktion der Zuschauer sehen, du hast die Kommunikation mit dem Publikum. Bei dem Film hörst du irgendwann vielleicht: ".. der Film war super!"
Arbeitest du exklusiv für bestimmte Film-Labels?
J.J: Es wurden mir in den letzten zwei Jahren Exklusiv-Verträge angeboten, aber das möchte ich nicht. Ich will frei sein, um das zu machen, worauf ich gerade Lust habe und um die Möglichkeit zu haben, meine Model-Kartei aufzubauen.
Eltern wissen nichts von Porno-Job
Was weiß Deine Familie in Ungarn von Deinem Job?
J.J: Meine Eltern sind eine andere Generation, die wissen es nicht, aber mit meinem Bruder war es interessant. Im Vorfeld der Erotik-Messe in Budapest waren überall Plakate mit meinem Bild. Mein Bruder hat mich angerufen und gefragt: "Wer ist Jenna Jane?" - Dann habe ich es ihm erklärt. Ich bin seine Schwester, es hat sich zwischen uns nichts geändert.
Wenn Jenna zu den Eltern fährt, ist sie nur noch Brigitte. Brauchst du diese "andere Welt"?
J.J: Jeder Mensch hat ein Tier in sich. Das kann ich auf der Bühne ausleben. Ich ziehe mein Kostüm an und lebe mich in meinen Shows aus. Andererseits brauche ich die ruhige Welt bei meinen Eltern zu Hause.
Wie ist es hier in Deutschland? Wirst du beispielsweise von Nachbarn erkannt?
J.J: Der Hausmeister hat meinen Freund angesprochen, er hat ihn erkannt. Im Fitness Studio, wo ich regelmäßig trainiere, ist es mir passiert, dass mich jemand erkannt hat. Er war nett und höflich. Es hat mich nicht gestört, ganz in Gegenteil! - Ich stehe hinter dem, was ich mache! Ich kann auch ganz offen darüber sprechen.
Erotik-Shows sind weiteres Standbein
Was machst Du ergänzend zu Deinem Porno-Job?
J.J: Ich habe eine Agentur mit Modellen aus Ungarn gegründet, bin aber auch im Fashion-Bereich tätig, unter anderem auch mit einem neuen Fashion-Onlineshop. Ich mache meine Shows auf den Erotik Messen (World of Erotic), dort bin ich jetzt im 3. Jahr dabei. Das ist ein fester Vertrag und in den Messe-Pausen habe ich viele Auftritte in Clubs in Deutschland und in der Schweiz. Ich liebe Show-Auftritte!
Sind Deine Shows ein genau einstudiertes Spiel oder gibt es Raum für spontane Einfälle?
J.J: Meine Shows bereite ich schon gründlich vor. Die Musik schneide ich selbst. Da ich Musik studiert habe, ist das etwas, was ich auch gerne mache. Ein Teil der Show bereite ich ganz genau vor, ich entwerfe die Choreographie vor und übe diese auch ein. Ich freue mich, mein Publikum in das Spiel einzubeziehen, ich lasse mir Zeit für das Spontane. Im Kopf habe ich meine Musik und die Ansätze der Choreographie, damit gehe ich dann auf den Mann ein, den ich mir aus dem Publikum auf die Bühne hole! Showprogramme mit viel Action sind wie Hochleistungsport. Du kommst auf die Bühne und hast einen Adrenalin-Schub. Du fühlst die Schwingungen in der Luft, in deinem Körper, siehst die Zuschauer, die auf die Bühne schauen und du lässt dich von der Musik tragen. - Das kann man nicht beschreiben! - Das kann zur Sucht werden!
Du beziehst, wie Du gesagt hast, Zuschauer in dein Showprogramm mit ein. Was muss ein Mann machen, damit Du ihn zu Dir auf die Bühne holst?
J.J: Er muss locker sein, darf keine Angst haben und darf auf keinen Fall aufdringlich sein. Am Anfang habe ich mir Hilfe bei den Veranstaltern gesucht und die gebeten, für mich jemanden auszusuchen. Mit der Zeit habe ich gelernt die Menschen einzuschätzen. Ich hatte schon verschiedene Erfahrungen. Jetzt kann ich über Augenkontakt einschätzen, ob der Mann der richtige ist und ob er auf mein Spiel eingeht. Wenn er einfach da sitzt wie ein Stück Fleisch und nicht reagiert, egal was ich mache, dann ist es auch für mich schwer.
Hast Du dabei auch schlechte Erfahrungen gemacht?
J.J: Ja, aber da hatte ich den Mann nicht ausgesucht. Er ist selbst auf die Bühne gekommen und er war nicht alleine, sondern mit noch einem Freund zusammen. Sie waren beide angetrunken. Sie haben derbe Ausdrücke benutzt und sich ein Spaß daraus gemacht, mich aus dem Konzept zu bringen. Es kommt immer wieder vor, dass bei einer Messe Zuschauer da sind, die sich gar nicht für die Show interessieren. Die wollen nur die Darstellerinnen schikanieren, die machen sich über alles lustig und sind meistens angetrunken und beleidigend. Da muss man einfach durch. Zum Glück passiert das sehr selten!
Zum Thema Scham: Gibt es für Dich noch einen Scham-Begriff? – Gibt es Unterschiede zwischen Job und Privatleben?
J.J: Ich war früher ganz schüchtern, aber nach ein paar Jahren … Du hast dich schon so oft vor anderen Leuten ausgezogen, dass es das gleiche Gefühl ist, ob du ganz nackt oder in den Klamotten vor jemandem stehst. Mein Körper ist mein Arbeitsmaterial und auf der Bühne bin ich gar nicht schüchtern. Aber wenn ich auf der Straße ohne Kleider laufen würde… Naja, das wäre doch was anderes.
Wie ist mit Kolleginnen aus der Branche: ist es Zickenkrieg oder gibt es auch Freundschaften?
J.J: Die Konkurrenz ist groß, natürlich gibt es da Neid. Man merkt es auch, aber es gibt immer wieder Kolleginnen, die cool sind und mit denen man auch Freundschaften aufbauen kann. Es gibt auch Zickenkrieg, aber ich habe eigentlich keine Zeit dafür. Ich bin beschäftigt und freue mich, wenn ich mit jemand gut auskommen kann, aber das geht nicht mit jedem. Wenn dich jemand nur als Konkurrenz sieht, dann kannst du nichts machen.
Ungarn ist eine Art Porno-Fabrik
Du hast sowohl in Ungarn als auch in Deutschland gedreht. Würdest du sagen, dass es auf die Branche bezogen große Unterschiede zwischen den Ländern gibt?
J.J: Ja, es gibt Unterschiede. In Ungarn gibt es kaum freie Darsteller. Das läuft alles über Agenturen. Die kümmern sich um alles. Ungarn ist das europäische Zentrum der Porno-Branche, eine Art Porno-Fabrik. Verschiedene Produktionen drehen zwei Wochen am Stück den ganzen Tag über. Du bist dann jeden Tag anderswo eingeplant. Das ist schon sehr anstrengend. In Deutschland wird nicht so viel gedreht wie Ungarn.
Thema Krankheiten/Ansteckungsgefahr: HIV, Hepatitis und Co. - Beschäftigt dich das?
J.J: Die Darsteller müssen alle drei Wochen zum Test, das gibt mehr Sicherheit. Wenn du zum Dreh kommst, musst du den Test allen zeigen. Deine Agentur verlangt es, der Produzent will es sehen, die andere Darsteller auch. Es wird sehr viel Wert darauf gelegt. In Ungarn sind die Kontrollen strenger. Es ist mir aber auch bewusst, dass auch in drei Wochen, zwischen den vorgeschriebenen Test-Terminen, einiges passieren kann. Es ist ein Risiko, du musst entscheiden, ob der Verdienst das Risiko wert ist. In den letzten Jahren sind zum Glück nur 1-2 Fälle bekannt geworden, wo jemand von den Darstellern HIV-positiv war.
Inwieweit hat sich das Porno Geschäft aus deiner Sicht verändert ?
J.J: Es hat sich schon durch das Internet viel verändert, es wird weniger gedreht und die Leute wollen immer mehr sehen. Das was ich gestern gemacht habe, ist morgen schon langweilig. Es muss immer härter sein und es geht immer mehr in Richtung Fetisch. Ich mache auch Fetisch-Filme und Shows, aber nicht die harte Sachen, nichts mit Kaviar und ähnlich. Ein Porno-Star zu sein ist harte Arbeit und ist überhaupt nicht mehr mit großem Verdienst verbunden. Es gibt weniger Produktionen und es gibt viel mehr Darsteller als früher. Die Qualität der Filme hat auch abgenommen. Im Internet sieht es anders aus. Da boomen Privatfilme und Webcams.
Wie ist Deine weitere Lebensplanung? - Wie lange möchtest Du Deinen Job noch machen?
J.J: So lange es mir Spaß macht und die Leute mich sehen wollen, werde ich weiter auftreten! Mit 40 oder 45 möchte ich nicht mehr auf der Bühne herumhüpfen. Das ist nicht meine Vorstellung, vielleicht noch 2-3 Jahre. Ich bin eine ganz normale Frau. Ich möchte einen Mann an meiner Seite und eine Familie. Das Heiraten an sich bedeutet dabei für mich nichts. Ein Gemeinsames Leben, gegenseitiges Verständnis. Aber ein Papier muss ich dafür nicht unbedingt haben.
Wir sagen DANKE für das Interview….
Steckbrief von Jenna Jane
Geburtsdatum: 03.02.1975
Horoskop: Wassermann / Tiger (Chinesisches Horoskop)
Nationalität: ungarisch
Maße: 98-63-90
Größe: 171 cm
Augenfarbe: braun
Gewicht: 53 kg
Haarfarbe: blond
Familienstand: geschieden
Wohnort: Köln
Lieblings-Parfums: Jean Paul Gaultier – Classique und DKNY - Be Delicious
Lieblings-Getränk: Campari-Orange
Lieblings-Gericht: Meeresfrüchte und Gemüse
Lieblings-Schauspieler(in): Will Smith und Halle Barry
Lieblings-Film: Hancock
Hobbies / Interessen: Sex – Kochen – Fitness (in dieser Reihenfolge)
Sprachen: Ungarisch, Deutsch, Englisch
Persönliches Lebensmotto: "Was mich nicht umbringt, das macht mich stark!"
Markenzeichen: Meine Tattoos
















