Nach einer ausgiebigen Abstinenz vom Pantoffelkino kehrt die Serie zurück! Diesmal allerdings auf der großen Leinwand, günstig im Umfeld der EM platziert, um so mancher Frau einen vorwurfsvollen: "Nie unternimmst du etwas mit mir" Blick in Richtung der fußballnärrischen Ehemänner / Lebenspartner zu ermöglichen! Ein Schelm, der Böses dabei denkt.
Unsere JOYclubMitglieder fellinlove ergatterten ihre Sitzplätze in der PreEMPhase und wollen euch ihre Eindrücke zum Film nicht vorenthalten!
Sex and the City
Originaltitel: Sex and the City
Herstellungsjahr: 2008
Produktionsland: USA
Regie: Michael Patrick King
Darsteller:
Sarah Jessica Parker,
Kim Cattrall,
Kristin Davis,
Cynthia Nixon,
Chris Noth,
Candice Bergen,
Jennifer Hudson,
David Eigenberg,
Evan Handler,
Jason Lewis,
Mario Cantone u.a.
Erwartungen
Einfach war es keineswegs an Sitzplätze für den Film Sex and the City zu gelangen, aber wir hatten Glück und so fieberten wir seit Tagen dem Kinobesuch am Premierentag entgegen. Da wir beide Fans der Serie sind, waren wir natürlich neugierig darauf, wie sich das Ganze weiter entwickeln würde. Wir stellten uns Fragen wie “Würde der Film nach der mehrjährigen Pause zwischen der letzten Serienepisode und dem Film direkt an die Serie anschließen? Wie geht die Geschichte der vier Freundinnen weiter? Wie entwickelt sich die Beziehung zwischen Carrie und Mr. Big, beziehungsweise entwickelt sie sich überhaupt weiter!?“ Wir waren also gespannt.
Story
Das Herrliche an dem Film Sex and the City ist, dass man kaum einen Unterschied zwischen der Serie und dem jetzigen Film bemerkt. Natürlich bringt der Film auch neue Dinge ans Licht, aber die altbekannten Gesichter und die ein oder anderen bereits aus der Serie „wohlbekannten Dinge“ geben dem Film ein herrlich vertrautes Flair. Dies dürfte wohl auch und vor allem dem Regisseur Michael Patrick King geschuldet sein, der schon für eine Unmenge an Sex and the City Serienepisoden die Drehbücher verfasste, zudem auch bei einigen Episoden Regie führte und somit mit der Materie mehr als vertraut ist. Auch der bereits für die Serie sehr häufig zum Einsatz gekommene Kameramann John Thomas dürfte zu diesem wohligen Gefühl sein Scherflein beigetragen haben.
Das Highlight vor dem Film ist, dass man einen kurzen Rückblick in das Leben der vier Freundinnen erhält. Somit kann man (fast) lückenlos in den Film starten und es wird ein glänzender Übergang von der Serie zum Film geschaffen.
Zuerst scheint für Carrie (Sarah Jessica Parker) mit ihrem Mr. Big (Chris Noth) alles glänzend zu laufen, wie so oft bei den Beiden. Gemeinsam wird die perfekte Wohnung gesucht, die Mr. Big dann auch kauft. Auch über eine Hochzeit wird gesprochen. Was will Frau also mehr!? Dennoch entwickelt sich das Ganze - wie nicht anders zu erwarten - zu einer Katastrophe und Carrie wird am Hochzeitstag von Mr. Big versetzt. Doch woher rührt dieser plötzliche Sinneswandel von Mr. Big?
Charlotte (Kristin Davis) führt das perfekte Eheleben mit Harry (Evan Handler). Als sie unerwartet schwanger wird, ist das Leben der zwei perfekt und sie blühen zu neuen Höchstformen auf.
Bei Miranda (Cynthia Nixon) und Steve (David Eigenberg) geht es dagegen etwas chaotischer zu, als man eigentlich erwartet hätte. In den letzten sechs Monaten hatten die beiden lediglich zweimal Sex, wobei sie beim zweiten Mal zu Steve taktisch unklug meinte: "Bringen wir es einfach hinter uns". Danach waren sowohl sie als auch er richtig frustriert. Wenn wundert es da noch, wenn die Beziehung auf einmal Kopf steht und er ihr einen Seitensprung gesteht? Verzeihen? Miranda wäre nicht Miranda, wenn sie ihm das so einfach verzeihen könnte. Es folgten sechs Monate, in denen sie ihm, so gut es eben mit einem gemeinsamen Kind geht, aus dem Weg ging und nicht mit ihm sprach, außer natürlich das Nötigste. Ist es wirklich immer am einfachsten, den Problemen aus dem Weg zu gehen?
Von Samantha (Kim Cattrall) hätten wir wohl alle am wenigsten erwartet, dass sie sich fünf Jahre lang an Smith (Jason Lewis) bindet und damit “eigentlich“ glücklich ist. Natürlich wäre Samantha, nicht Samantha, wenn sie nicht dennoch den knackigen Männern hinterher schauen würde und hier und da in Versuchung gebracht würde. Jedoch widersteht sie den Versuchungen jedes Mal. Hat Samantha vielleicht den richtigen Weg für sich eingeschlagen und wird damit glücklich??!
Kommt es am Ende bei allen Vieren zum Happy End und wird wirklich jede auf ihre Art und Weise glücklich? DIESE Frage wollen wir euch nicht beantworten, denn sonst hätten wir euch wohl die komplette Pointe des Filmes verraten und das wollen wir natürlich nicht!
Wer findet es schon verlockend, einen Film zu sehen, bei dem man das Ende schon kennt!?
Fazit
Sex and the City ist wirklich ein herrlicher Film, bei dem man manchmal auch Tränen lachen kann, allerdings bringt er nicht wirklich viel Neues hervor und ist wie die Serie selbst ab und an einfach total berechenbar. Man könnte also auch warten bis es Sex and the City auf DVD gibt und ihn dann zu den gesammelten Serienboxen dazustellen.
Wir danken den JOYclubUsern fellinlove für das Verfassen dieser Filmkritik!
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