03.08.2007

Gorilla Killings

In Afrika herrscht Ausnahmezustand

Neben der Aktfotografie, die wir wir schon öfter im JOYclub präsentieren konnten, hat sich Norbert Guthier mit seinen Aufnahmen dem Naturschutz verschrieben. Lest hier seinen Bericht von einem aufwühlenden Fotoprojekt, welches wir gerne auch im JOYclub vorstellen:

Gorilla Killings

Ende Mai diesen Jahres war ich im Auftrag eines Tierschutzprojekts ehrenamtlich im Kongo unterwegs und hatte dabei die Gelegenheit zwei Berggorilla-Familien (die Kabirizi und die Rugendo Gruppe) im Virunga-Nationalpark zu besuchen. Die Familien der Habituierten - also an Menschen gewöhnte - Gorilla Gruppen haben Namen.

Seit dieser Woche eskalieren dort die Ereignisse nachdem bereits im Juni ein Weibchen der Kabirizi-Gruppe erschossen wurde (Mehr Infos)

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Außerdem wurde seither auch ein Rangerposten überfallen und ein Ranger ermordet. seine schwangere Frau erlitt durch den Schock eine Fehlgeburt und verstarb an den Folgen. (Mehr Infos)

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Von der zweiten Gorilla-Gruppe (mit dem Namen Rudendo), die ich besuchen konnte, wurde der Silberrücken (das ist das Oberhaupt der Gruppe), ein trächtiges Weibchen, ein Weibchen mit Neugeborenem und ein drittes Weibchen von rebellierenden Miliz-Banden erschossen. Weitere Tiere der Gruppe gelten als vermisst.

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Für die Arbeit der Naturschutzorganisationen vor Ort und für den Bestand der Berggorillas eine Katastrophe.

Gorilla Killings

Der ganze Virunga-Nationalpark - der älteste Nationalpark Afrikas - ist durch diese Vorkommnisse in seiner Existenz bedroht. (Blog des Nationalparkleiters)

Unter vielen anderen Versuchen wir nun, diese Ereignisse einer breiten Öffentlichkeit ins Bewusstsein zu bringen und vielleicht könnt ihr uns dabei helfen.

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Autor: Norbert Guthier

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Kommentare

muss ich auch mal los werden.....

und wenn es nur im kleinen rahmen ist, aber jeder kann sich mal selbst an die nase fassen und vielleicht mal nicht die leere zigarettenschachtel oder macces-tüte aus dem auto schmeissen!
denn umweltschutz fängt schon im kleinen an!
"Umweltschutz" hinterfragen

Wenn man schaut, was hierzulande als "Umweltschutz" angepriesen wir, braucht man sich über so etwas nicht zu wundern. "Saubere" Wasserkraftwerke zerstören unwiederbringlich unsere Gewässer, Windparkanlagen machen die Nordsee für Wale unpassierbar, und der Biodiesel entwickelt sich zum größten Massenmord in ärmeren Ländern seit Menschengedenken. Der "ökologische" Landbau wird favorisiert, obwohl man mit Düngung bis zum 6fachen ernten könnte. Sauber wird ein Auto ausschließlich durch den geringeren Verbrauch, nicht durch Filteranlagen; dennoch wird der umweltfreundliche Diesel zunehmend verteufelt.
Solange hierzulande das ideologisch geprägte "gute Gewissen" wichtiger ist als Tatsachen, sollte man dazu stehen, daß man selbst die Verantwortung trägt. Immer mehr Menschen, immer mehr Flächenverbrauch - unendlich ist nur die Raffgier der Manager.
Renate
DR Kongo

Ich kann zwar nicht so viel zu dem umbenannten Zaire sagen, denn ein Teil meiner Familie kommt auf dem ursprünglichen Kongo, geographisch direkt daneben liegend, aber man bekommt logischerweise eine Menge mit.

Und wie man hier an den Beiträgen sieht, so bringen sich ja die Tiere nicht selber wegen Farmland oder wer-weiß-was-sonst-noch um.

Die eigenen Wertigkeiten im Menschen sind die hauptsächlichen Entscheidungsfilter. Dabei ist es total egal, ob man einander abschlachtet, nur weil vor 20 Generationen zwei sich ärgernden Stammesbrüder sich hitzig bekämpften und so sich bis heute hassende Gruppierungen einander nichts gönnen.
Um ein Hauch von Toleranz in die Herzen zu pflanzen, so haben es die westlichen Staaten natürlich nie politisch gewollt, da Hilfestellung zu leisten. Mehr Verständnis und Wohlstand machen die Ausbeutung der "armen" Länder zu teuer.
Ein Gorilla- oder Menschenleben hat keine Wertschätzung, wobei ein Gorilla, selbst tot wenigsten noch was Geld bringen kann. Ein toter Mensch ist "Arbeit" und bringt nichts. Außer man braucht etwas, wie bei den anderen getöteten Tieren, was demjenigen gehört.
Die kranken Verhältnisse sind dort IMMER ein Spiegelbild unserer so schönen "westlichen" Welt.
Wenn wirklich jeder die Chance hätte direkt etwas zu machen, so würde es ein irrsinniges Chaos geben, aber auch ein Neuanfang, tja, wenn keiner größere "Macht" in die Hände bekommt, als sein Mitstreiter.
Klar ist das illusorisch und die Ideen dazu sind geschichtlich ebenso in die Hose gegangen, aber ich kenne viele Organisationen, die wirklich helfen. Eine Freundin von mir ist Fotografin, Kamerafrau und noch viel mehr und versucht viele Momente der Erde in ihren Reportagen an den verschiedensten Orten uns näher zu bringen. Die zum Teil gefährlichen Reportagen sind auch ein Teil des Bewusstmachens, dass es mehr als Schnäppchenjagen gibt. Ich fand den Slogan "Geiz ist geil" werbewirksam, aber inhaltlich zum K....
Ich bin viel in der Welt umher gekommen und maße mir an, das eine oder andere über meinen Tellerrand zu erkennen. Im Moment habe ich selber familiär bedingt etwas mit dem (französisch) Kongo zu tun und die westlich gesteuerte Korruption raubt mir jedesmal den Atem.

Ich hoffe in Zukunft mit meiner Familie mehr zu bewegen, wie es schon meine Großeltern gemacht haben, dass eben jeder etwas machen kann. Nur bedeutet das mehr Engagement, als "nur" etwas zu spenden. Die Spenden sind zwar emanent wichtig, aber Ergebnisse sind im Direkten, eben auch mit Hilfe der Finanzmittel, immer die bessere Wahl.
Ich bewundere den Mut der verschiedensten Organisation, besser den Helfern vor Ort, sich immer wieder in Todesgefahr zu begeben, weil es ja dort ein Leben "nichts" wert ist. Tot und der nächste bitte, so IST es einfach. Keiner kümmert sich in der Welt wirklich darum. Randnotiz in den Medien mit einer unglaublich kurzen Halbwertszeit der Empfindungen.
Wenn man sich jeden "Schuh" anziehen könnte, dann wäre man von jetzt auf gleich in der Geschlossenen, denn soviel Leid kann keiner ertragen. So arbeiten unsere Filter, natürlich gesteuert, immer schon, unseren Empfangshorizont und die Möglichkeiten im Erkennen individuelle Entscheidungen zu treffen.

Ich wünsche mir nur, dass meine Kinder immer den eigenen Radar auf Empfang stehen haben werden, um selber etwas über den eigenen Nahbereich zu machen.
Es liegt an uns den Nährboden für eine tolerante und sensible Menschheit zu schaffen, wenngleich eben erst mal im Kleinen...

So viele Gedanken nach sehr kurzer Nacht und darauf bedacht nicht vollends krank zu werden.

Ich grüße die vielen anderen empathischen Menschen, die auch etwas tun wollen, nicht nur für sich... *zwinker*

Stefan

so grausam das auch ist....

aber was hat das in einem erotikforum zu suchen??

?? von der Siedlerin
Unmöglich

Was auf diesen Planeten hier abgeht. Bin selbst in ein Projekt zur Arterhaltung seltener bis bereits ausgestorbener Kaiserboa´s. Wir sind bemüht die Arten reinzuhalten. Habe früher selbst im Berliner Zoo gearbeitet und kann mir ein Leben ohne Tiere nicht mehr vorstellen.
Die Boazucht kostet mich viel Energie in Hinsicht auf artgerechte Haltung.
Finde das jeder seinen Beitrag leisten sollte wie er kann. Das ist besser als gar nichts zu tun...
Es tut mir in der Seele weh wenn ich seh was in Afrika passiert. Das sind doch stolze hochentwickelte soziale Tiere. Frag mich was das soll?
Übrig bleibt immer nur ein Kopfschütteln... *traurig* *flop*
Man garnicht oft genug darauf hinweisen!!!

Seit einigen Jahren bin ich nun schon Mitglied beim WWF und unterstütze dort ausserdem den Schutz der restlichen freilebenden Gorillas. Ich habe mir deswegen sogar hier in Deutschland schon Ärger eingehandelt, weil ich für Tiere Geld ausgebe und nicht für die hungenden Menschen in Afrika.
ABer ich bin der Meinung, daß den Tieren viel weniger Aufmerksamkeit geschenkt wird als den Menschen. Deshalb bin ich dafür , die Lobby für den Gorilla zu stärken.
Logisch macht es mich traurig, hungernde Kinder zu sehen und es macht mich wütend, daß ihre Eltern und die Politiker in diesen Länder nichts dagegen tun, sondern immer darauf warten daß der reiche Westen hilft.

Die Natur hat immer noch ein viel zu kleines Forum.

Wenn wir uns paaren wollen , gehen wir in den Joy Club oder irgenwohin wo sich die Chance dazu bietet.
Tiere können das nicht, sie haben wenn sie Glück haben ein kleines Reservat,in dem sie meist auch nicht sicher sind , wie man es anhand der Gorillas sieht.Wenn sie diese Reservate verlassen, sind sie sowieso verloren.
Bushmeat werden Tiere genannt die illegal aus dem Wald geschossen werden, vielleicht sollte man mal ein paar brasilianische Walarbeiter oder Sojaframer abschlachten und sagen die waren im Wals, das ist Bushmeat.

Nein das sollte kein Aufruf zum Abschlachten von Menschen sein, ich vertrete oft extreme Ansichten, aber nur um MENSCHEN die Augen zu öffnen.

Wir können unser Handeln bestimmen, das Handeln der Tierwelt wird durch ihre jeweilige Natur Instinkte gesteuert. Bedrängt man sie ,greifen sie an. Versperrt man ihre alten Pfade, suchen sie sich Neue.

Ich denke wir habe schon genug kaputtgemacht in dieser Welt.

LG, ein stolzer Gorillapate!
Ein toller Beitrag!

Schöne Bilder die einen träumen lassen könnten, aber der Traum zerplatzt ja daran, daß selbst hier ein Bär im letzten Jahr ermordet wurde. Da die Bevölkerung vor ihm Angst hatte, obwohl hier Bären in das einheimische Gebiet gehören, nur von uns Menschen ausgerotet wurden.

Den Wölfen erging es nicht anders und wenn man heute noch betrachtet wieviele Naturschutzgebiete vernichtet werden, damit ICE-Trassen die einen Zeitvorteil von 6 min. haben, oder Brücken über die Elbe gebaut werden sollen, wobei auch ein Tunnel gehen würde, dann sieht man das die Bedrohung der Umwelt immer wieder stattfindet.

Da braucht man leider nicht nach Afrika schauen, wo viele Tiere und Menschen den Bürgerkriegen zum Opfer fallen, wo die Meere für Billigfisch und Sushi-Bars leergeplündert werden.



Nur wieviel ist jeder bereit dagegen zu machen, anstatt sich mit nur mit Alibispenden freizukaufen? Naturschutzverbände freuen sich immer über tatkräftige Unterstützung!


Das Land verkaufen? Warum nicht auch die Luft und das Meer? Hat der große Geist nicht all das zum Wohle seiner Kinder erschaffen?

Tecumseh
Ist die welt nicht grausam ?

Habe diesen beitrag im tv gesehen.(Zeitungsausschnitt)
Da fragt man sich doch warum?Die haben doch keinem was getan.Da fällt mir nur zu ein die menschen sind doch grausam und brutal.Man stelle sich vor man würde das mit uns menschen machen!

Hotpanz
mit großem interesse

habe ich den beitrag durchgelesen. und es erging mir fast genauso, wie beim anschauen des besagten films "gorillas im nebel". mir kommen die tränen, wenn ich sowas lese. die menschen sind so dumm! wenn sie wüßten, was sie sich selber damit antun.......... aber die einsicht wird wahrscheinlich nocht nicht einmal kommen, wenn es zu spät ist. und ich kann mir auch nicht vorstellen, daß wir von hier aus wirklich was ausrichten können. wir sind machtlos!
einen menschen als "tier" zu betiteln, fasse ich schon als beleidigung für die tierwelt auf. denn kaum ein tier ist zu so etwas fähig, wie der mensch!! tiere töten nur (ausnahmen bestätigen die regel) um zu leben und um zu überleben.

danke dir norbert, für den sagenhaften, wenn auch sehr traurigen bericht und die unglaublich tollen aufnahmen aus dem "familienleben" der gorillas.
betrifft spenden:

ich arbeite ehrenamtlich fuer die zgf (zoologische gesellschaft frankfurt) und bei dieser organisation bin ich mir 100% sicher, dass die spenden richtig und sehr effizient eingesetzt werden! ... und ich war im kongo und hatte deren arbeit dort erlebt und fotografisch dokumentiert.
zum thema:
es scheint leider wahr zu sein, dass die gorillas gezielt ermordet werden um den virunga nationalpark abholzen, zu holzkohle verarbeiten und besiedeln zu koennen.

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Wir danken Norbert Guthier für den Bericht und die Aufnahmen.
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