Pornos gibt es viele auf dem Markt. Einige sind gut, viele eher weniger. Die meisten aktuellen Produktionen fokussieren ideenlose und gleichförmige Sex-Darstellungen verbunden mit plumpem Gestöhne – so die Meinung von Sandra Lichtenstern und Sabine Fischer.
Die beiden Designerinnen aus der Schweiz setzen stattdessen auf eine sinnlich-kreative und neuartige Umsetzung von Sex und Erotik. Unter dem Label Glory Hazel fertigen die jungen Frauen Pornos, bei dem der ästhetische Anspruch oberstes Ziel ist.
70er Sexstreifen im modernen Remix

Dafür produzieren die Unternehmerinnen jedoch nicht gänzlich neue Filme, sondern recyceln Sexfilme aus den 70er Jahren, denn in den alten Streifen lässt sich ihrer Meinung nach noch ästhetische Qualität in der sexuellen Darstellung finden.
Brauchbare Filmschnipsel werden dann in kreativer und origineller Weise zu neuen, erregenden Porno-Collagen zusammengefügt. Dabei verzichten die Schweizerinnen komplett auf eine durchgängige Geschichte oder übertriebenes Gestöhne. Die Kurzfilme werden vielmehr mit einer eigens dafür komponierten Musik untermalt.

Glory Hazel möchte mit den neu aufbereiteten Sexfilmen auch die Zuschauer erreichen, die sonst mit Pornos nichts am Hut haben. Männer und Frauen sollen sich gleichermaßen angesprochen fühlen.
"Pornographical Remix Vol.1-3"
Die erste DVD "Pornographical Remix Vol.1-3" ist bereits erschienen und vielfach verkauft wurden. Glattrasierte, tätowierte Körper sucht man hier vergebens. Die Lust entsteht vielmehr zwischen dichtem Schamhaar und silberfarbenen Overalls: Sehenswert für alle, die auf Retro und Ästhetik stehen.

Sandra Lichtenstern und Sabine Fischer arbeiten schon an der Fortführung ihrer Reihe. Für "Pornographical Remix Vol.4-6" sichten die jungen Frauen derzeit erneut jede Menge 70er-Jahre-Sexfilme, um daraus dann ein neues, anspruchsvolles und kreatives Ganzes zu schaffen.




