06.11.2007

Wie man sich bettet...

Richtig schlafen kann man lernen

Wie man sich bettet...

Sie sind fast immer ein Thema – Schlafprobleme. Egal ob zuviel oder zuwenig Schlaf, beides ist schädlich und macht krank. Die Folgen reichen von Konzentrationsschwäche, Reizbarkeit oder Halluzinationen über Antriebslosigkeit und Gedächtnisschwund – bis hin zum Tod.

1965 wurde der bisherige Rekord im "Nicht-Schlafen" von dem amerikanischen Studenten Randy Gardner aufgestellt – er blieb ganze 264 Stunden lang wach! Nicht zum Nachmachen geeignet:

Wir verbringen fast ein Drittel unseres Lebens mit Schlafen, und das ist auch gut so. Im Schlaf finden wir Erholung und unser Körper kann sich regenerieren. Trotzdem leidet Studien zufolge fast die Hälfte aller Deutschen unter Schlafstörungen – wir können dabei helfen, die "Energietankstelle Schlaf" besser zu nutzen!

Unser Körper in der Nacht – was passiert eigentlich?

Während des Schlafzustandes laufen viele unserer Körperfunktionen anders ab. Unsere Herz- und Pulsfrequenz verlangsamt sich auf etwa 50 Schläge pro Minute (normalerweise 70 - 90) und unsere Körpertemperatur sinkt um 0,4 Grad Celsius.

Wie man sich bettet...

Während wir uns im Traum durch abenteuerliche Welten schlagen, werden unsere Stoffwechselfunktionen heruntergesetzt und unsere Muskeln entspannen sich. Dabei ist Schlaf keineswegs passiv, sondern ein höchst aktiver Zustand

Es werden vermehrt Hormone ausgeschüttet, besonders das Wachstumshormon für die Regenerierung unserer Zellen.
Was die meisten wahrscheinlich schon wussten – gegen Morgen werden außerdem eine ganze Reihe von Sexualhormonen aktiviert.

Etwa vier bis zwölf Drehungen pro Nacht sind übrigens sinnvoll, um eine optimale Blutzufuhr des Herz-Kreislauf-Systems zu sichern. Du drehst Dich öfter pro Nacht? Vielleicht ist der Grund eine zu harte Matratze, die so die Durchblutung der Körperteile unterbricht – ungünstig, denn die Drehungen unterbrechen jedes Mal die jeweilige Schlafphase.

Schlaf – aktiver Zustand in mehreren Stadien

Wie man sich bettet...

Während der nächtlichen körperlichen Entspannung kommt es abwechselnd zum Auftreten verschiedener Phasen. In einer Nacht durchlaufen wir bis zu fünf Schlafzyklen (je zwischen 90 und 100 Minuten). Ein Zyklus besteht aus verschiedenen Stadien, in denen wir unterschiedlich tief schlafen: Vom Einschlafstadium über den leichten Schlaf bis hin zum Tiefschlaf.

Diese Zyklen werden solange durchlaufen, bis wir den REM-Schlaf erreichen. Er ist erkennbar an den raschen Augenbewegungen und beendet den ersten Schlafzyklus.

Nur wenn diese Phasen und Zyklen ungestört ablaufen können ist unser Schlaf erholsam. Übrigens, glaub nicht an das "Märchen vom Schlaf vor Mitternacht", es ist nicht entscheidend WANN Du ins Bett gehst, sondern wie regelmäßig deine Schlafzeiten sind.

Langschläfer vs. "fünf Stunden reichen pro Nacht"

Wie man sich bettet...

Es gibt kein Schlafmaß, das für alle Menschen gleichermaßen gilt. Jeder hat einen individuellen Wach-Schlaf-Rhythmus.

Dieser wird oft schon im Kindes- und Jugendalter ausgebildet – er ist vermutlich genetisch festgelegt und kann (leider) kaum "trainiert" werden. Es können grob verschiedene "Schlaf-Typen" eingeteilt werden:

  • Langschläfer - zwischen acht und zehn Stunden pro Nacht
  • Mittelschläfer - zwischen sechs und acht Stunden jede Nacht und die
  • Kurzschläfer, die bereits mit fünf oder sechs Stunden auskommen.

Das Bedürfnis nach Schlaf nimmt ab, je älter wir werden. Während Babys dauernd und rund um die Uhr schlafen ( rund 18 Stunden), ist bei Erwachsenen bereits deutlich weniger nötig und nach dem 50. Lebensjahr sinkt das Schlafbedürfnis teils auf weniger als sechs Stunden.

Gesund schlafen – Großmutters Tipps und andere Weisheiten

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Gesunder Schlaf beginnt schon tagsüber, tank soviel Tageslicht wie möglich.

Besonders jetzt im Winter ist mangelndes Lichtangebot für das Verstellen unserer "inneren Uhr" und damit für Schlafstörungen verantwortlich.

Weitere Regeln verhelfen Dir zu einem gesunden und erholsamen Schlaf:

  • Sport und körperliche Anstrengung verstärken das Schlafbedürfnis. Dabei reicht auch schon ein regelmäßiger Spaziergang mit dem Hund an der frischen Luft.
  • Mach mal Pause – etwa eine Stunde zwischen Alltagsstress und schlafen gehen – lesen, Musik hören und Entspannungstrainings helfen abzuschalten. Schaff Dir zusätzlich ein „Einschlafritual“ kurz vor dem Schlafen.
  • Iss abends keine fetten schweren und scharfen Mahlzeiten, durch sie muss der Körper seine, ohnehin beim Einschlafen erhöhte Temperatur, steigern – Schwitzen erschwert das Einschlafen. Mit leerem Bauch sollte man jedoch auch nicht schlafen gehen.
  • Nikotin verstellt bewiesenermaßen die "innere Uhr" – Schlaflosigkeit folgt.
  • Vermeide abends den Wachmacher Koffein, zum Beispiel in Kaffee und Cola.
  • Große Mengen Bier oder Wein am Abend überfordern den körperlichen Stoffwechsel und Du wachst früher auf.

Was schon Omi wusste – ihre kleinen Einschlaftipps wirken vielleicht keine Wunder aber können dabei unterstützen:

  • Ein Glas warme Milch mit Honig vor der "Falle" trinken – beruhigt den Magen und das Nervensystem.
  • Wasser fördert das Einschlafen – egal ob warmes Vollbad oder kalte Armbäder.
  • Aus Omis Kräutergarten: Tee aus Baldrian, Hopfen, Melisse und Passionsblüte beruhigen auf natürliche Weise.
  • Ein paar Tropfen Lavendelöl aufs Kopfkissen – wirkt schlaffördernd.

Wie man sich bettet – Das Schlafzimmer als Oase der Ruhe

Das Schlafzimmer wird oft vernachlässigt, und das obwohl wir darin die meiste Zeit verbringen. Es sollte ein Raum sein, in dem wir uns wohl fühlen – dann schläft man dort auch gut. Eine schöne Dekoration kann dies unterstützen, beseitige unnötige Störfaktoren und schalte Geräte nachts aus. Am besten schläft es sich in kühlen, abgedunkelten Räumen (etwa 16 Grad Celsius) mit viel frischer Luft. Wichtig ist zudem die Auswahl des Kopfkissens, der Matratze und des Oberbett: Nicht zu hart, nicht zu weich, nicht zu dick und atmungsaktiv!

Wie man sich bettet...

Im Bett sollte man übrigens nicht essen, lesen oder fernsehen – es soll nur EINEN Reflex auslösen: schlafen. Alt bewährt ist natürlich auch die Einschlafhilfe "Kuscheln" mit dem Partner. Wenn der allerdings mit Schnarchen anfängt, bleibt wohl nichts, als das Zimmer zu wechseln. Eine Studie der Uniklinik Wien hat herausgefunden, dass Frauen schlechter schlafen, wenn sie neben ihrem Partner liegen (Männer zeigten sich unbeeindruckt von äußeren Umständen).

Also vielleicht bringt ein Bettenwechsel die Lösung? Klappt immer noch nicht? Steh spätestens nach 20 Minuten wieder auf, lies oder geh kurz auf den Balkon. Auch gut: Versuch einfach mal im Dunkeln im Liegen weit die Augen offen zu halten – die Müdigkeit kommt dann von ganz allein.

Wenn alles nichts hilft – Schlafstörungen

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Etwa 60% aller Erwachsenen in den westlichen Industrieländern leiden darunter, auch immer jüngere Menschen. Schuld daran sind vor allem vermehrter Stress, Überbelastungen und unzureichende Konfliktverarbeitung.

Weitere Gründe bestehen in zunehmender Schichtarbeit und dem Jet-Lag-Syndrom. Doch verschweigt jeder Zweite dem Arzt seine Schlafstörungen, obwohl diese durchaus ernst zu nehmen und ärztlich zu behandeln sind.

Sie machen nicht nur krank, sie sind auch für viele Verkehrsunfälle durch Übermüdung verantwortlich.

Nach Angaben der Deutschen Akademie für Schlafstörungen und Schlaf nehmen bereits 2,7 Mio. Menschen regelmäßig Schlaftabletten. Schlafstörungen reichen von dauerhaften Ein- und Durchschlafstörungen, exzessiver Schläfrigkeit über Schlafwandeln bis hin zu nächtlichen Panikzuständen, Einnässen und anderen Dysfunktionen.

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Übrigens, der Durchschnittsdeutsche geht um 22.47 Uhr ins Bett und steht um 6.23 Uhr auf. Er schläft 7 Stunden und 8 Minuten und bewegt sich ca. 70 Mal. Außerdem wacht er 28 Mal auf, woran er sich jedoch nur erinnern kann, wenn er länger als drei Minuten wach bleibt – wir wünschen süße Träume!

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Schokolade
Wer liebt es nicht? Sich auf das Sofa lümmeln, relaxen und ganz nebenbei ein Stück Schokolade naschen. Oft endet es damit, dass die ganze Tafel auf einmal verputzt wird. Und dann meldet sich auch schon das schlechte Gewissen.

Kommentare


jeder muss schauen was zu ihm passt.jeder hat ein anderes wohlfühlverhältnis.und so sieht es auch im bereich *wie bette ich mich richtig* aus.
schließlich ziehen wir auch keine schuhe an die einem nicht passen.*lol*
Schwarz oder weiss

wie bei allen Dingen im Leben gibt es kein allgemein gültiges Rezept !
Der Niederrheiner hat eine Weisheit dafür: Jeder Jeck isch anners doof *rotwerd*
Und so verhält es sich an jeder Ecke im Leben.
Ich hatte auch mal ein Wasserbett und kann sagen: ich habe traumhaft geschlafen darin.
Doch es gibt Menschen die damit nicht klar kommen, denen die Wärme nicht gut tut etc.
Nichts formt sich so optimal um den Schlafenden wie ein Wasserbett, das richtig gefüllt und eingestellt ist.
Wenn meine jetzige Matratze ausgewechselt werden muss wird wieder ein Wasserbett in mein Schlafgemach Einzug halten !
wie man sich bettet....

....
für mich ist der beste ,erholsamste schlaf im wasserbett.
ganz einfach ohne druckstellen und daraus folgenden herumdrehen etc.
und weil ich ja schonmal 9 monate im wasser lag.
gäbe es da was besseres,die natur hätte es bestimmt geändert.

ich persönlich kenne nichts besseres.und vermisse es.....im moment.
gruss aus frankfurt
JA

das hast du richtig erkannt. Ich berate gern und wenn die Chemie zwischen Verkäuferin und Käufern auch noch stimmt ist das einfach "traumhaft"
Leider wollen viele sparen und bestrafen sich letztendlich selbst !
Das Bett ist ein SO wichtiger Teil unseres Lebens - und wie wir alle wissen dient es nicht nur dem wohligen Schlaf *hotupshirt*

Hab mir grad ne neue Matratze gekauft. Um einiges härter als die late, aber nach drei Nächten eingewöhnung liege ich darauf um einiges besser als auf der alten.
Vielleicht liegt es daran, daß ich diesmal von Orthopäden und Verkäufern gut beraten wurde....?!?!?!

Also der Tip: Immer Rat von Fachkräften einholen.
Schlafen

ist ohne Frage etwas wichtiges und wir sind für die Grundbedingungen (Bett-Matratze-Zudecke-Kopfkissen) selbst zuständig.
Ich bin im Einzelhandel tätig und erlebe täglich das die Leute sich selbst immer weniger wert sind, Rabatten hinterherlaufen und keinen Bezug mehr zu einem gesunden Preis-Leistungsverhältnis haben.
Es soll alles nichts mehr kosten aber SUPERgut in der Qualität sein - jaja ist schon klar !

Wie man sich bettet so liegt man !

Ich kann jedem nur raten auf Qualität zu achten und die hat nunmal ihren Preis.

danke für die tipp. *lol*
Eine Gruppe

für alle Schlafmützen und solche, die es werden wollen.

Die gibt es nun bei Joy.

Und wo?

Hier: JOYclub
sonne100

danke für die hilfreichen tipps hier.ich denke die kann man gut gebrauchen.
ich habe in der heutigen gesellschaft so das gefühl,dass man nicht richtig auf das schlafverhalten eingeht.eher erfreut es die pharmaindustrie ihre medikamente gegen schlafstörungen an den mann oder frau zu bringen.
aber mal im ernst,wo wird die grundlegende ursache erkundet?jede störung hat eine ursache.
richtig schlafen und das betten sind wichtige dinge im leben.schießlich verbringen wir eine lange zeit im bett.
ausserdem sind träume wichtig.egal ob negativ oder positiv.vielleicht machen sich viele es zu einfach und hören nicht auf ihren körper bzw. gehen nicht in sich und hauen sich dann wieder die medikamente von der pharmaindustrie rein und werden tablettensüchtig.
es wäre ja so einfach mal über sich nachzudenken oder?
Schlafstörungen und kleine Traumdeutung

Hallo,
wenn ich einfach hier mal so einbrechen darf.
Wie ich selbst beobachten konnte, gibt es drei auffällige Formen von Schlafstörungen.
1.) Es fehlt die Müdigkeit und man liegt einfach nur wach im Bett. Hier kann der Hopfen (Humulus lupulus) sehr hilfreich sein. Aber immer in hoher Konzentration. Bei manchen Leuten hilft bereits ein Hopfenbier.
2.) Man ist körperlich noch viel zu unruhig um schlafen zu können. Hier würde ich den altbekannten Baldrian empfehlen. Aber nicht homöopathisch verabreicht, sondern ein Teelöffel von der Tinktur.
3.) Manche Leute schlafen nicht ein, weil sie unter Gedankenandrang leiden. Hier hilft Passiflora incarnata, auch nur in hoher Dosierung. Es gibt noch einen besseren Weg, um sich von den lästigen Gedanken endgültig zu befreien. Die Gedanken müssen sich erschöpfen. Das geht, in dem wir den Gedanken keine Antwort geben. Wenn ein Gedanke kommt, wie z.B.: was werde ich morgen machen, denn denken wir weiter: was werde ich morgen machen, was werde ich morgen machen ...... Man darf den Gedanken niemals eine Antwort geben, sondern wir müssen sie, sobald sie kommen, einfach nur wiederholen. Wie Schäfchen zählen. Nach ungefähr 4 Wochen bleiben die Gedanken dann aus.

Zu den Träumen.
Wenn es für mich schlechte Träume gibt, dann sind es die sehr schönen Träume. Leute die solche Träume haben, kann man mit keinem Problem konfrontieren, denn selbst das Unbewußte hat noch Mitleid mit ihnen. Wer „schlechte“ Träume hat lebt an der Front. Hier müssen wir unterscheiden zwischen Alpträumen und Angstträumen. Alpträume entstehen während der Tiefschlafphase. Sie werden immer von einer vegetativen Symptomatik begleitet. Herzrasen, Schweißausbruch usw.. Wer unter Alpträumen leidet, hat seinen eigentlichen Lebensweg verlassen. Wer sie zu unterdrücken versucht, bei dem brechen sie um so heftiger durch. Alpträume fordern die umkehr unseres Lebenswegs. Angstträume wollen eine Korrektur unserer bewußten Einstellung.

NougatRitter kann ich nur zustimmen was er über Träume schreibt.
Wir müssen unseren Träumen begegnen. Wer verfolgt wird im Traum soll einfach einmal stehen bleiben, denn fast immer entstehen dann nette Momente. Sehr wichtig im Traum ist das eigene Verhalten. So wie wir uns im Traum verhalten, verhalten wir uns auch im wachen. Wer im Traum flieht, flieht auch im realen Leben. Wer sich versteckt, versteckt sich auch in der Realität. Wer gewalttätig ist im Traum, verdrängt etwas mit gewallt im realen Leben. (Gewalttätig, weil Bildlich gesprochen, denn der Traum ist eine Bildsprache.) Nach meiner Erfahrung kann man das eigene Verhalten im Traum, eins zu eins in das Wachbewußtsein übertragen. Das Traumbild zu deuten ist weniger wichtig, es sei denn, es wiederholt sich ständig. Im Traum sehen wir, wie wir uns wirklich den Dingen gegenüber verhalten. Wir dürfen uns dann fragen, ob dieses Verhalten wirklich angebracht ist. Wenn wir es selbst nicht so sehen, Leute die uns kennen, werden uns dann schon die richtigen Hinweise geben können.
Nur mal so ein kleiner Beitrag zur Traumanalyse.
Freut Euch eurer „schlechten“ Träume, denn sie bringen uns weiter, wenn wir sie nicht verdrängen.
  • Neu hier? Kein Problem!
Fotograf
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Wir danken
grobbla für die "traumhaften" Aufnahmen.
Model
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Für die Bilder hat sich excited zur Verfügung gestellt.