"Grey's Anatomy"-Star und Frauenschwarm Patrick Dempsey alias "Mc Dreamy" und Michelle Monaghan spielen die Hauptrollen in dieser romantischen Komödie, die laut Verleih nicht nur alle Frauenherzen höher schlagen lassen soll. Obendrein soll sie zudem die schönste Romantic Comedy seit langem sein! Unsere JOYclubReporter Emelia_Miles beschlossen, diesen Versprechungen auf den Zahn zu fühlen! Lest hier ihre Eindrücke von dem aktuell im Kino laufenden Film ...
Verliebt in die Braut
Originaltitel: Made of Honor
Herstellungsland: Großbritannien / USA
Erscheinungsjahr: 2008
Regie: Paul Weiland
Darsteller:
Michelle Monaghan,
Patrick Dempsey,
Kevin McKidd,
Kelly Carlson,
Busy Philipps,
Sydney Pollack,
Kathleen Quinlan,
Kadeem Hardison,
Sarah Wright,
Beau Garrett,
Mary Birdsong,
Veronica Alicino u.a.
Inhalt
Tom (Patrick Dempsey) ist sexy, oberflächlich, Frauenschwarm ... und seit zehn Jahren bester Freund von Hannah (Michelle Monaghan). Nachdem er aus Versehen in ihrem Bett gelandet ist und sie ihm erst einmal ordentlich die Meinung geigt, pflegen sie eine rein platonische Freundschaft. Während Tom fortan ständig eine andere Frau im Schlepptau hat und ständig wechselnde Bettbekanntschaften pflegt, ist Hannah auf der Suche nach „Mr. Right“.
Eines Tages erkennt Tom jedoch, dass oberflächliche Beziehungen nicht alles sind und merkt, dass er die Frau, die er liebt, die ganze Zeit an seiner Seite hatte. Ausgerechnet zu dem Zeitpunkt, als Hannah für sechs Wochen beruflich in Schottland ist. Als sie wieder zurück ist und er ihr seine Gefühle gestehen will, wird er vor die Tatsache gestellt, dass Hannah nun in dem Schotten Colin ihren Traumprinzen gefunden hat und mit ihm verlobt ist.
Für die anstehende Eheschließung wird Tom zur ersten Brautjungfer ernannt und hat nun die Aufgabe, eine perfekte Hochzeit zu planen. Dies macht er schweren Herzens, jedoch nicht ohne sein wahres Ziel aus den Augen zu verlieren: Die Hochzeit zu verhindern und Hannahs Herz für sich zu gewinnen ...
Kritik
Liest man die Inhaltsangabe von Verliebt in die Braut, denkt man automatisch an „Die Hochzeit meines besten Freundes“. Gut, diesmal mit vertauschten Rollen, damit auch Mann einmal zeigen kann, wie es ist, um seine Liebe zu kämpfen. Die romantische Komödie erzählt mit Witz und auch einem Hauch Charme, die Geschichte von Tom und Hannah, einer Freundschaft zwischen Mann und Frau, wie sie sich sicher jede Frau wünscht.
Mit Patrick Dempsey, der in Deutschland und weit überm großen Teich dank seiner Rolle als Dr. Shepard in „Grey´s Anatomy“ als absoluter Frauenschwarm gilt, hat Regisseur Paul Weiland eine sehr gute Wahl für seine Hauptrolle getroffen. Mit Sprüchen wie: „Vielleicht geht es im Leben um mehr, als nur Rumvögeln?“ bringt Tom die Zuschauer immer wieder zum Lachen und spielt Dempsey selbstironisch mit dem ihm aufoktroyierten Image des Frauenbeaus. Dennoch wirkt er unwiderstehlich auf die Frauen und selbst Hunde fühlen sich zu ihm hingezogen! Witzigerweise sagt er zu allen Hunden „Ich liebe Dich“, zu den Frauen allerdings nur „Wir sehen uns“.
Auch mit Michelle Monaghan, die bereits bekannt ist aus „Mission Impossible III“ und „Nach 7 Tagen – Ausgeflittert“, ist die Rolle der Hannah sehr gut besetzt. Sie verkörpert eine Frau mit Träumen und Wünschen und durch sie bekommt der Film Herz und Seele.
Verliebt in die Braut wandelt immer auf dem schmalen Grad zwischen kitschig und albern. Kitschig wird es etwa, wenn Hannah ihren Traumprinzen Colin (Kevin McKidd, bekannt aus „Königreich der Himmel“), im strömenden Regen im Stau in einer Kuhherde in Schottland kennen lernt und ihn bereits nach gut einen Monat heiraten will. Die albernen Seiten an Verliebt in die Braut kommen vor allem durch das Wirken diverser Nebenrollen zum Tragen.
Genannt sei Großmutter Pearl, gespielt von Selma Stern, die auf der Brautparty sogenannte Donnerperlen bekommt, die im Dunkeln leuchten und die sie mit witzigen Folgen als Halskette benutzt. Hierbei sei auch Busy Philipps erwähnt, die die Rolle der Melissa hervorragend spielt. Melissa ist eine Exfreundin von Tom und ebenfalls Brautjungfer und lässt natürlich nichts aus, um Tom, die „EBJ“ (Erste BrautJungfer), in sämtlichen seiner Bemühungen zu sabotieren.
Wie so oft in romantischen Komödien bleiben damit auch hier - wie soeben angedeutet - vor allem diverse Nebenrollen im Gedächtnis. So beispielsweise auch Sydney Pollack, Regisseur von „Jenseits von Afrika“, der in letzter Zeit immer mal wieder als Nebendarsteller zu sehen ist (zum Beispiel: Michael Clayton). Er spielt den Vater von Tom und bei diesem Vorbild ist der Charakter des Sohnes nicht weiter verwunderlich. Denn Tom Sr. hält sich nicht mit Verabredungen auf, sondern heiratet seine meist jüngeren Frauen immer gleich. Auch er war verliebt in seine beste Freundin, Toms Mutter, und sagt so treffend in einem Satz: „Lieben heißt Loslassen!“
Verliebt in die Braut spielt natürlich auch in Schottland - immerhin will man hier die Heirat vollziehen - vor beeindruckender Kulisse. Seien es nun die genialen Landschaftsaufnahmen, untermalt von schottischer Musik, oder auch das herrliche Schloss, eines von vier Landsitzen von Colins Familie. Hier bekommt man sehr schöne Bilder des Landes geboten. Ein wenig albern werden dagegen Traditionen und Sprache von Schottland umgesetzt. Insbesondere die Highland – Games, auf denen Tom im Minikilt erscheint, und der schottische Dialekt werden ein wenig zu sehr ins Lächerliche gezogen!
Abgerundet wird der Film durch Musik von Lenny Kravitz, Oasis und Kanye West, durchaus passend, aber nicht wirklich herausragend!
Fazit
Die Komödie ist ein netter Zeitvertreib, wenn man wirklich gar nichts anderes vorhat. Für alle, die auf romantische Komödien und vor allem auf Patrick Dempsey stehen, ist sie ein Muss. Allerdings sollte man nicht zu viel erwarten. Man wird angenehm unterhalten, allerdings kann man auch warten, bis es den Film auf DVD gibt!
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