Dumm gelaufenJohn Wayne hockte am Lagerfeuer und stocherte mit seinem Steakmesser im Inneren eines Knochens herum, um an das Mark zu kommen.
Es war ein karges Abendmahl.
„Jesus hatte wenigstens noch Wein dabei.“ Murmelte John verdrossen, um dann dem Knochen das gelöste Mark herauszusaugen.
Plötzlich knallte es. Wie ein Schuss!
John hetzte ins Gebüsch und zog seinen Colt.
Angespannt lauschte er. Es blieb still.
Langsam kroch er an sein Lagerfeuer zurück. Und fand eine volle Flasche Whisky vor.
Vorsichtig schaute er sich um, suchte nach Spuren, doch er fand nichts.
„Nu denn. Danke Jesus. Prost.“
Er genoss einen Drink und auch einen zweiten…
„Jetzt noch eine Frau.“
Aber hier in der Steppe im Wilden Westen? – No Chance.
Und Las Vegas war noch weit…
Wein, Weib, Gesang, fiel es John ein.
Und er erhob seine Stimme…
Plötzlich ein Knallen, als wenn Kanonen dröhnen.
Abrupt stoppte John seinen Gesang und verkroch sich im Gebüsch.
Aber nichts Weiteres geschah.
John entspannte sich und begab sich zu seinem Feuer.
Am Feuer saß eine spärlich bekleidete Frau, um sich zu wärmen.
Seine Augen begannen zu glitzern, sie gefiel ihm so sehr.
Frau sah es ihm an, es hatte keinen Sinn sich zu verstellen.
Er bemerkte, wie sie fröstelte und legte ihr seine Jacke um die Schultern.
Dankbar schaute sie auf. Sie sah so lieblich aus.
„Ich wurde von Jesus geschickt, du kannst mich haben…
Unter einer Bedingung:
Sing nie wieder!“
John überlegte nicht lange:
„Versprochen.“
Und nahm die Schöne in den Arm…
Jesus sah dem zu, schubste den Finanzbeamten in Las Vegas im Traum an, der unserem John daraufhin auf seine Steuerklärung ansprach.
Jesus, genüsslich für sich: „Nichts ist umsonst.“ |