Im Rahmen unserer Artikelreihe zum Thema Escort wollen wir euch heute eine weitere Facette dieses Geschäftes vorstellen. Beleuchteten wir nämlich bisher ausschließlich Agentur-Escortladys und deren Ansichten zu ihren Tätigkeiten, wollen wir euch diesmal mit LynetteKoeln eine Soloescort aus den Reihen des JOYclub vorstellen.
Um eine möglichst gute Vergleichbarkeit mit der zuletzt befragten Escort zu gewährleisten, sind beide Interviews so weit wie möglich identisch aufgebaut und gegliedert. Und damit zu LynetteKoeln:
Ich bin Studentin …
Nun, ich studiere und bin auf ein Nebeneinkommen angewiesen. Eine Mitstudentin arbeitet seit langem stundenweise in einem SM - Studio und erzählte mir damals davon - und von ihrem guten Verdienst. Die Vorstellung mich dort hinzusetzen und auf "Besuch" zu warten, erschien mir nicht sehr verlockend. Ich machte mir also meine eigenen Gedanken und entwickelte so mein eigenes Geschäftsmodell.
Escort bedeutet sehr gute Bezahlung bei (zumindest für mich) weitgehend freier Zeiteinteilung. Im Gegensatz zu anderen Formen des Bezahlsex kann ich hier meine Persönlichkeit, Bildung, Umgangsformen, etc. entsprechend einbringen - und es fühlt sich manchmal schon ziemlich gut an, einem attraktiven, intelligenten Mann eine solche Ausgabe für einen Abend "wert" zu sein.
Wenn ich vom Studium in den Beruf wechsle, hat sich diese Tätigkeit allerdings für mich erledigt. Es sei denn, ich heirate vorher und bekomme Kinder ... Dann ist die Escorttätigkeit auch beendet …

Der Unterschied zwischen einer Hostess und einer Nutte ist Ihre Leistung und Ihre Bezahlung. Ich bereite einem Mann für einen Abend (oder eine Nacht) das Gefühl, eine authentische, leidenschaftliche Geliebte zu sein. In diese Rolle begebe ich mich ganz bewusst.
Dazu gehört das "Zurechtmachen", der Flirt vorneweg, meist ein öffentlicher Rahmen, ein Gespräch, sowie ein "mich verführen lassen", oder ein "Ihn verführen", sowie das intuitive Erspüren seiner Wünsche. Es geht klar um Sex - aber eben nicht nur. Das ist meiner Meinung nach der Unterschied zu einer Nutte, wobei das Wort nun ja wirklich keinen schönen Klang hat.
Aber: Prostituierte sind ganz klar beide - sowohl die "Escort-Lady" als auch die "Kleinanzeigennutte" in der Tageszeitung. Denn es geht letzten Endes um Sex gegen Bezahlung. Das hab ich mir so auch für mich ehrlich klargemacht. Der Unterschied ist nur, dass die meisten Nutten da ehrlicher zu sich sind ... während viele meiner Kolleginnen sich das selber als "heißes Date" zu Recht lügen. Allein die Bezeichnung "Escort-Lady" ist doch fast schon peinlich, finde ich.
Denn wenn es das wäre und Sie das Geld hauptsächlich nur für "die Begleitung" bekommen, dann schlage ich Ihnen vor, mal für einen Monat die Begleitung ausdrücklich OHNE Sex anzubieten ... um dann mal zu sehen, wie viele Anrufe noch kommen. Ich bin sicher, es wird SEHR übersichtlich bleiben. Hier verletzt, oder verschnupft zu reagieren, heißt nur, dass man sich nicht wirklich eingesteht, was man tut.
Zwei sehr gute Freundinnen wissen davon. Meine Familie würde es sicherlich als belastend empfinden, ich käme aber auch nie auf den Gedanken, Ihnen davon zu erzählen - warum auch ?
Kaum eine Hostess würde zugeben, eine Beziehung zu haben - Wir sind natürlich immer alle solo und können es nicht erwarten, uns zu verlieben ...*schmunzelt*.
Da ich selbst entscheide, wann und welche Aufträge ich annehme, kann ich das recht gut variieren. Ich habe mich jedoch ganz bewusst dafür entschieden, den Rahmen wirklich sehr klein zu halten, einfach um die Sache für mich besser abzugrenzen - und um keine Gewohnheit daraus werden zu lassen, denn irgendwann ist das Studium vorbei und damit auch dieser Job. Das hab ich für mich klar entschieden.
In Hotels oder Restaurants.
Natürlich ist das so. Es sind meist sehr erfolgreiche Männer, die sich nicht um die üblichen Konventionen, Meinungen und Regeln scheren, was sie zu interessanten Gesprächspartnern macht. Ich muss sagen, dass ich auch in punkto Lebenserfahrung von diesen Dates enorm profitiere. Viele sind Selbstständige. Meist sind diese Männer zwischen 35 und 45 Jahre alt und in über 50 % der Fälle verheiratet.
Es gibt aber auch den "Normalsterblichen", der einfach einmal ausbrechen möchte oder der seine Wünsche in seiner Beziehung nicht "durchsetzen" kann. In jeder Beziehung geht es auch immer ein Stück um Macht und um sexuellen Egoismus - mit unterschiedlichem Ausgang. Diese Positionen verändern sich dann in der Regel auch nicht mehr. Es gibt Begegnungen, da werde ich beinahe als Geschenk empfunden.
Das ist mir gleich. Ich möchte diesen Abend (der ja nicht billig ist!) dann eben auch ganz bewusst für den Mann, der ihn mit mir verbringt, zu einem für ihn perfekten Abend machen. Das ist nur fair. Es geht um seine Wünsche. Genau das ist ja der Unterschied. Mit dem was andere wollen und fordern, davon ist er ja die ganze Zeit umgeben. Ich bin sein Urlaub...*lächelt*

Abgesehen davon, dass dies nun nicht meiner Neigung entspricht, sehe ich für ein solches Angebot einfach keinen Markt.
Das ist meist sehr ähnlich. Ausgesucht höflich, charmant, zuvorkommend und sehr um mich bemüht. Sie verhalten sich sehr gentlemanlike - und es macht Sie stolz, wenn Frau das anerkennt.
Nicht jedes. Vielleicht etwa 6 von 7.
Hier herrscht ein falsches Bild, denke ich. Diese Männer sind intelligent. Sie haben meist Geld und Macht. Sie hätten wohl beides nicht sehr lange, wenn sie es nicht zu schützen wissen würden.
Infolgedessen sind Hausbesuche eher selten. Der Rahmen dort ist zu vertraut. Die Treffen finden in Hotels auf Geschäftsreisen statt. "Schatzi" hat ihren Gute-Nacht- Kuss vorher längst am Telefon bekommen und sie käme wohl kaum auf den Gedanken, ihrem Mann um 21 Uhr 300 Kilometer nachzufahren - in ein Hotel, dessen Namen sie nicht mal kennt. Da gibt es keine "Überraschungen".
Vielen meiner Kunden geht es ja bewusst um das "Pretty Woman Gefühl". Perfektes Hotel, perfektes Essen und eine angenehme, hübsche Begleitung, die sich für ihn interessiert, ihm zuhört und nach der sich andere mitunter etwas neidisch umdrehen. Dazu das WISSEN (nicht die Chance), hinterher mit dieser Frau tollen, heftigen, wilden Sex zu haben.
Es kommt zu Kontakten durch meine Präsenz im Internet. Ich habe tatsächlich lieber eine sehr geringe Anzahl von Stammkunden, als von einer Agentur jede Woche zu einem neuen Unbekannten ins Hotel geschickt zu werden. Das wäre nicht nach meinem Geschmack. Es gibt eine gewisse Klientel die ich nicht annehme. Welche und woran ich diese erkenne, kann ich hier allerdings nicht ausführen - die würden doch glatt ihr Verhalten anpassen ... *schmunzel*.
Ich bin nur mir selbst verantwortlich. Wann ich wo abreche oder nicht, bestimme nur ich. Bei unangemessenem Verhalten, Verhalten entgegen getroffener Vereinbarungen, Ungepflegtheit des Kunden und primitiven Attitüden breche ich ein Date ab.
Sehr sehr selten kann es vorkommen, dass versucht wird, "am Tisch nach zu verhandeln“, den verabredeten Preis noch einmal zu drücken. Natürlich diskreditiert sich dieser Mann damit selbst. Außerdem ist dann klar, dass sein Wort ohne Bedeutung ist. So jemand würde dann auch später versuchen, mehr zu bekommen als vereinbart wurde.
Ich stehe in solchen Fällen kommentarlos, ohne eine Miene zu verziehen, auf und gehe - und kann nur jeder anderen Hostess raten, es ebenso zu halten. Das ist bei mir persönlich bisher allerdings auch erst einmal vorgekommen.
Nein, noch nie ...
Ich werde bezahlt, für das was ich tue - und das nicht schlecht. Es gehört für mich dazu, meinem Partner für diesen Abend das Gefühl zu geben, dass mir seine Gegenwart im Augenblick das Angenehmste ist, was ich mir vorstellen kann. Manchmal ist das tatsächlich so, manchmal nicht in jedem Moment. Und wenn ich im kleinen Schwarzen in einem tollen Restaurant sitze und mein Gegenüber Kalauer erzählt, die er für grandiose Witze hält, dann finde ich die natürlich toll!

Die Vorteile einer Agentur ist (wenn sie denn groß genug ist) ein großer Kundenstamm, den man nicht erst mühsam finden muss. Gerade "die Neue" wird am Anfang gerne genommen, was nach 1-2 Wochen schnell wieder abflaut. Agenturen nehmen dir die Werbung, die Kontaktaufnahme und natürlich auch das Geld ab ... *schmunzelt*. Dafür bekommt man Komfort, netten Zuspruch und Motivation von der Chefin, die ja natürlich umsatzorientiert ist.
Der Nachteil ist dann die an die Agentur zu entrichtende Provision, die ich persönlich für das Bereitstellen einer Homepage und für das Entgegennehmen von Datinganfragen per Telefon als deutlich zu hoch ansehe. Ein entscheidender Nachteil ist auch, dass Frau in deren "Katalog" ja nur eine unter vielen, beständig wechselnden Damen ist. Die Kundenbindung entsteht also meist ausschließlich zur Agentur a la „Hallo, was haben Sie denn Neues da?“ und nicht zur Hostess.
Da halte ich lieber den Kreis meiner Verabredungen deutlich kleiner und habe so ein persönlicheres Verhältnis zu ihnen. Ich kann flexibler und "näher" auf deren Wünsche reagieren. Damit hebe ich mich aus der Anonymität und Beliebigkeit eines Kataloges heraus. Außerdem muss ich bezüglich meiner Arbeitszeiten, der Anzahl der Dates und warum ich jemanden ablehne, keinerlei Erwartungen entsprechen. Weder ausgesprochenen - noch unausgesprochenen.
Wie ich oben schon erwähnte, haben diese Männer viel erreicht - und deswegen auch ebensoviel zu verlieren. Eine um Hilfe kreischende Frau zusammen mit seinem Namen am nächsten Tag in der Zeitung zu entdecken, gehört wohl zum Worst-Case-Szenario. In diese Situation bringt sich keiner.
Das Risiko wäre dann eher an jemanden zu geraten, der NICHT in diese Kreise gehört, dies aber vorgibt. Wie auch immer, natürlich habe ich mir ein gestaffeltes Schutzsystem erstellt, worüber ich allerdings keinerlei Angaben machen möchte.
Nein, das ist mir noch nie passiert. Was auch damit zu tun hat, dass ich bei der Auswahl meiner Kunden sehr kritisch bin, persönlich mit Ihnen telefoniere - und mich natürlich absichere, was ich meinen Kunden auch ganz klar erkennen lasse.
Das Problem aller Hostessen ist, dass wir die Männer und die Wahrheiten um sie besser kennen als die meisten anderen Frauen. Was uns etwas vorsichtiger und manchmal auch etwas illusionsärmer macht, was zwischenmenschliche Bindungen angeht. Aber einem Mann die Illusion, dass so etwas passieren könnte, nicht zu verstellen ... auch das gehört ein Stück weit zu meinem Job dazu!
JOYclub: Vielen Dank für deine Offenheit!
Unser Aufruf erwies sich letztlich doch als erfolgreich. Dementsprechend wird nach einem Interview mit einem Callboy ein Erlebnisbericht eines Paares aus dem JOYclub mit interessantem Ausgang unsere Reihe beschließen!
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Hier findet ihr im JOYclub ein Verzeichnis an Escort-Agenturen
Eine kurze Einleitung zum Thema findet ihr hier:
Escort Service im Jahre 2008
Das Interview mit der Libertin-Escort-Agenturchefin Carmen gibt es hier:
Im Interview mit drei Escort-Ladys wurde Folgendes gesagt:
Ein Interview mit einer Escort aus den Reihen des JOYclub findet ihr hier:
Ein Date aus der Sicht einer Escort haben wir hier für euch.
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