17.08.2010

An Eternal Love

Der pärchentaugliche Porno vermischt romantische Themen mit hartem Sex

Immer mehr Pornostudios haben die Zeichen der Zeit erkannt und versuchen, den belanglosen Internetpornos und Gonzos, die nach dem immer gleichen, teils höchst frauenverachtenden Schema ablaufen, etwas Niveau entgegenzusetzen. Mit der "Romance" Reihe will das seit zehn Jahren erfolgreiche Hardcorepornolabel New Sensations auf dem diffizilen Feld der Pornos für Frauen & Paare reüssieren. Wir stellen euch mit "An Eternal Love" einen Beitrag aus dieser neuen Pornoreihe vor.

An Eternal Love
 

An Eternal Love

Copyright aller Bilder: New Sensations
Copyright aller Bilder: New Sensations

Originaltitel: An Eternal Love
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 2010
Regie: Amy Shane, Lee Roy Myers
Darsteller: Lexi Belle, Tori Black, Jasmine Delaton wiht Johnny Castle, Rocco Reed, Danny Mountain
Freigabe: XXX
Laufzeit: 94 Minuten
Bild: 16:9 (anamorph)
Ton: Englisch
Format: NTSC
Ländercode: 0 (Codefree)
Extras: Behind the Scenes, Trailer, Exraszene, Fotogalerie, Spring zu deinen Lieblingsstellungen
Verpackung: Amaray
Studio: New Sensations

Der FSK 16 Trailer

Ewige Liebe!?

Brian scheint über seinen Tod hinaus für Emily da zu sein.
Brian scheint über seinen Tod hinaus für Emily da zu sein.

Emilys Freund, Vertrauter und Ehemann Brian starb vor zwei Jahren und riss eine riesige Lücke in das bisher so sortierte Leben Emilys. Fortan zog sie sich von der Welt zurück und flüchtete sich in Tagträume mit ihrem verstorbenen Mann. Dabei sind manche Träume so intensiv, dass sie sich sicher ist, dass ihr Brian noch um sie herum existiert, sie berührt, auf sie aufpasst und sie noch immer liebt, über den Tod hinaus … eben eternal!

Das Problem ist nur, dass Emily so jeden Draht zur realen Welt verliert, was sich auch auf ihre Arbeit als Schriftstellerin auswirkt, hat sie doch seit Brians Tod nichts mehr veröffentlicht.

Doch Momente der Zweisamkeit gibt es nur noch in Emilys Träumen ...
Doch Momente der Zweisamkeit gibt es nur noch in Emilys Träumen ...

Glücklicherweise ist da aber noch Sarah. Emilys beste Freundin. Diese will Emily aus ihrem Schneckenhaus herausholen. Ihre Strategie: Ein Besuch bei Emily mit ihrem besten Freund Bobby und einem schmucken englischen Musiker namens Tommy.

Und wirklich, Emily scheint von Tommy durchaus angetan. Doch sie weiß nicht, ob sie ihren Mann jetzt schon loslassen kann. Da lässt sie Tommy unvermittelt in sein Herz blicken … Doch ob dies reicht, Brians Geist aus dem Haus von Emily zu "verbannen"?

Romantik trifft Porno

Nach Brians Tod igelt sich Emily in ihrer Einsamkeit ein ...
Nach Brians Tod igelt sich Emily in ihrer Einsamkeit ein ...

Zugegeben, die Story klingt auf dem Papier megaschwülstig und verkitscht, allerdings sollte man immer bedenken, aus welchem Genre dieser Film stammt und worauf er wohl seine Prioritäten legen wird. Dementsprechend ist der Ausbruch Emilys aus ihrem selbst gewählten Gefängnis deutlich weniger schmalzig, als es sich anhören mag. Denn "An Eternal Love" hat gar nicht genug Zeit, das Handlungsgerüst irgendwie zu vertiefen und beispielsweise die "ewige" Liebe zwischen Emily und Brian zu bebildern. Hier muss eine hübsche Sexnummer ausreichen.

Doch ihre Freundin Sarah hat nicht vor, Emily aufzugeben ...
Doch ihre Freundin Sarah hat nicht vor, Emily aufzugeben ...
 

Auch die Anziehungskraft zwischen Tommy und Emily, die mittels Stimme aus dem Off heraufbeschworen wird, gründet sich auf nicht mehr als einem gemeinsamen Fick und bedeutungsvollen Blicken. Weder erleben wir, wie die beiden wirklich zusammenfinden, noch warum Emily Tommy so anziehend findet. Kurzum: "An Eternal Love" hat die gleichen Probleme wie alle anderen Handlungspornos auch. Wirklich glaubwürdig sind hier weder Charaktere noch Geschichte.

Sie lädt ihren Freund und einen Musiker namens Tommy (links) zu Emily ein ...
Sie lädt ihren Freund und einen Musiker namens Tommy (links) zu Emily ein ...

ABER zumindest hält die Geschichte die Pornoszenen ganz gut zusammen und lässt sie nicht wie in einem Gonzo zum reinen Selbstzweck verkommen. Das Stigma der Alibifunktion kann die Geschichte dennoch nicht abstreifen. Das merkt man zudem an der Inszenierung der Handlungsszenen. Der Schauplatz beschränkt sich auf ein Haus, die Darsteller sagen sichtlich auswendig gelernte Sätze auf und auch optisch fällt den Machern nicht wirklich viel ein. Zwar versuchen sie sowohl die Darsteller als auch den Handlungsort auf Hochglanz zu trimmen, ansonsten ist bis auf leichte Farbmanipulationen aber nichts wirklich optisch Außergewöhnliches zu entdecken.

Beide lassen dann auch nichts anbrennen ...
Beide lassen dann auch nichts anbrennen ...

So ist es dann vor allem der Versuch, offensiv romantische Handlungselemente mit der "harten Realität" echter Sexszenen zu kreuzen, der dem Zuschauer etwas Respekt abringt. So mancher wird sich dennoch recht schnell wünschen, statt der 25 Minuten Handlungsszenen noch eine oder zwei Sexszenen mehr zu erleben, denn diese wissen durchaus zu gefallen.

Und auch Sarah holt sich ihren verdienten Spaß ...
Und auch Sarah holt sich ihren verdienten Spaß ...

Vier Stück dürfen wir im Laufe des Filmes beobachten. Die ersten zwei entpuppen sich zwar als erotische Träume, machen aber dennoch Laune und stimmen ziemlich gut auf die zwei "realen" Nummern ein. Etwas seltsam ist, dass sich die Sexnummern optisch ziemlich vom Rest des Filmes unterscheiden. Sie wirken einerseits weich gezeichnet und andererseits leicht überbelichtet. Die Folge sind kräftigere, aber arg helle Farben und ein insgesamt weicherer Gesamteindruck. Das kommt vom Konzept her dem Romantik Anstrich zwar sehr entgegen, zerlegt den Film aber gänzlich in zwei Teile: In dem einen wird gevögelt, in dem anderen eben nicht. Ein weiterer Beleg, dass es auch diesem Film letztlich nur um das eine geht

Irgendwann funkt es dann wirklich bei Emily und Tommy ...
Irgendwann funkt es dann wirklich bei Emily und Tommy ...
 

Und das ist natürlich absolut legitim. Keine Frage. Zumal man gerade in den Sexszenen überdeutlich spürt, dass man sich hier Gedanken gemacht hat. Von den Frauenpornos der Marke Erika Lust und Co. unterscheidet "An Eternal Love" ein geringerer Stilwillen. Hier wird nicht wild geschnitten. Es kommen keine Farbspielereien zum Einsatz. Zeitlupen und Zeitraffer bleiben außen vor. Letztlich wird hier die Action eben nicht mit der Kamera gemacht, sondern die Kamera bebildert die Action. Wie eben bei einem Gonzo.

Und das nicht nur auf romantischer Ebene ;-)
Und das nicht nur auf romantischer Ebene ;-)

Doch von den gängigen Gonzos unterscheidet sich "An Eternal Love" dann in der Wahl der Darsteller und der Choreographie der Sexszenen. In Sachen weiblicher Darsteller konzentrierte man sich sichtlich an unverbrauchten, ungemein hübschen Akteurinnen, die Spaß haben, bei dem, was sie da vor der Kamera veranstalten, ohne dabei überroutiniert oder gelangweilt zu wirken. Auch das in Amerika eigentlich unvermeidliche Silikon spielt bei den drei aufgefahrenen Grazien keinerlei Rolle.

Doch was ist mit Brian?
Doch was ist mit Brian?

Die männlichen Akteure stehen den Damen erstaunlicherweise in so gut wie gar nichts nach und heben sich wohltuend von den Pornoklischeedarstellern ab. Alle drei haben weder etwas von einem aufgepumpten Gorilla noch sind sie unscheinbare oder hässliche Vertreter ihrer Zunft, die offensichtlich nur wegen ihrer Steherqualitäten ausgewählt wurden. Ganz im Gegenteil, hier kann man (respektive Frau) sich sicher das eine oder andere Auge holen. Die Herren sind fit, wirken bis auf eine etwas tumbe Ausnahme durchaus sympathisch und gebärden sich auch in den Sexszenen nicht so, wie man es allgemein gewohnt ist.

Die hübsche Lexi Belle hat für den Film die beste Sexszene abgeliefert.
Die hübsche Lexi Belle hat für den Film die beste Sexszene abgeliefert.
 

Und so wird hier nicht auf Ärschen rumgeklatscht, die Frauen werden nicht angerotzt, niemand stellt ihnen beim Verkehr einen Fuß auf den Kopf, um sie noch mehr festzunageln, und abgespritzt wird dahin, wo Frau es will! Und keine will es ins Gesicht. Zudem bemüht man sich um eine stimmige Bebilderung der Sexeinlagen, bei der bis auf eine Nummer der Fokus nicht durchweg auf sich vereinigenden Geschlechtsteilen liegt. Stattdessen dürfen auch einmal harte Schatten das eigentliche "Pornoelement" verdecken oder werden teils ziemlich lange Stellungen präsentiert, die in jedem Softsexfilm erlaubt wären.

Ihre beide Kolleginnen Tori Black und Jasmine Delaton (rechts neben ihr) machen aber einen ähnlich guten Job.
Ihre beide Kolleginnen Tori Black und Jasmine Delaton (rechts neben ihr) machen aber einen ähnlich guten Job.

In der besten Nummer - im Film die dritte und ein Aufeinandertreffen von sexy Lexie Belle und Johnny Castle - gelingen so sogar Aufnahmen, in denen die Perspektive so gewählt wurde, dass die eigentliche Action zwar vollkommen explizit am rechten unteren Rand des Bildes zu sehen ist, der eigentliche Fokus aber auf den Oberkörpern der ineinander Verschlungenen liegt, denen man nun dabei zusehen kann, wie sie sich ausgiebig küssen, sich berühren und sich richtig lange gegenseitig beim Sex beobachten. So entsteht wirklich ein Gefühl von Nähe zwischen den beiden Figuren, denen man ohne jedwedes gesprochene Wort aus dem dünnen Drehbuch wirklich abnimmt, dass sie seit Ewigkeiten befreundet sind, diese Freundschaft inzwischen viel tiefer geht und beide das nicht für einen simplen, animalischen Fick zwischendurch wegwerfen wollen. Erstaunlich, was ein Porno alles kann, wenn er will!

Und beweglich sind sie auch noch wie Jasmine Delaton beweist
Und beweglich sind sie auch noch wie Jasmine Delaton beweist

Leider versagt der Film im musikalischen Bereich gänzlich. Zwar bleibt man von monotonem Technogestampfe verschont, aber die weichgespülte Softiemusik, die per se eigentlich gut zur Zielstellung des Filmes passt, ist so enervierend belanglos, dass sie nicht einmal als Fahrstuhlmusik taugen würde. Dabei zeigt der Film mit seinem Hauptthema, dass er könnte, wenn er wollte, denn dieses Thema ist richtig gut geraten und hätte sich als Untermalung von einer oder zwei Sexnummern hervorragend gemacht. So bleibt es auf den Vorspann - der dadurch extrem wertig wirkt - und das Menü der DVD beschränkt.

Ein einsteigerfreundlicher Pärchenporno

Lexie Belle genießt ihren Job sichtlich ...
Lexie Belle genießt ihren Job sichtlich ...

Was bleibt ist ein Porno, der höchst pärchentauglich daherkommt. Die stark romantisierte, immer an der Grenze zum Kitsch lavierende Story ist dünn genug, um Ihn nicht zu langweilen, und ausgiebig genug, um Sie nicht mit bloßen Pornobildern zu vergrätzen. Die Umsetzung der Sexaction dürfte manchem Pornofan sicherlich als zu langweilig aufstoßen, zumal ausschließlich vaginaler Sex zelebriert wird. Doch auch wenn die Sexszenen einen vergleichsweise harmlosen Anstrich haben, sind sie durchweg extrem sexy. Für Paare gilt daher: Einen idealeren Porno für einen gemeinsamen Abend auf dem heimischen Sofa / Bett kann man sich eigentlich kaum vorstellen.

Und Tori Black kann auch nicht klagen ...
Und Tori Black kann auch nicht klagen ...

Besonders empfehlen möchte ich den Streifen vor allem auch Einsteigern/-innen ins Genre, da er diverse Unarten und Vulgaritäten des Standardpornos ausblendet und die Geschlechtsverkehrspartner obendrein als gleichberechtigte Partner präsentiert und keinen in die Opferrolle drängt. Obendrein sind die Darsteller beiderlei Geschlechts eine echte Wohltat für die Augen und auch die optische Umsetzung der Pornoszenen dürfte durchweg für erstaunte Blicke sorgen (auch bei alten Pornohasen)! Damit ist der Film meilenweit entfernt vom allgemein Standardporno, der dem Porno an sich über Jahre hinweg das Image so verhagelt hat, und kann Interessierte recht soft an die neuen Filmwelten heranführen.

An Eternal Love auf DVD

Brian, bist du da drin? <-- ok, ein dummer Spruch pro Pornokritik muss erlaubt sein ;)
Brian, bist du da drin? <-- ok, ein dummer Spruch pro Pornokritik muss erlaubt sein ;)

Die DVD zum Film kommt von dem Label New Sensations und hat leider neben dem englischen Originalton weder anderssprachige Untertitel noch verschiedene Synchronspuren. Verständnisprobleme gibt es aber keine weiter, dazu ist die Handlung dann doch zu simpel. Die Bild- und Tonqualität ist dem Genre angemessen, könnte aber durchaus besser sein, zumal der Film in HD gedreht worden sein soll, wovon man nicht viel merkt.

Die Extras sind vom Umfang her ordentlich, inhaltlich wird’s aber sehr dünn. Das Making Of entpuppt sich als langweilige Aneinanderreihung belangloser Interviews und die zusätzliche Szene ist stupider 0815 Porno, dem man mit dem Hauptfilm eigentlich die Stirn bieten wollte. Ein paar Trailer und eine Fotogalerie runden das Extrapaket ab.

In diesem Sinne:
freeman

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