Wir sind zwei Philosophiestudenten und suchen hier Bekanntschaft mit Menschen, die Lust haben, die Freiheit der Liebe und der Sexualität zu genießen. Wichtig ist uns dabei eine gemeinsame Ebene, die über das rein Sexuelle hinausgeht. Wir haben wenig Interesse an Personen, mit denen wir nicht auch intensive, anregende Gespräche führen können.
Wir führen seit vielen Jahren eine offene Beziehung und wohnen auch zusammen. Wir sind sowohl einzeln als auch als Paar für Dates sowohl mit Einzelpersonen als auch mit Paaren zu haben. Mavis ist an Kontakten zu Männern und Frauen interessiert (und neugierig). Das gilt auch für Louis, die (empirische, nicht normative) Regel lautet allerdings, dass er sich vor allem emotional mehr zu Frauen hingezogen fühlt.
Wir haben beide kaum Erfahrung mit BDSM, sind aber offen für Experimente. Der Fetisch- und Rollenspiel-Ecke fühlen wir uns allerdings eher fern.
Es ist unsere Ansicht, dass Gefühl und Vernunft sich in keiner Weise widersprechen oder entgegenstehen, dass also Rationalität und Intellekt nicht Gefühlskälte implizieren und Emotionalität auch nicht voraussetzt, "den Kopf abzuschalten". Wir sind sehr reflektierte Menschen, und das ist auch gut so. |
| Das mögen wir: | Wir suchen Kontakte auf Basis gegenseitiger Sympathie, gerne dauerhafte Freundschaften.
Wir mögen interessante Gepräche, Zärtlichkeit, eine hedonistische Lebenseinstellung, Gendertrouble, Humor (auch beim Sex), Nudismus und Experimentierfreude. Sympathisch finden wir Menschen, die zu Selbstironie fähig sind, über kritische Intelligenz verfügen und politisch denken.
Im Joyclub bevorzugen wir Profile, die ohne Hilfe des Textgenerators erzeugt wurden, länger als drei Sätze sind bzw. überhaupt Sätze und nicht nur Stichwortlisten enthalten. Bei Paarprofilen schätzen wir es, wenn in den Photoalben der weibliche Part nicht allzu unverhältnismäßig überrepräsentiert ist. (Denn derlei begründet in unseren Augen einen Verdacht auf Sexismus, woraus wir wiederum auf mangelnde persönliche Kompatibilität zu schließen geneigt sind.) Tendenziell bevorzugen wir Menschen ohne gleichgeschlechtliche Berührungsängste. Und "Menschen" beinhaltet in diesem Kontext auch Männer... Dies gilt vor allem, aber nicht nur für Paarkontakte.
Was fällt uns sonst noch ein an Gemochtem? In keiner bestimmten Ordnung: Sitzpinkler, Atheismus, die hässliche Wahrheit, Kompliziertheit, Individualismus, Kritik und Selbstkritik. |
| Das mögen wir nicht: | An reinen Fickkontakten sind wir nicht interessiert.
Wenn Du Dich selbst als "ganz normal" bezeichnen würdest, finden wir Dich sehr wahrscheinlich uninteressant.
Wir mögen keine Macker und Tussen. Männliche Muskelpakete und Schnauzbartträger gefallen uns im Allgemeinen ebensowenig wie stark geschminkte Frauen, die grundsätzlich nur in High Heels und mit manikürten Finger- und Zehennägeln das Haus verlassen.
Leute, die an Horoskope oder sonstigen esoterischen Klimbim glauben; die Mario Barth lustig finden; die freiwillig auf die Fanmeile gehen; die die taz für eine "schon sehr linke Zeitung" halten - solche Leute rufen bei uns eine gewisse Skepsis hervor.
Wir mögen keinen Patriotismus, Sexismus und auch sonst keine Form von Konformismus. Wer allgemein starke Vorbehalte gegen Rationalität hat, wird mit uns wohl Schwierigkeiten bekommen. Und auch mit Lesern der Jungen Welt haben wir schlechte Erfahrungen gemacht. - Sorry, aber manche weltanschaulichen Differenzen sind unüberbrückbar.
In vielen Profilen steht an dieser Stelle, dass "Spießer" nicht gemocht werden. Schön und gut; aber Spießer sind offenbar immer nur die anderen... Oder wie würde man das nennen, in einem Forum wie diesem das Wort "ficken" nur unter Einsatz von mindestens drei Asterisken aufzuschreiben? Stereotyp "Hygiene" und "gepflegtes Äußeres" unter die vorrangigen Suchkriterien zu zählen, gerade als verstünde es sich nicht von selbst, sich regelmäßig die Zähne zu putzen? Als Sexpartner niemanden in Betracht zu ziehen, der sich nicht dem Modediktat der Intimrasur unterwirft?
Auch "Intoleranz" ist sehr unbeliebt und "Toleranz" ebenso beliebt. Das hat sein gutes Recht, aber wir möchten doch daran erinnern, worin Toleranz besteht: Nämlich nicht darin, alles irgendwie "okay" zu finden, solange es jemanden vermeintlich "glücklich macht", sondern darin, Dinge, die man nicht okay findet, trotzdem zu dulden und nicht verbieten zu wollen. Wer, wie so viele, mit Berufung auf "Toleranz" jegliche unliebsame Kritik als illegitim meint brandmarken zu können, wird mit uns vermutlich nicht gut zurechtkommen.
Wir mögen außerdem nicht, dass der Joyclub unterstellt, "offene" Beziehungen seien automatisch nicht "fest" (s. "Familienstand" [was hat das eigentlich mit "Familie" zu tun?]) und z. B. in der Liste sexueller Vorlieben konsequent die dümmsten Sprachverhunzungstendenzen unterstützt. Was bitte ist "Normal Sex"? Seit wann werden Adjektive nicht mehr dekliniert? "Kuschel Sex" gehört zusammengeschrieben! Oder wenigstens mit Bindestrich... Usw. Wird aus "Harter Sex" und "Oralsex" auch bald "Hart Sex" und "Oral Sex"? |