| | Der bleiern, mechanische Gesang der Zikaden
erstirbt in der Mittagszeit
zu einer endlos flimmernden Fläche.
Mir begegnet dein dürstendes Fleisch,
es reckt sich mir in narkotisierenden Wellen entgegen.
Der Wunsch meines Körpers
wird unnachgiebig,
von deinen,
sich windenden Duftwolken eingesogen.
Mein Leib beginnt von dir zu trinken,
bebend erst,
dann endlos versinkend
im nicht mehr stillstehenden Meer
aus Duft und Fleisch und salzigem Schweiß.
Alle Wasser stürzen
kaskadenartig, dröhnend,
in einen Wirbel aus Krallen und Zähnen.
Und-
langsam zunächst,
in langen und tiefen Schlücken,
sich labend am Nektar der Venus,
trinke ich den goldenen Sturm deiner Haare,
spüre ich die Kehle deines Leibes.
Und schneller,
immer schneller
und gieriger und einnehmender,
in einem getrunkenen Tanz
vertauschen sich unsere salzigen Meere. |
Der laut einsetzende, eifersüchtige Gesang der Zikaden,
wird übertönt
von dem Rauschen der Säfte in unseren Adern.
Unser Bewusst-sein taumelt
im betäubenden Tosen der Synapsen
die Schlücke werden zu Schreien und-
vom Anschwellen bis zu dem Platzen nahe,
spannst du dich in mir- ich in dir
und fest,
in deinem feuchten Griffe gehalten- halte ich dich
stürze ich in dich,
durch dich,
um uns herum,
bis
die Seele der Einheit über uns schwebt.
Das beleidigte Zetern der Zikadenmännchen
Berührt uns
-nicht. |