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Lange Zeit hat die Fotografie darum gekämpft, als eigenständige Kunstform anerkannt zu werden. Die Historie dieses Kampfes, Aufzählung der Streiter und Widerstreiter, Jahreszahlen und Kunsthistorische Meilensteine hier aufzuzählen ist müßig. Aber eines ist sicher: Die Fotografie hat sich seit rund 90 Jahren als eigenständige Kunstform etabliert. |
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Nicht jede Fotografie ist KunstWer aufmerksam die Kunstszene betrachtet, wird schnell feststellen, dass kein Begriff umstrittener ist als die Kunst. Letztendlich liegt Kunst im Auge des Betrachters. Was für den Einen Kunst, ist für den anderen Wunst (Kunst kommt von Können – wenn es von Wollen käme, hieße es Wunst). Das ist gut und richtig so. Kunst wird von Kunstkäufern gemacht. Auch wenn diese Aussage nicht jedermann gefallen mag, ist am Wahrheitsgehalt nichts zu rütteln. |
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Wenn wir Kunst machenKünstler erstellen Werke, um sie nachher einer Verwendung zuzuführen. Es kann sein, dass die Kunst zum Verkauf angeboten wird, in eine Ausstellung eingeht oder für ein Buch, eine Zeitschrift/Magazin, ein Kunstverzeichnis in den Druck geht. Die Verwendung erstellter Kunstwerke ist vielfältig. Wir machen Kunst, um diese zu verwenden. Kunst ist kein Selbstzweck, sondern eine Gestaltung mit tieferem Sinn. Wir geben allen unseren Werken einen tieferen Sinn mit, überlegen im Vorhinein, was später daraus wird. |
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In welche Stilrichtung ist unsere Kunst einzuordnen?Kein Fotograf kann sich von den Einflüssen des „Piktoralismus“ und der „Neuen Sachlichkeit“ frei sprechen. Wer jedoch heute fotografiert, wird aber maximal in der gedanklichen Verlängerung dessen seine Bilder anlegen. Unsere Fotografie wird beeinflusst durch den „Reflexionismus“, die „Lomografie“ und einigen anderen Stilrichtungen. Aber insgesamt ist unsere Kunstrichtung eigenständig und nur bei Ausstellungseröffnungen bemühen sich Kunstkritiker um eine Einordnung. |
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Die Ziele unserer künstlerischen FotografieUnsere Fotokunst dient nicht zur Überhöhung oder Verfälschung. Wir lassen die Wahrheiten, die sich unserer Kamera geboten hat, einfach Wahrheit sein. Hierzu nutzen wir ausschließlich analoge Arbeitsmittel. Die Vielfalt mag im ersten Augenblick überwältigen und wir verlangen nicht, dass jedermann all das versteht. Am Ende kommt es nur auf das entstandene Bild an. Kleinbild, Mittelformat und Großformat gehören genau so dazu, wie Lochkamera und Polaroid-Verfahren. Oft entsteht erst in der Dunkelkammer das endgültige Werk oder andere, alternative Verfahren führen zu dem, was wir mit unseren Bildern aussagen möchten. Menschen vor unserer Kamera gehen mit uns auf eine Reise in ein bisher fremdes Land ... |
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