Zwei junge, attraktive Frauen - die Spanierin Alba und die Russin Natasha - begegnen sich an ihrem letzten Abend in Rom. Alba lädt Natasha auf ihr Hotelzimmer ein. Im Laufe der Nacht gehen beide zusammen auf eine körperliche Abenteuerreise, während sich ihre Seelen anfangen zu berühren ...
Der spanische Regisseur Julio Medem inszenierte sein erotisch aufgeladenes Verwirrspiel um Identität und Intimität so ungemein edel und elegant, dass wir gar nicht umhin kommen, euch dieses Highlight des erotischen Kinos vorzustellen. Die DVD/Blu Ray zum Film ist seit 25. Februar 2011 im Handel erhältlich und wir verlosen gemeinsam mit dem Anbieter Capelight Pictures zwei DVDs.
- Inhaltsverzeichnis
- Room in Rome
- Der Trailer zu "Room in Rome"
- Eine erotische Nacht in der ewigen Stadt
- Im Kern ist "Room in Rome" eine Liebesgeschichte
- Ein edel bebildertes Kammerspiel
- Die Hauptdarstellerinnen spielen mit vollem Körpereinsatz
- Gefühlvoller Liebesfilm und spannendes Spiel um Identität
- "Room in Rome" auf DVD/Blu Ray
- Gewinnspiel
- Kommentare
Room in Rome
Originaltitel: Habitación en Roma
Herstellungsland: Spanien
Erscheinungsjahr: 2010
Regie: Julio Medem
Darsteller: Elena Anaya, Natasha Yarovenko, Enrico Lo Verso
Freigabe: FSK 16
Laufzeit: 104 Minuten
Bild: 2,35:1 (anamorph)
Ton: Deutsch, Englisch jeweils Dolby Digital 5.1
Extras: Kinotrailer, Trailer aus dem Programm des Anbieters
Verpackung: Amaray mit Wendecover!
Verleih: Capelight Pictures
Der Trailer zu "Room in Rome"
Eine erotische Nacht in der ewigen Stadt
Die Russin Natasha und die Spanierin Alba haben sich soeben in einer römischen Bar kennen gelernt, in der sie beide Zerstreuung und Ablenkung von ihren Alltagsproblemen suchten. Dabei kommen sich die beiden Damen näher und man beschließt, gemeinsam gen Unterbringung aufzubrechen. Vor Albas Hotel lässt die forsche Spanierin die Russin recht unverblümt wissen, dass sie sich wünschen würde, sie würde sie auf ihr Zimmer begleiten.
Natasha lässt sich irgendwann tatsächlich überreden. In Albas Hotelzimmer angekommen entblößen sich beide Damen voreinander und landen gemeinsam im Bett. Doch zu Sex kommt es nicht, denn Alba schläft unvermittelt ein. Natasha ist in gewisser Weise recht glücklich darüber, war sie doch von ihrer Bereitwilligkeit, sich auf ein spontanes Abenteuer mit Alba einzulassen, selbst sehr überrascht. Sie flieht aus dem Zimmer …
Da weckt ein Handyklingeln Alba. Ihr Handy kann es nicht sein und noch benommen vom alkoholgeschwängerten Abend kann sie ein unter dem Bett liegendes Handy keiner Person zuordnen. Da klopft es an der Tür. Natasha hat ihr Handy vergessen und will es nun abholen. Unversehens findet sich Natasha erneut nackt in Albas Bett wieder und beide Frauen haben Sex. Noch erschöpft und hitzig von dem Liebesakt beginnen sich die beiden Frauen zu unterhalten und nachdem sie sich bereits körperlich voreinander entblößten, entblößen sie sich nun auch seelisch. Und das so tiefgreifend, dass sie sich am nächsten Morgen selbst fragen müssen, ob dieser Abend nun nur ein One Night Stand oder der Beginn einer großen Liebe war.
Im Kern ist "Room in Rome" eine Liebesgeschichte
Auf dem Weg dahin erzählen sie sich Geschichten. Mal wahr, mal erfunden, mal witzig, mal fantasievoll, mal tragisch. Doch immer bleibt die Ungewissheit, was an den Geschichten wahr und was erfunden ist, denn beide Frauen sind zunächst sichtlich darum bemüht, sich gegenseitig auf Distanz zu halten und sich dem Gegenüber nicht zu sehr zu offenbaren. Darum erfinden sie Namen (weder heißt die Russin Natasha noch die Spanierin Alba), Wohnorte, Verwandtschaftsverhältnisse und damit ganze Identitäten.
Doch mit fortschreitender Dauer des Abends und nach immer neuen sexuellen Intermezzos werden die beiden Frauen im Umgang miteinander vertrauter und die Gespräche werden immer tiefschürfender, ernster, wahrer und man spürt, wie die Zuneigung zwischen beiden von Dialog zu Dialog steigt und sie sich ineinander verlieben.
Und genau das ist "Room in Rome" letztlich auch: Eine Liebesgeschichte. Keine nach amerikanischem Vorbild und mit einem vorgezeichneten Handlungsverlauf. Mitnichten. Hier geht es um mehr als das bloße "Kriegen sie sich, oder kriegen sie sich nicht?", denn hier agieren vor dem Auge des Zuschauers zu wahrhaftigen Charakteren wachsende Menschen, die den gängigen Romantikfilmklischees widersprechen und die irgendwann unverhofft eine Liebe zueinander empfinden, die wie eine Feuerwalze auf sie zurollt und sie zu verzehren droht.
Über allem schwebt für beide Frauen die Gewissheit, dass dieser gemeinsame Abend einfach nicht von Dauer sein KANN, denn beide führen natürlich ein Leben außerhalb der Mauern des Hotels. Das scheint zwar für den Abend weit weg zu sein, ist aber dennoch ihr reales Leben - fernab von Traumvorstellungen, Wünschen und Fantasien, dafür teils auf Lebenslügen fußend. Ob die beiden sich dennoch kriegen werden, muss dann jeder selbst herausfinden, ein schnödes Happy End sollte man sich aber nicht erwarten …[/b]
Ein edel bebildertes Kammerspiel
All das erzählt Regisseur Julio Medem einfühlsam, zärtlich, sehr emotional, kitschfrei, mit einem untrüglichen Auge für wahrhaftig wirkende Figuren mit Ecken und Kanten und enormem Gespür für kleine und kleinste Details. Als Darstellungsform wählte er ein auf das Hotelzimmer reduziertes Kammerspiel, das von den beiden großartigen Darstellerinnen und nur einem unwichtigen Nebendarsteller getragen wird und durch diese Beschränkung auf das Wesentliche noch intimer wirkt, scheint man den Figuren doch noch näher zu sein, als ohnehin schon.
Dabei wird "Room in Rome" aber nie langweilig in der Wahl seiner Mittel, denn Regisseur Julio Medem komponierte jedes Bild bis ins Kleinste durch. Man hat größtenteils das Gefühl, man schaue sich gemalte Kunstwerke an und weniger Filmbilder. Was noch dadurch verstärkt wird, dass der Film den gleichen güldenen und bräunlichen Anstrich bekommen hat, den auch zwei für den Film wichtige Bilder im Hotelzimmer haben. Bei den Liebesszenen ist Julio Medem dann ganz nah dran an seinen beiden sexy Darstellerinnen und macht den Zuschauer über den bloßen Voyeur hinaus beinahe zur dritten Person in dem Liebesreigen, ohne jemals vulgär oder gar pornografisch zu werden.
Die Hauptdarstellerinnen spielen mit vollem Körpereinsatz
Und so mancher Mann und sicher auch so manche Frau würde sicherlich gar nichts dagegen haben, sich mit Natasha und Alba zu vergnügen! Denn mit Elena Anaya als Alba und Natasha Yarovenko als Natasha sind da zwei erlesen schöne Damen in den Liebesstellungskrieg verwickelt, die obendrein ihre Rollen absolut überzeugend mit Leben füllen und der jeweiligen Stimmung entsprechend zwischen höchst intensiv und ausgelassen herum tobend die gesamte Gefühlsklaviatur rauf und runter spielen.
Dabei hat Elena Anaya, die dank Auftritten in "Van Helsing" oder dem großartigen "Lucia und der Sex" (bei dem sie bereits mit dem "Room in Rome" Regisseur Julio Medem zusammenarbeitete und der JEDEM Fan des erotischen Kinos nahe gelegt sei) die bekanntere der beiden Hauptdarstellerinnen ist, die etwas undankbarere Rolle der lesbischen Alba abbekommen, da sich diese Figur letztlich nicht sonderlich entwickeln darf. Sie ist Natasha von Anfang an verfallen und muss eigentlich für sich nur klären, ob dieser Abend nur ein One Night Stand war oder doch mehr.
Dagegen hat die schauspielerisch weniger erfahrene Natasha Yarovenko deutlich mehr zu schultern, muss sich ihre Rolle doch über deutlich mehr klar werden. Als da wären: Ihre eigene Identität, ihre sexuelle Identität, ihre eventuelle Liebe zu Alba und ihr eigentliches Leben, das angefüllt ist mit Lebenslügen um ihren Verlobten, ihre Familie, ... Unterstützt von Elena Anaya, die beherzt gegen ihre etwas schwächere Rolle anspielt, gelingt Natasha Yarovenko eine großartige schauspielerische Leistung, die dank Natürlichkeit und viel Mut (beide Darstellerinnen sind fast die gesamte Laufzeit über splitternackt!) lange nachhallt.
Gefühlvoller Liebesfilm und spannendes Spiel um Identität
Was bleibt, ist nur oberflächlich betrachtet edel bebilderter Lesbensex. Auch muss man keine Angst haben, dass in den Gesprächen der beiden Protagonistinnen aufgrund der Ausgangssituation ewige Sinngespräche zum Thema Sex erfolgen oder Sex an und für sich seziert wird, bis man als Zuschauer jegliche Lust verloren hat, sich überhaupt wieder einmal dem Kopulieren hinzugeben. Stattdessen ist "Room in Rome" ein wirklich spannendes, erotisch aufgeladenes Spiel um Identität, Intimität und Liebe, das nach ruhigem Beginn immer spannender wird und das alles andere als einfache Seelenleben der Figuren, die genau darum auch so lebensecht wirken, in den Fokus rückt und sich voll und ganz auf seine Figuren einlässt.
Diese werden von zwei tollen Darstellerinnen gegeben, die ihre Figuren überzeugend zum Leben erwecken und sich sichtlich mit Leib und Seele dem Projekt verschrieben. Deren erotisch aufgeheiztes Aufeinandertreffen wird von Ausnahmeregisseur Julio Medem in Bilder gegossen, die den großen Meistern der Malerei alle Ehre machen würden und formvollendet in penibel durchgeplanten Szenenfolgen kulminieren.
Will man an dem Streifen etwas kritisieren, wird man vermutlich schnell auf die musikalische Untermalung kommen. Diese ist ein wenig eigenartig geraten. Während der Hauptsong durchaus ansprechend ist, aber so penetrant oft eingesetzt wird, dass er irgendwann zu nerven beginnt, ist das zweite häufiger verwendete Musikstück eine ziemliche Zumutung. Glücklicherweise kommt Medem in den schönsten Szenen eh ohne Musik aus. Und so mancher, der sich nicht auf den vornehmlich über Stimmungen und seine Atmosphäre funktionierenden Film einlassen kann/will, wird in dem Film vermutlich nicht mehr sehen als eine Altherrenfantasie. Auch dafür liefert Medem durchaus Munition …
"Room in Rome" auf DVD/Blu Ray
Die deutsche Ausgabe des Filmes erschien von dem deutschen Anbieter Capelight Pictures auf DVD und Blu Ray. Dabei punktet vor allem die Blu Ray, da sie der Bildgewalt des Filmes am ehesten gerecht wird und die herrlichen Farben und Stimmungen vorbildlich transportiert. Leider haben weder DVD noch Blu Ray irgendwelche Extras an Bord, die zur weiteren Beschäftigung mit dem Film einladen würden.
| Die DVD bei Amazon bestellen | Die Blu Ray bei Amazon bestellen |
Gewinnspiel
In Zusammenarbeit mit dem Verleih Capelight Pictures verlosen wir zwei DVDs des hier vorgestellten Filmes! Wer eine DVD gewinnen möchte, sollte uns folgende Fragen beantworten können:
- Wie hieß Elena Anayas Figur in "Lucia und der Sex"?
- Wer spielte den "Van Helsing" in dem gleichnamigen Hollywoodblockbuster, bei dem auch Elena Anaya mitwirkte?
Eure Lösungen schickt ihr bitte per Clubmail mit dem Betreff "Hotelzimmer" an freeman.
Einsendeschluss ist Mittwoch, der 9. März 2011 um 23:59 Uhr.
Bei mehr als zwei richtigen Einsendungen entscheidet das Los und der Rechtsweg ist wie gewohnt ausgeschlossen.
In diesem Sinne:
freeman















