| | Manchmal ...... wenn wir uns in sexueller Ekstase total verlieren, dann spüren wir so etwas wie Unsterblichkeit, Göttlichkeit, Ewigkeit ...
Schwer zu verstehen? Dann mag folgendes Märchen oder Gleichnis ein wenig helfen, das mit der Frage beginnt: Gibt es ein Leben nach der Geburt?
Eine schwangere Frau trägt Zwillinge in ihrem Bauch. Einer ist ein winziger Gläubiger, der andere ein ebenso winziger Skeptiker. Die beiden reden gerade über ein interessantes Thema. Hören wir mal zu!
Der Skeptiker: „Wie kann man nur so blöd sein und an ein Leben nach der Geburt glauben?!“
Der Gläubige: „Wie kann man nur daran zweifeln? Unser Leben hier dient nur dazu, dass wir wachsen und reifen und uns auf das Leben nach der Geburt vorbereiten.“
Der Skeptiker: „Blanker Unsinn! Es gibt kein Leben nach der Geburt. Wie sollte denn so ein Leben aussehen und funktionieren?“
Der Gläubige: „Das weiß ich nicht. Doch zweifellos gibt es dort drüben mehr Licht als hier. Und wer weiß, vielleicht können wir dort auch mit unserem Mund essen und mit unseren Beinen laufen.“
Der Skeptiker: „So ein Schwachsinn! Laufen? Das geht doch gar nicht! Essen? Mit dem Mund? Lächerlich! Wozu auch? Wir haben eine Nabelschnur, die uns ernährt. Und wie soll die Nabelschnur bis in irgendein Jenseits reichen, wenn sie hier schon fast zu kurz ist?“
Der Gläubige: „So genau weiß ich das auch nicht. Ich war ja noch niemals dort. Vielleicht ist dann vieles ganz anders, als wir es hier gewohnt sind.“
Der Skeptiker: „Es ist noch keiner von dort zurückgekommen. Kapiert? Mit der Geburt endet das Leben. Basta! So einfach ist das!“
Der Gläubige: „Stimmt, wir können uns ein Leben nach der Geburt nicht vorstellen. Aber wir werden dort unsere Mutter endlich sehen, an die ich ganz fest glaube. Und die wird schon für uns sorgen.“
Der Skeptiker: „Mann, bist du ein Volltrottel! Mutter? Sowas gibt es nicht. Und wo soll die denn sein? Warum sehen wir sie denn nicht? Na los, sag was dazu! Kannst du sie irgendwie beweisen? Nein!!! Da guckst du aber blöd! Wie?“
Der Gläubige: „Sie ist doch überall um uns herum, in allem, was uns umgibt. Wir leben in ihr und durch sie. Ohne unsere Mutter gäbe es uns gar nicht.“
Der Skeptiker: „Haha! Du bist doch echt krank im Kopf! Ich hab von einer Mutter noch niemals auch nur ein winziges Stück gesehen. Deshalb kann es sie gar nicht geben. Punkt! Aus! Schluss! Es gibt keine Mutter, und wenn du noch so fest an diesen Blödsinn glaubst!“
Der Gläubige: „Manchmal, wenn es ganz still ist, dann können wir sie ein bisschen hören, zum Beispiel, wenn sie singt. Du bist ja so selten still! Dauernd lenkst du dich mit irgendwas ab und hast immer nur Lärm um dich herum. Oder du denkst andauernd, du mit deiner Hirnerei, und kommst deshalb nie zur Ruhe! Und wenn es mal still werden könnte, kriegst du es gleich mit der Angst zu tun.“
Der Skeptiker: „Red doch nicht solchen Blödsinn! Es gibt keine Mutter! Basta!“
Der Gläubige: „Also, ich spüre manchmal, wenn ich ganz still bin, wie sie unsere Welt ganz sanft streichelt. Deswegen glaube ich an sie. Und daran, dass es ein Leben nach der Geburt gibt, dass dann sogar erst das wahre, das wirkliche Leben beginnt.“
Tja, und nun?
Nachdenken!
Genau hinschauen!
Hin und wieder ganz still sein - außen und innen!
Und dann ganz genau hinhören und hinfühlen!
Oder was meinst Du?
Ja, Du! |