Geschichtenträume

Dunkle Träume

...Langsames Erwachen...
Du versuchst die Augen zu öffnen, die Dunkelheit irritiert Dich.
-Es bleibt dunkel! Du spürst an dem seidenweichen Druck, dass Dir die Augen verbunden sind. Der Versuch dieses Tuch zu beseitigen, scheitert kläglich daran, dass Deine Hände festgebunden sind. Eine träge Elastizität liegt in diesen Fesseln. Auch die Absicht, die Beine zu bewegen, mißlingt. Seidige, aber unnachgiebige Gebundenheit. Ausgebreitet und schutzlos liegst Du - ja, wo eigentlich?!
Eben dringt in Dein Bewusstsein ein Hauch, der über Deine Beine streicht. - Nein, ein Hauch ist es nicht... Eher ein vollkommen unterschwelliges Streicheln, schwer einzuordnen. - Immer höher steigt dieses Gefühl. - Eine Feder, vielleicht. - Nein, zu flächig... eher ein ganzer Strauß Federn...
Ja, so vielleicht.
Sanft und weich umkreisen sie Deinen Nabel. Deine Häärchen richten sich auf. Wenn Du nur sehen könntest! - Andererseits enthebt diese Augenbinde und Dein hilfloses ausgeliefert sein Dich irgendwie der Eigenverantwortung, Dich zu wehren.

Könntest es auch gar nicht...-
Wölltest Du es überhaupt?

Da, jetzt im Scheitelpunkt der Beine....

...Täuschung? - Nein! Der erste "Wanderer" hat einen Mitspieler bekommen! Allerding scheint dieser absolut nicht die Absicht zu haben, es mit der Sanftheit des anderen aufzunehmen. Es fühlt sich eher an wie - ja! Leder müßte es sein. Zwar weich und geschmeidig - warm ,aber eben Leder... Blitze zucken über Dein geistiges Auge. Unbekannte Erinnerung. - Woher nur. - Du siehst Dich schon mit rosa-roten Striemen auf den Innenseiten der Schenkel, schweissüberströmt, zitternd auf das nächste Sirren und klatschen der dünnen Lederzungen warten, feucht, von Schmerzeslust gepeinigt und stöhnend um mehr bitten. Unbewusst biegst du Dich diesen süßen Peinigern engegen...

Mehr und mehr versinkst Du, hebst ab zum Flug zu den Sternen, die schon ganz nah sind.

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