Gedichte - philosophisch (i)

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_Durchweht ein Geist des Menschen Sein?_

Welch ein Geist durchweht Gestein?
Welch ein Geist durchweht Gebein?
Durchweht ein Geist des Menschen Sein?

Gibt es einen göttlich reinen Geist,
der allmächtig und um alles weiß?
Hat Anbetung nur einen Gott zum Ziele
oder gibt es derer unzählig Viele?
Nun, wahrlich wissen kann es Keiner!

Jedoch, das etwas sei, erhofft ein Jeder;
und manch ein Weiser griff zur Feder,
schrieb nieder seines Gottes Wort,
lies es verkünden, hier und dort.

Die Hoffnung, das ein Gott wohl sei,
der lenkt, beschützt und auch befreit,
aus all den Sorgen, all der Not,
verführt die Menschen und sie folgen
Propheten, Priestern, Gottgebot.

Wenn aber nun kein Gott, kein Himmel existiert?
Wenn sich der Gläubige wohl recht geirrt?
Gar tugendhaft und sittenstreng sein Leben,
ganz ohne Lust und Triebe hingegeben?

Dann mag der Lohn für seinen Glauben sein,
dass ja kein Wort der Reue in der Todesstunde
ihm noch entweicht aus seinem Munde,
zufrieden ist, mit dem was er erlebt
und wenn verschieden, seine Menschenseele
hinauf in seinen Gotteshimmel strebt.


Inspiriert durch die erste und dritte Geschichte aus
»Il Decamerone« von Giovanni Boccaccio


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©:Vivían Maíro:2010_05_14

Gedichte und Lyrik: Durchweht ein Geist des Menschen Sein?

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_ Der Erlösung Zuversicht _

Der Seelen Kraft ist unerreicht
nichts kann sie zerstören.
Wenn mancher Mensch dennoch vielleicht
nicht glauben mag wie stark sie ist,
erst finden muß den Weg zu ihr,
in seinem "Selbst",
die Qualen und den Schmerz ertragen,
der Klarheit sich zu nähern wagen,
so steht am Ende doch das Licht,
in seiner Reinheit unverfälscht;
der Erlösung Zuversicht.

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©:Vivían Maíro:_2009_08_30_


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