Wie ist der Ablauf eines Shootings?

Klassischer Akt
Klassischer Akt

Vorbesprechung

Bevor überhaupt ein Termin für ein Shooting gemacht wird, werden in einem Vorgespräch die Ziele des angedachten Shootings besprochen und festgelegt. Dabei spielen sowohl die Erwartungen des Models als auch die Möglichkeiten zur Umsetzung eine wichtige Rolle.
Dieses Gespräch führe ich am liebsten persönlich in einem Cafe etc. Ich bringe dann auch eine Fotomappe mit Beispielen und einen Modelvertrag mit, den ich dann mit dem Model gemeinsam durchgehe.
Sollte die Entfernung für ein persönliches Vorgespräch zu groß sein, greife ich auch schon mal auf einen Messenger oder ICQ zurück, da mir ein Frage- und Antwortspiel per eMail zu langwierig ist.

Was passiert mit den Bildern?

In dem oben bereits erwähnten Modelvertrag wird festgelegt, wer was mit den entstandenen Bildern machen darf.
Da die Bandbreite von "Privaten Aufnahmen" über "Veröffentlichung" bis zu "kommerzieller Nutzung" sehr groß ist, ist es wichtig, dies im Voraus genau festzulegen, damit dann beim Shooting oder in der Nachbereitung keine Seite eine böse Überraschung erlebt.

Bei mir ist es so, dass die Bilder nicht gewerblich genutzt werden, ich sie aber gerne z.B. hier in der Galerie oder auch in Fotografenforen (www.fotocommunity.de) ausstellen bzw. veröffentlichen möchte.
Im Bezug auf die Veröffentlichung können im Vertrag auch Einschränkungen auf die Art des Mediums oder auch die Art der Darstellung gemacht werden, so dass z.B. nur Posen, in denen kein Gesicht zu sehen ist, gezeigt werden dürfen.

Ich bitte ich um Verständnis dafür, dass ich Shootings, die nicht von mir initiiert werden, nur noch in Ausnahmefällen auf TfP-Basis mache, da ich zum einen inzwischen genug Bilder für die Galerie habe und zum anderen so ein Shooting selber als auch die Vorbereitung und die Nacharbeit einiges an Zeit in Anspruch nehmen. Das Model bekommt aber auf jeden Fall eine CD mit ALLEN Bildern des Shootings.

Was muss ich vor dem Shooting beachten?

Zwei bis drei Stunden vor dem Shooting sollte das Model in lockere Kleidung schlüpfen. Abdrücke von Bändern oder Trägern brauchen sehr lange, bis sie verschwinden.

Make-Up sollte vor dem Shooting auch noch nicht aufgetragen werden, dies passiert dann beim Shooting ggf. durch eine Visagistin.

Bei Intimrasuren bitte darauf achten, dass diese, sofern man sie nicht gewohnt ist, schon ein paar Tage vor dem Shooting erfolgt, damit sich die Haupt wieder berühigen kann und keine Entzündungen oder Pickel sichtbar sind.

Bitte neben den Kleidungsstücken, die man zum Shooting tragen möchte auch daran denken, eine CD mit der Lieblingsmusik einzupacken. Die Musik hilft, sich in der unbekannten Umgebung des Studios schneller "einzuleben".

Wer ist alles im Studio anwesend?

In der Regel bin ich mit dem Model allein im Studioraum. Es gibt keine weiteren Zuschauer und auch keinen Zaungäste.

Natürlich darf sich das Model von einer Vertrauensperson begleiten lassen, die dann in unserem Aufenthaltsbereich gerne Platz nehmen darf.
Solange die Begleitperson keine Neigungen zum Co-Fotografen ("Darf ich auch mal kurz ein Bild machen..") oder ArtDirector ("Wäre es nicht besser, wenn sie/er den Oberkörper noch etwas weiter nach links...") hegt, darf sie auch gerne im Studiobereich verweilen.
Öfter begleitet mich meine Frau, die dann gleichzeitig im 2. Studioraum fotografiert.
Modeln ist hart!
Modeln ist hart!

Aktportrait
Aktportrait

Wie wird fotografiert?

Ich fotografiere inzwischen fast ausschließlich digital. Das ist wesentlich preiswerter und hat den Vorteil, das das Model sofort ein Ergebnis sehen kann.

Die geschossenen Bilder können vor Ort auf einem PC angeschaut und bewertet werden, um so zu einem für beide Seiten zufriedenstellenden Ergebnis zu kommen.

Das Studio verfügt über 2 getrennte Studioräume, verschiedene Hintergründe und mehrere Studioblitzanlagen. Auch sind Requisiten und ausreichend Platz vorhanden, um eine große Vielfalt an Lichtstimmugen und Sets anzudecken.

Wann bekomme ich die Bilder?

Durch die digitale Fotografie ist es möglich, die Bilder nach dem Shooting direkt auf eine CD zu brennen.

Die Bilder, die in einem herstellereigenen Format aufgenommen werden, werden noch im Studio in JPG's konvertiert, verkleinert und auf eine CD gebrannt, die das Model dann mit nach Hause nehmen kann. Das Model kann sich dann daraus Bilder aussuchen, die ich dann für eine Ausbelichtung oder andere Zwecke bearbeite.

Für eine Bearbeitung der Bilder, z.B. für Schwarz/Weiß-Umwandlung, Rahmen oder sonstige Effekte stehe ich gerne mit Rat und Tat zur Seite. Dies kann aber nicht im direkten Anschluss an das Shooting erfolgen, sondern bedarf ein wenig der Geduld des Models.

Was läuft sonst noch ab?

Natürlich nichts, denn ich bin FOTOGRAF!

"Ich würde mich sehr gerne von Dir shooten lassen..."

Ich betreibe die Fotografie als Hobby, nicht aus kommerziellen Erwägungen. Da aber, wie beschrieben, ein Shooting einiges an Zeit in Anspruch nimmt, bin ich dazu übergegangen, meine Leistungen nicht mehr kostenlos anzubieten, sondern eine Aufwandsentschädigung zu verlangen.
DIES GILT NUR, WENN IHR AUF MICH ZUKOMMT. Wenn ich bei jemandem bzgl. eines Shootings nachfrage, ist das auf TfP-Basis!

Zum besseren Verständnis mal kurz eine Auflistung, wie hoch allein der zeitliche Aufwand (Ausrüstung und KnowHow mal außer Acht gelassen) für ein Shooting ist:
- Besprechen des wie, wo, wann und was: gut eine Stunde
- Vorbereitung eines Shootings (Konzept, Ideen): min. eine halbe Stunde
- das Shooting selber: gut 3 Stunden
- erste Sichtung der Bilder (ca. 150 bis 200 Stück): eine Stunde
- Auswahl von ca. 10 bis 13 (Kalender-Shooting) Bildern für die Bearbeitung: eine Stunde
- Bearbeitung der Bilder: pro Bild etwa 15-20 Min.
- CD-Versand oder Mailversand der fertigen Bilder: ca. eine halbe Stunde

Alles in Allem (ohne An- und Abfahrt zum Studio/zur Location) kommen so schnell 10 Stunden zusammen.
Oft ist es dann so, dass ich als Fotograf die Bilder noch nicht mal uneingeschränkt (im nichtkommerziellen Rahmen) verwenden darf, sondern die Bilder nur für den Kunden bestimmt sind oder aber die abgebildete Person nicht zu erkennen sein soll.
Ich denke, dass es daher verständlich ist, dass ich das nicht mehr kostenlos machen will, da ich inzwischen genug Erfahrung gesammelt habe und auch meine Ergebnisse inzwischen durchaus das Anfängerniveau verlassen haben.

Falls also jemand Interesse an einem Shooting mit mir hat, muss er mit einem dreistelligen Betrag (am unteren Ende der Skala) rechnen.
Diejenigen, die dies nicht wollen oder können, sollten von einer Anfrage absehen. Ausnahmen gibt es aber immer mal wieder, wenn ein Shooting auch für mich interessant ist.
Aber ich habe keine Lust mehr, eine Stunde zu chatten um herauszufinden, was der Kunde denn gerne möchte (was, wie, wo) und darzulegen, wie aufwendig das Vorhaben ist, und dann, wenn ich eine Hausnummer nenne, nur noch ein "Ok, vielen Dank. Tschüss" zu lesen.

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