Aufblende. Wir sehen eine Art Buggie, welcher zwei Fahrgäste transportiert. Ein sexy Mädel und einen etwas freakig rüberkommenden Kerl. Beide scheinen sich gerade erst begegnet zu sein, als der Fahrer die Frau auch schon fragt, wie sie denn die Fahrt bezahlen wolle. Sie weist ihn an, einfach in der Pampa anzuhalten und bläst ihm ordentlich den Marsch. Doch die Dame ist dem Kerl zu fordernd, zu dominant. Er will unbedingt die Führung bei dieser Nummer übernehmen und beschließt, dies der Frau mittels heftigen Analverkehrs einzubläuen. Nach dem Akt schlägt die Dame den Kerl unvermittelt k.o.!
Als dieser wieder zu sich kommt, ist er in unvorteilhafter Stellung auf einen Stuhl gebunden. Die knackige junge Dame steht hinter ihm, trägt einen Strap On und rammt selbigen dem Kerl ins Rektum … Willkommen in "Dog World"! Eine Big Budget Pornoproduktion aus Spanien, die noch mehr Überraschungen als diese Umkehrung der Rollenklischees und der Dominanzverhältnisse bereithält. Wir stellen den Streifen und seine direkte Fortsetzung – The Resolution – vor.
- Inhaltsverzeichnis
- Dog World
- The Resolution
- Der Trailer
- Die Story
- Kritik
- Fazit
- Die DVDs
- Kommentare
Dog World
Originaltitel: Mundo Perro
Produktionsland: Spanien
Erscheinungsjahr: 2008
Regie: Roberto Valtueña
Darsteller: Dunia Montenegro, Salma de Nora, Natalia Zeta, Sophie Evans, Dora Venter, Lesly Kiss, Steve Holmes, Remicio Zampa, Melissa Black
Freigabe: XXX ![]()
Laufzeit: 130 Minuten
Bild: 16:9 (anamorph)
Ton: Englisch, Spanisch, Holländisch, Deutsch
Format: PAL
Ländercode: 0 (Codefree)
Extras: Fotogalerie, Trailer
Verpackung: Amaray im Schuber
Studio: Thagson Deluxe
The Resolution
Originaltitel: Dog World 2 - Mundo Perro 2
Produktionsland: Spanien
Erscheinungsjahr: 2009
Regie: Roberto Valtueña
Darsteller: Dunia Montenegro, Salma de Nora, Sara Twain, Sophie Evans, Dora Venter, Lesly Kiss, Mick Blue, Paco Roca, Natalia Z, Priva
Freigabe: XXX ![]()
Laufzeit: 125 Minuten
Bild: 16:9 (anamorph)
Ton: Englisch, Spanisch, Niederländisch, Deutsch
Format: PAL
Ländercode: 0 (Codefree)
Extras: Making of, Interviews, Trailer, der Soundtrack, ein Kurzfilm des Regisseurs
Verpackung: Amaray im Schuber
Studio: Thagson Deluxe
Der Trailer
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Die Story
Dog World – das ist unsere Welt in der Zukunft. Kriege und Umweltzerstörung haben sie in die Hölle auf Erden verwandelt. Die reichen Bewohner von Dog World haben sich unter die Erde zurückgezogen, wo sie ein Leben in Dekadenz führen. Die Armen dagegen leben in den Ruinen unserer Zivilisation und halten sich mittels kleiner Gaunereien halbwegs über Wasser.
Nur erwischen lassen dürfen sie sich nicht. Denn dann droht Gefängnis. In einem dieser Gefängnisse sitzt sexy Luna ein. Ein lecker Früchtchen, das sich mit Diebstählen durchschlug, dann aber einfuhr, weil sie angeblich einen Mann getötet habe. Ihr neues Heim ist ein Gefängnis, dessen Chef sich an seinen ausschließlich weiblichen Inhaftierten ein goldenes Näschen verdient, lässt er sie doch Fronarbeiten verrichten, deren Ergebnisse er gewinnbringend verhökert. Und ein paar sexuelle Übergriffe auf "seine" Mädels versüßen ihm obendrein den Alltag.
Doch wie das so mit den Reichen ist, sind jene mit ihren angehäuften Reichtümern nie zufrieden. So auch der Gefängnisboss. Sein neuer unglaublicher Plan: Er will seine Insassinnen meistbietend an diverse Rotlichtunternehmen verhökern. Ein ungeheuerlicher Plan, dem sich die unabhängige Luna freilich entgegenstellen muss. Doch dies gerät in den Hintergrund, als eine süße neue Gefangene im Gefängnis auftaucht. Jasmin, das Prinzesschen, wird von Luna fortan unter die Fittiche genommen und bekommt von Luna beigebracht, wie der Alltag im Gefängnis aussieht.
Die beiden Frauen kommen sich unversehens näher und werden enge Freundinnen (ja, auch soooo eng
). Gegenüber Jasmin blüht Luna förmlich auf und erzählt ihr ihre Lebensgeschichte. So erfahren wir, dass in der Freiheit ihre große Liebe Bunny – ein etwas unbedarftes Mädel, das für Luna schon einmal sprichwörtlich den Arsch hingehalten hat – auf sie wartet und was eigentlich wirklich dazu führte, dass Luna in dem Knast gelandet ist …
Kritik
Das Ergebnis ist ein Handlungsporno, der den Begriff endlich auch wirklich einmal verdient hat. Dabei findet er einen erstaunlich gelungenen und stilsicheren Mittelweg aus den Extremen, die man von Handlungspornos im Allgemeinen kennt. So ist er weder zwischen den Sexszenen so langweilig, dass man schier einschläft, noch sind die Handlungsszenen sinnloser und verzichtbarer Ballast. "Dog World" und "The Resolution" erzählen eine unterhaltsame und stimmige Geschichte, die vor allem im zweiten Teil richtiggehend spannend wird.
Dabei ist "Dog World" der Streifen, der den reinen Pornofreaks am meisten gefallen wird. Die Geschichte wirkt hier sehr zurückhaltend erzählt. Man hat teilweise nicht einmal eine rechte Ahnung, wohin sich "Dog World" entwickeln soll. Stattdessen etabliert Regisseur Roberto Valtueña eine herrlich kaputte Zukunftswelt, in der man sich vehement nehmen muss, was man braucht und die nicht von ungefähr in Look und Stimmung schwer an die Mel Gibson Klassiker Mad Max I - III erinnert. Auf der daraus resultierenden, herrlich ausweglosen, staubigen und menschenverachtenden Atmosphäre und den in den durchweg kaputten und grandiosen Settings stattfindenden Sexszenen baut "Dog World" komplett auf. Sprich, er setzt durchweg auf Schauwerte.
Und diese haben es in sexueller Hinsicht in sich. Vaginal, Anal, Double Penetrations, Interracial, ein 4 gegen 1 Gangbang und eine herrlich ausufernde, BDSM inspirierte Fesselungs-, Natursekt- und Atemreduktionsnummer setzen einige hervorstechende, unglaublich erotisch umgesetzte Höhepunkte, an denen sich für mich fortan jede andere Pornoproduktion wird messen müssen. Obendrein sehen die dargereichten - in den Hauptrollen komplett silikonfreien - Mädels durchweg sehr hübsch aus und sind mit Spaß bei der Sache. Und die Kerle sind auch halbwegs anschaubar.
In "The Resolution" dreht sich das Ganze deutlich. Wer nach "Dog World" hoffte, "The Resolution" könnte sextechnisch noch zulegen, wird vermutlich sogar richtiggehend enttäuscht sein. Denn "The Resolution" ist weicher, "harmloser" und deutlich stilvoller in seinen Sexszenen. Es gibt nur eine Szene mit Analverkehr, zwei Lesbenszenen, zwei ausgiebige Blow Jobs und eine Handvoll straighter Heteroszenen. Dazu kommt eine irre künstlerisch umgesetzte Kuschelnummer, die ohne jedwede explizite Details auskommt!
Dafür legt dann aber die Geschichte, die unmittelbar an "Dog World" anschließt, einige Schippchen zu und wird konsequent weiterentwickelt. Selbst die Sexszenen sind in Teil II auf die Handlung ausgerichtet und haben einen Sinn für deren Vorankommen. Das ist in "Dog World" nicht durchgehend der Fall. Und so mutet "The Resolution" im Vergleich zu "Dog World" an, wie "Kill Bill II" zu "Kill Bill I". Die Schauwerte treten in den Hintergrund, die "Action" wird zurückgefahren und die Story wird wichtiger.
Auch der Ton der Sexszenen verschiebt sich stark. In "Dog World" spielte vor allem Dominanz eine große Rolle. Kaum eine Sexnummer geschah einvernehmlich oder ohne einen nicht ganz koscheren Beweggrund. In Teil II sind abgesehen von Mick Blues etwas pomadigen Auftritten alle Szenen einvernehmlich und gehen aus eher romantischen und zuneigungsbedingten Situationen hervor. Das heißt allerdings nicht, dass Teil I nun die Chauviversion und Teil II der Frauenporno in dem Epos wäre. Denn schon in "Dog World" werden die Dominanzverhältnisse – wie am Einstieg gezeigt – durchaus eindrücklich und eindeutig umgekehrt.
Auch diverse Dialoge deuten immer wieder an, dass die gegenüber den Frauen ausgeübte Dominanz letztlich nur deshalb greifen konnte, weil die Frauen sie in dem Moment auch zugelassen haben - sie also durchweg die starken Charaktere stellen. Kurzum: Das übliche "Leg dich hin, ich will loslegen" Gesteche sucht man in beiden Filmen vergeblich, weshalb sich beide sowohl für das normale Pornopublikum, das Lust auf etwas Neues hat, als auch für Frauen und Pärchen eignen.
Das wird durch die optische Umsetzung der Sexszenen deutlich unterstrichen. Energetisch und kraftvoll geschnitten, sehr warm ausgeleuchtet, mit tollen Licht und Schatteneffekten versehen, aus teils ungeahnt schrägen Perspektiven gefilmt und niemals zu lang geraten, kommt hier durchaus häufiger richtig Stimmung auf.
Diese hohe Qualität in Sachen Optik und sogar Drehbuch hat durchaus ihren Grund. Denn das produzierende Studio Thagson versucht neue Standards im Genre zu setzen und geht dafür einen eigentlich logischen, aber fürs Gewerbe alles andere als gewohnten Weg. Sie richten sich an Filmemacher, die mit dem Pornogeschäft bisher überhaupt nichts am Hut hatten. Dementsprechend wendeten sie sich an filmisch versierte Menschen aus dem spanischen TV und Filmgeschäft, die mit ganz anderen Qualitätsansprüchen an Filme herangehen.
Und das sieht man den beiden Filmen durchweg an und man fühlt auch, dass hier Leute am Werk waren, die einfach wissen, was sie da machen und die obendrein einen ziemlich hohen Qualitätsanspruch an ihre eigene Arbeit haben. Dementsprechend verkommen auch die zwischen den unglaublich heiß umgesetzten Sexszenen steigenden Handlungsszenen niemals zu den Standardpornohandlungsszenen. Gerade der Kameramann bemüht sich durchweg um ein optisch stimmiges Konzept, setzte gar auf Kamerakräne, lange Dollyfahrten und rast mit seiner Kamera neben sich bewegenden Objekten her. Von den schrägen Perspektiven habe ich ja bei den Sexszenen schon geschwärmt. Auch die eingesetzten Gelb- und Braunfilter verfehlen ihre Wirkung nicht.
Doch auch die anderen Abteilungen leisten für einen Pornofilm Großes. Die Ausstattung ist toll (achtet mal auf die CPU Platine am Schuh der Hauptdarstellerin!), die Maskenbildner verrichteten gute Arbeit, die Locationscouts fanden ein paar ansehnliche Settings und menschenleere Landschaften und vor allem der Drehbuchautor mühte sich sichtlich, seinen Darstellern vernünftige Dialoge in den Mund zu legen. Diese bedanken sich mit erstaunlich guten darstellerischen Leistungen. Natürlich agiert niemand oscarwürdig und auch so mancher overactender Herr ist leicht auszumachen, aber zumindest entstehen so vor dem Auge des Zuschauers ansatzweise glaubwürdige Figuren, was ja für Pornos mit Handlung nicht unerheblich ist.
Der Hammer ist der Soundtrack der beiden Streifen. Kodotrommeln geben den Takt für die Gangbangnummer vor, wehmütige Streicher untermalen eine schöne Masturbationsszene von der sehr heißen Lesly Kiss, Choräle sorgen in dramatischen Momenten für Gänsehaut und harter Hip Hop tönt unter einem ebensolchen Blow Job. Gerade in diesem Bereich schlagen beide Filme auf inspirierte Art und Weise sogar handelsübliche B-Filme aus Hollywood um Längen.
Natürlich sind beide Filme nun nicht perfekt. Auch wenn die Lobeshymne anderes andeuten mag. Allerdings kann und darf man nicht verschweigen, dass Teil I und II doch recht stark auseinanderklaffen, was die Story- und Charakterentwicklung ebenso betrifft wie die Beschaffenheit der Sexszenen. In Teil II finden dann leider auch amerikanische "Superstars" wie Mick Blue und Priva in den Film, die es beide nicht gebraucht hätte. Allerdings wollte man sich vermutlich mit großen Namen ein wenig an den Pornomainstream anbiedern. Das größte Manko ist aber die deutsche Synchronisation zu Teil I. Diese klingt teilweise richtig dümmlich und mancher Satz macht gar keinen rechten Sinn. Glücklicherweise ist im ersten Teil die Story aber eh noch nicht soooo wichtig. In Teil II griff man dann auf deutlich motiviertere Sprecher und Übersetzer zurück.
Fazit
Wer meint, noch keinen guten Handlungsporno gesehen zu haben, der sollte sich unbedingt mal diese beiden Filme am Stück zu Gemüte führen. Es ist erstaunlich, was der bloße Wille, einen guten Film abzuliefern, selbst in der Pornobranche zu bewegen vermag. Mit finanziell immer noch stark eingeschränkten Geldmitteln entstand hier eine Art Porno Mad Max. Das Ergebnis muss sich vor der Creme de la Creme der Handlungspornos ganz sicher nicht verstecken.
Die Darsteller sind mit Spaß bei der Sache, die "Action" ist heiß, die technische Umsetzung unglaublich gelungen, die Geschichte erfordert mit ihren stetigen Zeitsprüngen erstaunlich viel Aufmerksamkeit, die Dialoge sind auf einem ordentlichen Level und die Ausstattung und Musik sind über alle Zweifel erhaben.
Die DVDs
"Dog World" und "The Resolution" kommen auf DVD in ordentlicher Bild- und Tonqualität daher. Gerade bei Teil I hielt man sich mit den Bonusmaterialien deutlich zurück, während die "The Resolution" DVD mit einer Extrascheibe aufwartet, die tolle Einblicke in die ungeahnt aufwändigen Dreharbeiten gewährt und einen verhalten beginnenden, aber ungemein erotisch endenden Kurzfilm des Regisseurs von "Dog World" und "The Resolution" bereithält. Hier lohnen die Extras wirklich einen Blick!
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In diesem Sinne:
freeman






















