Mein reales Leben wird virtuell lediglich ergänzt und nicht ersetzt. Dies soll auch so bleiben was natürlich keinesfalls bedeutet, ich könnte einem neckischen Tastenschwatz nicht auch Spaß und Freude abgewinnen.
Selbst würde ich mich vielleicht als neugierigen, experimentierfreudigen, fesselnden, dominanten, hierbei aber fröhlich nach vorn blickenden Workaholic, dem empathische Neigungen nicht fremd zu sein scheinen, bezeichnen. Denn Geheimnisse, Bedürfnisse und latente Phantasien anderer Menschen, die mein Interesse geweckt haben, ziehen an. Sie müssen dann einfach geneckt und geweckt werden.
Womöglich sehen dies meine Freunde aber völlig anders. Die meinen doch tatsächlich, ich sei ein zeitloser und einfühlsamer Macho. Nachfragen meinerseits liefen selbstverständlich ins Leere und wurden mit einem Lachen beantwortet. Da ich gern lache, habe ich mich also ebenso gefreut und dennoch überlegt, ob wir in unseren subjektiven Einschätzungen wirklich so weit voneinander abweichen.
Letztendlich ist es auch egal. Denn es ist, wie es ist. Jedenfalls gefällt es mir, nach der Verführung zu führen und dies nicht nur beim „Tango Argentino“ dem „Tanz der Herzen“ und der „Fesselnden Leidenschaft“. Ferner ist es einfach herrlich, der gefesselten und entfesselten Lust mit den Fesseln der Lust zu begegnen. Darüber hinaus kann es durchaus genussvoll oder bereichernd sein, wenn vorab, dabei oder danach die „Fetzen fliegen“. Denn nicht immer sollte man sich ausschließlich beim für mich ebenfalls wichtigen Sport verausgaben.
Beruflich hätte ich früher nicht ausgeschlossen, Musiker zu werden. Aber das Schicksal war mir wohl gesonnen oder meinte es anders. So fülle ich meinen Alltag in einem Bereich aus, in dem ich auf viele selbstbewusste Frauen treffe, die mit beiden Beinen im Leben stehen und dies schätze ich. Denn es ist wunderbar. |