Mein Leben als Transgender

Ein Einblick in den Lebenslauf von Tamara.

Mit tammy72 haben wir ein sehr aktives Mitglied aus der Transgenderszene in unseren Reihen, die auch stellvertretend für unsere Transgendergruppe das Leben als Transgender in den Fokus unserer Aufmerksamkeit rücken möchte.

Ein erklärendes Vorwort

Der Begriff Transgender setzt sich aus dem lateinischen Wort "trans" (hinüber) und dem englischen Wort "gender" (soziales Geschlecht) zusammen und versucht eine sehr komplexe Szene von Menschen zu beschreiben, die als eindeutiges biologisches Geschlecht geboren wurden, sich aber seelisch dem anderen Geschlecht zugehörig fühlen. In diesem Zusammenhang wird sogar von der Möglichkeit des dritten Geschlechtes gesprochen.

Der Begriff Transgender wird überwiegend im englischen Sprachgebrauch benutzt, findet jedoch in Deutschland innerhalb der Szene ebenfalls immer mehr Verwendung, da er vielfach als Überbegriff für Transsexualität und Transvestitismus verstanden wird. Seelisch transsexuelle Menschen gehören ein Stückweit in beide dieser Gruppen und möchten sich auch so verstanden fühlen.

Sie sind seelisch transsexuell, streben aber keine dauerhafte Umwandlung in eine Frau an, während sie sich gleichzeitig von dem Begriff Transvestit distanzieren, da die Gesellschaft hinter diesem Wort insbesondere sexuell motivierte Menschen versteht.

Das Thema Transgender der Kategorie seelische Transsexualität ist in der modernen westlichen Welt noch immer ein großes Tabu-Thema, da die Wissenschaft bisher nur Theorien aber keine Fakten kennt, die eindeutig belegen, welche Ursachen dieses Phänomen hat.

Die Zahl der seelisch transsexuellen Menschen nimmt in der heutigen Zeit stark zu oder wird erstmalig deutlich, weil sie motiviert und inspiriert durch das Internet viel schneller Zugang zu anderen finden und dadurch den Mut aufbringen, zu ihrer Neigung zu stehen. Ihr Wunsch ist es, gelegentlich und vorübergehend als Frau in der Gesellschaft wahrgenommen zu werden und endlich aus dem Verborgenen in das Alltagsleben integriert zu werden.

Es gibt eine klassische Definition dieser Begriffe, die fast einheitlich von Dritten so beschrieben wird: Transvestiten sind Männer, die Frauenkleider tragen. Transsexuelle sind Menschen, die sich umoperieren lassen – überwiegend Männer.

Nach den Gründen gefragt, können viele Befragten schon keine Antwort mehr geben, kommen aber nach einigem Überlegen zu der Auffassung, dass diese Männer schwul, krank und / oder pervers sind; es tun, weil sie sexuelle Interessen verfolgen oder in der Gesellschaft auffallen oder provozieren wollen. Es existiert ein grundsätzliches Vorurteil, welches bisher nur selten – oftmals nur von den betroffenen Personen selber - in Frage gestellt wurde.

Viele seelisch transsexuelle Transgender fürchten die Meinung, Vorurteile und Reaktionen der Gesellschaft und leben oftmals im Verborgenen, ohne sich jemanden offenbaren zu können und fürchten, irgendwann entdeckt zu werden. Sie schämen sich für ihre Gefühle und ihren Leidensdruck und haben Angst vor den Anfeindungen, Beleidigungen und evtl. auch Handgreiflichkeiten von denen, die aus Unkenntnis und voller Vorurteile Intoleranz und Aggressionen zeigen.

Ihr eigenes Geheimnis macht es nicht besser, in der Gesellschaft ihre Situation aufzuklären. Aber zu stark ist die eigene Phantasie und führt diese Menschen oftmals in eine soziale Einsamkeit und auch vielfach in eine psychische Erkrankung

Für alle Interessierten möchte ich hier einmal meinen Lebenslauf als Transgender vorstellen.

Mein Leben

Präpubertäre Phase

Mit etwa 14 Jahren habe ich die Kleider meiner älteren Geschwister auf dem elterlichen Hausboden gefunden. Irgendwie haben mich diese fasziniert. Ich probierte sie an und habe dabei festgestellt, dass ich mich in dieser Kleidung viel wohler fühlte als in meinen Jungensachen.

In der darauf folgenden Zeit habe ich mich immer öfter auf dem Hausboden versteckt und dann alle Kleider, Röcke, Blusen usw. anprobiert. Ich habe mich als Mädchen immer sehr wohl gefühlt und später wurde es für mich regelrecht zu einer Art Zwang, mich als Mädchen zurecht zu machen. Damals konnte ich mir aber noch nicht erklären, was mit mir los ist.

Pubertät

In der Pubertät hatte ich das Gefühl, nicht normal zu sein, da es in meinen Augen nicht sein konnte, als Junge gerne Mädchenkleidung zu tragen. Hinzu kam noch, dass ich spürte, dass mein Körper nicht zu meinen innerlichen Gefühlen und Bedürfnissen passte. Ich konnte damals wie heute diese starken Empfindungen leider nicht erklären. Sie waren einfach schon immer unterschwellig da und wurden im Laufe der Zeit immer deutlicher und drängender.

Am Anfang glaubte ich, dass dieser Wunsch, ein Mädchen sein zu wollen, etwas mit meinen sexuellen Interessen zu tun haben könnte. Sehr schnell bemerkte ich jedoch, dass sich tatsächlich keine sexuelle Motivation oder Fantasien dahinter verbargen. Vielmehr gehörte dieser innere Druck zu meinem seelischen Gleichgewicht und ließ ganz ohne sexuelle Befriedigung nach, wenn ich mir zeitweise erlaubte, einfach Frauenkleidung zu tragen und mich als Frau zu fühlen.

Schulzeit und Ausbildung

Während der späteren Schulzeit und der Ausbildung ist das Verlangen, ein Mädchen sein zu wollen, etwas in den Hintergrund gerückt, da sich meine Interessen auf andere Dinge konzentriert haben. Zwischendurch war ich aber ein paar Mal als Mädchen auf Zeltfesten. Das war ein sehr tolles Erlebnis, zumal auch niemand wirklich bemerkte, dass ich ein Junge war.

Mir gefiel die Vorstellung, viel öfters, wenn nicht sogar dauerhaft, als Mädchen leben zu wollen, doch gleichzeitig machte mir dieser Gedanke Angst und ich fürchtete um meinen Geisteszustand. Ich geriet in einen inneren Konflikt und traute mich nicht, mich Dritten anzuvertrauen. Ich war allein und hielt mich selber für krank. Ich unterdrückte meine Gefühle, um möglichst ein normales Leben als männlicher Jugendlicher zu führen. Mein erster Schritt zur Normalität war das Entsorgen meiner gesamten weiblichen Kleidung, die ich mir bis dahin zugelegt hatte.

Irrungen und Wirrungen

Viele Jahre später (irgendwann zwischen 19 und 23 Jahren) brach dann dieses innere Gefühl mit Macht wieder aus mir heraus. Ich musste jetzt einfach wieder ein Mädchen, nein, eine Frau werden. Ich sammelte mir also wieder typisch weibliche Kleidungsstücke zusammen und lebte wieder auf. Je öfter ich mich verwandelte, umso besser ging es mir mit der Zeit. Ich ging zwar nie aus dem Haus und war auch nur für wenige Stunden eine Frau, aber es half mir mein inneres Gleichgewicht wieder herzustellen.

Als ich mich nach einiger Zeit wieder gefangen hatte, kam ich wieder zu dem Punkt, an dem ich mir Gedanken über meinen Geisteszustand machte. Ich dachte erneut darüber nach, ob ich vielleicht doch ganz als Frau leben wollte. Die Entscheidung viel mir zu diesem Zeitpunkt recht leicht: Nein, ich wollte nicht vollständig eine Frau werden!

Ich investierte viel Zeit darin, heraus zu finden, was mit mir los ist, konnte aber keine Lösung finden. Meine Gedanken fingen immer mehr an, sich im Kreis zu drehen und brachten mein seelisches Gleichgewicht derart durcheinander, dass ich irgendwann erneut einen Schlussstrich ziehen wollte und ein weiteres Mal meine ganze "Ausrüstung" entsorgte. Ich versuchte alle Gedanken an das "Frau sein" zu unterdrücken, was mir in der ersten Zeit mehr schlecht als recht gelang. Irgendwann erreichte ich dann einen Punkt, ab dem ich kaum noch daran dachte.

Tammy in Weihnachtsaufmachung
Tammy in Weihnachtsaufmachung

Gegen Anfang 2007 - ich war nun inzwischen 35 Jahre alt - wallten die Gefühle wieder in mir auf. Noch stärker als bei den ersten beiden Malen. Ich fing langsam wieder an, mich mit frauentypischer Kleidung auszustatten, experimentierte ein wenig herum und bin schließlich zu Tamara geworden. Zu diesem Zeitpunkt wusste meine Frau nichts von meinen Gefühlen und seelischen Irrwegen zwischen meinen Identitäten.

Ich dachte noch einmal darüber nach, ob ich vollständig und dauerhaft eine Frau werden wollte, kam nach reiflicher Überlegung aber auch wieder zu dem Schluss, dass ich ein Mann bleiben will, der gelegentlich eine Frau sein kann!

Bis wenige Wochen vor meinem Outing – dem Offenbaren Dritten gegenüber - habe ich mich nur hin und wieder zu Hause heimlich gedresst (als Frau angezogen und geschminkt). Mit dem Schminken habe ich erst bei meinem letzten Anlauf angefangen, als ich mir bewusst wurde, dass es mit der Heimlichtuerei nicht weitergehen kann und ich unter Leute gehen möchte.

Einen recht guten Kleidungsgeschmack hatte ich, glaube ich, schon immer, denn die Kleidung, welche ein Transgender anzieht, hat meiner Meinung nach einen sehr großen Einfluss darauf, wie man in der Öffentlichkeit gesehen wird bzw. ob man, ohne aufzufallen, in der Masse untergeht. Wenn ich als Frau unterwegs bin, möchte ich nicht, dass man den Mann in mir erkennt. Ich lege sehr viel Wert auf mein Äußeres, was sowohl die Kleidung und das Make-Up als auch die Gestik angeht.

Tamara wird geboren

Erst als Tamara geboren war, habe ich die Kraft und den Mut gefunden, mich bei meiner Frau zu outen und ihr meine Gefühle und Wünsche zu offenbaren. Ich habe das große Glück, in meiner Frau eine verständnisvolle Partnerin gefunden zu haben, die mir liebevoll unter die Arme gegriffen hat. Dies ist leider nicht in allen Beziehungen eines Transgenders der Fall, denn viele Partnerinnen reagieren mit Unverständnis auf die Geheimnisse ihres Partners und somit drohen sehr viele Beziehungen zu scheitern.

Wenn ich jetzt Tamara bin, fühle ich mich sehr ausgeglichen und ausgesprochen glücklich und möchte am liebsten die Rückverwandlung lange hinauszögern, nur um etwas länger in meiner "weiblichen Haut" stecken zu können. Auch heute hat meine Verwandlung in Tamara keine sexuellen Beweggründe. Ich lebe in einer hetero-sexuellen Partnerschaft, liebe meine Frau und möchte weiterhin ein Leben zwischen den Geschlechtern führen, da ich als Mann arbeite und meiner Frau der Ehemann bin, während ich gelegentlich und vorübergehend als Tamara mein seelisches Gleichgewicht herstelle. Ich bin beides: biologisch ein Mann und seelisch eine Frau. Beides gehört zu meinem Leben dazu und macht mich aus.

Ich gehöre zu den wenigen Transgendern, die den Mut gefunden haben, in die Öffentlichkeit zu gehen und sich Dritten gegenüber zu offenbaren, um über das Phänomen der seelisch transsexuellen Transgender aufzuklären und in der Gesellschaft um Toleranz und Verständnis zu bitten. Die meisten Transgender haben große Ängste, leben im Verborgenen, fürchten die verbalen Angriffe von Menschen, die sich aus Unwissenheit und geprägt von Vorurteilen über Männer in Frauenkleidung lustig machen und um ihre Partnerinnen, Familien und Freunde fürchten, wenn ihre Wahrheit ans Licht kommen sollte.

Auf das Projekt "en femme" (siehe Infobox!) bin ich seinerzeit aufmerksam geworden, da dort seelisch transsexuelle Transgender Unterstützung finden und sich im geschützten Rahmen mit Gleichgesinnten austauschen, treffen und sich gegenseitig helfen können. Hier haben viele Transgender, die sich zur Zielgruppe zugehörig fühlen, und ihre Partnerinnen einen Anschluss an andere Transgender gefunden und sind nicht mehr alleine mit ihren Sorgen, Ängsten, Zweifeln und Fragen.

Ich bin nur ein Transgender unter vielen, doch meine Lebensgeschichte ähnelt vielfach denen der anderen. Die Entwicklung ist fast immer gleich. Insbesondere auch die quälenden Fragen während der Pubertät und später im Erwachsenenalter, das mehrfache Entsorgen der Frauenkleidung durch Verbrennen, Vergraben, Zerschneiden oder Wegwerfen, um einen Schlussstrich unter das befremdliche Thema zu ziehen, das Hüten eines schweren Geheimnisses, die soziale Isolation und die Zweifel an dem eigenen Geisteszustand.

Viele Transgender suchen Psychologen auf, weil sie mit ihrem Leben nicht klar kommen und sich für unnormal halten. Viele Transgender sind Kreativköpfe, da sie in ihrem Doppelleben sehr erfindungsreich sein müssen.

Um meine Bemühungen weiter voranzutreiben die Öffentlichkeit aufzuklären, Transgendern bei den ersten Schritten zu unterstützen und Partnerinnen zu helfen, engagiere ich mich sehr stark für die genannten Projekte in der Infobox am Rand dieses Artikels.

Ich hoffe mit meinen Zeilen eurer Interesse an dem Thema geweckt zu haben und freue mich darüber, vielleicht einige abwegige Vorstellungen über die Thematik Transgender aus der Welt geschafft zu haben.

Weitere Einzelheiten sind auf meiner Homepage www.tamara-inside.net nachzulesen.

Lieben Gruß,
Tamara

Wie wäre es mit einem Magazinbeitrag aus deiner Gruppe?

In eurer Gruppe werden sicher auch Themen besprochen, die hier prominent im Magazin vorgestellt werden können. Stellt eure Gruppe damit ins Rampenlicht des JOYclub auf der Startseite! Wie? Ganz einfach: Sendet euren Themenvorschlag an freeman

Mehr über Transgender im Forum

Kommentare

JOY-Team

Großes Kino!


Aufgrund anhaltender Beleidigungen und privater Animositäten sowie geltungssüchtiger Anfälle und überbordenden Sprachrohrtums in diesem Thread schließen wir die Diskussion an dieser Stelle und bedanken uns zum einen herzlich bei den Teilnehmern der Diskussion, die sich nicht auf das Niveau anderer herabließen und stellen dem streitsüchtigen Rest einfach mal die Frage, inwiefern sie ihre Ausbrüche mit den Begriffen Toleranz, Niveau und gepflegtes Miteinander in Einklang bringen können.

Das war unterste Schublade!

In diesem Sinne:
freeman, enttäuscht

Mit anderen Augen


ein Text von Jochen Mariss, gefunden auf einer Postkarte aus der Grafik Werkstatt in Bielefeld:

Mit anderen Augen
Es gibt ein einfaches Mittel, dass helfen kann, einander besser zu verstehen: ab und zu die Plätze tauschen, um im Anderen uns selbst und in uns selbst den Anderen zu entdecken.

Du kannst anderen immer nur in das Gesicht schauen und nicht dahinter. Einige tragen - warum auch immer - eine Maske- TV/TS eine Maskerade???? NEIN - ein Lebensgefühl mit fließenden, oft verwischten Grenzen.
 

@lydiaL


ich bin wirklich sehr friedlich, und um mich mal auf die palme zu bringen, muss sich jemand schon sehr anstrengen...
du schaffst es jedenfalls nicht.
was du hier schreibst ist wirklich kaum zu glauben. du versteifst dich auf das transsexuelle in der bezeichnung und übersiehst das dort ein seelische davor steht. es geht nicht um körperliche transsexualität sondern um die innere spaltung der seele in männliche und weibliche seite. es müsste seelisch transsexueller transgender heissen.

übrigens finde ich es schon unverschämt, tamaras post auf einen beitrag von mir ihre aktivitäten betreffend als larifarizeug zu bezeichnen. und wenn du von cliquenbildung sprichst, ich nenne das gruppenzusammengehörigkeit, du bist seit anfang nov 08 in der gruppe und jetzt kommst du mit dieser frage und bist sauer, dass niemand drauf eingeht.
so, und nun genug der unerquicklichen debatte. sie schadet mehr als sie nützt.
in einem punkt gebe ich dir recht: es gibt schon genug schubladen.
hier gehts um tammy und ihre entwicklung!
lg silke

@ Spielluder

sorry aber ich nehme Tammy nicht "auseinander" wie Du mir unterstellst, ich war grundsätzlich nur auf eine Aufklärung aus da ich niemals behaupten würdekann ich weiß alles.....ich lerne gerne immer dazu.
Deine Aufregung wegen meiner Behauptung ist übrigens völlig aus dem eigentlichen Sinn gerissen denn dies sollte im Zusammenhang mit "seinen Mann" stehen verstanden werden. Vielleicht habe aber auch ich mich dabei etwas falsch ausgedrückt.
Aber die Maus beißt nunmal keinen Faden daran ab daß eine Transsexuelle niemals!!! ihren Mann steht.
Keine Transexuelle würde jemals sagen "in meiner Ehe stehe ich gerne meinen Mann"!!! oder bezweifelst Du dieses vielleicht.

Am 02.12.2008......ich bin erst seit dem 10.11.2008 hier angemeldet und habe mich durch dieses sonst angenehme Forum gelesen. Also konnte z.B. ich mich garnicht melden weil ich da noch ganz am Anfang hier stand. Das sich andere nicht gemeldet hatten ist deren Problem.

So jetzt werde ich die Diskussion wirklich verlassen denn ich merke daß leider auch hier in diesem Forum es unmöglich ist eine Antwort auf eine Frage zu bekommen, Cliquenbildung wie überall.
Vielleicht gibt es ja mal wieder eine Gelegenheit wirklich objektiv zu reden, aber hier in diesem Thema wohl nicht mehr.
JOY-Team

Wie freeman schon erwähnt hat, geht es hiier nicht um Begrifflichkeiten. Schade, dass dies immer wieder aufgenommen wird.

Es wäre vielleicht auch gut, dies in der Transgendergruppe zu diskutieren.

Ich habe am 02.12.2008 eine Anfrage in der Transgendergruppe gestellt, ob jemand bereit wäre, öffentlich über sein Leben und seinen Werdegang als Transgender zu schreiben. Tammy war die Einzige, die sich direkt gemeldet hat. Das man sie jetzt hier regelrecht auseinander nimmt, finde ich einfach nur noch traurig.

Sorry, aber das musste mal gesagt werden.

lg
spielluder

@ Katharina,

vielen lieben Dank für Deine Suche in entsprechender Literatur und Deiner Ehrlichkeit daß diese Bezeichnung "seelischer transsexueller Transgender" nirgends zu finden ist. Endlich mal jemand mit einer Antwort auf meine eingangs gestellte Frage *top* *kuss*
Katharina25

Lydia


Hallo,

seelisch transsexueller Transgender - war das der Begriff, um den es dir geht?

Ich kann damit nichts anfangen.

Heute habe ich in der Universitätsbibliothek mal bei den Psychologen in verschiedene Lexika neueren Datums gesehen. Auch bei den Fachleuten herrscht anscheinend eine heillose Sprachverwirrung. Noch in einem Lexikon klinischer Fachbegriffe aus dem Jahr 1995 wurde Transvestitismus mit Travestie in Verbindung gebracht! Liebe Mädels, das müssst ihr euch mal vorstellen: diesen Humbug bekamen und bekommen Studenten der Psychologie beigebracht!

Aber um auf deine Ausgangsfrage zurückzukommen: keine Ahnung.

Liebe Grüße

Katharina

Hallo Silke


hast du da noch zeit zu schlafen? *zwinker*
... könnte mehr sein! *zwinker*

den fragebogen bei projekt en femme hab ich mal ausgefüllt und mir dann die auswertung angeschaut...ich war echt erstaunt, wieviele es mit den selben problemen gibt! manche antworten zu bestimmten fragen waren fast wörtlich die selben aber von verschiedenen leuten geschrieben.
Aus diesem Grund haben wir den Fragebogen auch erstellt. Er zeigt ganz deutlich, dass jeder einzelne von uns mit seinen "Problemen" nicht alleine dasteht und wir einander helfen können.

ich dachte immer, nach langem suchen bin endlich hinter die klassifzierung gestiegen...denkste puppe! gehe zurück auf start! hab mich bisher immer an diese von alexandra so geschmähte klassifizierung gehalten, und jetzt muss ich mich neu einordnen ^^
aber TG/CD bleibt.
Vergiss die ganzen Klassifizierungen den Moment. Was nützt es Dir, wenn Du weisst welche medizinische Bezeichnung für Dich zutreffend ist. Die Aufgabe das herauszufinden haben die Spezialisten aber auch erst dann, wenn es wirklich Not tut. Besser ist es, wenn Du Du selbst bist und Dein Leben lebst.

Lieben Gruß,
Tamara

weiche Knie


Hallo Heidi,

Ich frage dich nun mal direkt:
Haben dir vor der TV-Kamera nicht die Knie gezittert ?
Ich hätte da kein vernünftiges Wort rausgebracht,
vor allen hätte ich ständig im Hinterkopf:
Mich kann ein Millionen Publikum sehen, das ist doch anders als allein oder in einer Gruppe auf der Strasse.

Zu Anfang war ich sehr aufgeregt und befürchtete kein vernünftiges Wort über die Lippen zu bekomme oder zu stottern, doch die Journalistin und ihr Team waren Profis und vermitteln mir den Eindruck, das ich meine Sache gut gemacht habe und so wurde ich nach und nach immer lockerer.

Darüber, wieviele Leute die Reportage sehen könnten, hatte ich mir keine Gedanken gemacht. Wichtig war für mich nur, dass ich die Chance bekommen hatte, diese Facette meines Lebens an die Öffentlichkeit zu bingen um etwas Aufklärungsarbeit zu leisten und anderen zu helfen sich selbst zu verstehen und ihnen Mut zu machen.

Einzelheiten kannst Du in meinem Tagebuch auf Tamara-Inside in Auszügen nachlesen.

Lieben Gruß,
Tammy

tammy


hej tammy, ich hab ja alle hochachung vor dir. ich hab mir mal die zeit genommen, den beitrag und das video zu lesen bzw zu schauen und auch die links mal angeklickt. besonders bei den drei seiten steckt ja n haufen arbeit hinter...tamara inside, projekt en femme und tg inside. hast du da noch zeit zu schlafen? *zwinker*
den fragebogen bei projekt en femme hab ich mal ausgefüllt und mir dann die auswertung angeschaut...ich war echt erstaunt, wieviele es mit den selben problemen gibt! manche antworten zu bestimmten fragen waren fast wörtlich die selben aber von verschiedenen leuten geschrieben. ich dachte immer, nach langem suchen bin endlich hinter die klassifzierung gestiegen...denkste puppe! gehe zurück auf start! hab mich bisher immer an diese von alexandra so geschmähte klassifizierung gehalten, und jetzt muss ich mich neu einordnen ^^
aber TG/CD bleibt.
also dann ladies: rock on! ( auch wörtlich zu nehmen!)
es grüßt,
die Silke *hand2*


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Projekte

1. en femme

Im Sommer 2007 wurde das Projekt "en femme" als bundesweites Netzwerk gegründet. Es hat sich drei Hauptziele gesetzt:
1. Neue Transgender bei den ersten Schritten zu unterstützen.
2. Partnerinnen zu helfen, ihren Transgender-Partner zu verstehen
3. Öffentlichkeitsarbeit

"en femme" sammelt im öffentlichen Bereich der Homepage umfangreiche und fundierte Informationen für Interessierte. Im geschützten Bereich können sich Transgender und Partnerinnen vertrauensvoll und nachhaltig mit Gleichgesinnten austauschen, Fragen stellen und von Erfahrungen anderer profitieren.

 

2. TG-Inside

Im Zuge der Arbeit an dem Projekt "en femme" wurde festgestellt, dass es einen hohen Bedarf nach Kontakten mit Gleichgesinnten zum Ausgehen, Shoppen, Treffen, Reden und Spaß gibt – ohne das dabei sexuelle Interessen im Vordergrund stehen. Doch es ist nicht einfach, aus dem relativ umfangreichen Angebot im Netz das richtige Angebot herauszufiltern.

Der "TG-Inside – Der Veranstaltungskalender" soll als Kontakt-Netzwerk Abhilfe schaffen, indem hier alle Gesuche und Angebote wie Workshops, Parties, Stammtische usw. bundesweit (gerne auch international) eingestellt werden können.

Am Sonntag, den 10.10.2010 um 10:10 Uhr veranstaltet "TG-Inside – Der Veranstaltungskalender" in Kooperation mit anderen interessierten TG-Gruppen, Stammtischen, Foren und Einzelpersonen bundesweit einen Aktionstag für Transgender von Transgender. Die Vorbereitungen hierzu laufen auf Hochtouren.

Vielen Dank

an tammy72 für diesen interessanten Artikel!

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