Es ist vorbei: Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft hat am Samstag, den 9. Juli 2011, 0:1 gegen Japan verloren und ist damit aus der Fußball-WM im eigenen Land ausgeschieden. Dabei gehörten die deutschen Kickerinnen zu den Favoriten im Kampf um den Weltmeistertitel. Spürbar lässt unversehens auch das Interesse an der WM nach, kann man doch nun nicht mehr aus dem in Sachen König Fußball reichlich vorhandenem Nationalstolz der Deutschen schöpfen.
Und natürlich ruft dieser Umstand wieder vermehrt die klischeedreschenden Kritiker auf den Plan, die in Sachen Frauenfußball eh nie so wirklich verstummten. Aber haben sie vielleicht doch Recht? Ist Frauenfußball einfach kein richtiger Fußball?

Frauenfußball - ein Emanzen-Sport?
Meldet sich die eigene Tochter im Fußballverein an, reagieren viele Eltern häufig genauso begeistert wie bei der etwaigen Anmeldung ihres Sohnes in einer Ballettschule. Frauenfußball gilt für einen Großteil der Bevölkerung als Sport für durchtrainierte "Emanzen", die in Optik und Athletik an russische Kugelstoßerinnen der 80er Jahre erinnern und niemals erfolgreich spielen können.
Anfangs behielten die Kritiker scheinbar Recht: Die erste Europameisterschaft im Frauenfußball erfolgte prompt ohne deutsche Mannschaft. Diese war schon bei der Qualifikation gescheitert. Fußball ist halt für viele ein klassischer Männersport. Frauen sind nicht teamfähig und sobald sich ein Mädchen dem Frauenfußball zuwendet, wirkt sie zwangsläufig unweiblich oder bekommt den Stempel einer Kampflesbe aufgedrückt.
Also warum sich dann internationale Treffen dieser "Mannweiber" bei einer Frauenfußball-WM anschauen? Wer will bei diesen Frauen auch einen Trikot-Tausch beobachten? Da stehen kleine Frauen in gänzlich unerotischer Kleidung vor viel zu großen Toren und wollen den Herren der Schöpfung Konkurrenz machen. Der Dopingskandal der nordkoreanischen Mannschaft verwundert da nicht. Was will man auch erwarten, wenn zarte asiatische Damen in einem Männersport antreten wollen? Da muss doch irgendwie nachgeholfen werden… so die gängigen Klischees.

Das Verquere an diesen ganzen Klischees ist, dass den Fußball-Damen vorgehalten wird, sie seien in ihrem Sport den Männern haushoch unterlegen (weil sie ZU feminin seien) und sobald sie Fußball spielen, sind sie angeblich Mannweiber (also ZU maskulin). Ja, was stimmt denn nun?
Und in der Volksseele ist Frauenfußball scheinbar auch noch nicht angekommen. Zwar sind die Einschaltquoten bei den Spielen der diesjährigen WM verhältnismäßig hoch, doch schaut man sich an öffentlichen Orten, an denen Public Viewing angeboten wird, um, findet man meist nur gähnende Leere vor. Enthusiasmus ähnlich der Männer-WM Fehlanzeige. Wir erinnern uns noch gut an die tollen Lieder der vergangenen "echten" WM und die Lobpreisungen für die einzelnen Spieler in ihnen. Für die Frauen gibt es nur einen Song, der von einer imaginären Marie handelt. Ist hier denn niemand auf Namen wie Birgit oder Ariane gekommen?
Die Erfolge sprechen für sich
Emanzen-Sport hin oder her… die gängigen Klischees, und das ist das eigentlich Ungerechte an der ganzen Diskussion, orientieren sich weniger an dem Sport selbst, als vielmehr an den sportreibenden Damen. Dabei sollten im Sport doch eigentlich die Leistungen im Mittelpunkt stehen. Oder? Und dass die deutschen Fußball-Frauen nichts können, haben sie ja wohl schnell widerlegt.
Die Mädels haben bereits 2003 und 2007 eine Weltmeisterschaft gewonnen und hätten bei der WM im eigenen Land einen Titelhattrick einheimsen können. Die Chancen standen auch gar nicht schlecht. Denn die deutsche Nationalmannschaft ist allen Frauenfußball-Muffeln zum Trotz neben der USA-Mannschaft die erfolgreichste weltweit. Nicht nur die vorherigen beiden Frauenfußball-Weltmeisterschaften gingen auf ihr Konto, sie haben zudem die letzten fünf Europameisterschaften in Folge gewonnen.

Liebe Kritiker, deutscher Frauenfußball ist eben doch eine echte Erfolgsgeschichte. Bei den Olympischen Spielen holten unsere Frauen 2000, 2004 und 2008 jeweils Bronze. Sieben Jahre nach Gründung der Frauenfußball-Nationalmannschaft wurde bereits 1989 die erste Europameisterschaft eingeheimst. Doch das war nur der Anfang der Erfolgsgeschichte. 1991 kamen die Deutschen zum ersten Mal in eine Endrunde einer Frauenfußball-WM. Es folgten bislang noch vier weitere Einzüge, von denen zwei zum Weltmeister-Titelgewinn führten. Noch besser ist die Statistik im Hinblick auf die Europameisterschaften. Acht Mal zogen unsere Frauen in die Endrunde ein und gewannen in sieben Fällen.
Nur den erfolgreichen Ladys ist es zu verdanken, dass wir uns rühmen dürfen, das erste und immer noch einzige Land der Welt zu sein, das im Frauenfußball und im Männerfußball Welt- und Europameister war.
Bekanntestes Gesicht im Frauenfußball ist sicherlich die Ausnahmespielerin Birgit Prinz. Sie hält den Rekord als Fußball-Nationalspielerin und Nationaltorschützin und wurde 2003 auch zur Torschützenkönigin der Frauenfußball-WM gekürt. Die Stürmerin wurde zudem in den Jahren 2003 bis 2005 Weltfußballerin des jeweiligen Jahres und bekleidete zwischen 2001 und 2008 jedes Jahr den Titel der deutschen Fußballerin des Jahres. Insofern kann man sie sicherlich als Ikone des Frauenfußballs bezeichnen, auch wenn diese WM ihre letzte gewesen soll.
Auch die Erotik kommt nicht zu kurz
Die Erotik auf dem Platz bleibt wohl Ansichtssache. Dennoch versuchen die größten Hochglanzmagazine dem Frauenfußball in schöner Regelmäßigkeit auch erotische Seiten abzugewinnen. So der Playboy mit seinen schönen Bildern von Frauenfußballerinnen, die allerdings allesamt nicht zur deutschen Nationalmannschaft gehörten. Aber vielleicht werden sie es bald? Zumindest beweisen sie, dass fußballspielende Frauen abseits des Spielfeldes alles andere als unerotisch sind.
Und wir im JOYclub liefern einen weiteren Beweis, dass Frauenfußball sexy und erotisch sein kann. Bei unserem Foto-Contest zur Frauenfußball-WM 2011 sind jede Menge heiße Bilder eingegangen. Das Gewinnerbild zeigt, wie man sich beispielsweise die Halbzeit angenehm gestalten kann. Und bei dem Anblick wird doch auch für Männer der Frauenfußball hochinteressant, oder?
Fazit
Wir finden, dass Frauenfußball durchaus sehenswert ist. Die Erfolge der deutschen Frauenfußball-Nationalmannschaft sprechen für sich… Nicht-Können kann man ihnen nun wirklich nicht vorwerfen. Titel haben sie sogar deutlich mehr als die Männer. Das sollte die Kritiker verstummen lassen. Trotz des frühen Ausscheidens bei der diesjährigen WM sind wir stolz auf unsere Mädels und sagen Danke. Und noch ist die WM nicht vorbei! Zeit genug, sich die verbliebenen Mannschaften und ihre Spielerinnen ganz genau anzuschauen. Hier gibt es nämlich definitiv ein paar sehr schöne Damen zu entdecken. Ohne Frauenbart und Suspensorium …
Und wer den kickenden Mädels auf dem Platz noch immer nichts abgewinnen kann, sollte vielleicht in der Werbepause am Fernsehbildschirm bleiben: Hier gibt's die gutaussehenden und wohlgeformten Frauen in dem einen oder anderen Werbespot zu sehen, auch wenn Nadine Angerer entgegen der Werbeaussagen zu einem sogenannten E-Postbrief doch nicht unknackbar war … (man kann nur hoffen, dass der E-Postbrief es ist
)
Im Forum wird bereits heiß über die attraktivste Fußballerin bei dieser WM diskutiert: Die schönste Fußballerin der Frauen-WM. Debattiert doch einfach mit.

















